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Landstalker

Rein von seinem Aussehen her, würde man den Elf Niels (in der amerikanischen Version Nigel) auf zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre schätzen – doch weit gefehlt; er hat bereits achtundachtzig Jährchen auf dem Buckel.
Genau wie Indiana Jones oder Lara Croft ist auch Niels ständig auf der Suche nach sagenumwobenen Artefakten und unermesslichen Schätzen. Schon der knapp fünf Minuten lang dauernde Vorspann weist frappierende Ähnlichkeiten mit den Abenteuern des berühmten Peitschenschwingers auf: Held Niels wird bei der Bergung der Statue von Jypta mit einer riesigen Felskugel, einstürzenden Plattformen und schwindelerregenden Abgründen konfrontiert! Nachdem er das prachtvolle Relikt an seinen Auftraggeber verkauft hat, erhält er, mehr oder weniger zufällig, eine äußerst wertvolle Information über den Verbleib des sagenumwobenen Schatzes von König Nolo – einem grausamen Tyrannen, der vor Hunderten von Jah-ren über das gesamte Reich herrschte! Natürlich setzt unser Held alles daran, diesen Schatz zu finden! Zusammen mit der Waldnymphe Flora begibt er sich zur geheimnisvollen Insel Merkator, denn irgendwo dort soll sich des Königs umfangreiche Sammlung, bestehend aus Gold, Juwelen und anderen Kostbarkeiten, befinden.
Bei seiner Erforschung des riesigen Eilands trifft Niels auf alle möglichen Gegner: eklige Blasenwesen, Orks, diverse Untote in Form von grauenvollen Skeletten, Geistern und Mumien, Ninjas und sonstigen bösen Kreaturen. Um seinen Sammeltrieb zu befriedigen, findet er al-lerorts (gut) versteckte Schatzkisten, die allerlei nützliche Gegenstände, wie bspw. Gold, Heilkräuter oder spezielle Statuen enthalten… vor den sogenannten ‚Kistenimitatoren‘ sollte der Elf sich jedoch in Acht nehmen: Diese sind darauf spezialisiert sich als gewöhnliche Schatztruhen zu tarnen – nähert sich ihnen jedoch ein sorgloser Abenteurer, so enthüllen sie ihr wahres Antlitz und stürzen sich ohne Vorwarnung auf das unvorsichtige Opfer! Außerdem gibt es da noch den schwer durchschaubaren Herzog von Merkator, den finsteren Magier Mir, das tollpatschige Dreiergespann Kayla, Ink und Wally, die recht naiv wirkende Prinzessin Lara von Ahorn, der Gelehrte Prospero und Geier - seines Zeichens ebenfalls Schatzsucher, der immer wieder versucht, Niels zu übervorteilen.
Während seines Streifzugs durch die Städte, Dörfer und düsteren Verliese der Insel, muss der vermeintliche Jungspund natürlich auch das ein oder andere Rätsel lösen – hierbei wird er von der winzigen Flora unterstützt, die es sich die meiste Zeit über in Niels‘ Rucksack gemütlich macht. Apropos Rucksack: In diesem deponiert unser Held so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest ist! Außerdem kann er im Laufe des Abenteuers seine Ausrüstung weiter ausbauen – diese ist in folgende vier Kategorien unterteilt: Schwerter, Harnische, Stiefel sowie magische Ringe. Von jeder der eben erwähnten Gruppierungen können verbesserte Versionen gefunden werden. Bspw. gibt es neben dem recht schwächlichen Breitschwert, welches sich von Anfang an in Niels‘ Inventar befindet, noch drei weitere Zauberschwerter, die quer auf dem ganzen Eiland verteilt sind. Ein solches Schwert entfacht allerdings erst sein volles Magiepotential, wenn es komplett aufgeladen ist – ähnlich wie bei ‚R-Type‘ muss der Spieler eine Weile warten, bis sich die entsprechende Energieleiste wieder gefüllt hat.
Zusätzlich gibt es in den zahlreichen Shops die Möglichkeit, bestimmte Dinge käuflich zu erwerben – durch das Sammeln spezieller Herzen (sehr, sehr teuer), lässt sich der eigene Lebensenergiebalken verlängern.
Das alles klingt ziemlich vertraut… und richtig – das Spielprinzip von ‚Landstalker‘ erinnert doch sehr an Nintendos erfolgreicher ‚Zelda‘-Saga. Allerdings besitzt der von Climax Entertainment entwickelte Sega-Titel genug Eigenpotential um nicht als billiges Plagiat abgetan zu werden – dies hätte das Spiel auch keinesfalls verdient! Es sind die kleinen aber feinen Unterschiede, die ‚Landstalker‘ weit über den Status einer dreisten Kopie hinausheben. Geschrieben von Bren McGuire.

Testberichte:
Landstalker


Niels
Flora
Geier
Massan Bewohner
Massan Bewohnerin
User-Kommentare: (5)Seiten: [1] 
18.12.2014, 10:58 SarahKreuz (7914 
Ich hätte ja so gerne ein Remake von dem Dingen. Auf dem 3DS zum Beispiel.
17.03.2010, 17:32 Aydon_ger (357 
Absolut ein echter Klassiker. Habe das Spiel mehr als einmal durchgespielt. Und es jedesmal geliebt.

Ohne Cheat oder ähnliches über 9999 Goldstücke erspielt (mehr konnte das Programm nicht anzeigen). Wenn man bedenkt, dass Gegner im Schnitt 1 bis 2 Goldstücke bringen, weiss man wie SEHR ich das Game geliebt habe ;-) Und auch die Herzen (Lebensenergie) habe ich auf 99 Stück gebracht.

Warum gibts solche Games nicht mehr...
01.03.2009, 17:26 Bren McGuire (4805 
Herr Planetfall schrieb am 01.03.2009, 17:21:
Hieß er nicht auch irgendwo Niall?

Hieß nicht sein später auftauchender Doppelgänger so?

Irgendwie hat mich Niels immer an ein Lego-Männchen erinnert...
Kommentar wurde am 03.03.2009, 22:35 von Bren McGuire editiert.
01.03.2009, 17:21 Herr Planetfall [Mod] (3857 
Hieß er nicht auch irgendwo Niall?
01.03.2009, 16:55 108 Sterne (648 
Ach ja, den guten Niels wollte ich auch schon länger als Kultfigur anlegen....Landstalker ist einfach klasse!

Noch eine Info: In Japan und Frankreich hieß er Ryle!
Seiten: [1] 


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