Willkommen bei
 Kult-Magazine
 Kultboy.com-Inhalte
 Interaktiv
Neues Mitglied: vanSonnenberg
 Sonstiges




Kult-Musik

Gehe zu:

Immortal IV


Label:
MAZ Sound Tools

Erscheinungsdatum:
2011

Preis:
24,95€

Nummer:
EAN: 4-031917-002999

Inhalt:
Das vierte Immortal Album ist anders – anders, weil die unbekannten Namen die Fans doch zuerst irritieren und verunsichern. Waren noch bei den ersten drei Teilen ganz bekannte Songs remixt worden, so wurden diesmal unbekannte Perlen entdeckt und sie mit ein paar bekannten auf zwei CDs gepresst. Viele alte Namen sind auch wieder dabei, darunter Steinwachs und Fabian del Priore, aber auch Jon Hare und Al Lowe zeigen ihr Können. Leider fehlen unter anderem Brimble und Hülsbeck, wodurch die Serie deutlich an Qualität verliert. Mir sind die meisten Spiele und Lieder unbekannt bzw. die Erinnerung an den Soundtrack ist nicht mehr existent, daher möchte ich weniger die Arrangements als vielmehr den Hörgenuss beschreiben, welcher bei mir beim ersten und zweiten Hören entstand.

Habe ich bei den ersten 4 Tracks noch das Gefühl, die CD fängt gar nicht so verkehrt an, dann kommt mit Steinwachs Flink die Wende. Denn nach 2 hörbaren Minuten beginnt ein „Improvisationsteil“, der mich doch sehr irritiert, da er wirklich nach nix klingt. Selten war ich so sprachlos wie bei dieser Musik die ausgerechnet noch das Niveau der nächsten Lieder ankündigt. Denn was jetzt kommt gehört auf eine 2 Euro Doppeltrance CD, keine musikalischen Themen, einfach nur gelangweilte Geräusche. Nun kommt Cannonfodder, das muss doch gut sein?!

Nix da, denn Jon Hare kann bestimmt singen, aber bei War klingt das wirklich grottig, unterirdisch, als wären DSDS Bewerber von der ersten Runde engagiert worden. Wer Ohren hat zum Hören, der höre (bitte weg).
Mit Wolfchild kommt aber allmählich eine kleine Wende, denn als Fan von del Priore muss ich ihm auch jetzt wieder Bestnoten zuteil kommen lassen. Er gibt sich große Mühe, dieses Werk stilgerecht aufzupeppen, was ihm gelingt. Das Arrangement ist allein das Zuhören wert. Mit Larry und Walker kommen zwei weitere unterhaltsame Tracks gefolgt von unterirdischem und dann wieder hörenswertem. Wer es bis zum letzten Lied auf der ersten CD geschafft hat, kann sich glücklich schätzen, denn mein persönliches Highlight ist Cannonfodders Narcissus, und siehe da – Jon Hare kann singen. Dies liegt wohl daran, dass es mich ein wenig an Alan Parsons Project erinnert. Also ein versöhnlicher Abschluss der ersten CD. Die zweite CD legt an Qualität zu, die Lieder werden deutlich Hörbarer, es gibt jetzt selten nur noch Magerkost. Bei zwei Tracks rümpfe ich aber doch die Nase. Einmal bei Wing Commander, da ich diesen Track schon längst kenne und mich frage, warum man so etwas altes auf eine neue CD veröffentlicht hat und Turricans Desert Rock. DAS Werk schlechthin wird schlechthin schlecht arrangiert. Ich könnte White wirklich schlecht reden und ihn bis auf den Boden kritisieren, aber vielleicht sollte sich jeder selbst ein Bild davon machen. Ich kann nur sagen dass dieses Arrangement unüberlegt zusammengeschustert wurde wodurch ganz besonders der Sound darunter leidet.

Das gesamte Album ist zu den früheren Werken ruhiger gehalten, vielleicht mit dem ersten Teil zu vergleichen, es fehlt ein wenig an Energie, auch wenn vieles rocklastiger bearbeitet wurde, wodurch mehr Gitarre und auch Gesang zum Einsatz kommt. Das ist sicherlich kein Nachteil, aber ich bevorzuge dann doch eher reinen Synthiesound.

Fazit:
Hätte man die Hälfte der Tracks auf eine CD zum halben Preis angeboten so wäre sie sicherlich einen Kaufwert.
Des weiteren fehlen 1-2 Megakracher, Ohrwürmer die das Herz höher schlagen lassen.
Doch die Songs sind nicht verbraucht, man kennt sie nicht, und dies ist das große Plus der vierten Reihe. Die Neugierde des Unbekannten ist bei mir geweckt, sodass ich die CD die nächsten Wochen noch gelegentlich laufen lasse, um vielleicht doch noch einiges lieb zu gewinnen.
Wem also Geld egal ist, der sollte zugreifen. Ansonsten abwarten und hoffen, das es etwas billiger wird. Gebt dem Album eine Chance.

Text von Deathrider / Cover gescannt von Deathrider




User-Kommentare: (4)Seiten: [1] 
22.04.2011, 11:39 viddi (590 
Die neuen Scheiben sind in der Tat schwächer als die Vorgänger.

Der Turrican-Remix ist aber wirklich sehr gut.
Zum Glück hört man hier nicht die x-te Kopie des Originals, sondern eine Arrangement, das geschickt mit Akkordvarianten spielt und das Originalthema damit wundervoll musikalisch erweitert.
14.04.2011, 23:24 dead (947 
Ja, "War" war (höhö) nichts besonderes, eigentlich gefällt mir der Dangerous Streets Track noch so ziemlich mit am besten (auch wenn ich das original nicht kenne) Turrican wie gesagt einfach nur traurig, da hätte man vielleicht lieber http://ocremix.org/remix/OCR01326/ nehmen sollen
14.04.2011, 20:36 Deathrider (1417 
Bidde. Ich hoffe, du steinigst mich nicht, wenns doch nicht gefällt, aber ich wollte nicht allzu kritisch sein, nachdem meine letzten Berichte doch etwas niederschmetternd waren. Ich fahre jetzt am WE nach Bayern, da werde ich mir wieder beide CDs fast komplett zu Gemüte ziehen. Auf War beispielsweise kann ich aber verzichten.
14.04.2011, 20:19 mars0x (122 
Danke Deathrider für den ausführlichen Bericht
Werde mir das Album wohl auch bestellen und mich dann nochmal hier melden
Seiten: [1] 


Du willst einen Kommentar schreiben?

Dann musst du dich nur kostenlos und unverbindlich registrieren und schon kann es losgehen!