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Das Interview mit Chris Hülsbeck wurde am 26.12.2009 veröffentlicht.



Homepage: Chris Huelsbeck Produktion

?: Fangen wir mal von ganz vorne an: Wie hat deine Karriere als Musiker angefangen? Was hast du davor gemacht?
ch: Ich bin direkt von der Schule zum Beruf des Spielemusiker und Soundprogrammierer gewechselt. Als sich diese Chance ergab, habe ich sogar die Schule frühzeitig Mitte der 12. Klasse abgebrochen. Ausschlaggebend war ein Wettbewerb für programmierte Musik aus dem C64 Heimcomputer, den ich zu meiner eigenen Überraschung gewann. Mit dieser Referenz bewarb ich mich dann bei Rainbow Arts, dem ersten großen deutschen Spieleentwickler und bekam einen Job angeboten.
?: Kannst du uns bitte deine Stationen als Musiker aufzählen.
ch: Schon im Vorschulalter habe ich angefangen Klavier zu spielen, da meine Großmutter eine Klavierlehrerin war und wir so immer Instrumente im Haus hatten. In späteren Jugendjahren begann ich mich zunächst für Elektronische Musik und Synthesizer zu interessieren und dann etwas später für Computer und Videospiele. Dann kam der Wettbewerb in 1986 und in den folgenden Jahren habe ich unzählige Spiele bei Rainbow Arts vertont. In 1991 habe ich dann mit 2 Freunden eine eigene Firma gegründet um eigene Spiele zu entwickeln und ein Tonstudio einzurichten. Im gleichen Jahr erschien auch meine erste CD "Shades". Leider brach das ganze 3 Jahre später auseinander und ich habe mich ein paar Jahre als Freiberufler durchgeschlagen. In 1998 bekam ich dann die Chance an einem Star Wars Spiel zu arbeiten und da ich ein großer Fan der Serie und der Musik war, bin ich zu Factor 5 in die USA ausgewandert. Dort habe ich nun die letzten 10 Jahre alle möglichen Projekte betreut. Seit kurzem bin ich wieder als Freiberufler unterwegs. Letztes Jahr hatte ich mit den Symphonic Shades Orchesterkonzerten ein ganz besonderes Highlight in meiner Laufbahn. Dabei möchte ich auch nicht vergessen auf die 2. Auflage der Symphonic Shades CD hinzuweisen, die immer noch erhältlich ist.
?: Zu welchem Spiel hast du die erste Musik geschrieben?
ch: Das erste Spiel hieß "Planet of War" und ist in 1985 entstanden. Ich wollte ja ursprünglich selber ein Spieleprogrammierer werden, aber ein Freund von mir war da viel besser, brauchte aber noch Musik für sein Spiel. Da hab ich ihm dann ausgeholfen und das war dann meine erste Spielemusik.
?: Wie hast du deine Kollegen in Erinnerung? Gibt es noch Kontakt zu den ehemaligen Spieledesignern oder zu anderen Musikern wie Hippel, Galway und Brimble?
ch: Die meisten Kollegen zu meiner Zeit bei Rainbow Arts haben später andere Berufswege eingeschlagen und ich habe größtenteils den Kontakt verloren. Immer mal wieder tauchen per Internet alte Bekannte auf, aber meist kommt es nicht über eine 2-zeilige Botschaft hinaus. Ab und zu treffe ich auf ehemalige Kollegen bei Industrieveranstaltungen, wie Messen und Konferenzen, dann kann man schon mal etwas ausführlicher über die alten Zeiten plaudern.
?: Wie viel verdiente man früher als Musiker?
ch: Mein erstes Gehalt waren ca. 1700 Deutsche Mark netto pro Monat... nicht viel für heutige Verhältnisse, aber für meine gerade mal 19 Jahre damals war das schon recht ordentlich.
?: Was waren die skurrilsten Erlebnisse als Musiker?
ch: Dass mir eine Gruppe von Fans auf einer der ersten Messen in Köln vom Stand wo wir unsere CDs verkauften bis zur Toilette folgten und ich um eine "Auszeit" bitten musste.
?: Bei welcher Firma konntest du dich am besten entfalten?
ch: Das war A.U.D.I.O.S Entertainment / Kaiko, unsere eigene Firma, die ich mit 2 Freunden in 1991 gegründet habe. In dieser Zeit habe ich auch für viele andere Firmen Projektarbeit gemacht, was sehr abwechslungsreich war.
?: Für welches System hast du am liebsten komponiert?
ch: Commodore Amiga, wegen der Möglichkeit Samples von echten Instrumenten zu benutzen. Aber natürlich gehört dem guten alten C64 Soundchip auch ein großer Teil meines Herzens.
?: Könntest du dir vorstellen, noch mal etwas auf einem alten System wie den Amiga zu komponieren? Oder die Systeme zwecks Sound für deine weiteren Arbeiten zu benutzen, wie es die Gruppe Thermostatic verwendet?
ch: Es würde mich durchaus reizen, nochmal Musik auf dem Amiga oder sogar C64 zu machen, allerdings fehlt mir dazu im Moment wirklich die Zeit, da ich mit meinen Jobs sehr beschäftigt bin. Ab und zu setze ich aber immer noch klassische Sounds in meinen neuen Spielproduktionen ein. Da wäre es vielleicht wirklich mal interessant eine Originalhardware zu benutzen.
?: Gibt es einen Soundtrack, auf den du besonders stolz bist?
ch: Der Soundtrack der Turrican Serie liegt mir immer noch sehr am Herzen, aber ich bin auch sehr glücklich, wie sich meine derzeitigen Projekte entwickeln. Die gehen wieder mehr in die Richtung, die meine Fans sich schon eine ganze Weile gewünscht haben.
?: Gibt es einen Soundtrack, den du vielleicht als weniger erfolgreich, vielleicht sogar misslungen siehst?
ch: Nein, nicht wirklich... bei dem ein oder anderen Projekt hätte ich sicher gern mehr Zeit gehabt, aber ich versuche immer das Beste aus der Situation zu machen.
?: Welches „moderne“ Werk müsste von dir unbedingt den Oscar bekommen?
ch: Also wenn wir über Musik in Filmen allgemein sprechen, dann war ich sehr überrascht, dass der Soundtrack zu "Forrest Gump" (1994) leer ausging.
?: Was war dein erster Gedanke über das Projekt Immortal?
ch: Ich fand es eine klasse Idee, da es so etwas in der Art zu der Zeit noch nicht gab.
?: Wird es ein Immortal 4 geben? Wenn ja, was würdest du gerne noch arrangieren?
ch: Davon gehe ich stark aus und natürlich werde ich wieder mit dabei sein.
?: Wie darf man sich einen Arbeitstag vorstellen? Wie lief das so ab?
ch: Als Komponist mit Festanstellung hatte ich einen ziemlich geregelten Arbeitstag von 10-19 Uhr. Zuerst Emails, Teamkonferenzen, dann ein bisschen Sound Design/Komponieren, dann Mittagspause und am Nachmittag mehr Sound Design/Komposition. Jetzt, wo ich wieder als Freiberufler tätig bin, muss ich ein bisschen mehr Zeit mit dem Geschäftlichen verbringen. Aber das Komponieren kommt immer dann dran, wenn ich in der richtigen Stimmung bin. Manchmal komponiere ich auch noch spät abends, wenn die Muse küsst.
?: Welche Musik hörst du in deiner Freizeit? In wie fern hat sie dich beim Komponieren beeinflusst?
ch: Ich höre alles mögliche, von Pop, Elektronik, Klassik und Filmmusik. Die elektronische Musik war meine erste richtige Liebe, nach einem Einstieg mit den Beatles, die ich aber auch immer noch klasse finde. Später bin ich auch großer Fan von Filmmusik und Orchester geworden.
?: Kannst du uns deinen kreativen Prozess beim Komponieren erläutern?
ch: Zuerst schaue ich mir das Projekt mal genau an, für das Musik geschrieben werden soll und da ergeben sich meist schon die ersten Ideen oder zumindest eine grobe stilistische Richtung. Dann setze ich mich meist erstmal hin und stelle mir eine passende Palette von Klängen und Instrumenten zusammen. Um Melodien zu finden, spiele ich oft erstmal nur mit einem simplen Klavier Sound. Manchmal kommen einem auch ganz abgedrehte Ideen, wie z.B. bei meinen letzten Projekt "Seawasp", wo man nach klassischem Spielautomatenvorbild ein U-Boot steuert und Schiffe versenkt: Bei der Titelmusik habe ich da einen Morsecode musikalisch eingesetzt, was prima gepasst hat.
?: Du bist ein großer Freund der Filmmusik. Wird es in nächster Zeit die Möglichkeit geben, deine Musik im Film zu Gehör zu bekommen?
ch: Ich habe diesen Traum noch nicht aufgegeben, aber im Filmbereich gibt es extrem viele talentierte Komponisten, die teilweise jetzt sogar in die Spielebranche wechseln, weil der Konkurrenzkampf so hart ist. Alle paar Jahre bekomme ich mal ein eventuelles Angebot, aber bisher wurde nie was daraus. Aber man weiß ja nie, irgendwann klappt es vielleicht doch noch.
?: Gibt es Spiele, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?
ch: Auf dem C64 definitiv "Impossible Mission", dass mich so gefesselt hat, dass ich es nach unendlichen Versuchen als einziger aus meinem Bekanntenkreis durchgespielt habe (die haben es mir erst gar nicht geglaubt, bis ich es vor Zeugen nochmal durchgespielt hab). Auf dem Amiga hab ich ziemlich intensiv "Sentinel" gespielt und nicht zu vergessen ein Spiel, was dem Original Amiga 1000 beilag: Mindwalker, dass ich ebenfalls durchgespielt habe, was mir wieder kaum jemand geglaubt hat.
?: Hast du früher Computerzeitschriften wie die ASM, Amiga Joker etc. gelesen?
ch: Ja klar, die kannte ich alle sehr gut. Ich habe auch immer noch zu einigen der alten Redakteure Kontakt.
?: Wie viel Prozent hast du von deiner Arbeitszeit gespielt um die passenden Soundtracks zu komponieren?
ch: Das kam ganz auf das jeweilige Spiel an und natürlich auch, wie viel Zeit ich für das Projekt hatte, aber ich glaube nicht mehr als ca. 25%.
?: Welches Spiel hat dich damals am meisten aufgeregt? Deine Favoriten?
ch: Wenn Du mit "aufgeregt" vielleicht "frustriert" meinst, dann kann ich nur sagen "Jim Power" - das war für mich fasst unspielbar schwer. Trotzdem hat mir das Projekt damals viel Spaß gemacht. Meine Favoriten sind natürlich die "Turrican" Serie und von den etwas neueren Projekten "Tunnel B1".
?: Spielst du heute noch? Wenn ja, welche?
ch: Im Moment spiele ich recht wenig, da mir etwas die Zeit fehlt und wenn, dann eher so Gelegenheitsspiele auf Nintendo DS oder dem iPhone. Das letzte grosse Spiel, was ich intensiv gespielt habe war Half Life 2. Aber ich schaue anderen Spielern gerne zu (live oder auf Youtube).
?: Welches System war damals dein Liebling, und welche besitzt du heute noch? Benutzt du diese noch, und wenn ja, wie oft?
ch: Das war ebenfalls der Commodore Amiga, aber leider besitze ich keinen echten mehr. Die Emulatoren sind aber ziemlich gut und meine alten Daten und Programme habe ich alle sauber in die virtuelle Welt herüber gerettet. Ich hab noch meinen original C64, der mir natürlich auch sehr am Herzen liegt, aber leider läuft er im Moment nicht / braucht Reparaturen.
?: Was hältst du von Emulation? Spielst du sogar ab und zu mit einem Emulator?
ch: Ja, die Emulatoren sind eine echt tolle Sache. Dadurch hat man die Möglichkeit, die alten Bits am Leben zu erhalten, auch wenn die Hardware langsam das Zeitliche segnet. Ab und zu überkommt mich eine Nostalgiewelle und ich lade meine Lieblingsspiele und meine eigenen Programme in den Emulator und versetze mich in diese Zeit zurueck.
?: Sammelst du Retrosachen?
ch: Nein, zumindest keine Hardware, dazu fehlt mir der Platz, aber ich habe Amiga Forever und C64 Emulatoren und die High Voltage Sid Collection bringt mir auch immer wieder Freude.
?: Wie beurteilst du die heutigen Soundtracks?
ch: Die Qualität der Soundtracks hat sich über die Jahre massiv verbessert, sowohl von der Produktion als auch kompositorisch. Aber einige neue Soundtracks sind mir zu protzig produziert, manchmal mit fettem Orchester und viel Ram-Bam, aber bleiben nicht im Ohr und geraten schnell wieder in Vergessenheit. Der Bombast tut sich halt schwer, an den Charme der alten Spielemusiken heranzukommen.
?: Was bevorzugst du? Synthesizer oder orchestrale Musik?
ch: Meine erste Liebe in Sachen Musik war der Synthesizer, aber ich finde orchestrale Musik auch total genial, schwierige Frage.
?: Was müsste geschehen, damit die heutigen Spiele auch wieder "kultig" werden können?
ch: Es braucht wieder mehr abgedrehte Spielideen und nicht immer der gleiche Einheitsbrei. Ich würde mir auch mehr Spiele wünschen, wo es nicht um Krieg und Gewalt geht. Es gab in den letzten Jahren immerhin ein paar lobenswerte Ausnahmen, die durchaus das Zeug hätten in der Zukunft als kultig bezeichnet zu werden, z.B. "Little Big Planet".
?: Hast du bestimmte Lieblings-Internetseiten?
ch: Ich bin sehr wissbegierig und lese oft in Wikipedia über alles mögliche. Die könnte man also praktisch als meine Lieblings-internetadresse bezeichnen. Ansonsten lese ich gern in Foren über Audio Software und Sound fuer Videospiele. Natürlich habe ich auch eine Facebook Seite und schau mir auch das ein oder andere Youtube Video an. Das Internet war und ist schon eine klasse Erfindung.
?: Wie denkt du über den Unterschied zwischen den Computerzeiten damals und heute? Bist du retro?
ch: Naja, im Moment habe ich wegen meiner Arbeit nicht viel Zeit, aber ab und zu schwelge ich gerne mal in der Vergangenheit und lade alte Spiele und Soundprogramme in die Emulatoren.
?: Wie denkst du über Retro-Fanatiker wie uns? Ist das cool oder haben wir doch nur alle 'nen Schuss?
ch: Ich finde es klasse, dass es die Retrokultur gibt und die alten Klassiker (Soft- und Hardware) so am Leben gehalten werden.
?: Erst kürzlich gab es dein erstes Symphoniekonzert in Köln, was als Highlight im Radio übertragen wurde. Was hast du an dem Abend empfunden? Wird es noch mehr solcher Konzerte geben?
ch: Das war auf jeden Fall ein unbeschreibliches Gefühl und etwas, dass ich mir vorher wirklich nicht hätte erträumen lassen können. Ich hoffe aber auch und bin mir inzwischen auch relativ sicher, dass es nicht das letzte mal gewesen sein wird. Thomas Boecker, der Organisator und Produzent, der diese Konzerte möglich gemacht hat, ist weiterhin fleißig dabei neue Spielesymphonien ins Leben zu rufen und wir hatten diesen Sommer ein weiteres Konzert in Stockholm, wo Musik von Yoko Shimomura und mir aufgeführt wurde.
?: Gab es für dich an dem Abend ein besonderes Highlight?
ch: Das Konzert hatte meiner Meinung nach keinen einzigen Durchhänger, da war einfach alles klasse. Ein bisschen überrascht waren wir aber alle, wie gut das Gem'X Thema rüberkam.
?: Was sind deine jetzigen Projekte? Was würdest du jetzt am liebsten machen? (Vielleicht eine Erkennungsmelodie für unsere Seite schreiben ? )
ch: Ich arbeite derzeit an diversen kleinen bis mittelgrossen Projekten, die mir sehr viel Spass machen. Einige davon sind fuer Mobilplattformen entstanden, die anderen kommen auf mehreren Systemen raus, wie z.B. 360 Live und Wiiware. Das erste Spiel ist bereits erschienen und heisst "Seawasp" und laeuft auf Google Android kompatiblen Mobiltelefonen. Das naechste Spiel erscheint auf dem iPhone und heisst "ZombieSmash!". Über die anderen Projekte darf ich noch nichts verraten, aber es wird sicher bald weitere Ankuendigungen geben.
?: Danke für das Interview Chris, ich wünsche dir noch viel Erfolg in deinem weiteren Leben.
ch: Danke und wirklich nochmal ein dickes sorry, dass es solang gedauert hat.


Interviewer war Deathrider. Das Copyright des Interviews unterliegt Deathrider sowie Chris Hülsbeck,
eine Kopie hiervon darf nur mit Genehmigung gemacht werden!
User-Kommentare: (21)Seiten: [1] 2   »
25.12.2012, 22:30 McCluskey (320 
In der Mediathek des WDR findet sich eine etwa 20minütige Radiosendung zum Thema "Musik in Computerspielen", in der auch Chris Hülsbeck etwas ausführlicher zu Wort kommt:

Die Musik in Computerspielen (17.12.2012)
Von Einzeltönen in den Orchestergraben. - AutorIn: Lis Kannenberg © WDR 2012
12.05.2010, 20:26 Retro-Nerd (10533 
Das Radio Paralax Interview mit ihm vom 22.11.2009 ist auch zu empfehlen. Er ist über zwei Stunden dabei und beantwortet viele Fragen. Natürlich auch viele Standard Antworten, trotzdem gibt es noch einige interne Details, die man so noch nicht gehört hat.

Radio Paralax Interview
04.01.2010, 16:35 einoeL (765 
Ich wollte nicht aufdringlich sein.
Es hätte ja sein können, daß Herr Hülsbeck sofort auflegt.
Das weiß man vorher nie so genau.
Außerdem wollte ich den AY-Chip für mich behalten!
Damit Herr Hülsbeck nicht auf die Idee kommt, ihn für seine Musik zu nutzen.
Der AY gehört mir!
04.01.2010, 16:17 moselspinner (125 
Also einoeL, jetzt bin ich aber enttäuscht.
Du hattest nicht stundenlang mit ihm diskutiert, warum nicht mit dem AY-Chip des CPC gespielt hat, wie Paganini auf ner Stradivari?
04.01.2010, 15:40 einoeL (765 
Greg Bradley schrieb am 02.01.2010, 18:24:
Ich war einige Jahre zuvor, bei der Joker-Telefonaktion (94 oder 95) damals einer der Glücklichen, die durchkamen.


Das müsste (anfang) 1996 gewesen sein.
Ich war auch einer der Glücklichen!
Mann, war das aufregend!
Als wäre Michael Jackson am Apparat!
Unterhalten wir uns über die Analog-Filter des SID-Chips, die Amiga-Paula, Orchester-Sample-Libraries und den Kurzweil K-2000 Samplesynthesizer.
Daran erinnere ich mich genau.
An was ich mich auch erinnere, ist, daß das Gespräch ziemlich lang dauerte.
Am Ende sagte er, er würde sich gerne noch länger mit mir unterhalten, müsse jetzt aber leider auflegen, damit andere Anrufer auch noch ne Chance hätten.
Wirklich symphatisch, und eine angenehme Stimme hat er auch.
Ein fantastischer Mensch & Musiker.
Kommentar wurde am 04.01.2010, 15:40 von einoeL editiert.
02.01.2010, 21:59 Gerry (516 
Danke für das interessante Interview.

er hat ja dieses Jahr viel erlebt, z.b. geheiratet, wie viele von euch schon wissen.


Wenn man es genau nimmt, war die Hochzeit bereits im Jahr 2008. Sein Hochzeitsvideo hat er übrigens bei YouTube hochgeladen (Teil 1/ Teil 2).

Our Wedding (Tracy Sheppard & Chris Huelsbeck) on New Years Eve 2008 at the SS China Cabin in Tiburon / Belvedere, California
02.01.2010, 21:01 spatenpauli (725 
Auch von mir vielen Dank an alle Beteiligten.
02.01.2010, 18:24 Greg Bradley (2570 
Ach nein, wie geil!!

Ich hatte zwar schon das Vergnügen, den Meister höchstselbst auf einen kleinen Plausch kennenzulernen (Computer '97 oder '98 in Köln), war einige Jahre zuvor, bei der Joker-Telefonaktion (94 oder 95) damals einer der Glücklichen, die durchkamen (um ihm eben mal zu sagen, dass der TURRICAN II-Soundtrack so ziemlich das geilste ist, was man meine Ohren je vernommen haben) und nahm vor drei, vier Jahren auch an dieser Internet-Chataktion teil (wo war das noch gleich? Bin damals irgendwie über amiga-apprentice.de in diesem winzigen Hülsbeck-Huldigungsforum gelandet :ka .
Trotzdem finde ich es natürlich super, dass jetzt auch kultboy.com sich den persönlichen Kontakt zum Soundguru himself auch auf die Fahne schreiben kann.
Und natürlich freut es mich immer, mal wieder Neues von diesem sympathischen Musiker zu hören. Ist ja nun schon auch ein paar Jährchen her, das letzte Mal.

Vielen Dank an Deathrider für dieses Interview - und wie immer großen Dank auch an kultboy für's online Stellen.
30.12.2009, 15:42 Deathrider (1471 
Ich kann Chris Hülsbeck wirklich nur tausendfach danken, dass er mich nicht als verrückten Stalker an die Polizei angeschwärzt, sondern mit viel Geduld dieses Interview geführt hat.

Ich habe ihn ja über ein Jahr damit belästigt, erst auf der Toilette in Köln, dann mit massig Mails, und er war immer freundlich zu mir und hat mir auch manchmal privates erzählt und immer mit der Bitte um etwas Geduld.

Klar wäre ein Interview als Video schöner gewesen, aber ich weiß nicht, wann er dafür mal Zeit hätte, er hat ja dieses Jahr viel erlebt, z.b. geheiratet, wie viele von euch schon wissen.

Vielleicht in einigen Jahren nochmal, oder wenn er nochmal eine Scheibe mit alten Amigawerken rausbringt, dann könnte man sich nochmals bemühen ein Videointerview zu vereinbaren. Vielleicht spielt der Meister persönlich für uns.
(Wäre aber mehr als zuviel verlangt)

NOCHMALS VIELEN DANK AN HÜLSBECK, behalte immer deine kreative Ader und vorallem dein Charisma, wir Fans versuchen es so gut wie es geht dir zurückzugeben.
30.12.2009, 01:49 McCluskey (320 
Auch wenn es - wie hier bereits mehrfach angemerkt - größtenteils keine wirklich neuen Aussagen zu lesen gab, hab ich mich trotzdem sehr über das Interview gefreut. Danke an alle Beteiligten!

Ich hab leider nicht mehr so die Zeit, das Forum zu verfolgen und somit Interviewankündigungen zwecks der Einschickung von Fragen mitzubekommen. Im Falle Hülsbeck hätte mich vielleicht noch interessiert, ob er (wie z.B. Guido Henkel) bereits die amerikanische Staatsbürgerschaft hat oder beabsichtigt diese zu erwerben, ob er Familie hat, etc.

Trotzdem:
28.12.2009, 19:53 ChiliPalmer (127 
Tolles Interview !
27.12.2009, 21:01 asc (2208 
Claudia Schiffer? Natürlich ist die hübsch, sonst wäre sie wohl auch kein Model. Aber extra wegen der ollen im Quadrat springen täte ich nicht...
27.12.2009, 20:58 einoeL (765 
Chris bezeichnet Wikipedia als seine Quasi-Lieblingsseite.
Endlich mal einer, der nicht über Wikipedia meckert!
Das nervt nämlich langsam.
Wie damals bei Claudia Schiffer.
Da gab es irgendwann auch diese "Ich find die Claudia gar nicht hübsch"-Bewegung.
27.12.2009, 20:06 StephanK (1623 
Na ja, spezielle Fragen können natürlich (fast) immer zu der jeweiligen Person mit eingebaut werden; einfach im Forum schauen, dort wird meist angekündigt wenn ein neues Interview ansteht , finde aber auch das sich Deathrider mit der Auswahl der Fragen viel Mühe gegeben hat

Klar, so ein Longplay-Video oder wie beispielsweise bei Michael Hengst damals ein aufgezeichnetes Interview (ging leider verloren :cry wäre natürlich noch besser, aber leider kriegt man da denke ich die wenigsten zu bzw. muss ja auch erstmal jemand hinfahren um das Interview überhaupt zu führen
27.12.2009, 19:28 einoeL (765 
Eigentlich sind mir diese "Online-Interviews" mit den vorgedachten Fragen ein bisschen zu steif.
Trotzdem habe ich mich über das Interview gefreut.
Auch wenn, wie Retro-Nerd schon schrieb, nicht wenige Antworten schon bekannt waren.
Cooler wäre natürlich ein "Longplay"-Video.
60 Minuten mit Chris, aufgezeichnet in seinem Musikstudio oder am Strand.
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