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Play Time 10/93




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13.07.2017, 22:25 nudge (826 
Was die richtige Hardware betrifft war ich bei PC Soundkarten schon speziell. Mit einer Logitech Soundman Games hatte ich angefangen. Die war nicht so besonders. Danach habe ich wirklich viel ausprobiert. Zwei sehr exotische Karten mit Dream Wavetable Chipsatz. Eine davon mit RAM. Mit einer Mozart und einer IBM M-Wave Karte habe ich auch rumgespielt. Danach kamen als Hauptkarten Soundblaster AWE64 und Live mit EMU. Aber die eine Dream (TOPTEK GS32) habe ich immer parallel weiterbetrieben. Leider ist es eine ISA Karte und ab 2010 war dann leider endgültig Schluss mit ISA Steckplätzen in meinem PC

Mein Amiga ist ein 600'er. Ich habe keine Ahnung wie gut der Paula und wie gut die analogen Komponenten im 600'er sind. Ich habe auf den MOD CDs wirklich viele tolle Amiga MODs gehört. Aber auf dem Amiga selbst klangen sie bei weitem nicht so gut wie mit Open Cubic Player auf dem PC. Das war auch ein Kulturschock auf dem PC. Der Sprung von einer 8 Bit Soundkarte (die Logitech konnte nur 8 Bit) auf 16 Bit Sampling.
10.07.2017, 17:17 DaBBa (1079 
nudge schrieb am 08.07.2017, 13:21:
Ich war aber am PC total verwöhnt vom Open Cubic Player, der mit seinem Float Mixer alles in 16 Bit Stereo und 48 KHz Rate auf meiner guten Soundkarte zusammenmischte. Damals waren auf DOS auch schon der Scream- und Fasttracker mit ihren 16 Kanälen und Panning aktuell.
Das stimmt, dazu brauchte man aber die richtige Hardware.

Viele Leute sparten damals bei der Soundkarte und kauften sich irgendeine billige SoundBlaster-2.0- oder SoundBlaster-Pro-kompatible Karte, die nur 8 Bit insgesamt und 22 kHz konnte. Zudem konnten die gemeinen PC-Soundkarten, im Gegensatz zum PAULA-Chip des Amiga, nicht selber Kanäle mixen, d. h. das musste die CPU machen, d. h. bei Spielen weniger Frames pro Sekunde. :>
09.07.2017, 21:05 Anna L. (1362 
nudge schrieb am 08.07.2017, 13:21:
Bei so mancher älterer Amigamusik kriege ich das Grausen. Das war eh ein Kulturschock für mich, als ich mir Mitte der 90er den ersten Amiga kaufte.


Du hättest den Amiga Ende der 1980er erleben sollen. Da klang der Sound so dermaßen "echt", dass alle vorherigen Computer erst einmal Schrott waren. Sogar der SID war erst einmal komplett out. Außerdem wuchs die Klangqualität des Amigas über die Jahre extrem. Die Soundbastler lernten, wie man aus dem 8-Bit-Soundchip die besten Samples herausholt bzw. wie man sie am besten reinkriegt. Werke aus den Jahren 1992 oder 1993 klingen anders als die Sachen von 1988. Die Sache mit der strikten Panorama-Trennung der Kanäle war auch nur mit Kopfhörern wirklich ein Problem (da ist eine Stereo-Einengung Pflicht, wenn man nicht auf Beatles-Feeling steht), über den Monitor oder die Stereoanlage verschmolzen die Kanäle akustisch dann doch ausreichend gut.

Den Höhepunkt erlebte der Amiga akustisch auf dem A1200. Da wurden alle Register gezogen, vor allem im Demo-Bereich. Verschwenderische Samples usw. Da ging nochmal was.
08.07.2017, 13:21 nudge (826 
Hannes Seifert! Danke, den Namen hatte ich gesucht. Klasse Musiker!

Für den PC gab es ja anfangs nur den gruseligen PC Speaker und ab der CD Zeit dann CD Audio Tracks oder einfach irgendwie komprimiertes WAV. Die Zeit dazwischen ist geprägt von OPL2/3, MT32, GM/GS, SoundBlaster und GUS. Und Musik zu schaffen die auf allen 5 Standards gut klingt war fast nicht möglich. Und in der Zeit waren die Rechenleistungen der PCs auch noch extrem unterschiedlich. Mit einem 486'er konnte man locker im Hintergrund MODs abspielen aber mit einem 286'er eben nicht. Es gibt wirklich sehr viel Musik aus der Zeit für DOS Spiele, die das Potential der 5 Soundkarten-Standards bei weitem nicht ausschöpft oder schlicht und ergreifend schlecht ist. Richtig gute Musik fand man eher in der Demo Szene und die war dann auch noch sehr auf die GUS fixiert.

Damals gab es für DOS ja diverse Soundsysteme bzw. Libraries. Und ich glaube da wurde viel direkt mit MIDI, eventuell sogar direkt für die MT32/GM/GS Soundkarten komponiert. Ich glaube viele haben dann einfach einen OPL2/3 "Soundfont" genommen um ihre MIDI Files auf Adlib- und Soundblaster-OPL abzuspielen. Das reizt den Yamaha OPL bei weitem nicht aus. Ich habe wirklich geniale 4K Demos mit Adlib Sound gehört.

Was Musik betrifft tendiere ich mehr zu Analog (SID/AY*/OPL*) als zu Sampling. Der Vergleich hinkt etwas. Aber ich mag Pixelgrafik auch lieber als Rendergrafik, Gescannte Fotos oder digitalisierte Videos.

Mit Sampling kriegt man natürlich einen realistischeren Klang hin. Ich habe jede Menge MOD CDs und hatte eine Phase, wo ich sehr viel gehört und auch selber mit Trackern rumgespielt habe. Ganz wichtig sind gute Samples. Und noch wichtiger ist natürlich, was man aus denen macht.

Bei so mancher älterer Amigamusik kriege ich das Grausen. Das war eh ein Kulturschock für mich, als ich mir Mitte der 90er den ersten Amiga kaufte. Da wusste ich endlich, was das für komische MODs sind, wo der erste und vierte Kanal von links und der zweite und dritte nur von rechts kamen. Und dann noch der im Vergleich schlechte, dumpfe Klang.

Ich war aber am PC total verwöhnt vom Open Cubic Player, der mit seinem Float Mixer alles in 16 Bit Stereo und 48 KHz Rate auf meiner guten Soundkarte zusammenmischte. Damals waren auf DOS auch schon der Scream- und Fasttracker mit ihren 16 Kanälen und Panning aktuell.

Trotzdem waren auf den MOD CDs geniale Amiga Musiken dabei, die ich, natürlich auf Mono oder 50% Panning gestellt, sehr gerne gehört habe. Da muss man sehr gut sein, sparsam mit dem Speicherplatz für Samples umzugehen, gleichzeitig viele unterschiedliche Klänge herausholen und dabei auch noch gut komponieren können um da gute Musik zu erzeugen.

In der Technozeit kam es dann auf, dass man auf einem Kanal ganze Loops von mehreren Instrumenten hatte. Das war auch ein Weg die Beschränkungen was Kanäle betrifft zu umgehen. Brauchte aber Speicher und war häufig nicht ganz so mein Fall und gerne mal etwas eintönig.

Bei analoger Musik mag ich es dagegen sehr, wie sich der Klang selbst und durch Filter ständig verändert. Eine reine Wavetable/GM/GS/Analog Zusatz-Soundkarte für meinen PC hatte tolle Feedbackoszillatoren. Das hat Spaß gemacht, da einfach nur dem selben Loop aus vier Tönen zu lauschen und dabei den Klang an den virtuellen Drehreglern zu ändern.

Am Ende ist alles Geschmackssache. Wahrscheinlich gibt es sogar Leute, die den Klang vom VC 20 besser finden als den vom Commodore 64 :
Robot Liberation
07.07.2017, 21:32 DaBBa (1079 
Viele PC-Spieler kamen in den 90ern vom Amiga - und fanden dieses Geklimper irgendwie überflüssig.

Bei der Grafik zog der PC mit VGA-Karte bereits so 1991 allmählich am Amiga vorbei. Beim Sound hingegen gab es Anfang der 90er noch Adlib-Gedudel mit gelegentlichem SoundBlaster-kompatiblem Mono-Gekrächze.

Da dauerte es noch ein paar Jahre, bevor der olle Soundblaster-Standard - und die zahllosen "SoundBlaster-kompatiblen" Billig-Soundkarten - durch modernere Lösungen verdrängt wurde.
07.07.2017, 19:16 Il bastardo (160 
Stimmt, Burntime hat auf dem PC wirklich hervorragende Chip-Tunes, die mit den besseren Arbeiten von Stéphane Picq problemlos mithalten können.

Ich finde sowieso, dass OPL-Musik mehr Würdigung verdient hätte: In den Händen eines fähigen Musikers mit entsprechenden Hardwarekenntnissen konnten diese Chips sehr individuelle Klangbilder erzeugen, und einem Spiel damit eine besonders eigene Note verleihen. Gerade auf dem Shareware-Sektor gab es viele Titel mit exzellenten Chip-Tunes - Galactix fällt mir da ein, Cybersphere, Overkill, oder sogar das berüchtigte Skunny Kart (Musik auch von Hannes Seifert).
07.07.2017, 16:57 nudge (826 
Das Spiel habe ich gar nicht. Aber ich habe eine CD mit PC Szene Demos und darauf waren ein paar reine Soundplayer mit den Soundtracks des Musikers für diverse Spiele. Darunter auch Burntime. Die Songs sind mit das beste, was ich jemals auf einer Adlib Karte gehört habe
07.03.2017, 19:39 Herr MightandMatschig (308 
Für das Spiel muß ich unbedingt meinen Emulator anschmeissen, sobald ich wieder einen brauchbaren Rechner hab . Ich hab sogar noch das Original! Aber das hatte einen Bug. Wenn der letzte Computer-Gegner besiegt war, endete das Spiel nicht. Kein Abspann, gar nichts . Vielleicht wäre es auch entäuschend gewesen. Damals gab es ja durchaus manchmal Abspänne, die nur drei Zeilen Text waren. Trotzdem war das sehr unbefriediegend.

Max Design hatte wie auch z.B. Software 2000, Psygnosis und Bitmap Brothers einen durchgehend eigenen Stil, den man sofort erkannte.
Kommentar wurde am 07.03.2017, 19:40 von Herr MightandMatschig editiert.
01.11.2016, 10:58 Trantor (283 
Dafür gibt's bei Fallout lecker Eichhörnchen am Spieß, oder nicht?
01.11.2016, 09:25 Pat (3110 
Dazu muss ich auch sagen, dass es in unseren Breitengraden vor gar nicht mal so langer Zeit schon üblich war, Hunde zu essen. Schliesslich war man froh, wenn überhaupt mal Fleisch auf den Tisch kam.

Ich denke, wenn bei uns Endzeit wäre, würde ich alles runterwürgen, was ich kriegen könnte: Hunde, Katzen, Ratten, Würmer. Von dem her ist Burnout vielleicht sogar realistischer Fallout.
01.11.2016, 01:15 Konkalit (199 
Das Spiel ist wie das Leben, DU bist die Story Und Angesichts der ödnis der Endzeit würde auch der militanteste Veganer zum Fleischfresser werden
01.11.2016, 00:10 SarahKreuz (7974 
Eins der Lieblingsspiele von meinem Vater. Aber sein und mein Geschmack gingen sowieso zwischendurch getrennte Wege. Er spielte auch Paradroid gerne. Mochte Pirates. Colonization. Was für eine Verschwendung von Leerdisketten.

Konnte man hier nicht Hunde abschlachten und aufessen? Spätestens da hatte mich das Spiel wohl schon verloren, bevor ich es überhaupt registrierte. In Erinnerung geblieben ist die düstere Atmosphäre, die melancholische Musikuntermalung vom netten Intro - bis hin zur fitzeligen, aber trotzdem irgendwie guten Grafik. Spielerisch fand ich's eher mau. Ein paar ordentliche Ingame-Story-Brocken hätten Burntime gut getan.
Kommentar wurde am 01.11.2016, 00:12 von SarahKreuz editiert.
03.06.2016, 22:12 Konkalit (199 
Burntime, sehr schönes Spiel. Witzige Dialoge und Charaktere die das Endzeitfeeling verstärken. Allerdings auch sehr schwer erstmal reinzukommen. Um an genügend Essen und Trinken zu kommen, benötigt man viele Objekte zum tauschen, handeln oder auch anheuern. Da sind 6 mickrige Inventarplätze wirklich schwierig. Erwähnenswert ist noch das tolle umfassende Handbuch welches neben spieninternen Infos auch einen ernsten Überblick über zeitgenössische Probleme unserer Zeit (Atombomben, Radioaktivität, Umweltverschmutzung, Wassermangel) gibt welche sicherlich irgendwann mal zu Zuständen wie in Burntime führen werden.
Kommentar wurde am 20.10.2016, 03:32 von Konkalit editiert.
27.01.2014, 10:27 Pascal Parvex (87 
Ach ja, Burntime. Das hab ich als Vollversion auf einem Heft gekauft. Ich habe es ziemlich lange gespielt, auch mithilfe eine Guides. In den stand auch, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass der Computer bescheisst.
19.02.2013, 12:32 kultboy [Admin] (10701 
Genau. Spielziel war es ALLE Gebiete zu besetzen (auch die verseuchten) und erst dann hatte man gewonnen.
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