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Gold Rush!
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Bisher 6 Stimmen bei einer Gesamtwertung von 8.33

Entwickler: Sierra   Publisher: Sierra   Genre: Adventure, 2D, Rätsel   
Ausgabe Test/Vorschau (2) Grafik Sound Wertung System Datenträger Hits Autor
ASM 4/89
Testbericht
10/12
-9/12
PC
5 Disketten
995Matthias Siegk
Power Play 4/89
Testbericht
65%
37%
68%
PC
5 Disketten
291Martin Goldmann
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Kategorie: Apple, Intro
Kategorie: Intro, Atari ST
User-Kommentare: (43)Seiten: [1] 2 3   »
15.02.2018, 16:01 Pat (3176 
Wochenlang humple ich Jan in den Westen hinterher und dann (dank einer längeren Krankheit meinerseits) hechte ich elegant an Jan vorbei, winke im Sprung lässig und bin mit einem Augenzwinkern um die nächste Biegung des Plots verschwunden.

Ich will also nicht zu sehr spoilern, um den Jan nicht den Spaß zu verderben.

Die kleinen Rätsel um das Hotel Green Pastures waren schlussendlich wirklich das: Klein. Aber fein. Und schwupps ging es meinem verlorenen Bruder entgegen (mit etwas tierischer Hilfe).

Hab mich dann sehr gefreut, Jakes versteckte Blockhütte im Wald zu finden. Nur er selbst war nicht da. Allerdings gab es genügend Hinweise, um den versteckten Mineneingang zu finden und - nach einer etwas nervigen Passage - dann schließlich meinen Bruder.

Aber das lasse ich Jan erzählen.



Endlich! Dann einigen Anläufen habe ich dank Jan endlich auch Gold Rush! beenden können. Dies war das letzte Sierra-Adventure, das ich noch nie durchgespielt hatte.

Aber warum eigentlich nicht? Hat das Spiel doch alle Zutaten, die Adventurespaß versprechen: Originelles Szenario, offenbar gute Recherche, ein recht gelungener Eröffnungsakt und kompetente Präsentation.

Ja, gut, es ist schade, dass man für Gold Rush noch nicht die SCI-Engine verwendet hat, das hätte dem Spiel sicher gut getan.
Und, ja, es ist auch schade, dass man den Eröffnungsakt mit mehreren Zeitlimits versehen hat. Das baut zwar eine Form von Dringlichkeit auf, lässt den optimierten Spielanfänger aber gleich mit Fehlschlägen konfrontieren, für die er nichts kann.
Ich denke, da hätte das Spiel davon profitiert, wenn man die Zeitlimits erst per Trigger aktiviert, sobald der Spieler sich ins Spiel gefunden hat.
30.01.2018, 11:33 Pat (3176 
Buoah! Gold waschen ist ja beschwerlich, langwierig und langweilig! Von Wegen Goldrausch, das ist harte Arbeit!
Ich vermute mal, das Spiel wollte genau das dem Spieler rüberbringen - aber Zentimeter um Zentimeter in einem Bach mit der Pfanne abzugrasen ist echt mühsam und macht keinen Spaß.

Aber lasst mich einen Schritt zurückspringen...

Das Fort ist echt nett gemacht und so kommt das Spiel aus der Reisesequenz wieder zurück zum eher traditionellen Adventure. Schön!
Das Ganze wird auch ganz nett präsentiert und es macht Spaß, sich in der neuen Situation erst einmal gemütlich zurechtzufinden.

So scheint es auch keinerlei Zeitlimit mehr zu geben. Gut, falls man sich für den Landweg in den Westen entscheidet, hat man auch im ersten Kapitel keines.

Wenn doch nur dieses mühselige Goldwaschen nicht wäre...
Auch ganz "nett": Kommt man beim Goldwaschen aus versehen ins Gebiet von jemand anderem, wird man ohne Vorwarnung gehängt.

Aber nach der Goldwäscherei geht es wieder gut voran und macht wieder echt Spaß. Es hat einige Rätsel, die ganz nett implementiert sind. Auch die Sache mit Jakes Nachricht und dem Grabstein finde ich wirklich gelungen. Vielleicht mag aber das Umland ein wenig zu groß geraten sein...

Habe mich jetzt also mit meinem treuen neuen Maultier auf den Weg gemacht und bin jetzt im Green Pastures Hotel.

The plot thickens...
19.01.2018, 10:57 Pat (3176 
Eeeeendlich! Fort Sutter!

Na, es hat jetzt aber auch gedauert. Immerhin, ich nehme mal an, ich habe das Schlimmste hinter mir. (Dun dun duuuun!)

Ich muss feststellen, dass der Landweg in den Westen viel anstrengender ist als der Seeweg. Obwohl da Jans Erzählungen doch das Ganze - zumindest aus spielerischer Sicht - in etwa gleich schwierig erscheinen lassen.

Während der Reise mit dem Trek Richtung Kalifornien kommt auch sehr schöne Quasi-Oregon-Trail-Stimmung auf. Allerdings wirkt hier das Spiel irgendwie ... naja, "unfertig" ist nicht das richtige Wort aber doch irgendwie so, als hätte man da einige Ideen gehabt, diese dann aber dann doch nicht eingebaut.

So stellt das Spiel immer wieder interessante Entscheidungen, die dann aber vom Captain der Reisegruppe ausgewählt werden. Als ob man die Landreise gekürzt hätte, um ihr im Gegensatz zum Seeweg nicht zu viel Gewicht zu geben. Zumindest fühlt es sich für mich so an.

Nichtsdestotrotz schafft es das Spiel sehr schön, die Beschwerlichkeit der Reise darzustellen. Es ist schon unglaublich, was die Menschen damals auf sich genommen haben, um dem Ruf des Goldes (und damit potentiellem Reichtum) zu folgen.
Also ganz ehrlich: Hier blüht das Spiel zumindest in erzählerischer Sicht auf. Schade, dass es dann nur zwei kurze "Puzzleszenen" gibt.

So standen wir einmal mit halb verdursteten und geschwächten Tieren an einem Abhang. Aber im Tal war ein Fluss zu sehen. Das würden die Tiere nie schaffen.
Aber die Lösung war recht einfach: Flux die Tiere losbinden und zum Wasser führen und dann wieder zurück zu den Wagen.

Das Zweite war eine kurze Sequenz, in der man halbverhungert und geschwächt an einem anderen Planwagen vorbei läuft. Ich meine, kann man jetzt schon so machen aber da extra umgeblendet wird, ist wohl jedem klar, dass man den Wagen wohl untersuchen muss und die dortigen Nahrungsmittel vertilgen.

Tja, und jetzt bin ich also in Fort Sutter.

Spieltechnisch hat das Spiel einen Gang zurückgeschalten, erzähltechnisch und atmosphärisch aber wunderbar zugelegt. Mir scheint, dass es ab jetzt traditioneller weitergehen wird.
Ich bin gespannt!
07.01.2018, 16:35 Pat (3176 
Auch wenn ich noch nicht viel weiter gekommen bin (Sorry, Jan, ich hole nächste Woche auf!), muss ich schon sagen, dass mir das Spiel durchaus Spaß macht. Man muss sich ein bisschen darauf einstellen, ja, aber dann empfinde ich es eigentlich nicht als "unkomfortabel".

Ich habe auch nochmals angefangen, damit ich alle Punkte habe und mit Sicherheit nichts vergesse. Und, ja, ich werde am Ende der Kapitel ab jetzt immer eine Lösung (oder wenigstens eine Punkteliste) konsultieren aber so richtig lange erscheint mir das Spiel nicht zu sein.

Wenn man mal weiss, was zu tun ist, kann man in unter zehn Minuten durch das erste Kapitel brausen. Es ist also auch nicht besonders schlimm, wenn man nochmals vor vorne anfängt.

Die Atmosphäre des Spiels ist auch durchaus gelungen und bis jetzt war eigentlich fast alles sehr nachvollziehbar.
07.01.2018, 15:19 spatenpauli (704 
Ich empfinde tiefsten Respekt vor denjenigen, die dieses Spiel heutzutage noch spielen - auch wenn eine Lösung neben dem Computer liegt, wird es dadurch, wie Jan beschreibt, nicht unbedingt komfortabler.

Ich habe mir neulich ein Let´s Play zu diesem Spiel angesehen. Im Leben nicht würde ich es länger als 10 Minuten aushalten, ohne Blutdruck zu bekommen. Ich staune, was ich mir damals alles angetan habe. Und wie lange, mit welcher Hingabe....
Kommentar wurde am 07.01.2018, 15:19 von spatenpauli editiert.
04.01.2018, 16:39 jan.hondafn2 [Mod Wunschzettel / Tests] (1995 
Die restlichen Punkte auf See gefunden, Gold gefunden und *tataaaaa* Brüderchen Jake gefunden*!
* Anmerkung: Hoffe ich jedenfalls!

So leicht diese 3 Punkte auch klingen mögen, so schwer war es, diese überhaupt in die Tat umzusetzen.

Meine "Segeltour" durfte ich fast komplett wiederholen, da ich einen schwerwiegenden Mitnahme"fehler" begangen hatte. Außerdem habe ich gleich in Sa(ckgassen)cramento mein Kutsche verschlafen, die mir vor der Nase wegdüste und ohne die es kein Entrinnen aus der Stadt gab.

Ein weiteres Mal durfte mich meine Komplettlösung "belehren", wie unfähig ich doch in Sachen "Siehst Du die Sackgasse nicht?" bin. Immerhin erkannte ich durch das erneute Spielen, dass der Schiffsbraten doch nicht zufallsgesteuert vom Programm als gut oder schlecht (= Tod) befunden wird. Gleich 6x hintereinander ließ mich das Spiel abkratzen als ich von der leicht verdorbenen Schweinshaxe naschte. Hatte ich beim ersten Durchlauf etwa einen Bug entdeckt? Jedenfalls konnte ich nun durch geschicktes Inventarmanagement "Petri Heil!" rufen und mich so vor dem Hungertod retten.

Wie dem auch sei: Diesmal plante ich auch meine Handlungen in Sacramento etwas flotter und ergatterte geschwind einen Platz auf der Turbokutsche, die mich zuvor noch Staub schlucken ließ. Der Kutscher beförderte mich dann nach Sutters Fort, wo ich erstmals im Spiel ohne Hektik, ohne Zeitdruck und mit gehobener Abenteuer-Atmosphäre, meine nähere Umgebung entdecken konnte. Ganz im Ernst: Genau hier kam Adventurefeeling ins Spiel und das Erkunden (gepaart mit einigen wenigen Rätseln) brachte ein erstes Lächeln in mein skeptisches Gesicht. Zwar grub und schürfte ich anfangs ohne Erfolg, doch gab mir auch hier meine Lösungshilfe Beistand (man muss halt etwas ausführlicher, sprich weiträumiger seine Umgebung in Augenschein nehmen).

Irgendwann kam ich zum Green Pastures Hotel, welches mir den Weg zu Jake zeigen sollte. Die Rätsel, die hier zu knacken sind, sind zwar nett gemacht, doch ohne Lösung (meines Erachtens nach) kaum zu schaffen. Immerhin gab es im Anschluss noch eine nette Kletterpartie, die mich unwillkürlich an unseren George Stobbart aus Baphomets Fluch erinnerte.
Nach Verlassen des Hotels war ich dem Goldgräberbruder ganz nahe, doch merkte ich schnell, dass ich wiederum einen "Fehler" á la "Du kommst hier ned weita!" eingebaut habe. Also...alles nochmal auf Anfang (Sutters Fort), Spielstand geladen und gleich zu Beginn den richtigen IAH-Helden an die Leine genommen. Danach lief alles wie im Leinch...ähhh...Schnürchen natürlich.

Für die Statistik:
In den reißenden Bächen um Sutters Fort konnte ich Gold im Wert von $982 finden. In Anbetracht, dass ich mir dafür in hohem Maße die Hacken wund gelaufen bin, ist die Summe mehr als gerechtfertigt.
Apropos Rumlaufen: Dass hier bei exzessiver Walkingtour einem nicht der sierratypische Lauftod kredenzt wird, grenzt schon an ein Wunder!

Kurzzusammenfassung dieses Spielteils:

Positiv:
- Atmosphäre ist endlich vorhanden (es darf u. a. Gold geschürft werden!)
- kein Zeitdruck mehr (die Turbokutsche einmal außen vor!)
- Punktegeräusch ändert sich
- die Story gewinnt an Fahrt
- es gibt viel zu erkunden...

Negativ:
- ...welches aber in Lauforgien endet
- der Parser stellt sich immer mehr als ungenügend heraus
- Rätsel ein wenig zu abgedreht (auch dem mangelhaften Parser geschuldet)
- Trial & Error-Gefahr, wo der Goldsucher auch hinschaut

168/250 Punkte sind soweit von mir eingesackt worden. Nun stehe ich vor der Hütte unseres verschollenen Bruders. "Jake! Ich kommeeeeee! Pat, ich warte auf Dich!!"
Kommentar wurde am 04.01.2018, 16:52 von jan.hondafn2 editiert.
28.12.2017, 20:18 jan.hondafn2 [Mod Wunschzettel / Tests] (1995 
"Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...!"

Wo Pat sich durch staubtrockene Landstriche quält und mit CO2-furzenden Ochsen (die wollen nicht mal die Rothäute haben!) elendig langsam Richtung Kalifornien schleicht, liege ich währenddessen an Oberdeck, habe Sonnenschutzfaktor 30 aufgetragen und schaue in den wolkenlosen, azurblauen Himmel. Schwein gehabt! Denkt ihr jetzt bestimmt, oder?

Weit gefehlt! Denn Schwein hatte ich nur insofern, dass mir ein solches "Prachtexemplar" an Bord um die Beine wuselte. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass Mr. Grunz als eine Art Schiffsmaskottchen uns Gesellschaft leistet und im Falle eines Falles als eiserne Ration unter den Kochhammer kommt.

Das Leben an Bord war eher langweilig, die Gesprächspartner eher wortkarg (waren vermutlich alle seekrank). Immerhin konnte ich mich ein wenig durch eine Bibel schmökern, die mir ein netter Mitreisender zusteckte. Dann musste auch ich ganz unverhofft ins Seegras beißen, denn die Cholera kam schneller als gedacht. Danach meinte es der Zufallsgenerator (denn Einfluss hat man zu keinem Zeitpunkt) mit mir besser und ich überlebte diesen "Todespunkt".

Dem Tod von der Schippe gesprungen, liefen wir im schönen Rio de Janeiro ein. Der Zuckerhut durfte aber nur kurz bestaunt werden, da es nach einer flotten Proviantaufnahme schnurstracks gen Kap Horn ging. Mittlerweile waren es 6 Wochen an Bord und immer wieder wurde man mit einigen geschichtlichen Beiträgen bei Laune gehalten.
Kaum schipperte man in die Regionen des südlichsten Punktes Südamerikas, tobte auch schon ein bitterböser Sturm, der das ganze Schiff kräftig durchrüttelte. Bei dieser "Mixaktion" verlor ich doch tatsächlich einige Gegenstände, für die ich in Brooklyn noch ein halbes Vermögen geblecht hatte. Dem Ärger nicht genug, ging auch noch das Essen kurz vor Kalifornien aus. Nun hieß es Russisch-Roulette á la Schiffscuisine, denn der Koch hatte unser saumäßiges Borstenvieh zu einem leckeren Schweinsbraten verarbeitet und niemand außer unsereiner stellte sich zum Testessen zur Verfügung. Ihr werdet es erraten, denn hier greift wiederum das Zufalls-Sterbe-Prinzip, welches uns "so schön" und zuverlässig auf unserer Reise begleitet. Jedenfalls strandete ich dann doch mit nem pelzigen Schweinefleischgeschmack auf der Zunge, aber dennoch frohen Mutes in Sacramento.

Dinge, die ich in Gold Rush gelernt habe:

1. Das Leben (besonders in Gold Rush!) ist nicht fair.
2. Reisen ist potentiell -und je nach Glückslage- tödlich.
3. Das Leben (besonders an Bord) ist nicht fair.
4. Pat hatte recht!
5. die Maximalpunktzahl nach einem Spielabschnitt ist nur selten zu erreichen... 81/250 stehen auf meiner Punkteuhr. Ich hoffe, ich habe an Bord nichts Spielentscheidendes vergessen!
Kommentar wurde am 28.12.2017, 20:22 von jan.hondafn2 editiert.
21.12.2017, 10:16 Pat (3176 
Dinge, die ich in Gold Rush gelernt habe:

1. Das Leben ist nicht fair.
2. Reisen ist potentiell tödlich.
3. Das Leben ist nicht fair.
4. Al Lowe hatte recht!*

Aber lasst mich mal zurückspulen...

Ich habe mich dazu entschlossen, doch noch einmal von vorne anzufangen. Und wieso auch nicht? Sooo viel Zeit geht ja nun doch nicht verloren und, ganz ehrlich, Brooklin ist wirklich hübsch gemacht und es gibt einiges zu sehen und zu entdecken.
Ich finde jetzt auch nicht, dass die Spielmechanik mit dem "Zeitlimit" (das eigentlich kein echtes ist, da man ja das Spiel weiterhin erfolgreich beenden kann) oder auch die Sache mit dem verspäteten Hausverkauf, für welches man dann weniger Geld bekommt, schlecht wäre. Im Gegenteil: Ist das doch durchaus Ansporn, das Spiel öfters zu spielen.

Ein Neuling wird wohl kaum echte Chancen haben, das Boot zu erwischen aber ich habe mittlerweile den leisen Verdacht, als wäre der Landweg in den Westen quasi die Grundidee des Spieles gewesen und die anderen Wege in den Westen hätte man nachträglich hinzugefügt.
Na, vielleicht auch nicht. Aber zumindest glaube ich, dass der Landweg von den meisten Neulingen genommen wird.

Wobei der Landweg ebenfalls mit einigen Bootsfahrten beginnt, die dann jedoch noch ereignislos ablaufen.
Dann geht's los: Jerrod reist mit einer Bergwerksfirma mit und kann - wage an Oregon Trail erinnernd - ein paar Entscheidungen treffen.

Also falls er nicht zufällig an Cholera stirbt.

Immerhin scheint das nur ganz am Anfang vorzukommen aber wenn man Brooklin verlässt, gibt es tatsächlich die Chance, dass man Cholera stirbt und scheinbar kann man da nichts dagegen tun. Manchmal trifft es einem halt.
Das Leben ist nicht fair.

Das könnte jetzt als Minuspunkt zählen, da es aber nur ganz am Anfang passiert, ist das nicht so schlimm. Allerdings macht es spielmechanisch nicht viel Sinn, da man sich ja nicht dagegen vorbereiten kann. Mal sehen, was für Krankheiten Jan das Leben zur Hölle machen.

Nächste Entscheidung: Was für ein Packtier soll ich nehmen. Maultier? Junger Ochse? Ein erwachsener Ochse?
Jemand erwähnt, dass die Indianer wohl scharf auf Maultiere sind. Also doch lieber Ochse. Hmmm... die Reise ist zwar lang aber dann doch nicht so lang, dass ein erwachsener Ochse gleich an Altersschwäche abserbelt ... ich nehme mal den erwachsenen Ochsen.

Okay, dann wann soll es losgehen? Geht man gleich, kommt man wohl in die Trockenzeit, wartet man zu lange, wird man vom Winter eingeholt.
Ich habe also einfach mal abgewartet, bis der Schlamm der Ebene langsam trocknet und lege los!

Habe ich mich richtig entschieden?
Dies und noch viel mehr in der nächsten Folge!



* "Save early. Save often." - Al Lowe
05.12.2017, 09:43 Trantor (297 
Sehr schön! Danke für die ersten Erfahrungsberichte aus dem beschaulichen Brooklyn! Ich freu mich schon auf die weiteren Abenteuer unserer beiden Kultboy-Goldgräber!
Viel Erfolg weiterhin beim Goldrausch!
04.12.2017, 21:15 jan.hondafn2 [Mod Wunschzettel / Tests] (1995 
Draußen gibt es nur noch einstellige Temperaturen, gestern rieselte sogar der Schnee und Weihnachten rückt mit großen Schritten näher. Deswegen sagten sich Pat und ich: "Wir wollen dorthin reisen, wo es schön warm ist!" Wenn dabei noch ein paar Goldklumpen in Kalifornien zu finden sind, umso besser! Vielleicht komme ich ja so endlich mal zu einen kleinen Häuschen, worauf ich seit Jahren spare. Es dürfte nur schwierig werden, das virtuelle Edelmetall an den Mann zu bringen...

Aber vom ersten richtigen Goldfund sind wir noch weit entfernt. Zuvor hieß es für mich, Box raussuchen, die verschiedenen Routen auf der beigelegten Karte sichten und das historisch sehr wertvolle Buch Story of the Rush to Riches durchschmökern, welches auf fast 100 Seiten die wichtigsten Eckpunkte des 1848 startenden Gold-Phänomens dem Leser näher bringt. Übrigens: Ich dachte immer, dass das Wild-West-Städtchen Coarsegold für das Spiel Freddy Pharkas: Frontier Pharmacist von Al Lowe ersponnen wurde. Weit gefehlt! "Grobgold" gab es wirklich.

Nach der intensiven amerikanischen "Geschichtsstunde" mit besagtem Werk, schaufelte ich die Daten meiner DOS-Version (2.01) auf die Festplatte, stellte ScummVM auf die Apple-Version ein (genauso wie es Pat zuvor gemacht hatte), und "schon" konnte es losgehen.

Pat hatte in seinem Beitrag mich ja schon vorgewarnt, dass der Schaufeldampfer ziemlich zügig den Hafen verlässt (und dies schon nach sage und schreibe 19 Minuten!!). Ich habe erstmal in Ruhe die Gegend erkundet, um auszuloten, was zu tun ist und wieviel Zeit ich dafür benötige. Danach hab ich mit mehrfachem Zwischenspeichern und natürlich mit flotter Sohle, die einzelnen Gebiete abgeklappert, Personen befragt, Gegenstände eingesackt usw.
Pünktlich stand ich dann an den Docks, schwang in Ruhe meinen Goldgräberhintern an Bord, nur um dann festzustellen, dass ich einige Dinge nicht erledigt, somit nicht vollständig den ersten Part des Spiels absolvierte.

Nun ist natürlich die Frage der Fragen: Muss ich hier nochmal nacharbeiten oder ist das Spiel auch so noch lösbar? Mich widerstrebt es, jetzt schon die Komplettlösung zu bemühen. Andererseits wäre es umso ärgerlicher später "Hallo Sackgasse" sagen zu müssen... Der Beitrag von Nimmermehr verheißt leider nichts Gutes.

Wie dem auch sei. Gold Rush! hat sich ziemlich stimmungsvoll angelassen und trotz der Klötzchengrafik versprüht Brooklyn einen gewissen Charme. Den Zeitdruck, den man durch den zeitig ablegenden Dampfer im Nacken hat (wenn man denn diese Route wählen will) ist natürlich Murks. Darüber hinaus hat die Zeit auch noch Einfluss auf Jerrods Geldbörse. Es mag zwar realistisch sein, dass nach ausgerufenen/bestätigten Goldfund die Preise nach oben schnellen, fair ist es dem Spieler gegenüber keinesfalls. In einem Adventure möchte man doch in Ruhe seine Umgebung erkunden, oder? Bleibt zu hoffen, dass das die einzige Stelle im Spiel ist, bei der man die Beine in die Hand nehmen muss.

Kleiner Gag am Rande:
Wenn man beim Spielstart die Handbuchabfrage falsch beantwortet, baumelt man! Meine wohlweislich gewählten letzten Worte fanden leider keinen Anklang...
Kommentar wurde am 04.12.2017, 21:19 von jan.hondafn2 editiert.
03.12.2017, 19:04 Pat (3176 
Gold Rush! ist so ein Spiel, das ich immer wieder einmal angefangen habe und dann doch an einem Punkt aufgehört. Allerdings will ich es endlich mal durchspielen. Gut also, dass Jan auf mich zugekommen ist und mit diese "Challenge" unterbreitet hat.

Er und ich haben also vor, endlich siegreich aus dem Goldrausch hervorzugehen. Naja, zuerst muss man allerdings mal in den Wilden Westen kommen...

Ich besitze das Spiel zwei Mal. Einmal in der Amiga-Version in der Originalverpackung und einmal als digitalen Download für PC. Da ich also zwischen den beiden Versionen entscheiden kann, habe ich mich entschlossen, die Apple IIGS Version zu spielen.

Alle Versionen lassen sich bequem über ScummVM spielen und ich fand, ich spiele mal die IIGS-Variante, da es dort bessere Musik gibt.
Grafisch sind alle Versionen genau gleich (AGI Klotzgrafik), die Amiga und IIGS-Versionen haben aber eine weichere Farbpalette.

Gold Rush! hat (neben der Manhunter Serie) die SCI Engine knapp verpasst und muss sich mit der gröberen AGI-Auflösung begnügen. Sieht aber dennoch ganz manierlich aus.

Dank ScummVM gibt's dann auch noch ein paar typische SCI-Optionen dazu: So kann man, wie bei SCI Spielen, das Spiel bei Texteingabe pausieren lassen, so dass gewisse Szenen dann viel entspannten angegangen werden können.

Apropos Entspannt: Ich habe das Spiel mal ganz entspannt angefangen. Zuerst mal gemütlich Brooklyn erforscht. Das ist gar nicht so ungefährlich, bei all den Pferdekarren, die so durch die Strassen brausen.
Gold Rush ist wohl eines jener Spiele, die man (zumindest im ersten Kapitel) vermutlich nicht sofort ganz optimal lösen kann.
So habe ich etwas zu sehr herumgezögert, bevor ich mein Haus verkauft habe und nach dem der Goldrausch ausgerufen wird (scheint wohl so knapp 15 Minuten nach Spielbeginn zu dauern), war mein Haus auf einmal weniger Wert - dafür die Werkzeuge im Laden teurer.

Das macht aber nichts, das Spiel scheint zumindest in jedem Fall lösbar zu sein - auch wenn nach knappen 20 Minuten das Schiff den Hafen verlässt und man ab sofort nur noch den Landweg nutzen kann.

Da ich aber noch nicht weiss, was Jan für einen Weg nehmen wird, behalte ich mir einen Neustart vor, um einen anderen Weg als er zu nehmen.

Soweit aber finde ich das Spiel sehr nett. (Anti-)Held Jerrod ist sympathisch und die "Rätsel", wie man in den Westen kommt, ganz gut aufgebaut.
Schön auch, dass sich da eine tiefere Geschichte um Jerrods Bruder anbahnt.

Ich bin gespannt.
20.08.2016, 21:14 Eloton (318 
Ich finde die Neuauflage von 2014 gar nicht mal so übel. Und gegen den Preis für die Sammleredition kann man nun echt nichts sagen. 17 Euro für das komplette Paket ... wenn ich mir dagegen angucke, was manche sogenannte "Sammleredition" für den Amiga kostet, sind 17 Euro fast geschenkt!
04.01.2016, 23:22 advfreak (402 
Und für all die vielen Fans kommt sogar der langerwartete 2. Teil im März 2016!

www.sunlight-games.com
04.01.2016, 21:46 Trantor (297 
Derzeit gibt's das originale Gold Rush! bei Steam für 1,11. Ich hab's mir mal geholt - vielleicht schaffe ich es ja diesmal, diesen Klassiker endlich mal durchzuspielen.
Das Remake ist auch um 80 % reduziert, falls jemand mehr auf sterile Rendergrafik als auf grobkörnige Pixel steht.
27.07.2014, 15:33 turrican81 (240 
"Ich antworte für beide Versionen:

Zur Classic-Version:
Die Classic-Version, die im August erscheinen wird, kommt in einer DVD-Box. Dabei wird das Zusatzmaterial auf der CD dabei sein. Dabei handelt es sich um 17 Konzeptzeichnungen der Entwickler aus den 80er-Jahren, die Landkarte vom Original und die Anleitung von Softwarefarm. Das ist leider bei einem Preis von rund 10 Euro nicht anders machbar.

Zur Remake-Version:
Für die Remake-Version haben wir zum einen auch eine (evtl. goldene!) DVD-Box geplant. Allerdings soll die DVD-Box in eine Papp-Faltschachtel mit einer Klappe eingelegt werden. Die Remake-Version wird über 100 Konzeptzeichnungen der Entwickler beinhalten, ob diese auch gedruckt sein werden, das kann ich aktuell noch nicht sagen. Ich fände es jedoch schön, wenn sie gedruckt wären. Allerdings kostet ein solch kleines Buch mit über 100 Seiten schon einiges an Geld. Auch bei der Karte sind wir uns da noch nicht sicher. Das werden wir alles in den nächsten Wochen entscheiden. .... Neben dem Standardspiel schwebt uns da auf alle Fälle weiteres Printmaterial, eine größere Verpackung und einige schöne Beilagen vor, also ein wirklich tolles Sammlerstück.."


Der Steam Preis für das Original von damals, ist auf Steam ja geradezu unverschämt...aber eine nette Retail Classic-Version mit allen Goodies für die Vitrine...hmmmm...wobei das schicke Design bei diesem Enwickler und der Preispolitik wohl eher nicht zu erwarten sein wird...

http://www.directupload.net/file/d/3688/zhbe9g2r_jpg.htm
Kommentar wurde am 27.07.2014, 15:33 von turrican81 editiert.
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