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PC Joker 1/97




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29.10.2017, 14:35 Oh Dae-su (282 
SarahKreuz schrieb am 29.10.2017, 12:04:
Das einzige was heutzutage NICHT an Tomb Raider gealtert ist, ist die schöne (aber leider viel zu sparsam eingesetze) Musik.


Ich fand's ganz gut, dass Musik nur in "besonderen" Situationen eingespielt wurde. Als der T-Rex auftauchte z.B...
Ich kaufte das Spiel eine Woche bevor(!) ich die PlayStation erwarb, und war völlig baff, als ich herausfand, dass ich die Musik via CD-Player anhören konnte.

Der letzte Level war mir zu schwer; ich hab's leider nicht ganz durchgespielt.
Mir gefiel sehr, eine weibliche Figur zu steuern. Dadurch passte ich automatisch besser auf sie auf, und bis heute leide ich bei Bildschirmtoden weiblicher Charaktere mehr mit, als bei männlichen. Naja, manchmal ließ ich Lara trotzdem absichtlich in die Tiefe stürzen... "Aaaaah-*kracks*
Es war auch das einzige Spiel, bei dem meine Eltern gerne zuschauten und mir Anregungen gaben. Ich konnte sie immer beeindrucken, wenn ich Lara den geschmeidigen Handstand machen ließ.
29.10.2017, 12:34 Gunnar (1482 
Pat schrieb am 29.10.2017, 07:08:
Man könnte jetzt argwöhnen, dass auch in Tomb Raider die Technik noch nicht ganz so weit war.

Der Clou war, dass es eben doch so war: 3D-Grafik, die auf damals gängigen Systemn flüssig lief und diese exotischen Szenarien für damlige Verhältnisse gut umsetzte (die 91%-Wertung in dieser Kategorie im Joker spricht da wohl Bände). Vor allem war natürlich die Hauptfigur als Identifikationsobjekt des Spielers gut erkennbar, für jede Spielsituation für damalige Verhältnisse sehr gut animiert und ließ sich - was nicht ganz unwichtig wäre... - in den Artworks (und dem folgenden Merchandise) ohne große Abstraktionen zur Spielgrafik abbilden. Ein Punkt, der noch zum damaligen Reiz von "Tomb Raider" beigetragen dürfte, war allen Unkenrufen zum Trotz wohl doch die Kameraführung. Klar geht die Übersicht verloren, wenn man sich mal in Ecken manövriert hatte - die meiste Zeit spielt die "folgende" 3rd-Person-Kamera aber gut mit und bringt insbesondere bei der Renn- und Spring-Action viel Dynamik rein. Sowas schafft ein überwältigendes Raumgefühl, und das goutieren Spieler immer (siehe auch: "Out Run", "Doom", "Descent" u.a.).
29.10.2017, 12:04 SarahKreuz (7974 
Wenn die Hersteller etwas mutiger gewesen wären, dann wäre Fade To Black vielleicht ein ähnlicher Ruhm widerfahren. Aber da fehlt ganz offensichtlich der wortwörtliche Sprung in die Vertikalität, der Tomb Raider als Action-Adventure so besonders gemacht hat. Obwohl's hier ja letztlich nur so ist, wie Rockford beschreibt: alte Zutaten wurden neu abgemischt. Trotzdem fühlte sich Tomb Raider neu und frisch und revolutionär an. Schon nach zwei Stunden an der Playstation dachte ich: "Wow, verdammt gut ... hat das Zeug zum Klassiker.". Ob ich dabei jetzt eine überproportionierte Archäologin oder einen alternden, peitschenschwingenden Schlangen-Hasser spielte, war mir eigentlich ziemlich wumpe. Erst im Nachhinein fiel mir so richtig auf, dass hier eine Videospiel-HeldIN geboren ward. Metroid kannte ich zu jener Zeit nur aus der Ferne. Also war auch das irgendwie neu.

Das einzige was heutzutage NICHT an Tomb Raider gealtert ist, ist die schöne (aber leider viel zu sparsam eingesetze) Musik. Trotzdem...damals war das alles furchtbar aufregend. Und ein höllisch-spannendes Abenteuer, diese Steuerung zu meistern.
29.10.2017, 08:58 Rockford (1687 
Natürlich gab es schon 3D-FPS, aber will man wirklich Die Hard mit Tomb Raider vergleichen? Oder mit Pitfall? Ernsthaft jetzt? Natürlich gab es die Versatzstücke schon, die Kunst ist doch, diese gekonnt zusammenzuführen und ein Spielerlebnis daraus zu formen. Oder soll man Red Dead Redemption zur Last legen, dass es vorher schon ein High Noon gab?

Die Atmosphäre und das Gefühl beim Spielen, wirklich zu erforschen, das war vorher nicht da. Ob die Hauptfigur Mann oder Frau war, ist da doch nebensächlich.
29.10.2017, 07:08 Pat (3110 
Ja, Tomb Raider war eigentlich "nur" eine 3D-Umsetzung eines "Cinematic Platformers" wie Prince of Persia oder Flashback oder auch Blackthorne. Also eigentlich ein "langsames" Spiel mit genauen Sprüngen.

Dazu kamen die Puzzle-Einlagen, die ebenfalls ziemlich "cinepatic-platformer-like" waren.

Aber Tomb Raider kam halt auch zur richtigen Zeit. Andere Spiele hatten ähnliches versucht - wenn vielleicht auch nicht in genau dieser Mischung - aber die Technik war noch nicht so weit.

Man könnte jetzt argwöhnen, dass auch in Tomb Raider die Technik noch nicht ganz so weit war.
29.10.2017, 03:09 Gunnar (1482 
Rockford schrieb am 28.10.2017, 16:48:
Wird bei der Diskussion irgendwie übersehen, wie revolutionär TR war?

Da wäre zu klären, wie "revolutionär" "Tomb Raider" denn nun tatsächlich war:

1. Die Kameraperspektive gab es so schon bei "Die Hard" (mit 2D-Sprites) bzw. "Fade To Black" (mit 3D-Grafik).

2. Spielerisch ist es eigentlich nur ein Pastiche aus Versatzstücken von "Prince Of Persia" oder "Flashback" (punktgenaue Sprung-Manöver, Schalter-Rätsel) und "Pitfall" (exotische Dschungel-Szenarien).

3. Nicht mal Frauen als Hauptfiguren sind neu. Eigentlich surfte das Spiel da nur auf der Welle, die mit "Alien" losgetreten wurde.

Objektiv betrachtet hat "Tomb Raider" damit nicht gerade gute Karten. Allerdings übersieht diese Beurteilung natürlich den Impact, den "Tomb Raider" letztlich hatte: Vermutlich war es gerade die Kombination dieser Elemente, die das Spiel letztlich so erfolgreich gemacht hatte. Das heißt: "Tomb Raider" war so ein Kassenschlager, weil es diese Komponenten genau auf die richtige Weise kombiniert hatte und deshalb ein Spiel mit (a) flüssiger 3D-Grafik ergab, das (b) ein exotisches Abenteuer-Setting mit überschau- und lösbaren Schalter-Rätseln bot, die von (c) einer Frau gelöst wurden, die ob ihrer körperlichen Reize für Männer attraktiv und ihrer Charakterstärke für Frauen vorbildhaft war. Folglich ist hier das Ganze mehr als die Summe der Teile. Was übrigens umgekehrt bedeutet, dass die "innovativen" Punkte der genannten Spiele jeweils schlechter oder weniger breitenwirksam umgesetzt wurden als beim Core-Design-Spielchen.

Im Großen und Ganzen neige ich aber zu der Interpretation, das Ende der 90er Jahre aufgekommene "Action-Adventure"-Genre sei nix weiter als eine Art 3D-"Prince Of Persia" gewesen, das zusätzliche Schauewerte durch die technisch fortgeschrittene Darstellung von Szenarien und Charakteren erzeugt. Spielerisch revolutionär war das per se eher nicht, nur eben durch die Kombination verschiedener Elemente. Ein postmodernes Phänomen also.
Kommentar wurde am 29.10.2017, 03:10 von Gunnar editiert.
28.10.2017, 18:21 Pat (3110 
Ja, aber das hatte ich in einem früheren Post schon ausgeführt.
Mein Punkt war ja, dass selbst im Kontext der Zeit und bei Weglassung der Wichtigkeit von Tomb Raider für die Zukunft, Herrn Langers Wertung für mich nicht nachvollziehbar ist.
28.10.2017, 16:52 Retro-Nerd (9925 
Hat einem ganzen Genre den Weg geebnet. Third Person Action Adventures in 3D.
28.10.2017, 16:48 Rockford (1687 
Wird bei der Diskussion irgendwie übersehen, wie revolutionär TR war?
28.10.2017, 15:56 Darkpunk (2108 
Gunnar schrieb:

Jörg Langer vergibt 3/5 Sternen und kritisiert dabei Kameraführung, ungenaue Steuerung und karge Levels. Wie weit er mit diesem Urteil der Zeit doch voraus war... aber der Rest der Gamer-Welt hat sich vor solchen objektiven Meckereien doch lieber erst mal an Lara sattgesehen. Trotzdem muss ich sagen: Punkt für Langer!


Tatsächlich war erst die Anniversary-Fassung richtig gut spielbar. Kameraprobleme und eine ungenaue Steuerung vermiesen mir bis heute den Spaß an einem Retro/Spiel.
Kommentar wurde am 28.10.2017, 15:58 von Darkpunk editiert.
28.10.2017, 15:52 Pat (3110 
Hier hat Langer sicher Recht: Kameraführung und Steuerung bremsten das Spiel regelmässig ein und die Levels waren zu gross, so dass diese karg wirkten.

Ich denke aber, da hat er dann wiederum einfach kritischer als die anderen sein wollen.
Dass Tomb Raider seine Macken hat und, ja, durchaus auch mal überbewertet wurde, darf man nicht abstreichen. Nicht umsonst ist Anniversary das bessere Spiel.
Aber man darf den Einfluss des Spieles auch nicht unterschätzen. Nicht umsonst hat das Spiel viele Nachahmer gefunden. Das lag nicht unbedingt an Lara (hat aber sicher geholfen), denn die aufgebretzelte Actionheldin haben viele versucht nachzuahmen ohne ein gutes Spiel hinzukriegen.

Tomb Raider ist oft überbewertet worden aber drei Sterne würde ja 60% entsprechen und so viel Abzug ist die manchmal bockige Kamera und die Steuerung nun wirklich nicht - zumal die Steuerung ja durchaus ziemlich fein ist und man auch nicht so schnell irgendwo runter fällt.
27.10.2017, 14:38 Gunnar (1482 
Gerade noch mal gesehen: Jörg Langer vergibt 3/5 Sternen und kritisiert dabei Kameraführung, ungenaue Steuerung und karge Levels. Wie weit er mit diesem Urteil der Zeit doch voraus war... aber der Rest der Gamer-Welt hat sich vor solchen objektiven Meckereien doch lieber erst mal an Lara sattgesehen. Trotzdem muss ich sagen: Punkt für Langer!
25.09.2017, 15:32 Darkpunk (2108 
Tomb Raider (2001) hat mir auch nicht gefallen. Die Fortsetzung Die Wiege des Lebens habe ich mir erst gar nicht angesehen.
24.09.2017, 20:30 Oh Dae-su (282 
Pat schrieb am 22.09.2017, 14:07:
Übrigens habe ich die beiden "alten" Tomb Raider Filme als durchaus sehbar in Erinnerung. Ist allerdings schon Jahre her...

Ich wollte den ersten TR-Film damals nicht im Kino sehen, weil mich die Trailer total abgetörnt hatten. Allerdings sah ich ihn vor ein paar Wochen im Fernsehen. Der Film war noch schlechter, als ich vermutet hatte. Das selbstgefällige Grinsen von Angelina Jolie war schwer auszuhalten. Und sowas tricktechnisch Stümperhaftes wie die Hundeschlittenfahrt am Ende hab ich schon lang nicht mehr gesehen.

Der neue Film kann nur besser werden.
22.09.2017, 18:29 Bren McGuire (4805 
Nr.1 schrieb am 22.09.2017, 13:02:
Bren McGuire schrieb am 21.09.2017, 14:40:
Rechnet man noch die Leihgebühr für die 3D-Brille (wird ja sicherlich in 3D laufen) plus Popkorn oder sonstigen Fressalien ein, ist eine Blu-ray wirklich günstiger...


Kaufst Du diesen Apothekenpreis-Kram wirklich?
Ich habe EINMAL das Kino-Popcorn gekauft, bei dem man das Gefühl hat, es wurde in Gold aufgewogen und habe mir gleich mal sauber einen halben Zahn ausgebissen.

Schön finde ich auch die Berge an Müll, die hinterher im Kinosaal auf Boden und Stühlen liegen bleiben. Zumindest ist das in Berlin so. In Frankfurt, Darmstadt, Stuttgart usw. war das vor Jahren noch nicht so schlimm.

Was Kinoangebot ansich angeht,so ist es bei mir so, wie bei Darkpunk. Vieles reizt mich nicht mehr.


Wenn ich schon mal ins Kino gehe, dann auch mit Popcorn (mit diesem Tortilla Chips-Kram kann ich nichts anfangen). Wobei ich vorausschicken muss, dass mein letzter Kinobesuch im Juli 2015 (davor 2012) war - "Terminator Genesys"... ich hätte es besser wissen müssen. So war ich mal wieder mehr als bedient, und weitere Kinobesuche standen seitdem nicht mehr auf dem Plan. Das gilt natürlich auch für meinen letzten Popcorn-Verzerr.

Nach langer Zeit würde mich "Es" mal wieder reizen - mal sehen. Bei dieser Gelegenheit kann ich mich dann auch wieder von der aktuellen Popcorn-Qualität überzeugen - oder eben auch nicht.
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