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Amiga Games 11/94



von Commodus

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User-Kommentare: (6)Seiten: [1] 
17.04.2012, 21:57 DaBBa (1372 
Vielleicht war auch die Zielgruppe das Problem. In den 90ern war der Amiga eine Kiste für Freaks. Die Fangemeinde war zwar treu, aber nicht besonders finanzkräftig und dafür umso besser vernetzt. Wer Schwarzkopien nutzen möchte, muss ja erst mal wissen, woher er sie bekommt...
Für mich ein Beleg dafür: die langsame Verbreitung von neuer Hardware. Viele konnten sie sich einfach nicht leisten. So eine Festplatte ist extrem praktisch - trotzdem hatte nicht jeder eine.

Nur die "mittelständischen" Schwarzkopierer, die einfach kopieren, weil sie es können und nicht, weil sie zu wenig Geld haben, kann man mit einem kopiersicheren Medium wirklich "erwischen".
23.11.2011, 19:28 docster (3272 
Das sehe ich ähnlich.

Ohne Zweifel war das Phänomen des Raubkopierens ein relevanter Faktor, die damalige Zeitmacht sicherlich auch das Betrachten in einem Kontext nötig.

Doch stimme ich Retro-Nerd uneingeschränkt zu, da man den unglaublichen technischen Innovationsvorsprung über Jahre hinweg kommerziell auszuschlachten wußte, ohne entscheidende Entwicklungslinien konsequent ins Werk zu setzen.

Den auf Windows95 basierenden PC bewarb man mit Features, die der Amiga seit jeher bot, die mitunter gar auf dem C64 Gewähr erfuhren.
23.11.2011, 18:10 Retro-Nerd (10664 
Raubkopierer haben den Amiga nicht kaputt gemacht. Das waren am Ende nur die Ausreden der Hersteller, da man ab 1995/96 nicht mehr mit den Verkaufzahlen der PC und Playstation Spiele mithalten konnte. Commodore hat alle Innovationen bzw. Vorschläge dafür ignoriert, die Zeit der reinen Tastaturcomputer war vorbei.
Kommentar wurde am 23.11.2011, 18:10 von Retro-Nerd editiert.
23.11.2011, 18:06 Nr.1 (2819 
Commodus schrieb am 23.11.2011, 10:37:
Hans Ippisch spricht Klartext!

..... Kaufen! Kaufen! Kaufen!

Selbst wenn die Machinen veraltet sind und die Sahne-Spiele hauptsächlich nur für den PC kommen.

....


Hier liegt aber leider der berühmte Hase im Pfeffer. Der Amiga ist ein Kultobjekt und wir liebten unserer "Freundinnen", aber letztendlich ist es auch ein Gerät und das Zubehör bzw. die Software kosten eben Geld. Dann sind wir wieder im Kapitalismus angekommen.

Geht die Liebe soweit, das man ALLES schluckt, was einem geboten wird? Sicher, permanente Raubkopierer gab es auch, die einfach NICHTS kauften. Aus Prinzip. Ich kaufte viel und kopierte nur wenig. Ich "erbte" irgendwann eine ganze Armada an kopierten Spielen, von denen ich aber das meiste löschte, da ich viel schärfer auf die Disketten war!

Wenn Commodore mit dem Amiga erst einen Quantenspung vollführt und dann 10 Jahre fast nichts macht, um diesen Sprung zumindest halbwegs auszunutzen, liegt die Schuld eben auch dort.

Ich kann nur von mir reden. Für mich waren Spiele am Amiga irgendwann nur noch lächerliches Beiwerk. Ich hatte keine Lust mehr auf das gefühlte millionste Jump´n´Run oder Scrollshooter. Noch dazu, weil streckenweise sehr happige Preise verlangt wurden. Ich riss freudig erregt die wenigen Perlen wie Colonisation, SimCity2000 oder Slamtilt aus dem Regal und der ganze Rest ließ mich mehr und mehr kalt.

Ein weiterer Grund für die nie umfassend verbesserte Hardware des Amiga waren die User selbst. Wenn bei einer Umfrage Mitte der 90ger Jahre herauskommt, dass die meisten User immer noch mit A500 mit Speichererweiterung unterwegs waren, ist es kein Wunder, dass Commodore sich erst recht auf die faule Haut legte.

Ich bin also der festen Überzeugung, dass es viel zu leicht wäre, wieder mal nur die Raubkopierer für alles verantwortlich zu machen. Ein System, das auf Dauerhaftigkeit angelegt ist (und genau das war der Amiga EIGENTLICH), muss ständig weiter entwickelt werden. Es reicht einfach nicht, mit gigantischem TamTam beispielsweise einen A600 anzukündigen, der lediglich eine Zusammenstückelung vorhandener Komponenten ist.

Versteht mich nicht falsch bitte. Ich war damals lange vom Amiga überzeugt und war stolz auf meinen Rechner. Nur verliere ich nach und nach mit wachsendem Abstand diese Blauäugigkeit.
23.11.2011, 14:04 Boromir (605 
Da stimm ich vollkommen zu! Die Raubkopierer haben dem Amiga überhaupt nicht gutgetan und da versteh ich die Firmen vollauf dass sie auf einen anderen markt wechseln.

Commodore hätte aber dagegensteuern können und rascher reagieren. z.b mit CD-Rom games! Aber anscheinend war der Moloch schon zu schwerfällig um noch richtig in die Gänge zu kommen. Man denke an die Dinos....

Ich bin erst vor relativ kurzer Zeit zum Amigafan konvertiert (so um 2003/04) und spiele viele games auf meinem A1200 und auch auf dem PC emulator.

Die games für den Amiga hatten einen eigenartigen,heimeligen flari. Wahrscheinlich wegen der Grafik. So zwischen good old C64 und highend PC. Und der Sound ist nachwievor besser als bei den meisten zeitgleichen PC games.
23.11.2011, 10:37 Commodus (4902 
Hans Ippisch spricht Klartext!

Die Verkaufszahlen für Amiga-Spiele sind schlecht. Sehr schlecht sogar!
Es liegt in unserer Hand etwas dagegen zu tun. Finger weg von X-Copy und Kaufen! Kaufen! Kaufen!

Selbst wenn die Machinen veraltet sind und die Sahne-Spiele hauptsächlich nur für den PC kommen.

Allerdings höre ich hier zum ersten mal von einem geplanten A1200 mit integriertem CD-ROM. Für 700 DM nicht schlecht! Wenn absolute Silberscheibenkracher gleich mit im Bundle gewesen wären, hätte ich mir das Teil vielleicht sogar gekauft, da ich Ende ´94 ja noch dachte, das die neue Amiga-Generation doch noch erfolgreich wird und damit auch wieder fast alle PC-Hits umgesetzt werden.

Da es aber bis ´96 immer mehr bergab ging und keine neue Wundermaschine gab, musste ich den Amiga verraten und ins PC-Lager wechseln! Ich bin zwar ein Amiga-Fan, aber ich war in erster Linie Zocker, den die übertriebenen Wertungen der Amiga Games ab 1995 auf Zweitliga-Spiele immer suspekter vorkam!
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