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Virtual Boy


Hersteller:
Nintendo

Speichermedium:
Module

Veröffentlichung:
Japan: 1995
U.S.A.: 1995
Europa: -

Verkaufte Einheiten:
ca. 770.000 Technisches:
CPU:
NEC V810 (32 Bit RISC)
CPU Takt: 20 MHz (18 MIPS)
RAM:
1 MBit D-RAM
Video-RAM: 512 KBit P-SRAM
Maximale Auflösung:
384 x 224 Pixel
Cache Memory:
1 KBit
Sound:
16 Bit Stereo
Controller:
6 Knöpfe und 2 Steuerkreuze mit 2 Griffen

Allgemeines:
Mitte der 90er Jahre wagt sich Nintendo an eine schon fast revolutionäre Konsolen, den Virtual Boy. Anders als bei den anderen Konsolen dieser Zeit setzt man auf ein 3D-System, welches "Virtual Reality" in die eigenen vier Wände bringen soll. Entwickelt wird der Virtual Boy unter der Leitung von Gunpei Yokoi, der bereits mit Nintendos Game Boy eine wahre Meisterleistung hervorgebracht hat.

So ambitioniert das Projekt ist, so kläglich scheitert es auch. Aus Kostengründen musste zunächst auf eine Farbdarstellung verzichtet werden, alle Spiele erscheinen nur in rot auf schwarzem Hintergrund, zudem kann man den Virtual Boy aufgrund seines Gewichts nicht frei mit sich herumtragen. Bei längeren Sitzungen werden zudem Augen, Nacken und Rücken strapaziert, so das Nintendo bereits vor der eigentlichen Veröffentlichung Kritik erntet, so das es sich bereits bei seiner Erscheinung im Sommer 1995 nur schleppend verkauft.

Da Nintendo zudem bereits in Planungen für die Markteinführung des Nintendo 64 ein Jahr später ist, zeigt man mit dem Virtual Boy wenig Geduld. Es erscheinen insgesamt nur knapp 20 - 25 Spiele für dieses System, der Europa-Start wird komplett abgesagt.

Text von Stephan





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User-Kommentare: (45)Seiten: [1] 2 3   »
03.01.2018, 17:03 Pat (3150 
Tja, Virtual Reality ist ja aktuell wieder in aller Munde. Ich hatte die Gelegenheit, über die Feiertage eine Oculus Rift Brille mal ein bisschen zu testen.

Und da die Rift nunmal so aussieht wie ein kompakter Virtual Boy - und ja auch das Wort Virtual drin vorkommt - dachte ich, ich schreib hier mal was Kleines rein.

Generell nützt uns Retro-Gamern ja so eine VR-Brille nicht viel (ausser vielleicht bei der Virtual Boy Emulation). Wobei es da offensichtlich ein nettes Programm gibt, wo man wohl MAME-ROMs in einer virtuellen Spielhalle emulieren kann. Habe ich aber nicht ausprobiert.

Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bin positiv überrascht!

Das funktioniert tatsächlich erstaunlich gut! Ja, die Auflösung ist etwas gröber und so ist gutes Antialiasing enorm wichtig, aber was man geboten bekommt, ist eine wirklich flüssige Darstellung, die sich auch richtig anfühlt. Laglos. Plus, der 3D-Effekt funktioniert enorm gut!

Das Gewicht der Brille ist vernachlässigbar und fällt praktisch nicht, äh, ins Gewicht. Auch den Augen tut die Brille - soweit ich das feststellen konnte - nicht weh.
Aber den Ohren - bzw. dem Gleichgewichtsorgan. Also mir zumindest. Der Effekt ist nämlich so gut, dass mir bei reinen "Laufspielen" ohne Fixpunkte schwindelig geworden ist. Das ist viel besser, wenn man ein Cockpit vor der Nase hat.
Vielleicht muss man sich erst daran gewöhnen.

Sobald man aber in einem Cockpit sitzt oder was spielt, bei dem man sich nicht zu schnell bewegt, funktioniert es blendend.
Bei Cockpits (egal ob Auto oder Raumschiff), kommen die Größenverhältnisse wirklich toll zur Geltung.

Auch der inoffizielle Myst-Nachfolger Obduction funktioniert wirklich toll. Bei Obduction kann man nämlich auf Teleport-Umgebung wie bei den Original-Myst-Teilen umstellen. Dann ist alles (für mich) kein Problem.

Ich denke, wir haben technologisch diese Schwelle überschritten, bei der VR wirklich funktionieren kann. Dass da an der Technik noch ausgefeilter wird ist ja klar. Soweit aber richtig cool!

Nur, ganz ehrlich, also mehr als 500 Euro ist es mir dann doch nicht wert. Eventuell kaufe ich mal ein leicht gebrauchtes Set, wenn ich es unter 200 kriege...
24.08.2017, 20:27 DaBBa (1133 
Ich konnte heute auf der Gamescom das Gerät auch mal testen und schließe mich dem Tenor an: Der 3D-Effekt ist ordentlich, allerdings ist dieses Binokular auf Dauer einfach zu nervig. Das taugt als Gimmick, aber nicht als Gerät, mit dem man dauerhaft Spaß hat.

Aber Virtual Reality hat mit diesem Gimmick-Status ja nicht nur in den 90ern und nicht nur beim VirtualBoy zu kämpfen. Auch andere VR-Geräte, seien es Helme, Brillen oder Headsets, haben es bislang nicht in den Massenmarkt geschafft. Der VR-Hype anno 2016 rund um Oculus Rift und PlayStation VR hat sich gefühlt schon wieder im Sand verlaufen.
07.05.2017, 12:42 Nobeldecker86 (14 
Tja, leider nie hier erschienen. Irgendwann will ich so ein Teil aber in der US Version mein eigen nennen dürfen! Nur aus Sammlergründen! Zum Thema VR: Das interessiert mich noch heute komplett NULL!
Kommentar wurde am 07.05.2017, 12:42 von Nobeldecker86 editiert.
27.11.2016, 14:54 Pat (3150 
Die Idee ist ja gar nicht schlecht. Man müsste aber zumindest unbedingt vom Rot wegkommen. Das ist augenfeindlich. Wenigstens ein normales Graustufen-Bild müsste es schon sein - oder wie beim Super Gameboy vordefinierte bzw. frei definierbare Farben.

Aber, ganz ehrlich, die paar VirtualBoy-Spiele, die ich gespielt habe, haben allesamt vom 3D befreit am Emulator in Graustufen mehr Spaß gemacht.
27.11.2016, 13:24 Nr.1 (2408 
robotron schrieb am 27.11.2016, 11:23:
Wer würde es auch begrüßen den Virtual Boy auf dem 3DS mittels Virtual Console oder als ne Art "Compilation" aufleben zu lassen? Ich denke mal technisch ist das definitiv machbar. Paar interessante Spiele wie Mario Clash oder Vertical Force sind ja dabei ...


Da es für das Original so wenige Titel gibt, wäre hier (nach meiner Meinung sogar deutlich sinniger als das halbgare NES mini) eine Neuauflage eine Idee. Eine simple, grob auflösende VR-Brille mit schnurlosen Controller. Das würde ich sofort kaufen! Zumindest, wenn keine Fantasiepreise verlangt werden.
27.11.2016, 11:23 robotron (1389 
Wer würde es auch begrüßen den Virtual Boy auf dem 3DS mittels Virtual Console oder als ne Art "Compilation" aufleben zu lassen? Ich denke mal technisch ist das definitiv machbar. Paar interessante Spiele wie Mario Clash oder Vertical Force sind ja dabei ...
15.12.2015, 22:29 advfreak (392 
Den hatte ich sogar zu Hause (danke nochmals ans Gameware das mich damals immer mit den neuesten Modulen versorgt hat), kann mich noch genau erinnern wie ich das erste mal hinein geschaut habe und Mario Tennis gestartet: Der Tennisball kam auf mich zu und ich bin mit dem Kopf zurück geschreckt weil ich dachte der Ball knallt mir jetzt ins Gesicht.

Sicher, es war ein Flop, umständlich, unsozial und grafisch fad - aber der 3D Effekt war Klasse und ist mit dem des 3DS AUF KEINEM FALL zu vergleichen.

Ein Freak der es sich leisten will und kann, der kann sich das Teil durchaus in die Vitrine stellen, denn spätestens nach einer Stunde hat man alles gesehen und keine Lust mehr auf eine längere Session. Es ist einfach zu sperrig und lästig.

Wer mal die Gelegenheit bekommt das Teil zu probieren der sollte dies dringend tun, den erst wenn man die eigene Erfahrung damit gemacht hat kann ma hier mitreden und darüber lästern.

PS: Mario Tennis und Wario Land sind Pflichttitel!
08.11.2015, 12:24 Retro-Nerd (9997 
Zu der Zeit herrschte ja eine weltweiter Virtual Reality Hype. Nintendo dachte wohl, das alle irgendetwas ähnliches in der Mache machen und sind denen zuvorgekommen. Anders kann man sich so ein Gerät nicht erklären. Selbst 1995 war man als Zocker nicht sooo bekloppt Spiele auf diese Art spielen zu wollen.
08.11.2015, 11:46 drym (3493 
Wenn man ehrlich ist war Nintendo seiner Zeit voraus, die Prozessorleistung war noch nicht gut genug (Verzicht auf Farben!), das ganze war zu schwer etc.

Dennoch ist es nicht nur optisch durchaus als Vorreiter der demnächst erscheinenden 3d-Brillen (Oculus Rift und Sony-Pendant etc.) zu verstehen. Dass das nicht wirklich marktreif war, hätte man bei Nintendo ahnen können, dennoch habe ich Respekt vor dem Mut und der Innovationskraft der Japaner!
07.11.2015, 16:49 Bren McGuire (4805 
Mit einem Nachtsichtgerät dürfte man damals mehr Spaß gehabt haben...
25.11.2014, 20:04 Horseman (524 
Hier eine sehr witzige Vorstellung des Virtual Boy....
11.10.2013, 07:00 spatenpauli (699 
Die SchwippSchwapp-Flasche ist tiefster Kult. Ob man die separat erwerben kann?
11.10.2013, 01:14 Nr.1 (2408 
Ich komme gerade aus dem Lachen nicht mehr heraus!

Zufällig geriet ich auf eine Seite rund um den VirtualBoy. Eigentlich eine tolle Sache, denn hier erfährt man so ziemlich alles über den kurios-coolen Sonderfall der Konsolengeschichte.
Als ich dann aber auf "Werkstatt" klickte und eine Bauanleitung für den "Redhead" durchging, ging es mit mir durch!

Um es vorneweg zu sagen: Es kann durchaus sein, dass diese Bastelei etwas bringt, das kann ich nicht beurteilen, aber die Optik wirkt auf mich....sagen wir mal extrem belustigend.

Wenn dann noch eine olle SchwippSchwapp-Flasche als Gegengewicht eingesetzt wird, frage ich mich ernsthaft, ob ein zufällig den Raum betretender Fremder den User nicht aus Entsetzen oder Mitleid bei den örtlichen Betreuungsdiensten für geistig Umnachtete meldet!



Glotz- oder Klotzkopf?
06.12.2011, 19:47 docster (3233 
Bedingt revidiere ich gerne meine Meinung zum "Virtual Boy", denn es wird eine durchaus ansprechende grafische Tiefenwirkung erzielt.

Längeres Spielen stelle ich mir ob der Farbgestaltung dennoch recht anstrengend vor.
06.12.2011, 13:50 Gerry (516 
Ich habe auf der letzten Retro-Börse den Virtual Boy mit Mario Tennis mal ausprobieren können. Wie anstrengend das Spielen mit dem Gerät für Augen, Rücken, Nacken, etc. ist, kann ich aufgrund der kurzen Spielzeit zwar nicht beurteilen, so schlecht, wie vielerorts beschrieben, fand ich die grafische Darstellung allerings nicht.

Voreingenommen durch die vielen negativen Berichte war ich eigentlich positiv überrascht.
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