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Power Play SH 2/90




Scan von Bren McGuire


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User-Kommentare: (27)Seiten: [1] 2   »
15.10.2014, 17:06 Pat (1329 
Zunächst kann ich sagen, dass die GOG-Version (die ja alle Patches hat) tadellos läuft. Hatte weder Probleme mit dem Import noch sonst irgendwelche.

Mein Tipp ist aber, sicherheitshalber bei den Cycles auf 10000 zu stellen. Dann läuft vieles sogar ohne Patches.

Ein weiterer Tipp von mir ist, den Inhalt der CD (ist ja nun auch nicht sooooo viel für heutige Maßstäbe) auf die Festplatte zu kopieren und in der RESSOURCES.CFG die dementsprechenden Pfade anzupassen.
15.10.2014, 14:37 Commodus (4434 
Bren McGuire schrieb am 15.10.2014, 12:36:
Ja, läuft leider nicht unter ScummVM und auch unter DOSBox gibt's, zumindest in der CD-Fassung, Probleme. Zum einen erfolgt keinerlei Sprachausgabe, zum anderen verschwinden die Textfenster in Windeseile.


Das kann ja wohl nur ein Dosboxeinstellungsproblem sein.Mit dieser Lösung beseitigst Du es.

Auf der DosBox-Seite steht dazu:

The text disappears fast because you have not correctly mounted the game cd.

The game is programmed to make the text disappear when the audio finishes playing, which is straight away without the presence of the audio files.

As mentioned above, mount your whole hard disk (so the paths match up to those it installed as) and your whole cd-rom, then the sound effects, narrative and text speed are all fine.


Würde mich mal interssieren, ob nach dem patchen, der Import und auch sonst alles reibungslos klappt?
15.10.2014, 12:36 Bren McGuire (3605 
Na ja, hatte bis vor kurzem ja nur die Amiga-Version zur Hand. Die "Anthology" ist erst letzten Samstag bei mir eingetroffen, und da ich bereits ziemlich weit gekommen war, wollte ich nicht schon wieder von vorne anfangen. Zu "Quest for Glory: Shadows of Darkness": Ja, läuft leider nicht unter ScummVM und auch unter DOSBox gibt's, zumindest in der CD-Fassung, Probleme. Zum einen erfolgt keinerlei Sprachausgabe, zum anderen verschwinden die Textfenster in Windeseile. Commodus hat mir aber freundlicherweise schon den Link zur SierraHelpSite angegeben. Dummerweise ist auch nur die CD-ROM-Version in Englisch, wohingegen die Disk-Fassung komplett in Deutsch ist. Würde Teil 4 aber lieber in englischer Sprache spielen (nicht nur wegen der Sprachausgabe), da mir das irgendwie besser gefällt (und wer weiß, in welcher Qualität die Übersetzung ist), zumal die ersten beiden Episoden ja sowieso nur in Englisch gehalten sind. Bei "Quest for Glory III" kann man sich die Version ja zum Glück aussuchen.
14.10.2014, 21:45 Pat (1329 
Bren, du hast jetzt also doch am Amiga gespielt?

Wie gesagt, im Grunde macht es keinen Sinn, die Amiga-Version zu spielen, da diese in jeder Hinsicht der PC Version unterlegen ist.
Umso mehr, wenn du es per ScummVM spielst, da du dann sogar die weiter unten erwähnte "undithering"-Option hast.

Bei Teil 2 kommt ausserdem hinzu, dass man unter ScummVM gleichzeitig MT-32 Musik und digitale Soundeffekte bekommt - was sonst leider nicht möglich ist.

Falls du eine phyische Version der Anthology hast, hat Commodus leider Recht: Dann solltest du Teil 4 gehörig patchen.
Bei der GOG-Version (welche ich übrigens empfehle) sind bereits alle Patches mit dabei.
Teil 4 kann man übrigens leider noch nicht über ScummVM spielen.

Ansonsten aber stimme ich dir zu (wie auch weiter unten erwähnt): Die EGA Version ist schlussendlich besser - und auch vom Design her gefallen mir viele Grafiken einfach besser auch wenn sie weniger Farben haben.
Du musst dir das auch mal "ungedithered" ansehen.
14.10.2014, 18:41 Commodus (4434 
Dann lieber jetzt mit einem neuen Charakter starten (werde wohl den Dieb wählen, da er mir schon immer am interessantesten erschien), um ihn anschließend in "Wages of War" bzw. "Shadows of Darkness" zu importieren....



Ich nehme an, Du spielst es dann die CD-Version über die Dosbox?

Hier mal vorsichtshalber die Patchseite:

SierraHelpSite
14.10.2014, 12:40 Bren McGuire (3605 
So, habe mittlerweile den ersten Teil nochmal in der Amiga-/EGA-Version mit dem Kämpfer durchgespielt. Obwohl die grafische Präsentation gegenüber dem VGA-Remake natürlich ganze drei Klassen schlechter abschneidet (ist ja auch logisch), hat mir das Ganze dennoch irgendwie mehr Spaß gemacht als in der aufgepeppten Variante. Obwohl ich Adventures mit Point-and-Click-Interface eigentlich jenen mit Texteingabe stets vorziehe (ausgenommen natürlich die Abenteuer von Magnetic Scrolls), ist es bei "Hero's Quest/Quest for Glory" genau umgekehrt: Aufgrund der doch recht wenigen Icons der '92er-Neuauflage, wird man in seinen Handlungen meiner Meinung nach fast schon zu sehr eingeschränkt. Das fiel mir im Nachhinein vor allem bei den Gesprächen auf: Während man sich in der Originalfassung die Themen und Auskünfte selbst hart erarbeiten muss, werden alle wichtigen Fragen oder Hinweise bereits von vornherein aufgedeckt. Kommt einem dann natürlich schon komisch vor, über gewisse Dinge Auskunft zu bekommen, von denen man zum jeweiligen Zeitpunkt eigentlich noch gar keine blassen Schimmer haben kann. Klar, beim erneuten Durchspielen der Urfassung kann der Spieler ebenfalls Dinge per Tastatur eingeben, die er - bedingt durch den ersten Durchlauf - bereits in Erfahrung gebracht hat und nun über die entsprechenden Vorkenntnisse verfügt. Trotzdem, bei einem Point-and Click-Adventure geht dadurch schon einiges an Spannung verloren, das haben die Jungs von LucasArts damals besser hingekriegt...

Vom rein grafischen Aspekt her betrachtet ist das Remake natürlich ein wahrer Augenöffner verglichen mit der EGA-Version, allerdings gibt es dann aber doch die eine oder andere Örtlichkeit, die mir in dieser Fassung besser gefallen hat, wie z.B. Baba Yagas Hütte, die "Bärenhöhle", der Spiegelsee mit seiner tollen Reflexion der Spielfigur oder der "Club-Keller" in der Räuberfestung (inkl. deutschsprachigem Club-Motto). Auch die Rückverwandlungen der beiden Spielburg-Kinder kommt hier, bedingt durch die Ego-Perspektive, weitaus besser zur Geltung als in der VGA-Neuauflage - dort sieht man's ja nur von Weitem. Obwohl es sich lediglich um Grafiken mit gerade einmal 16 Farben handelt, gerieten diese stellenweise wirklich sehr liebevoll. Als weiteren Vorteil kann man zweifellos die Endsequenz ansehen, die nicht nur etwas anders verläuft (hier findet die Abschluss-Party zu Ehren des Helden nicht im stickigen Thronsaal, sondern unter freiem Himmel vor der Burg statt), sondern auch länger ist. Warum das Finale im Remake "geschnitten" ist, ist mir schleierhaft?! Doch Endsequenz hin oder her, grafisch wäre bereits bei der Amiga-Umsetzung einiges mehr drin gewesen, aber das war ja schon immer ein generelles Problem seitens Sierra On-Line...

Ferner kommen hier die einzelnen Gegenstände (und seien sie noch so klein) einfach besser zur Geltung. Außerdem bin ich in der Amiga-/EGA- Variante auf einige Dinge gestoßen, die mir in der VGA-Version verwehrt blieben: So stolperte ich z.B. während des Kampfes mit dem Kobold in der Höhle auf eine unsichtbare Schatztruhe und entdeckte in der geheimen "Verbindungshöhle" zum Räuber-Hauptquartier noch einen zusätzlichen Raum inkl. Leiche (sah jedenfalls so aus), konnte diese aber leider nicht näher untersuchen, da mich der Troll aus einem Hinterhalt überfiel und der anschließende Kampf zu seinen Gunsten ausfiel... soviel dazu...

Eigentlich wollte ich bei der Fortsetzung ebenfalls wieder zur Amiga-Fassung greifen, jedoch habe ich mir mittlerweile die komplette (na ja, Teil 5 fehlt halt) "Quest for Glory Anthology" besorgt. Da es diese (und damit verbunden die Teile 3 und 4) bekanntlich leider nur für den PC gibt, scheint es mir sinnvoller zu sein, "Trial by Fire" lieber von vornherein auf diesem System zu spielen, da auf dem Amiga nach der zweiten Episode sowieso Schluss ist/war. Dann lieber jetzt mit einem neuen Charakter starten (werde wohl den Dieb wählen, da er mir schon immer am interessantesten erschien), um ihn anschließend in "Wages of War" bzw. "Shadows of Darkness" zu importieren, anstatt erst in "QfG III" 'nen Neuling zu erstellen. Jetzt ein drittes Mal "Hero's Quest/Quest for Glory" durchzuspielen, dafür fehlt mir momentan der Sinn, schließlich möchte ich auch mal was "Neues" sehen. Irgendwann werde ich sowieso noch einmal alle vier Teile "an einem Stück" durchspielen - dann wahrscheinlich als Magier, denn den habe ich bisher noch nie gespielt...

...na ja, und dann... mal sehen... "Quest for Glory V: Dragon Fire" ist bestimmt auch noch einen Ausflug wert...
12.10.2014, 23:05 Bren McGuire (3605 
Wo ich jetzt nochmal das originale "Hero's Quest" spiele, kam mir so beiläufig der Gedanke, dass vielleicht auch Ron Gilbert in gewisser Weise davon profitiert hat. Die Idee, Schwertkämpfe in sein "The Secret of Monkey Island" einzubauen, hat er möglicherweise von diesem Adventure übernommen, sie aber im Gegensatz zum Sierra-Game ganz "abenteuermäßig" aufbereitet, weil er dieses Action-Element vielleicht zu sehr als Stilbruch angesehen hat...
09.10.2014, 21:50 Trantor (120 
Es gibt noch einen ganz wichtigen Grund, die EGA-Version zu bevorzugen: Aus dem Remake kann man seinen Charakter nämlich nicht in den zweiten Teil importieren (oder zumindest ich konnte es nicht, als ich damals die Anthology gespielt habe).
Es gibt aber nichts Schöneres, als denselben Recken durch alle Teile zu führen. Nicht zuletzt weil die Kämpfe dann in späteren Teilen praktisch Selbstläufer sind.
09.10.2014, 21:12 Pat (1329 
Klasse, dass du der EGA-Version nochmals eine Chance gibst. Wie ich zum teil hier und zum Teil bei Trial by Fire geschrieben habe: Schlussendlich finde ich die EGA-Version dann doch in allen Belangen besser.

Übrigens: Im Grunde bringt es nichts, die Amiga-Version zu spielen. Die Grafiken sind auf den Pixel genau gleich und die Musik ist eigentlich auch nicht besser als die Adlib-Variante - wenn auch die Instrumentierung leicht anders ist, was dir eventuell besser (oder aber schlechter) gefallen könnte.

Ich empfehle dir, das Spiel per ScummVM zu spielen, da kannst du dann ganz einfach die grandiose MT-32-Musik nehmen, auch wenn du kein solches Gerät hast. Der eingebaute Emulator ist tatsächlich mittlerweile so gut, dass ich in ScummVM kaum noch meinen echten MT-32 einschalte.

Zusätzlich bietet ScummVM "EGA undithering" an, welches die schraffierten Flächen durch die passende echte Farbe ersetzt. Das Resultat ist Geschmackssache aber probier es ruhig aus.
Ich finde, in den meisten Fällen wirkt das Bild dadurch schöner, ruhiger und weicher.
09.10.2014, 17:20 Bren McGuire (3605 
Nachdem ich in den letzten paar Wochen mit "Amberstar" beschäftigt war, wollte ich eigentlich sofort mit "Ambermoon" weitermachen. Bevor ich mich nun aber direkt auf das nächste RPG-Schwergewicht stürze, stand mir zunächst der Sinn nach etwas "leichterer Kost". Deshalb habe ich in den letzten zwei Tagen das "Hero's Quest/Quest for Glory"-'92er-Remake durchgespielt und hatte sehr viel Spaß damit...

Dabei konnte ich mit den Abenteuern aus dem Hause Sierra On-Line noch nie so richtig was anfangen - insbesondere als verwöhnter LucasArts-Adventure-Anhänger tat ich mich damit doch etwas schwer. Ganz gleich, ob es sich nun um die EGA-Frühwerke mit Texteingabe oder die VGA-Titel inklusive Point-and-Click-Interface späteren Datums handelt; die Begeisterung hielt sich bei mir stets in engen Grenzen. Man starb hier einfach viel zu viele Tode, die nicht selten auf total triviale Dinge zurückzuführen waren. Aber auch in Sachen Komfort konnte es Sierra mit George Lucas' Konkurrenzunternehmen zu keinem Zeitpunkt aufnehmen: Selbst zu Point-and-Click-Zeiten erwies sich die Wegfindung des Hauptcharakters des Öfteren als Stolperstein im Spieldesign - vor allem beim Versuch, das jeweilige Areal am Bildschirmrand zu verlassen, stellte sich die Figur ziemlich dämlich an, so dass man immer regelmäßig mit den Cursor-Tasten nachhelfen musste. Auch, dass ich den Screen andauernd mit dem Augen-Symbol abklicken musste, um Objekte ausfindig machen zu können, die von Relevanz sind, stieß mir sauer auf. Ebenfalls kein Vergleich zu den LA-Adventures, bei denen man ja lediglich das Fadenkreuz über den Bildschirm bewegen musste, um zu wissen, was jetzt von näherer Bedeutung ist und was nicht.

Nun, "Hero's Quest/Quest for Glory" krankt ebenfalls an den oben beschriebenen Symptomen, trotzdem lässt mich das bei diesem Spiel merkwürdigerweise kalt. Es ist wahrscheinlich die wirklich äußerst gut gelungene Mixtur aus klassischem Adventure und RPG-Elementen, die mich in ihren Bann gezogen hat und über derartige "Unzulänglichkeiten" hinwegsehen lässt. Bereits kurz vor Weihnachten 1989, als ich zum ersten Mal etwas über "Hero's Quest" (die EGA-Urfassung) in ASM und Power Play gelesen hatte, war meine Neugierde geweckt, denn eine derartige Mischung aus den zwei oben genannten Elementen hatte es zuvor noch nicht gegeben. Obwohl diese beiden Genres ja durchaus miteinander verwandt sind, könnten sie in ihrer eigentlichen Ausführung nicht unterschiedlicher ausfallen. So hegte ich damals auch den Verdacht, dass im Falle von "Hero's Quest" wohl eindeutig der Adventure-Part überwiegen würde und der Rollenspiel-Aspekt eher biederes Alibi-Beiwerk sein würde. Doch ich sollte mich (glücklicherweise) irren: Zwar dominiert das Abenteuer-Element letztlich wirklich das ganze Geschehen, der RPG-Teil kommt aber keinesfalls zu kurz. Hier kann man in der Tat von einer Charakterentwicklung sprechen - und diese Tatsache dürfte bis heute in einem Adventure einzigartig sein! Allein schon der Umstand, dass es für viele der unterschiedlichen Situationen insgesamt drei verschiedene Lösungswege - also je nach Figuren-Klasse - gibt, ist richtig super, und wirkt sich enorm auf den Wiederspielwert des Programms aus.

Die Urfassung von "Hero's Quest" hatte ich damals schon begeistert gespielt, jedoch nie gelöst. Bei der VGA-Neuauflage hingegen gab es keinerlei größere Probleme, was einmal mehr beweist, dass ein Point-and-Click-Adventure eindeutig leichter zu bewältigen ist, als ein Textadventure im besten Infocom/Magnetic Scrolls-Stil. Allerdings kommt man bei letzterer Art in den Genuss eines weitaus größeren Handlungsspielraums... und ja, die Originalfassung von "So You Want to Be a Hero" lässt einem in der Tat äußerst viel Freiraum zum Experimentieren, eine Tugend, die sich nur schwerlich in die VGA-Neuauflage "herüber retten" ließ. So ist es auch kein Wunder, dass mir das zwischenzeitlich in "Quest for Glory" umgetaufte Spiel plötzlich als viel leichter zu bewerkstelligen vorkam... was mich allerdings umso mehr dazu animiert hat, mich jetzt nochmals an der EGA-, oder besser gesagt Amiga-Version, zu versuchen - allerdings mit einem anderen Charakter als den Dieb, den ich im VGA-Remake steuerte...

Der größte Vorteil der '92er-Fassung dürfte sowieso bei der Grafik zu finden sein, die gegenüber ihrem EGA-Pendant natürlich erheblich besser ausschaut. Nichtsdestotrotz stellte sich hier das gleiche Gefühl ein, welches ich schon zuvor beim Spielen der "Special Editions" der ersten beiden "Monkey Island"-Teile auf der Xbox 360 verspürte: Zwar sieht auf den ersten Blick alles grundsätzlich viel, viel schöner aus, dennoch geht bei der einen oder anderen Örtlichkeit schon mal eine Menge Charme verloren, ruft man sich die originale Pixelkunst wieder ins Gedächtnis (wobei man im Falle der beiden "MI"-Neuauflagen ja nichts weiter tun muss, als die "Back"-Taste zu drücken)! So gefielen mir insbesondere die "Originalschauplätze" von Baba Yagas Hütte (ist jetzt vielmehr ein Höhle) und dem Haus der Heilerin in der Urfassung deutlich besser; letztlich dürfte das aber eher eine Frage des rein persönlichen Geschmacks sein, und man kann es eh nicht jedem recht machen, oder?

Summa summarum:
"Hero's Quest/Quest for Glory" ist, egal in welcher Version, ein richtig tolles Spiel; die Synthese aus Adventure und RPG kann man nur als äußerst gelungen bezeichnen! Werde mich, wie gesagt, als nächstes dem Original in der Amiga-Version widmen und danach meinen Charakter ins "Trial by Fire"-Setting importieren, wobei ich im Falle der Fortsetzung absolutes Neuland betrete, habe ich diese bis heute doch noch nie gespielt. Aufgrund des Kommentars von Pat werde ich ebenso hier der EGA/Amiga-Fassung den Vorrang geben - nichts gegen das ADG-Remake, aber auch im zweiten Teil möchte ich den Handlungsfreiraum, bedingt durch die Texteingabe, voll auskosten, was mir die VGA-Neuauflage wohl verwehren würde. Ferner hat die ursprüngliche EGA-Grafik ihren ganz eigenen liebevollen Charme, wie ich finde. Freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, der ja von so manchem hier als der beste der gesamten Serie bezeichnet wird...

Dem ersten Teil habe ich vor ein paar Jahren bereits eine Wertung von 7 Punkten gegeben. Doch insbesondere wenn ich die gelungene Neuauflage dazu nehme, kommt mir das mittlerweile ein bisschen wenig vor. Wäre nett, wenn jemand der Mods meine Beurteilung von damals löschen könnte, damit ich's nochmal neu bewerten kann.
Kommentar wurde am 09.10.2014, 17:35 von Bren McGuire editiert.
08.08.2014, 13:33 Pat (1329 
Ich habe gerade wieder mit meinem Quest for Glory Marathon begonnen, den ich alle paar Jahre mache. Dieses Jahr gibt es eine wichtige Änderung: Heuer nehme ich statt den EGA Versionen von Teil 1 und 2, ihre Remakes.

Ich finde ja die Quest for Glory Serie ausgezeichnet und denke sogar, dass dies der gelungeste Adventure/RPG-Hybrid aller Zeiten ist - oder zumindest einer der gelungensten.
Innerhalb der Serie ist Teil 1 meiner Meinung nach auf Platz 3.

Ich spiele meist als Kämpfer mit einigen Diebestalenten, da dies meiner Meinung nach die passendste Variante ist, nachher Paladin zu werden - was für mich halt einfach die befriedigendste Variante ist.
Aporpos "befriedigend": Ich wage zu behaupten, bei denen man sich am Ende mehr wie ein Held fühlt als hier.

Ich empfinde Teil 1 jetzt nicht unbedingt als schweres Spiel oder gar als langes. Wie bei alles QfG-Spielen gehört halt eine Portion "Grinding" dazu, da man nur durch Üben seine Skills steigern kann. Aber auch dieser Aspekt ist hier so gut wie in kaum einem RPG gelungen. Es macht ungemein Spaß, wenn man nach etwas Üben einen Baum erklettern kann und einen Ring aus einem Vogelnest (eigentlich Pterosaurier) retten kann ohne es durch werfen von Steinen oder dem "Holen"-Zauber dabei kaputt machen muss (selbstverständlich sind alle Optionen punktemäßig gleich viel Wert).
Aber generell ist die Punktvergabe je nach Klasse sowieso sehr gut gelungen: So bekommen Kämpfer zum Beispiel für jeden erlegten Monstertyp einmalig Punkte, was für Nicht-Kämpfer ja nicht so relevant ist. Dafür bekommen Magier zum Beispiel für neue Sprüche Punkte, die anderen Klassen aber nicht. Das gefällt mir sehr.

Dass man nicht richtig weiß, was zu tun ist, kann ich nicht ganz unterschreiben. Die Pinnwand in der Abenteurer Gilde gibt eigentlich alles vor, den Rest erfährt man sehr schnell durch ein paar Gespräche. Es ist allerdings so, dass es schlussendlich dann eben doch nicht sooo viel im Tal von Spielburg zu tun gibt.

Technisch gibt es nicht viel zu bemängeln. Ich mag Sierras SCI-Stil und sie machen richtige kleine Kunstwerke aus den 16 EGA-Farben.
Die Musik ist ebenfalls hervorragend - vor allem per MT-32 - auch wenn da ruhig mehr sein dürfte.
Hier wird noch mittels Tastatur und recht guten Parser bedient, wobei man auch per Mausklick gehen kann und die Rechtsklick-zum-Anschauen-Funktion ist auch eingebaut - was natürlich das Spiel viel bequemer macht.

Die VGA-Version, die ich dieses Mal spiele, habe ich erst einmal vor etwa 20 Jahren gespielt. Mir hat damals die EGA-Version halt einfach besser gefallen. Und nach dem erneuten Durchspielen der VGA-Version muss ich immer noch sagen: Ja, ich finde die EGA-Version besser.

Grafisch muss man jedoch sagen, dass die handgemalten VGA-Bilder schon eine Augenweide sind. Mir gefallen einige der (sanften) Stiländerungen allerdings nicht so. Auch fand ich viele der Figuren in ihrer EGA-Form einfach stimmiger.

Dazu kommt, das die Iconsteuerung das Spiel noch einfacher macht. Aber man hat es geschafft, so ziemlich jede Aktion irgendwie sinnvoll auf's Iconsystem umzusetzen.

Die Musik ist (zum Glück) fast identisch aber einige Soundeffekte wurden hinzugefügt. Aber generell scheinen die Effekte nicht ganz so reibungslos zu funktionieren. Egal ob per DOSBox oder per ScummVM (was ich generell aber bei diesem Teil empfehle) scheint es es hin und wieder Problemchen zu geben. Vor allem, wenn man per Schieberegler die Spielgeschwindigkeit ein wenig erhöht.
Und manchmal wird bei Kämpfen in der Nacht die coole Kampfmusik weggelassen.

Große Wehmut bereitet aber die Endsequenz: Die ist in der VGA-Version leicht abgeändert und wirkt einfach nicht so cool. Zu allem Übel fehlt die Endmusik. Das war leider immer schon so und kein Patch hat das jemals korrigiert - und leider machen das wohl auch die ScummVM-eigenen Korrekturen nicht. Sehr schade!

Das Spiel ist trotzdem fantastisch! Auch wenn ich bei meinem nächsten Marathon wohl wieder auf die EGA-Version zurückgreifen werde.

Jetzt kommt - gemäß meinem VGA-Marathon - das inoffizielle Remake meines Lieblingsteiles dran.
26.05.2014, 13:42 Pat (1329 
Da freu ich mich doch drauf. Das ähnlich gestrickte "Heroine's Quest" (gratis per Steam erwerbbar) hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
26.05.2014, 10:42 Commodus (4434 
Am 26.06. erscheint endlich Quest for Infamy bei Phoenix Online Studios (die, die auch schon The Silver Lining -Kings Quest 9- herausgebracht haben)

Infamous Adventures hatten uns ja schon exzellente Freeware-Remakes zu Kings Quest 3 und Space Quest 2 spendiert.

Da Ihr Kingdom of Sorrow wohl nicht mehr als Freeware erscheinen wird, denke ich, das sie alle Energie in Quest for Infamy gesteckt haben, um so ein inoffizielles neues Quest for Glory herauszubringen!

...ich bin gespannt!

Quest for Infamy
20.11.2012, 09:21 Nimmermehr (343 
Commodus schrieb am 20.11.2012, 08:58:
Wenn wirklich nur noch so wenig fehlt, könnten sie es ja selbst mit draufpacken?! Ich würde mich drüber freuen!


Das Draufpacken könnte gar nicht nötig werden. Hält die momentane Rate an, könnte Hero-U gegen 15 Uhr das Ziel erreichen. Ich drücke beide Daumen.
20.11.2012, 08:58 Commodus (4434 
Nimmermehr schrieb am 20.11.2012, 08:51:
Hero-U fehlen im Moment noch knapp USD 13.000. Der Zählerstand steigt beständig. Das könnte haarscharf für die USD 400.000 reichen. Die nächsten 12 Stunden werden für die Coles vermutlich zu den spannendsten ihres Lebens zählen.


Wenn wirklich nur noch so wenig fehlt, könnten sie es ja selbst mit draufpacken?! Ich würde mich drüber freuen!
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