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Dragon's Lair

Es gibt Spiele und es gibt interaktive Filme – die ‚Dragon’s Lair‘-Saga gehört zweifelsohne zu letzterer Kategorie: Konnte der 1983 erschiene Laserdisc-Automat noch einigermaßen überzeugen, so verfügten die Jahre später veröffentlichten Computerumsetzungen über keinerlei Spielspaß mehr. Man schlüpft hier in die Rolle vom tapferen Ritter Dirk, der andauernd in haarsträubende Situationen gerät. Um diese zu meistern, hat der Spieler nichts anderes zu tun, als den Joystick in eine von vier Richtungen zu bewegen – wenn es hochkommt, muss auch schon mal der Feuerknopf gedrückt werden! Beeindruckend, nicht wahr? Nun könnte man meinen, dass ‚Dragon’s Lair‘ relativ einfach wäre – dem ist aber nicht so! In den verschiedenen Szenen ist es nicht immer klar, wann und wie man agieren muss – so kommt man in den unfreiwilligen Genuss zahlreicher Sterbeanimationen. Diese sind zwar ganz witzig anzusehen, aber spätestens nach dem zehnten gescheiterten Anlauf ist man versucht, den Joystick in die Ecke zu pfeffern und die vielen Disketten, die das Game umfasst, wieder zu formatieren, um Platz für bessere Spiele zu machen – vorausgesetzt man hat nicht den fatalen Fehler begangen, sich das Programm als Original zu kaufen! Sollte dies tatsächlich der Fall sein: Mein aufrichtiges Beileid. Ein zusätzliches Ärgernis stellen die andauernden Ladeunterbrechungen dar – von den häufigen Diskettenwechseln ganz zu schweigen! Es ist zwar durchaus lobenswert, dass ‚Dragon’s Lair‘ auch auf Rechnern mit nur 512 KB läuft, doch von Speichererweiterungen hat man beim Hersteller ReadySoft wohl noch nichts gehört: Diese werden partout nicht unterstützt.
Zugegeben, die Grafiken von ‚Dragon’s Lair‘ sind einsame Spitze und auch die tolle Begleitmusik sowie die Soundeffekte klingen toll, doch spielerisch ist das Programm eine Katastrophe.
Wenn man schon unbedingt einen Teil dieser Serie spielen will, sollte man zur Super Nintendo-Version greifen: Dort ist Ritter Dirk zwar nur noch ein kümmerliches Sprite, die Animationen sind aber auch hier nicht von schlechten Eltern – auch wenn sie es natürlich zu keinem Zeitpunkt mit den grandiosen Zeichentrickeinlagen des Originals aufnehmen können! Zwar gehört auch diese Fassung nicht unbedingt zu einem der Meilensteine der Computer- und Videospielbranche, macht aber weitaus mehr Spaß als die ‚großen‘ Vorbilder. Geschrieben von Bren Mcguire.

Testberichte:
Dragon's Lair, Dragon's Lair 2, Dragon's Lair II - Time Warp, Dragon's Lair III


Dragon's Lair
Dirk
Dragon's Lair 2
Dirk
User-Kommentare: (4)Seiten: [1] 
30.03.2012, 20:15 docster (3199 
Das stimmt wohl - für eine actionreiche Neuauflage bieten die Räume und Gewölbe der Burg interessante Möglichkeiten.
30.03.2012, 20:06 SarahKreuz (7914 
Eigentlich irre, das Ritter Dirk trotz der miserablen Spiele so einen Kultstatus inne hat. Man mag sich gar nicht ausdenken, auf welchen Wolken er heutzutage schweben würde,wenn Readysoft auch mal gute Spiele abgeliefert hätten. Wie das hier:
http://www.4players.de/4players.php/dispbericht/GameCube/Test/1536/2690/0/Dragons_Lair_3D.html
30.03.2012, 16:11 docster (3199 
Das stimmt wohl, da hätte man dem wackeren Ritter doch lieber eine Zeichentrickserie oder aber einen Comic spendieren sollen.

Über den Titel ist ja bereits zur Genüge geschrieben worden, neben der atemberaubenden Grafik verbinde ich mit "Dragon´s Lair" vor allem eine Fehlinvestition von 30,- DM für die C64 Kassettenversion.

Da wären drei bis vier Tapes von Firebird die ansprechendere Alternative gewesen.
04.05.2011, 14:42 Aydon_ger (357 
Eines der meistüberschätzen "Nicht"-Spiele aller Zeiten
Seiten: [1] 


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