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Rally Championship 2000
Mobil 1 Rally Championship oder Rally Championship 2000 Edition
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Bisher 2 Stimmen bei einer Gesamtwertung von 8.50

Entwickler: Magnetic Fields   Publisher: Europress Software   Genre: Rennspiel, 3D   
Ausgabe Test/Vorschau (1) Grafik Sound Wertung System Datenträger Hits Autor
Video Games 3/2000
Testbericht
78%
64%
78%
Sony PlayStation
1 CD
43Axel Boumalit
Partnerseiten:

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User-Kommentare: (2)Seiten: [1] 
08.08.2017, 07:25 Pat (3123 
Danke für deinen Bericht. Ich glaube, ich werde mich mal auf die Jagd nach dem Spiel machen.
07.08.2017, 10:36 Gunnar (1523 
Und das wäre dann der andere Wunsch. Nochmals vielen Dank!

Die hier getestete PSX-Version kenne ich nicht (und ich stutze übrigens darüber, dass diese Fassung tatsächlich von EA verlegt worden sein soll - HotGen dürfte indes der Name der Konvertierer sein), aber die Screenshots lassen einige bekannte Ecken aus dem Original erahnen (das oben rechts dürfte von der "Jim Clark Trophy"-Rally in Schottland stammen, und unten links müsste eine der beiden Schnee-Strecken aus Wales zu sehen sein), ein oft genannter Kritikpunkt (unrealistisches Verhalten, sobald das Fahrzeug über Schrägen fährt bzw. den Boden verlässt) der PC-Version findet sich im Test ebenfalls, sodass es sich wohl um eine Umsetzung des selben Spiels handeln wird.

Unabhängig davon war "Rally Championship 2000" (Fun Fact zum Namen: Ganz egal was auf dem Cover stand, alle Fassungen hatten den selben Titelbildschirm, auf dem lediglich "Rally Championship" stand ) für mich ein Meilenstein: Das galt vor allem für den Umfang, denn im Prinzip wurde hier eine komplette Rally-Meisterschaft (sechs Rallies in Großbritannien - je eine in England, Isle of Man, Wales und Nordirland und zwei in Schottland) mit insgesamt vier (!) verschiedenen Fahrzeugklassen (A5-A akkurat abgebildet. Dazu kam dann noch das erbarmungslose Design der bis zu 35 km langen Etappen, die - wie bei Previews berichtet - angeblich anhand von Foto- und Filmaufnahmen nachgebildet worden sein sollen. Das Ergebnis waren Strecken, die oft kaum breiter waren als das Fahrzeug selber und einige abartige Eigenschaften hatten (z.B. 90°-Kurven um Hecken und Häusermauern, Schlangenlinien zwischen hohen Böschungen oder enge Tordurchfahrten mitten auf Hochgeschwindigkeits-Passagen). Und das Beste war, dass diese Strecken trotzdem sogar heute noch ziemlich gut aussehen (finde ich zumindest...) und es deshalb immer wieder eine Erfahrung ist, sich diese Strecken von Anfang bis Ende in voller Länge und höchster Auflösung zu geben. Vor allem Strecken bei besonderen Licht- oder Wetterverhältnissen (Sonnenaufgang in Schottland, Regen in Nordirland, Schnee in Wales) sehen immer noch geradezu pittoresk aus.

Spielerisch, i.e. vom Ablauf her, war das Spiel dagegen eigentlich gar nicht mal so revolutionär, aber das musste es eigentlich auch nicht sein, weil seine beiden Vorgänger ("Rally Racing 97" und "International Rally Championship") sowie das ein Jahr zuvor veröffentlichte erste "Colin McRae Rally" da bereits alle Maßstäbe gesetzt hatten. Auffällig war allerdings, dass auf ganzen Rallies das Auto ziemlich schnell durch Defekte und mangelnde Zeit für Reparaturen schlapp machte (oder ich bin einfach nur zu rabiat gefahren...), sodass bei relativ robuster, nicht unbedingt materialschonender Fahrweise so einige Rallies schon beim 2. Zwischenstopp beinahe auf der Kippe stehen. Interessant und ungewöhnlich war noch der hiervon losgelöste "Arcade"-Modus, bei dem man auf jedem "Level" eine Auswahl von Strecken befahren und auf dieser ein umfangreiches Fahrerfeld vor Ablauf der Zeit überholen musste, was angesichts der erwähnten engen Strecken gar nicht so einfach war. In diesem Modus konnte man dann einzelne Autos der A8-Klasse auch ohne den Weg über die komplette Meisterschaft freischalten, und eigentlich wäre das sogar ziemlich motivierend. Doof nur, dass meine Fassung bei der zweiten Strecke von Level 2 (das war irgendwas in Nordirland) immer abstürzte. :(

Das Fahrgefühl jedenfalls war mit Tastatur ungewohnt sauber, denn sobald man eine Taste zum Lenken losgelassen hatte, blieb das Auto sofort auf Kurs, aber das dürfte wohl an der Hilfestellung liegen, die die Entwickler dem Spieler hier gegeben haben. Ungewohnt hingegen war die interessante Eigenschaft von Autos mit Frontantrieb - die ließen sich erst stärker lenken (und driften), wenn man den Fuß bzw. Finger vom Gas genommen hatte... sollte es sich hier um sowas wie "Untersteuern" handeln, bei dem man halt nicht so gut lenken kann, wenn man gleichzeitig (stark) beschleunigt? Trotzdem ergab sich somit ein relativ dynamisches und trotzdem präzises Fahrgefühl, das man sich schnell aneignen konnte, das aber dennoch hinreichend schwer zu meistern war... denn die anspruchsvollen Strecken erforderten eben höchste Präzision. Ah ja, und noch ein Treppenwitz hierzu: Die unten rechts eingeblendete Streckenkarte war mehr nette Dreingabe als tatsächliche Orientierungshilfe, viele kleine, tückische Kurven waren darauf gar nicht zu erkennen.

So - lange genug geschwelgt: Für mich persönlich ist "Rally Championship" damit ein ziemlicher Klassiker, der abseits vom "Colin McRae"-Glamour (um die Welt fahren, mit den stärksten Fahrzeugen überall Rallies aus kleinen Häppchen-Etappen absolvieren, und zwischendurch in Minutenschnelle das Fahrzeug komplett wieder herrichten...) ein recht interessantes Bottom-Up-Bild vom Rallysport gezeichnet hat - und das mit über seine Zeit hinaus beeindruckender Landschaftsgrafik. Mich beeindruckt das bis heute. Beide Daumen hoch!
Seiten: [1] 


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