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GPD XD


Hersteller:
GPD Technologie Co. Ltd.

Speichermedium:
microSD-Karte (max. 128 GB) / interner Speicher (16, 32 oder 64 GB)

Veröffentlichung:
September 2015

Preis:
170.- Euro (16GB-Version, Deutschland)
190.- Euro (32GB-Version, Deutschland)
220.- Euro (64GB-Version, Deutschland)
Preise für Eigenimport aus China oft deutlich günstiger

Verkaufte Exemplare:
unklar

Technisches:
System:
Android 4.4.4
Prozessor:
ARM Cortex A17 1.8GHz CPU (Quadcore)
Chipset:
ARM Mali-T764 Grafikchip
Arbeitspeicher:
2GB DDR3
Sound:
Stereo (interne Lautsprecher oder Kopfhörer)
Display:
5.0"(H-IPS) Touchscreen
Auflösung:
1280x720 Pixel
drahtlose Schnittstellen
Wi-Fi (802.11 b/g/n)
Schnittstellen:
USB 2.0 OTG, Netz (5V), HDMI 2.0, 3.5mm Kopfhörer + Mikrofon

Energieversorgung:
Lithium-Polymer-Akku mit 6000 mAh (ca. 10 Stunden Laufzeit)

Verfügbare Emulatoren für folgende Systeme (Auswahl):
Atari VCS 2600
ColecoVision
Nintendo GameBoy / Color / Advance
Nintendo NES / SNES / N64
Sega MasterSystem / MegaDrive / GameGear
NeoGeo / CD / Pocket
NEC PC-Engine / TurboGrafx16
Sony PSP
Sony Playstation
Atari 800/130
Atari Lynx
Commodore Amiga (inkl. AGA)
Commodore C64 / C128
CPC
Microsoft DOS (Betriebssystem)
MSX
Sinclair Spectrum

Mame (Multiple Arcade Machine Emulator)
ScummVM

Allgemeines:
Und wieder einmal wurde ein Android-Handheld aus China auf den Markt geworfen. Aus der gigantischen Technikmetropole Shenzhen in der Nähe von Hongkong, kommen immer neue Geräte dieser Art. Die meisten von ihnen sind recht unbrauchbar, spottbillig zusammengezimmert, langsam und mit grobem Display. Das hier besprochene GPD XD hingegen, sticht aus dem gewaltigen Überangebot heraus. Der erste Grund ist die Bauform und dann kommen da noch einige andere Faktoren, die diesen Handheld zu etwas Besonderem machen.

Das Gehäuse und der Bildschirm
Das Gehäuse entspricht in seiner Gesamtgröße ziemlich exakt dem des NINTENDO 3DS XL. Das hat den Vorteil, dass man die Taschen (aber nicht die passgenauen Hüllen) für den Nintendo-Handheld nutzen kann. Die recht wuchtige Größe bietet natürlich noch weitere Vorzüge. So ist Platz für ein 5 Zoll IPS-Display mit 1280 x 720 Pixel. Der Platz im Deckel wird zwar nicht vollständig genutzt, aber das Display ist hoch aufgelöst, bietet knackige Farben, ist recht schnell und hat eine hervorragende Blickwinkelstabilität. Die Helligkeit des Displays ist nur manuell einstellbar. Das Gehäuse ist nicht schlecht verarbeitet, kommt aber nicht mal ansatzweise an die saubere und knackige Verarbeitung eines aktuellen Nintendo-Handhelds heran. Der Deckel knarzt stets etwas, wenn man ihn im Winkel verändert, die Spaltmaße sind akzeptabel aber nie sehr genau und bei geschlossenem Deckel fällt auf, dass er, um die Hardwaretasten vom Display fernzuhalten, weit absteht. Sonderlich hübsch ist das nicht. Während das restliche Gehäuse aus matter Plastik besteht, ist der Deckel seltsamerweise von außen in glänzender Oberfläche gehalten. Einen Preis für edles Design bekommt das GPD XD sicher nicht. Es ist jedoch prinzipiell ordentlich und stabil gebaut.

Die Bedienung
Das Gerät liegt gut in der Hand, die Bedienelemente haben mehr als ausreichend Platz auf dem großen Gehäuse. Das GPD XD verfügt über zahlreiche Hardwaretasten. Neben den alten Bekannten, wie Steuerkreuz, Analogsticks und vier Aktionstasten, gibt es noch „Start“, „Select“ und zwei zusätzliche Aktionstasten „L3“ und „R3“. Zudem kann die Lautstärke geregelt werden und die bekannten Android-Tasten wie „Home“, „Menü“ und „Zurück“ sind zu finden. Leider ist auch bei diesem Handheld das Steuerkreuz etwas zu weit außen angebracht, so dass der Daumen zu stark angewinkelt werden muss. Zudem wirkt das Steuerkreuz ein wenig zu schwammig, obwohl es letztlich sauber reagiert.
Die mittig platzierte Netztaste und ein zuerst ominöser Gamepad-Button, runden das große Tastenarsenal auf der Innenseite ab. Was die Taste mit dem Gamepad-Symbol bewirkt, kläre ich im übernächsten Absatz. Keine der bisher genannten Tasten verfügt über Mikroschalter, sondern arbeiten offenbar (bis auf die Analogsticks) mit der Rubberdome-Technik. Vertane Chancen gibt es hinsichtlich der fehlenden Tastatur. Obwohl genügend Platz vorhanden wäre, gibt es nicht einmal eine kleine Tastatur (vielleicht so groß wie bei einem Blackberry). Dies wäre bei einigen Emulatoren aber auch bei kleinen Tipparbeiten, wie beispielsweise im Browser, ideal gewesen.
Auf der Geräteoberseite befinden sich dann noch insgesamt 4 Schultertasten, die durch leises Klicken auf die Mikroschaltertechnologie hinweisen. Ein besonderes Highlight ist die spezielle Gamepad-Taste. Ihre Funktion recht schnell erklärt. Startet man eine App, wie ein Spiel oder einen Emulator, kann man mit einem Druck auf diese Taste auch die Hardwaretasten für diese App nutzen. Diese Funktion nennt sich „Mapping“. Dies ist dann wichtig, wenn die App eigentlich keine Hardwaretasten unterstützt, sondern auf reinen Touchbetrieb setzt. Es öffnet sich ein Overlay, auf dem man die jeweilige Taste am Gerät einem bestimmten Touchbereich zuordnen kann und die vorgegebene Hardwaretaste spricht dann den ausgewählten Bereich an. Jedoch kann man festhalten, dass die meisten mir bekannten Emulatoren die Hardwaretasten von Hause aus unterstützen, so dass man dieses praktische Tool nicht immer einsetzen muss. Es ist aber toll, dass es da ist, denn reine Touchapps gibt es nicht wenige!

Die Leistung
Die Rechenleistung des GPD XD ist für den verlangten Preis sehr ordentlich. Ein ARM Cortex-Prozessor mit 1,8 GHz und vier Kernen wird von einem schnellen ARM Mali Grafikchip (600 MHz) flankiert. Der 2GB DDR3-RAM ist für die bevorstehenden Aufgaben absolut ausreichend.

Man kann den Handheld in drei Versionen kaufen. Mit 16, 32 und mit 64 GB internen Speicher. Wirklich wichtig ist das aber nicht, da man den Speicher jederzeit mit einer microSD-Karte erweitern kann. Etwas eigenartig ist die Tatsache, dass Dateimanager den angeblichen internen Speicher als SD-Karte bezeichnen und auch, wenn man den Handheld an einen PC anschließt, wird der interne Speicher als SD-Karte angegeben. Es könnte durchaus sein, dass bei dem GPD XD kein aufgelöteter Speicher verbaut ist, sondern ein interner Kartenslot mit Speicherkarte! So etwas habe ich zuletzt bei dem Linux-Handheld GCW ZERO gesehen.

Interessant ist auch der nicht direkt austauschbare, aber enorm starke Akku. Das Kraftpaket bietet satte 6.000mAh und wird vom Hersteller mit ca. 9 Stunden Laufzeit mit mittlerer Helligkeit angegeben. Ich kam aber auf deutlich mehr Laufzeit und musste erst nach fast 11 Stunden wieder ans Netz. Hier spielt natürlich die Nutzung (aufwändige Spiele, Filme, starke Helligkeit) eine Rolle. Denn Akku kann man wechseln, in dem man den Boden abschraubt. Es ist zwar nicht kinderleicht aber machbar.

Die Emulationsleistung
Ab Werk beinhaltet der GPD XD den kostenlosen Universal-Emulator "Happy Chick". Dieser kann zahlreiche Spielesystem emulieren (GBA, GBC, N64, PSX, PSP, MAME, NES, SNES, NDS, MD…). Die App bringt eine eigene Oberfläche mit und sogar einen eigenen Onlinepool an Spielen zum Download. Ich komme jedoch damit nicht zurecht und finde auch die Einstellmöglichkeiten recht begrenzt.
Daher setze ich auf die Einzelapps. Wenn man den Luxus kennt, dass die Emulatoren für Linux im Allgemeinen kostenlos sind, wird man erst einmal einen kleinen Schock erleiden, was die Anbieter teilweise für ihre Android-Programme verlangen. Beispielsweise kostet der DS-Emulator „DraStic“ knapp 4,50 Euro oder der GBA-Emulator „My Boy!“ über 5 Euro. Möchte man eine umfassende Emulatorendecke sein Eigen nennen, ohne HappyChick zu nutzen, wird also erst einmal einige Investition nötig sein. Einige der Emulatoren sind allerdings kostenlos oder werden zumindest auch als werbefinanzierte Freiversion angeboten.

Emulieren lassen sich zahlreiche Heimcomputer und Konsolen. Die Bandbreite der nutzbaren Emulatoren ist dabei, dank der üppigen Hardwareausstattung, größer als bei Konkurrenzgeräten wie dem PANDORA oder GP2X WIZ. So ist natürlich die 8 Bit-Klasse zahlreich vertreten und das setzt sich bei 16 Bit (mit Ausnahme des AMIGA, siehe dazu weiter unten) genauso fort. Die 32 Bit-Geräte sind dann langsam problematisch. Hier zählt eben nicht nur die schiere Rechenleistung, sondern die Emulierbarkeit der einzelnen Systeme. Ich will das an verschiedenen Beispielen erläutern. Eine vollständige Übersicht würde hier jedoch zu weit führen.

Der Sony PSP-Emulator „PPSSPP“ ist eigentlich von guter Qualität, aber ich schaffte es nicht, trotz zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten, die meisten Spiele anständig zum Laufen zu bringen. Man erhält eine schlechte Bildwiederholrate und hat mit Soundaussetzern zu kämpfen. Seltsamerweise gibt es aber Ausnahmen. So läuft das Spiel „Ghostbusters“, trotz recht aufwändiger 3D-Grafik, weitestgehend normal. Der Nintendo DS wird zumeist problemlos emuliert. Die Spiele, auch mit aufwändiger Grafik, liefen in meinen Tests sehr gut. Im Gegensatz zu schwächeren Systemen wie z.B. Open Pandora, hat der GPD XD genügend Leistungsreserven, um die beiden Bildschirme des DS sehr anständig zu emulieren.
Als letztes Beispiel möchte ich die NINTENDO N64 aufführen. Dieses System kann den GPD XD technisch nicht aus der Reserve locken, jedoch scheint die Art der Programmierung manchmal Probleme zu machen. So läuft MarioKart64 zumeist normal, während DonkeyKong64 mit Grafikfehlern zu kämpfen hat.
An die echte 64 Bit-Klasse hingegen, kann man sich mit dem Handheld nicht wagen. Damit sind aber auch typische Gaming-PCs überfordert, obwohl sie deutlich besser ausgestattet sind, als dieses kleine Chinahandheld.
Ein ärgerlicher Sonderfall ist der AMIGA (16 Bit). Hier laufen viele Spiele schlecht oder gar nicht. Dies liegt nicht nur an den zahlreichen Programmiertricks, die viele Spiele für diesen Heimcomputer enthalten. Ich habe leider schon länger den Eindruck, dass der Emulator UAE (in seinen verschiedenen Variationen) zumindest unter Android nicht sonderlich gepflegt wird. So wurde der „UAE4Droid“ derzeit seit 2013 nicht mehr aktualisiert, während „UAE4all2“ angeblich immer aktuell gehalten wird. Leider zeigen beide eine vergleichbare schlechte Gesamtleistung. Ich bekam nur einige Spiele einwandfrei zu laufen. Oft kommt es zu Grafikfehlern und noch öfter läuft außer dem Cracktro bzw. dem Startbildschirm gar nichts. Totalausfälle sind ebenfalls an der Tagesordnung. So lief „Killing Game Show“ auf dem GP2X WIZ (Linux) einwandfrei, aber unter Android komme ich nicht einmal bis zum Intro. Die UAE-Emulatoren sind auch unter Android kostenlos, aber ich würde gerne so manchen Euro zahlen, wenn die Produktpflege stimmen würde.

Das (ehemalige) HDMI-Problem
Das Thema HDMI-Ausgabe bei Spielen, ist im Internet oft diskutiert worden. Dabei scheint der GPD XD zumindest anfangs Probleme gehabt zu haben. Sprechen viele Quellen davon, dass es bei der Ausgabe an den Fernseher zu unangenehmen Latenzen kommt, kann ich dies nicht bestätigen. Egal, welchen Emulator ich verwende oder welches Android-Spiel ich starte, ich kann stets verzögerungsfrei zocken. Ich vermute, dass dieses Problem durch mein Update des Systems behoben wurde. Ich benutze das alternative ROM „LegacyROM Kitkat“ von Skeleton.

Die Multimedialeistung
Tests mit UHD-Videos (also 4K) haben ergeben, dass der GPD XD auch solche hoch aufgelösten Dateien ohne Probleme wiedergeben kann. Natürlich bringt dies wegen der 720p-Auflösung des Displays nichts, jedoch beeindruckt die schiere Rechenleistung des kleinen Plastikbombers. Als Medienplayer per HDMI, ist der Handheld ein ernst zu nehmendes Gerät, sieht man mal von der fehlenden Möglichkeit der Fernbedienbarkeit ab.

Die Schnittstellen
Die Anschlüsse des GPD XD sind nicht sehr zahlreich aber ausreichend. Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für Mini-HDMI, Micro-USB, Kopfhörer und der MicroSD-Steckplatz. Vorne am Gerät befindet sich die winzige Öffnung für das Mikrophon. Eine Status-LED gibt an, ob das Gerät eingeschaltet ist oder geladen wird. Zwei Lautsprecher unter den Steuerelementen, sorgen für erstaunlich guten Klang. Trotz der geringen Größe, kommt tatsächlich ein wenig Bass beim Zuhörer an. Hier hat der Hersteller eindeutig keine Billig-Tröten verbaut. Bäume ausreißen kann der Klang aber naturgemäß natürlich nicht. Über Kopfhörer ist der Klang ebenfalls sauber und deutlich kräftiger. Der Handheld ist in der Lage, sich über WLAN (802.11b/g/n/ac) ins Netz zu begeben. Dies ist aber leider auch die einzige schnurlose Kommunikationsmöglichkeit, die das Gerät bietet. Unschön ist die Tatsache, dass das fehlende Bluetooth jede Verwendung eines kabellosen Controllers unmöglich macht. Ein simpler Bluetooth-Schaltkreis im Wert von vielleicht 5 Euro, hätte aus dem GPD XD eine vollwertige Minikonsole gemacht! Einfach per HDMI anschließen, Handheld am Fernseher stehen lassen und sich aufs Sofa werfen, um bequem zu zocken! Dahingehend hat der Hersteller, trotz aller offensichtlichen Mühe, leider versagt. Man kann zwar per USB OTG (On-The-Go) einen USB-Controller anschließen, jedoch ist dies wieder nur eine Kabellösung und es ist alles andere als elegant, nun noch ein Kabel mehr an dem Handheld anschließen zu müssen.

weitere Nutzungsmöglichkeite
Ein recht spezielles Aufgabengebiet, ist die Nutzung des GPD XD als Steuerungseinheit für Drohnen. Ich nutze den Handheld mit einer Parrot Bebop und dem Android-Programm „FreeFlight 3“. Die Hardwarebedienung wird automatisch von der App eingestellt und so kann ich das Fluggerät mit den Analogsticks sehr genau steuern, während ich auf dem Display das Livebild der Drohnenkamera sehe. Professionelle Steuerungsgeräte für Drohnen sind oft extrem teuer und das kann ich mit dem preiswerten Handheld quasi nebenbei erledigen.

Mein Fazit
Abschließend lässt sich sagen, dass der GPD XD ein ungewöhnlich durchdachtes und leistungsstarkes Android-Handheld ist. Es ist eines der wenigen Geräte dieser Art, die, bis auf wenige Macken, vorbehaltlos empfohlen werden können. Die vorhandenen Steuerelemente sind entweder brauchbar oder sogar gut umgesetzt und die Möglichkeit, die Bildschirm-Steuerung auf die Hardwaretasten umzusetzen, ist schlicht genial. Der Preis ist für das Gebotene sehr fair, jedoch ist es traurig, dass man nicht für einige Euro mehr GPS und Bluetooth eingebaut hat. Dies hätte aus dem Handheld ein noch universelleres Gerät gemacht. Gerade das Fehlen von Bluetooth schmerzt sehr, da man den Handheld ansonsten grandios als Mini-Konsole hätte verwenden können. Ebenso ist die nicht vorhandene Tastatur ein Hemmschuh.

Der Nachfolger
Mittlerweile gibt es ein neues Gerät des Herstellers GPD. Es handelt sich um den GPD WIN, der Ende 2016 erschien. Wie der Name es schon verrät, handelt es sich dieses Mal um ein Modell mit Windows, genauer der Version 10. Der neue Winzling geht dieses Mal den Weg eines Mini-Laptops, ist aber durch die eher schlechte und natürlich kleine Tastatur nicht zum schnellen Tippen geeignet. Aber es ist zumindest eine Tastatur vorhanden! Die meisten Steuerelemente des Vorgängers finden sich auch hier. Statt der speziellen Android-Tasten, finden sich nun neue Sondertasten.
Der GPD WIN ist in seiner Rechen- und Grafikleistung sehr beeindruckend, wie diverse Test verschiedener Onlineportale ergaben. So laufen ältere Spiele wie Portal oder Bioshock einwandfrei und sogar Crysis ist spielbar!
Hier einige Eckdaten: Atom X7 (4 Kerne), 4 GB RAM, 64 GB interner Speicher plus MicroSD-Slot.
War das Gerät anfangs recht teuer (ca. 450 Euro), ist es mittlerweile für ca. 330 Euro zu haben und stellt somit eine echte Alternative zum Vorgängermodell dar. Allerdings sind dank der anderen Softwareplattform wieder neue Emulatoren nötig. Die deutlich bessere Rechen- bzw. Grafikpower dürften auch aufwändigere Emulationen im 32 Bit-Bereich möglich machen.

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User-Kommentare: (7)Seiten: [1] 
10.07.2017, 17:45 Nr.1 (2336 
robotron schrieb am 10.07.2017, 16:57:
Gibt es wenigstens ein offizielles Update auf eine aktuellere Version von Android?


Soweit, wie ich weiß, bietet der Hersteller (wie leider oft in China), keine Updates an.

Das aktuellste, fremde ROM ist das im Bericht angesprochene Legacy ROM Kitkat (Android 4.4.4) vom März 2016. Dieses läuft bei mir völlig problemlos.

Da das Gerät ohnehin über keine Telefonie verfügt, keine Kamera hat und ich darauf auschliesslich Emulatoren, eine Drohnensoftware und ein bissel Kleinkram laufen lasse, stört mich das aber absolut nicht. Nach meiner persönlichen Meinung ist ein "großes Update" für so eine Konsole eher unnötig.

Was natürlich wiederum nicht so angenehm für Menschen ist, die aktuellste Android-Spiele zocken wollen, denn hier ist das Ende der Unterstützung der älteren Android-Versionen abzusehen.
10.07.2017, 16:57 robotron (1356 
Gibt es wenigstens ein offizielles Update auf eine aktuellere Version von Android?
10.07.2017, 15:30 Nr.1 (2336 
Gunnar schrieb am 10.07.2017, 14:42:
Ach, die Überlegung ging folgendermaßen: Dein Test moniert ja unter anderem, dass der PSP-Emulator nicht unproblematisch sei. Andererseits habe ich noch vor gut zwei Jahren ein gebrauchtes PSP mit Zubehör für gute 20€ bekommen - damit ist das Original also hier sogar noch relativ günstig und funktioniert eben auch anstandslos. Und abgesehen davon bestand für mich der Reiz bei Emulation auch immer darin, Spiele auf komplett anderen Systemen laufen zu lassen - vom Handheld in die TV-Konsole, von der Konsole auf den PC usw. Da erscheint es mir irgendwie widersinnig, einen (modernen) Handheld auf einem anderen (modernen) Handheld zu emulieren - und das dann eben nur fehlerhaft.


Jetzt habe ich es verstanden.

Naja, ich moniere es ja nicht so stark, dass ich das Gerät deswegen abwerte. Ich wollte lediglich so weit wie möglich die Grenzen aufzeigen. Es IST ja bereis beeindruckend, dass die PSP überhaupt auf dem Gerät emulierbar ist.

Ich persönlich finde es weiterhin nicht widersinnig, ein Handheld auf einem Handheld zu emulieren. Ich habe durchaus einige tragbare Geräte zu Hause (Gerade für den ursprünglichen Gameboy habe ich eine kleine Sammlung von ca. 60 Spielen.), aber es ist schlicht enorm praktisch, all die Konsolen quasi in ein Gerät zu packen. Es ist, gerade wenn man sich für zahlreiche Systeme interessiert, irgendwann eine Frage von Platz und Geld.

Es kann aber auch den umgekehrten Weg gehen. So habe ich (auch dank des Berichtes hier auf kultboy) mittlerweile so einige Wonderswan-Spiele emuliert gespielt und werde mir wohl das Original zulegen.
10.07.2017, 14:42 Gunnar (1482 
Ach, die Überlegung ging folgendermaßen: Dein Test moniert ja unter anderem, dass der PSP-Emulator nicht unproblematisch sei. Andererseits habe ich noch vor gut zwei Jahren ein gebrauchtes PSP mit Zubehör für gute 20€ bekommen - damit ist das Original also hier sogar noch relativ günstig und funktioniert eben auch anstandslos. Und abgesehen davon bestand für mich der Reiz bei Emulation auch immer darin, Spiele auf komplett anderen Systemen laufen zu lassen - vom Handheld in die TV-Konsole, von der Konsole auf den PC usw. Da erscheint es mir irgendwie widersinnig, einen (modernen) Handheld auf einem anderen (modernen) Handheld zu emulieren - und das dann eben nur fehlerhaft.
10.07.2017, 13:03 Nr.1 (2336 
Gunnar schrieb am 10.07.2017, 12:50:
Eigentlich absurd, einen tragbaeren (u.a.) Handheld-Emulator zu haben... das wäre wie ein Fernlenkauto - in Originalgröße und zum Reinsetzen.


Der Vergleich erschliesst sich mir nicht. Kannst Du das noch näher erläutern?

Das Schöne für mich ist die Möglichkeit, fast jedes System (bis zur Machbarkeitsgrenze bei 32 und 64 Bit) jederzeit emulieren zu können. Es hat (neben dem Spaßfaktor) auch schon durchaus archäologische Züge, wenn ich beispielsweise Spiele des Philips G7000 anzocke. Eine Konsole, die ich früher nicht einmal kannte.

Vom Platz- und Kostenfaktor brauche ich erst gar nicht anzufangen.

Ich persönlich liebe meine Emu-Handhelds. Der GPD XD dürfte nun aber ENDLICH für längere Zeit ausreichend sein und er hat den Pandora entgültig abgelöst.
10.07.2017, 12:50 Gunnar (1482 
Eigentlich absurd, einen tragbaeren (u.a.) Handheld-Emulator zu haben... das wäre wie ein Fernlenkauto - in Originalgröße und zum Reinsetzen.
10.07.2017, 11:31 Retro-Nerd (9925 
Daher setze ich auf die Einzelapps. Wenn man den Luxus kennt, dass die Emulatoren für Linux im Allgemeinen kostenlos sind, wird man erst einmal einen kleinen Schock erleiden, was die Anbieter teilweise für ihre Android-Programme verlangen. Beispielsweise kostet der DS-Emulator „DraStic“ knapp 4,50 Euro oder der GBA-Emulator „My Boy!“ über 5 Euro. Möchte man eine umfassende Emulatorendecke sein Eigen nennen, ohne HappyChick zu nutzen, wird also erst einmal einige Investition nötig sein. Einige der Emulatoren sind allerdings kostenlos oder werden zumindest auch als werbefinanzierte Freiversion angeboten.


Das finde ich eine üble Entwicklung. Für Emulatoren habe ich bis heute kein Geld bezahlt. Das geht auch gegen die Philosophie der meisten Entwickler, die die ganzen Systeme für die Nachwelt erhalten möchten.

Die Gerätereihe selbst scheint ganz ordentlich zu sein. Kann mich aber nie durchringen, so ein Teil mal zu bestellen. Würde es wohl zu selten auch wirklich mal nutzen.
Kommentar wurde am 10.07.2017, 11:32 von Retro-Nerd editiert.
Seiten: [1] 


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