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ASM 7/89



Linkes Gejaule

Erst einmal herzlichen Glückwunsch, aber nicht an Euch, sondern an Psycho Cat. Endlich sagt hier mal jemand die Wahrheit, auch wenn ich seine persönlichen Angriffe (Alt-Hippies, vergreiste Informatiker) nicht für richtig halte, Eure Retourkutsche (psychotische Katze) ist aber nun auch nicht gerade niveauvoller. Tatsache ist aber, daß sich jeder vernünftige Mensch fragen sollte, wie weit wir in diesem angeblich freiesten Rechtsstaat auf deutschem Boden gekommen sind, wenn man hier nichtmal die Spiele spielen darf, die man spielen will? Das Schlimmste ist aber, daß Leute wie Sie dieser Entwicklung noch Vorschub leisten, durch ein pausenloses Gehetze gegen Kriegsspiele, obwohl diese auch nicht grausamer sind als das reelle Leben. Ein weiterer Punkt, wo noch von "linkem Gejaule" gesprochen werden muß, ist die ununterbrochene Hetze gegen sogenannte "Nazi-Software", die sich durch alle Computerzeitungen durchzieht. Schreibt Ihr voneinander ab? Hierbei wären ordentliche Testberichte vielmehr angesagt (Einschließlich Spielbeschreibung, Grafik etc.). Den entsprechenden Programmierern sollte man besonders zugute halten, daß die diese Spiele aus rein ideellen Gründen schreiben, anstatt mit ihrem Können Geld z uverdienen, so daß es für den einfachen User möglich ist, Spitzenspiele zu haben, ohne viel Geld für Originale auszugeben.
Stefan Jahnel, Tegernsee

(Anm. d. Red.: Dadurch, daß jemand Spiele aus "ideellen Gründen" programmiert, werden die Spielinhalte auch nicht besser. Was ist denn für Dich normales "reelles" Leben" Würdest Du ein "Folterspiel" spielen und das o.k. finden, nur weil es Folter "im richtigen Leben" ja auch gibt? Die Menschenwürde zuachten, hat nichts mit "linkem Gejaule" zu tun!)
von Greg Bradley

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User-Kommentare: (36)Seiten: [1] 2 3   »
26.09.2015, 22:08 ebbo (610 
Ganz Dicht scheint der Typ bis heute nicht zu sein.
26.09.2015, 18:11 schrottvogel (290 
Der Jahnel ist schon ein schräger Vogel... Schaut euch mal auf seiner Seite

http://www.stefanjahnel.de/StefanStart.htm

seinen Brief an die Bundeswehr an, wo er "Stils"-Technologie für sein Auto will, inklusive der dazugehörigen Antwort...
02.11.2014, 12:33 Teddy9569 (1548 
Alles, was einen guten Kern hat, kann negativ missbraucht werden, auch der Mensch. Deshalb sollte man alles kritisch hinterfragen und den Mut haben, nach dem Geruch zu fragen, wenn etwas stinkt.

Leider, lieber Commodus, werdet ihr wohl auch im Forum keine befriedigende Conclusio für eure Debatte finden. Müsst ihr auch nicht, denn im Wesentlichen seid ihr euch doch einig. Also deshalb mein Rat: Seid retro und genießt den schönen Sonntag!
02.11.2014, 09:14 Commodus (4902 
Nr.1 schrieb am 01.11.2014, 21:18:


Alle gefochtenen Kriege (auf globalem, kontinentalen oder nationalen Niveau) sind Manifestationen von Machtansprüchen, egal ob territorial, politisch, religiös oder aus reiner Habgier (z.B. Bodenschätze).



Ja, genau! Dem ist nicht zu widersprechen! Aber weil genau die Herrscher von konkurrierenden Völkern versuchen andere Länder damit zu belästigen. , müssen sich die anderen wehren! Letztendlich entscheidet die militärische Stärke!

Edit: Nationalgefühle sind übrigens nicht verquast, sondern sie stärken das Gemeinschaftsgefühl und helfen beim Zusammenhalt, falls andere Völker einen Staat bedrohen, oder versuchen zu zersetzen.

So, dieser Artikel hier ufert ja ständig aus! Wenn jemand Diskussionsbedarf hat, sollte das im Forum ausgefochten werden!!
Kommentar wurde am 02.11.2014, 09:15 von Commodus editiert.
01.11.2014, 21:33 Nr.1 (2819 
SarahKreuz schrieb am 01.11.2014, 17:31:
.....
Bin da auch eher auf Commodus' Seite. Das nächste Doom (herbeigesehnt!) kann für mein Empfinden nicht brutal genug sein, in seiner Darstellung von roher Gewalt - und genau das ist auch das erklärte Ziel der Entwickler. Auch die "subtile Brutalität", also das Vermitteln von Angst - die Immersion im Spiel - darf auf zu völlig neuen Ufern. Da bin ich dabei!
.....


Das völlig abgedrehte Szenario vom ersten Unreal fand ich auch toll! Nur stieg ich dann irgendwann aus. Ich weiß noch, dass ich eine Weile Serious Sam zockte, was dann komplett durchgeknallt gestaltet ist. Danach kamen dann lange keine Shooter mehr oder nur sehr, sehr sporadisch.

Erst das tolle Design von Bioshock rief mich wieder auf den Plan, aber so doll fand ich es dann doch nicht. Dabei kaufte ich mir damals extra für dieses Spiel eine neue Grafikkarte! Damals merkte ich, wie blöd ich Script-Spiele finde, die sich wie auf Schienen anfühlen. Auf die Spitze getrieben wurde es dann in Bioshock Infinite, das mich gar nicht mehr gereizt hat. Zudem fand ich hier die Aufhänger zutiefst billig (gefangenes Mädchen mit Überkräften und Rassenwahn......uhhhhhhhhhh). Hier wurde nun das Schienengefühl nochmal deutlicher, was durch die Schienensystem im Spiel noch massiv verstärkt wurde. Ich brach den (nach meiner Meinung) Schrott dann mittendrin ab.

Massive Gewalt in Spielen gibt mir persönlich nichts. Nicht falsch verstehen, ich will niemanden, der das mag als Rohling bezeichnen. Wer mich im realen Leben kennt, der weiß, dass ich jähzornig und stinksauer auf Gegenstände (!!) sein kann. Ich weiß nur einfach bis heute nicht, wieso ich einem Gegner unbedingt auf den Schädel schießen muß, damit ich eine besonders blutige Spritzsequenz zu sehen bekomme.
Kommentar wurde am 02.11.2014, 02:33 von Nr.1 editiert.
01.11.2014, 21:18 Nr.1 (2819 
Commodus schrieb am 01.11.2014, 17:09:
So leid es mir tut, aber es ist nun mal so das kriegerische Auseinandersetzungen zum Menschen gehören. Seit Anbeginn der Menschheit wechseln sich Krieg & Frieden ab. Nach einer Dekadenzperiode folgt immer eine "reinigende" Kriegsperiode.

...ich hoffe nur für uns und unsere Kinder, das wir noch verschont bleiben und das Krieg nur virtual ausgetragen wird.

Mir machen solche Shooter jedenfalls Spaß. Ich muss aber zugeben, das ich aktuelle Kriegsshooter kaum noch spiele. Die letzten waren Medal of Honor und Call of Duty. Ich spiele aktuell wieder eher so abgedrehte Shooter wie Doom 3 und Quake 4. Da kann ruhig ordentlich Blut spratzen!

Meine Meinung.


So leid es mir tut, nach meiner Ansicht ist diese periodische Gesetzmässigkeit völliger Unsinn. Diese Aussagen werden sehr gerne vom Militär oder von Kriegstreibern eingesetzt, um die wahren Gründe für ihre Machtansprüche zu verschleiern.

Periodische Kriegs- und Friedensphasen gab es nie, auch nicht zu der Zeit, in der Menschen noch in Stämmen organisiert waren. Damals gab es dann auch die ersten territorialen Besitzansprüche, als die Menschen seßhaft wurden. Vorher ging es eher um den kämpferischen Austausch von "Zuchtmaterial", um es mal knallhart zu sagen. Der eine Stamm hatte ausreichend junge Frauen, der andere nicht. Nach der Seßhaftigkeit ging es dann um Land, Jagdgründe und das erste Mal kam der Drang nach Macht auf. Logisch, dass genau da dann auch die Religion als psychologischer Arm der Machtansprüche entstand. Seltsam, seltsam.

Alle gefochtenen Kriege (auf globalem, kontinentalen oder nationalen Niveau) sind Manifestationen von Machtansprüchen, egal ob territorial, politisch, religiös oder aus reiner Habgier (z.B. Bodenschätze).

In der Neuzeit gab es den Ersten Weltkrieg, der mehr oder weniger auf völlig überkommenen, eigentlich bereits unzeitgemäßen Gründen los getreten wurde. Grob gesagt ging es um das Gefühl, das einige Staaten (oder besser ihre Herrscher) sich übervorteilt sahen bei der Aufteilung der restlichen Welt. Obwohl man längst soweit war, Konflikte auch am Verhandlungstisch zu lösen, wurden verquaste Nationalgefühle aufgestachelt und die einzelnen Völker gingen zumeist lachend in den Krieg, den sie als solchen nicht mehr kannten. Hinterher lachte niemand mehr.

.........

Ach verdammt....Roman!!!!

Ich breche hier ab. Sorry. Falls schon jemand schläft.....

01.11.2014, 20:52 Nr.1 (2819 
Teddy9569 schrieb am 01.11.2014, 13:48:

Wenn dieser Satz von Dir ist, dann solltest Du ihn schützen lassen. Das ist eine wunderschöne Aussage!


Der Satz ist von mir, er ist jedoch allgemeingültig, so dass ich mir sicher bin, dass er in ganz ähnlicher Form schon existiert.
01.11.2014, 17:31 SarahKreuz (8328 
Nr.1 schrieb am 01.11.2014, 13:39:
...txtxtxt...

Schön beschrieben. Empfinde ich ganz genau so.

Bin da auch eher auf Commodus' Seite. Das nächste Doom (herbeigesehnt!) kann für mein Empfinden nicht brutal genug sein, in seiner Darstellung von roher Gewalt - und genau das ist auch das erklärte Ziel der Entwickler. Auch die "subtile Brutalität", also das Vermitteln von Angst - die Immersion im Spiel - darf auf zu völlig neuen Ufern. Da bin ich dabei!
Bei einem realistischen Kriegsgetümmel brauche ich das nicht. Vielmehr: Will ich nicht. Ein Call of Duty oder Medal of Honor kann mich schon seit ein paar Jahren mal am A... ihr wisst schon.
Da war mir selbst schon das Playstation 1-MOH (mittlerweile uralt und pixelig) zu sehr Realismus, wenn man da durch Frankreich geschlichen ist.
01.11.2014, 17:09 Commodus (4902 
So leid es mir tut, aber es ist nun mal so das kriegerische Auseinandersetzungen zum Menschen gehören. Seit Anbeginn der Menschheit wechseln sich Krieg & Frieden ab. Nach einer Dekadenzperiode folgt immer eine "reinigende" Kriegsperiode.

...ich hoffe nur für uns und unsere Kinder, das wir noch verschont bleiben und das Krieg nur virtual ausgetragen wird.

Mir machen solche Shooter jedenfalls Spaß. Ich muss aber zugeben, das ich aktuelle Kriegsshooter kaum noch spiele. Die letzten waren Medal of Honor und Call of Duty. Ich spiele aktuell wieder eher so abgedrehte Shooter wie Doom 3 und Quake 4. Da kann ruhig ordentlich Blut spratzen!

Meine Meinung.
01.11.2014, 16:20 spatenpauli (730 
@Nr. 1: Tolle Aussage.
01.11.2014, 13:48 Teddy9569 (1548 
Die Freiheit in einer Demokratie bedeutet auch, die Freiheit ohne Krieg, ohne Vernichtung in seiner Umgebung als unfassbar schönen Schatz zu begreifen.


Wenn dieser Satz von Dir ist, dann solltest Du ihn schützen lassen. Das ist eine wunderschöne Aussage!
01.11.2014, 13:39 Nr.1 (2819 
Ich persönlich habe mittlerweile einen sehr harten Standpunkt, den ich aber nicht massiv verteidige oder Missionsarbeit leisten möchte.

Als die Spiele noch blockige Pixelfantasien waren, bei dem eine Waffe oft aussah wie der Wurmfortsatz des Mannes, als Tote noch in Form von verschwindenden Pixelhaufen dargestellt wurden, war die Softwareindustrie noch unschuldig. Selbst die gewalttätigsten Spiele rangen dem User noch immense Fantasie ab, um sich überhaupt in die Geschehnisse auf der Röhre hineinzuversetzen. Da waren Bücher sehr viel deutlicher und Filme um Welten blutiger.

Mittlerweile hat sich die Situation gewandelt. In voller HD-Auflösung wird hochpolygonal geschnetzelt, gefoltert, heimlich um die Ecke gebracht und der Kopf spritzt regelrecht in alle Richtungen, wenn er von der Schrotflinte getroffen wird. Auch gerne immer öfter in echtem 3D und bald auch per VR-Brille. Die Unschuld ist nun auch den Spielen längst verloren gegangen.

Ich kann sowas nicht mehr spielen. Ich kann diese auf Realismus getrimmten Kriegsshooter und -taktiker einfach nicht akzeptieren. Bereits Counter Strike, obwohl reiner Multiplayer-Karten-Shooter ohne Bezug zur Realität, ging mir zu weit.

Vielleicht bin ich ein "linker Waschlappen". Als jemand der sich seit Jahren intensiv mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg befasst, habe ich das Gefühl, dass viele Zocker zitternd und nass vom Angstschweiß vor dem Bildschirm hocken würden, wenn ihnen im virtuellen Schützengraben sitzend die entsetzliche Realität des echten Krieges wieder hochkommen würde.

Nicht anders wäre es, wenn einer der letzten Überlebenden eines KZs, einen Konzentrationslagermanager spielen oder auch nur ansehen würde.

Müssen wir also erst in dieser Tötungsmaschinerie gewesen sein, um den tiefen Respekt vor dieser Perversion zu erlernen?

Das Perfide ist: Krieg und Leichenberge sind pure Arbeit. An der Front und dahinter. Vorne wird gestorben und hinten verwaltet.

Muss all das simuliert werden?

Die Freiheit in einer Demokratie bedeutet auch, die Freiheit ohne Krieg, ohne Vernichtung in seiner Umgebung als unfassbar schönen Schatz zu begreifen.

Meine Meinung.
Kommentar wurde am 01.11.2014, 13:44 von Nr.1 editiert.
01.11.2014, 11:56 bronstein (1654 
Einen wahren Kern hat Stefan Jahnels Rechtfertigung schon: Es wird einfach erwartet, dass man funktioniert, und die Leistung dahinter wird als selbstverständlich oder sogar absolutes Minimum gewertet: Schule, Studium, Beruf - alles muss jeden Tag aufs Neue gemeistert werden, und schafft man dann das so ist man doch nur ein Rädchen im Getriebe.

Dennoch ist sein Leserbrief auch für einen Schüler inhaltlich dumm und charakterlich fragwürdig. Er verwechselt Aufmerksamkeit mit Ruhm. Hätte er sich wenigstens eine intelligente Provokation überlegt.
01.11.2014, 11:00 Sir_Brennus (353 
PomTom schrieb am 01.11.2014, 08:47:
Politik stinkt, egal aus welcher Richtung.


Mmmh, nein.

Aber das sollten wir in einem anderen Forum weiterdiskutieren.

[Dieser Beitrag wurde von deinem Politiklehrern gesponsert]
01.11.2014, 08:47 PomTom (81 
Politik stinkt, egal aus welcher Richtung.
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