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ASM 5/92



Doch Service!

In der Ausgabe 2/92 fand ich einen Leserbrief mit einer Stellungnahme von Dir, die es mir unmöglich macht, sie zu ignorieren. Es geht um die Leserzuschrift „Positiver Eindruck“ von Michael Rapp.
Zuerst muß ich ganz klar sagen, recht hat er, der Michael. Wenn er für teures Geld ein Spiel kauft, hat er das Recht zu verlangen, daß die Ware in Ordnung ist. Wenn die Bitten von einem Händler dann „kaltlächelnd ignoriert“ werden, ist es meiner Meinung höchste Zeit, den Händler zu wechseln. Der Händler hätte ihn wenigstens auf den deutschen Distributor des Produktes hinweisen müssen, wenn er es schon nicht selbst umtauscht. Es ist für mich völlig klar und auch nicht verwunderlich, daß die Fa. Sierra-On-Line das Spiel anstandslos umtauschte, da dies einfach dazugehört. Wenn eine Firma dann 139,50 für das Umkopieren von dBase Disketten in Rechnung stellt, sind das ganz einfach unverschämte Geschäftsmethoden und Geldmacherei, die von den Leuten weder toleriert noch in Anspruch genommen werden sollten.
Den Rest gab mir allerdings Deine Antwort auf Michaels Brief. Behauptungen, wie die, daß nicht „genug reinkommen würde, um auch noch kostenlos Ersatz zu liefern“ sind schlichtweg unwahr und aus den Fingern gesogen. Es ist schon wahr, daß es auch unter den deutschen Firmen schwarze Schafe gibt, die niemals genug Geld verdienen können, doch ist es nicht ganz in Ordnung, alle über einen Kamm zu scheren. Wir gehören mit Sicherheit nicht zu den Firmen hier in Deutschland, die sich mit ihrem Absatz dumm verdienen, aber dennoch gehört es bei uns zu den Selbstverständlichkeiten, Kunden den größtmöglichen Service zu bieten. Kostenloser Ersatz innerhalb kürzester Zeit gehört da als kleinster Posten eben auch dazu. Wo genau soll denn der Vorteil sein, ein Produkt zu verkaufen und anschließend den Käufer zu vergraulen? Er wird unter Umständen nie wieder ein Produkt dieser Firma kaufen…aber richtig, einige Leute sind ja der Meinung, die Kunden sind sowieso Nebensache. „…Hauptsache wir verkaufen so viel wie möglich.“ In diesem Sinne möchte ich Dich eindringlichst bitten, keine derart fehlerhaften Informationen mehr an Eure Leser weiterzuleiten, da der Ruf deutscher Softwarefirmen darunter doch sehr zu leiden hat.

Guido Henkel/Attic

(Anm. d. Red.: Zuerst einmal möchte ich mich bei Dir für diesen Brief bedanken, auch wenn er (zum Glück wohl) beweist, daß ich unrecht hatte. Meinen Schluß habe ich aus den massiven Beschwerden mancher Leser über den mangelnden Service bei so manchem Softwarehändler gezogen. Schön, daß die, die etwas auf sich halten, sich nun auch regen. Also: Die Lage ist nicht so aussichtslos wie angenommen!)
von Darkpunk

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