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The Dig

Um ein Haar wäre Lucas Arts' Adventure 'The Dig' – welches auf einer Grundidee von Steven Spielberg basiert – gar nicht erschienen: Immer wieder wurde der ursprünglich auf Ende 1993/Anfang 1994 angepeilte Release-Termin verschoben und immer wieder wurden einzelne Personen des zuständigen Entwicklerteams abgezogen und durch neue ersetzt – auch ‚Wishbringer‘- und ‚Loom‘-Schöpfer Brian Moriarty war kurzfristig in das Projekt involviert! Ende 1995 erschien das Programm dann aber doch noch, wurde von Seiten der Fachpresse jedoch mit geteiltem Echo aufgenommen… Das Spiel beginnt mit einem der gängigsten Katastrophenfilm-Klischees: Ein Asteroid – genannt ‚Attila‘ – rast auf die Erde zu! Die Regierung fasst nun den tollkühnen Plan, ihn mit Hilfe der Detonation von zwei Atomsprengköpfen von seinem bisherigen Kurs abzubringen. Ein fünfköpfiges Team - bestehend aus Commander Boston Low, Pilot Ken Borden, Technikerin Cora Miles, Reporterin Maggie Robbins und dem Geologen Dr. Ludger Brink - sollen sich mittels eines modernisierten Space Shuttles auf Rendezvouskurs zum Asteroiden begeben und das Vorhaben in die Tat umsetzen. Die Welt hält den Atem an, doch zum Glück erweist sich die Mission als voller Erfolg – die Sprengköpfe detonieren ordnungsgemäß und der Himmelskörper ändert seinen Kurs.

Getreu dem Motto ‚Wenn wir schon einmal da sind, können wir uns auch umsehen‘ erforschen Low, Brink und Maggie die Oberfläche des Asteroiden, während Borden und Miles an Bord des Shuttles bleiben – schon bald entdecken die drei einen Tunnel, der offensichtlich durch die Sprengung freigelegt wurde. Die Nachforschungen des Geologen Ludger Brink ergeben jedoch, dass dieser Tunnel älter ist, als ‚Atilla‘ selbst – wie kann das sein? Außerdem stößt die Crew auf seltsame Artefakte, die allem Anschein nach außerirdischen Ursprungs sind! Da die Neugierde den vernünftigen Menschenverstand überflügelt, dringen Boston und seine beiden Mitstreiter immer weitere ins Innere des Asteroiden vor und aktivieren dort eine Vorrichtung, die ‚Atilla‘ erneut in Bewegung setzt – urplötzlich entpuppt sich der Planetoid als Sternenschiff, welches die unfreiwilligen Passagiere in ein weit entferntes, bislang unbekanntes Sonnensystem befördert. Auf einem Planeten, dessen Oberfläche zu neunzig Prozent aus Wasser besteht, werden die drei abgesetzt. Zur Erleichterung aller, erweist sich die Atmosphäre dieser trostlosen Welt als atembar, sodass sie sich ihrer Raumanzüge entledigen können. Natürlich sind alle darin bestrebt, einen Weg nach Hause zu finden, doch dieses Vorhaben scheint nahezu unmöglich zu sein.

Wie schon in anderen Lucas Arts-Adventures ist der Spieler – zumindest am Anfang – nicht allein unterwegs, sondern wird von den beiden anderen Protagonisten begleitet. Doch schon nach kurzer Zeit, beißt der arrogante und sich selbst überschätzende Geologe Brink ins Gras: Bei einer Grabung stürzt er in die Tiefe hinab und bricht sich das Genick! Nun sieht auch Reporterin Maggie keinen Sinn mehr darin, den Planeten gemeinsam zu erforschen – ab diesem Zeitpunkt ist der Spieler auf sich allein gestellt, kann aber jederzeit mittels eines Kommunikators Kontakt zu Maggie aufnehmen. Immer wieder entdeckt Low seltsame Artefakte einer scheinbar ausgestorbenen Kultur und hier und da trifft er auf bizarre Energiewesen – Geistern nicht unähnlich – die ihm versuchen, etwas mitzuteilen – aber was? Schließlich findet er im Laufe seiner Nachforschungen eine Art unterirdisches ‚Schienennetz‘, welches die einzelnen Inseln, die auf der Wasseroberfläche des Planeten verteilt sind, miteinander verbindet… Speziell für ‚The Dig‘ wurde das altbekannte ‚SCUMM‘-System umgeändert: Verfügten die zwei Vorgängerprogramme ‚Sam & Max‘ und ‚Full Throttle‘ schon nicht mehr über das klassische Befehlsmenü, so wurde die Benutzerführung noch weiter vereinfacht. Man kann Objekte nun entweder untersuchen oder sie aufnehmen bzw. benutzen – dies hat zur Folge, dass der Spieler in seinen Aktionen stark eingegrenzt ist. Gespräche wiederum laufen über das schon in ‚Sam & Max‘ verwendete Icon-System ab, wobei jedes Symbol für ein bestimmtes Thema steht.

Grafisch kann ‚The Dig‘ durchaus überzeugen – auch wenn die Bilder hier und da ein wenig farblos wirken. Die einzelnen Figuren erreichen aber keinesfalls den Charme von ‚Day of the Tentacle‘-Aktrice Laverne oder ‚Full Throttle‘-Raubein Ben! Im Gegensatz dazu, kann der – von Hauskomponist Michael Land komponierte - Soundtrack des Spiels voll und ganz begeistern, sorgt er doch für ein atemberaubendes Ambiente.

Testberichte:
Dig, The


Boston Low
Boston Low
Boston Low
Dr. Ludger Brink
Dr. Ludger Brink
Maggie Robbins
Maggie Robbins
User-Kommentare: (5)Seiten: [1] 
03.11.2011, 15:41 Boromir (582 
hat da nicht auch Stephen Spielberg seine Finger im Spiel gehabt?
09.06.2008, 21:44 kultboy [Admin] (10717 
Danke, hast recht.
09.06.2008, 20:33 Frank ciezki [Mod Videos] (2930 
Der hieß doch "Boston Low" oder ?
Im Original wurde er von Robert "T1000" Patrick gesprochen.
07.06.2008, 12:23 DukeGozer (362 
Ist es auch! Habe es schon mehrfach durchgespielt, es rockt einfach. Vor allem auch die Musik, die ich mir gleich als CD besorgt habe, geben dem ganzen ein besodneres Flair!
06.06.2008, 14:51 StephanK (1610 
Sehr schön geschriebene Einleitung

Zum Spiel selbst, ich hab es damals nur ein wenig gespielt; soweit fand ich es eigentlich recht interessant, weiß auch nicht mehr, warum ich dann nicht mehr weitergemacht habe, wäre sicherlich noch einen Versuch wert...
Seiten: [1] 


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