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User-Kommentare: (68)Seiten: «  1 2 3 [4] 5   »
17.06.2016, 16:31 Retro-Nerd (12374 
Davon ab überraschen die höheren Auflagen ab 1995 nicht. Erst zu dieser Zeit wurde Spiele langsam salonfähig im Main Stream. Auf dem PC sowieso erst mit der Veröffentlichung von Win 95.
17.06.2016, 16:19 Frank ciezki [Mod Videos] (3648 
Ich denke, es geht weniger um Zahlen, als darum, das einige Leute den Eindruck haben, dass die PP schon zu einer Zeit, als noch einige gute Spiele herauskamen, recht stiefmütterlich mit dem Amiga umgingen.
Da ich ansonsten höchstens in der ASM noch Amiga-Tests las, war ich zu der Zeit der Meinung, dass das genau wie zuvor bei meinem geliebten C64
,einfach natürliche Auslese war. Im Endeffekt ist so ein Heft ein kommerzielles Produkt und da überlegt man sich es halt, ob man noch so viel über ein System berichtet, das sich auf dem absteigenden Ast befindet, oder den Platz lieber frei lässt für Tests von einem System, das gerade spieletechnisch mächtig im Kommen ist.
Kommentar wurde am 17.06.2016, 16:51 von Frank ciezki editiert.
17.06.2016, 14:58 Gunnar (4004 
Hä? Das ist ja eine komische Diskussion hier - als hätte die PP sich damit ihr eigenes Grab geschaufelt, nach und nach alle anderen Systeme außer den PC zu vernachlässigen. Ich habe vor einiger Zeit mal die ganzen IVW-Verkaufszahlen der großen Computermagazine gewälz und stelle dabei fest: Ihr Allzeithoch bei den Quartalsauflagen hatte die PP im 2. Quartal 1995 mit 161.578 verkauften Exemplaren und blieb noch bis Mitte 1997 ungefähr auf diesem Niveau von über 150.000 Exemplaren. Vor 1993 lag die Zeitschrift dagegen deutlich unter dieser Marke - so ganz falsch scheinen die Entscheider dahinter (das wird wohl übrigens eher die Verlagsleitung bzw. der Herausgeber als die Redaktion gewesen sein) mit ihren Entscheidungen nicht gelegen zu haben.
16.06.2016, 08:37 v3to (1672 
Filtertüte schrieb am 16.06.2016, 02:06:
Da sie alle Systeme quasi kostenlos verfügbar in der Redaktion hatten, konnten sie sich die Rosinen herauspicken und interessierten sich irgendwann nur noch für die Systeme, für die - je nach Genre - die besten Spiele in der besten Version zuerst auf den Markt kamen.

Ich würde das noch ergänzen mit "... ihrer Meinung nach besten Spiele...". Das war ja auch schon so, dass dort Redakteuere ihre Vorlieben sehr deutlich vor sich hertrugen. Da fiel im Lauf der Zeit so Einiges hinten rüber.
16.06.2016, 08:32 spatenpauli (860 
Filtertüte schrieb am 16.06.2016, 02:06:
Aber der User zuhause hatte in der Regel nicht neben sauteurem PC noch sämtliche Konsolen mit sauteuren Spielen herumstehen.

Genau. Und dieser Verlust an Bodenhaftung (der Kontakt zur Basis ging immer mehr flöten) machte die PP leider zu einem elitären Magazin. Stand ihr überhaupt nicht gut. Hier hätte jemand den Jungs mal sanft auf den Hinterkopf kloppen und den freundlichen Hinweis geben müssen, dass das Gros der Leserschaft aus Schülern und Normalverdienern besteht und dieses bei der Heftgestaltung doch bitte verflucht noch mal zu berücksichtigen ist.
Kommentar wurde am 16.06.2016, 08:32 von spatenpauli editiert.
16.06.2016, 02:06 Filtertüte (654 
Das große Problem der PP war mMn eine gewisse Betriebsblindheit. Da sie alle Systeme quasi kostenlos verfügbar in der Redaktion hatten, konnten sie sich die Rosinen herauspicken und interessierten sich irgendwann nur noch für die Systeme, für die - je nach Genre - die besten Spiele in der besten Version zuerst auf den Markt kamen. Konvertierungsstests wurden allgemein immer seltener und kleiner.
Während der PC schon zu Beginn der 90er klar die Nr. 1 bei "seriösen" Genres wie Simulationen, Grafikadventures und RPGs war, waren Prügler, Hüpfer, 2D-Shooter und Actionadventures die Domäne der Nippon-Konsolen. Daß aber die Systeme, die bei den einen Genres dominierten, bei den anderen große Defizite hatten, wurde zu wenig beachtet. Aber der User zuhause hatte in der Regel nicht neben sauteurem PC noch sämtliche Konsolen mit sauteuren Spielen herumstehen.
Der Amiga mag Anfang der 90er in keinem (kaum einem) Genre mehr die unangefochtene Nr. 1 gewesen sein, und viele seiner Spiele mögen Konvertierungen gewesen sein, auf die man mehr oder weniger lange warten mußte. Aber er war noch bis Mitte der 90er in fast jedem Genre ganz gut mit dabei und war diesbezüglich eigentlich die kompletteste Spielmaschine. Und genau das war sein eigentliches Potential, was von der Powerplay nicht wirklich erkannt wurde.
Kommentar wurde am 16.06.2016, 02:10 von Filtertüte editiert.
15.06.2016, 22:59 nudge (1212 
Sir_Brennus schrieb am 15.06.2016, 21:15:
[...]Die Homecomputerära starb doch schon mit 8-Bit. QL, ST, Amiga und Archie kann man kaum mit der Bedeutung der Vorgängergeneration vergleichen. Als die 16bitter ihre Hochzeit erreichten, da war in den USA der PC-Zug schon davongeeilt.[...]
Wenn ich diese Tabelle in Wikipedia mit den weltweit meist verkauften Heimcomputern sehe, muss ich Dir recht geben. Selbst Spectrum, MSX und C-128 (vom C64 reden wir gar nicht) haben wurden häufiger verkauft als Atari ST und Commodore Amiga.

Mich würden die Zahlen über die Verkäufe der PC-kompatiblen, auch im Zeitraum zwischen 1980 und 1994 mal interessieren. Am besten jährlich gestaffelt. Aber so etwas habe ich nicht gefunden. Ausserdem gab es zu viele Hersteller. Von daher wäre die Anzahl der MS-DOS Lizenzen vielleicht ein besserer Index. Ich glaube für Spiele kann man die alternativen Betriebssysteme aus der Zeit wie CPM86, Xenix und OS/2 wohl ignorieren (und Windows war nur ein DOS-Aufsatz und noch nicht wirklich relevant für Spiele).
Kommentar wurde am 15.06.2016, 23:58 von nudge editiert.
15.06.2016, 22:32 Bren McGuire (4805 
Zugegeben, dass der PC Amiga und Co. auf lange Sicht das Wasser abgegraben würde, war abzusehen. Allerdings hat sich die Power Play seit ihrem Bestehen als Multiformat-Magazin verstanden. Und als solches hätte man in Bezug auf neue Modelle - von welchem Computersystem auch immer - sowie immer noch vorhandene Neuerscheinungen mehr Sorgfalt walten lassen können, nein, sogar müssen! Gut, als das Magazin mit der Ausgabe 3/90 unabhängig wurde, hat man extra noch erwähnt, dass von nun an für Apple II, CPC und Spectrum kein Platz mehr sei, was wiederum die Vier-Systeme-Politik (bei den Computerspielen) mit sich brachte. Schön, PC und Amiga wurde zumindest anno 1990/91 noch gleichermaßen Beachtung geschenkt. Atari ST und C64 hat die Umstrukturierung zum eigenständigen Magazin jedoch nicht sonderlich gut getan. Ganz im Gegenteil, vor allem der "Brotkasten" war für die Power Play geradezu nicht mehr existent. Dass sieht man besonders im Vergleich zur ASM, die neue C64-Titel, seien es nun Neuerscheinungen oder Konvertierungen, sehr wohl besprochen hat.

Gleiches geschah drei Jahre später mit dem Amiga: Natürlich war er nicht mehr die Nummer 1 auf dem Spiele-Markt, natürlich konnte er mit MS-DOS, Mega Drive und SNES nicht mehr mithalten, viele gute bis sehr gute Programme kamen aber nach wie vor für ihn heraus. Und selbst anno 1992 konnte sich der Amiga rühmen, mehr neue Software kredenzt zu bekommen, als der direkte Konkurrent PC! Dieser Vorsprung wurde ihm erst ab 1993/94 streitig gemacht. Darüber hinaus gab es immer noch jede Menge Umsetzungen, insbesondere Sega Mega Drive-Portierungen erfreuten sich auf dem Amiga großer Beliebtheit und großzügiger Wertungen. Mit Ausnahme von "Desert Strike" wurden solche von der Power Play aber schon nicht mehr getestet, da der ungeliebte Amiga ja Ende 1994 (wahrscheinlich mit einhelliger Begeisterung der Redakteure) aus dem Heft rausgeworfen wurde. Jetzt hatte man plötzlich ein "Multiformat-Magazin" mit nur noch einem System !), sieht man einmal von der Konsolen-Ecke (mehr war es zum Schluss ja auch nicht mehr) ab. Sah natürlich ein wenig komisch aus, weshalb man sich ab 1995 dazu entschloss, jene Rubrik ebenfalls aus dem Heft zu verbannen! Übrig blieb ein reines PC-Format-Mag, welches man aufgrund der Interessenlosigkeit an den anderen (Computer)Systemen seitens der Redaktion genauso gut auch schon ab 1993 hätte realisieren können. Aber halt, da gab es ja bereits die PC Player mit den beiden Überläufern Lenhardt und Schneider an Bord - aufgrund des Mitwirkens dieser zwei Koryphäen hat man sich wohl noch nicht getraut, sich ebenfalls ausschließlich "PC" auf die Fahnen zu schreiben. Da brachte man den in Ungnade gefallenen Amiga lieber noch zwei Jahre länger mit durch - von wegen mehr Käufer und so, selbst wenn die Commodore-Anhänger eigentlich nur noch hingehalten und verarscht wurden...

Bei all dieser Gleichgültigkeit gegenüber einem immer noch beliebten sowie weit verbreiteten System, muss man sich auch nicht über verärgerte Leserbriefe wundern, in denen gefordert wird, dass "ihr" Amiga wieder mehr ins Magazin-interne Rampenlicht gerückt wird! Aber anstatt sich entsprechend dem Fortschritt, bedingt durch neue Modelle, anzupassen, wird mit einem lapidaren "Nö, machen wir nicht!" (frei übersetzt) geantwortet. Da ist es dann wohl endgültig um die eigene Seriosität schlecht bestellt!

Von einem sogenannten Multiformat-Magazin kann man wohl etwas mehr erwarten, als lediglich ein Mekka für PC-Puristen zu sein...

Was nun "Doom" betrifft: Klar, das Ding schlug damals ein wie eine Bombe und fand zahlreiche Abnehmer. Von der technischen Präsentation her mag es damals auch ein echtes Meisterwerk gewesen sein, allerdings war es in meinen Augen für den PC immer ungefähr das, was "Shadow of the Beast" vier Jahre früher für den Amiga war: eine äußerst eindrucksvolle Technikdemo, die die Hardwaremuskeln spielen ließ, im Gesamten aber mehr Sein als Schein war. Rein vom Anspruch her dürfte es sich so ziemlich auf dem gleichen Niveau wie z.B. "Operation Wolf" und Konsorten befunden haben. Es war ein durch und durch amerikanisches Produkt, was mich gleich zum nächsten Punkt bringt...

Im Übrigen war ich nämlich immer ganz froh darüber, dass die meisten Programme für den Amiga/ST aus europäischen Gefilden und eben nicht aus den USA stammten, da es insbesondere die Spielehersteller aus der "alten Welt" verstanden, neuartige Konzepte und eine hervorragende Präsentation unter einem Hut zu bringen. Vor allem Firmen wie Bullfrog, The Bitmap Brothers oder Thalion verdanken Amiga/ST Programme, die es aus den Vereinigten Staaten wohl so nicht gegeben hätte! Cinemaware waren meines Erachtens die einzig wahren Visionäre in Sachen US-Software - wohl auch ein Grund dafür, warum es die einzige amerikanische Firma war, die das wahre Potential des Amiga erkannte, wohingegen alle anderen Landsleute quasi Scheuklappen trugen! Klar, dann gab es da natürlich noch LucasArts, deren geniale Adventures zumindest hinsichtlich der Benutzerführung seinerzeit neue Maßstäbe setzten, aber auch sonst in allen Belangen zu überzeugen wussten!

Sierra On-Line auf der anderen Seite, verließen sich seit jeher zu sehr auf ihre alten Spiele-Helden, was mehr schlechte als rechte, nichtsdestotrotz zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog. Anfang der 90er, also als der VGA-Boom auf dem PC richtig durchstartete, setzte man verstärkt auf grafische Präsentation, was sich durchaus auszahlte. Bedingt durch das nun ebenfalls eingeführte Point & Click-System war der zumeist geringe Umfang ihrer Abenteuer allerdings noch leichter zu durchschauen. Über die Amiga-Umsetzungen dieses Unternehmens hüllt man lieber den Mantel des Schweigens...

Electronic Arts wiederum kann als so eine Art "Hansdampf in allen Gassen" bezeichnet werden, entwickelten und konvertierten sie in den 80ern/90ern doch für so ziemlich jede Plattform, sei es Computer oder Konsole, wobei insbesondere ihre Aktivität als US/EU-Publisher eine tragende Rolle spielte. Wegweisende Software haben sie vor allem durch die EA-Sports-Reihe geschaffen, innovative, fantasievolle Titel wiederum gingen eher auf das Konto ihres britischen Vertriebskunden Bullfrog...

Typisch französische Titel, wie etwa "Captain Blood", "Purple Saturn Day", "Kult" oder "Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit", die auf äußerst ansprechende Weise ein außergewöhnliches Gameplay (wenn auch freilich nicht jedermanns Sache) mit äußerst ästhetischer Grafik verbanden, wären als US-Produktionen wohl undenkbar gewesen...
Kommentar wurde am 16.06.2016, 00:17 von Bren McGuire editiert.
15.06.2016, 22:26 v3to (1672 
Ich weiß nicht. Es ist ein Leichtes, die Vorgehensweise der PowerPlay zu zerlegen. Ich teile die Einschätzung, dass die Redaktion sowohl den C64 als auch den Amiga viel zu frühzeitig hat fallen lassen (in beiden Fällen etwa um 2-3 Jahre), bzw dass das eigentlich am Markt und an den Lesern vorbei ging und den jeweiligen Systemen nicht gerecht wurde. Es trifft allerdings durchaus den Zeitgeist damals.

Unter Spieleentwicklern war das ja nicht anders. Jedenfalls bei denen, die ich so kennengelernt habe, galten PC Engine, Neo Geo, Arcades und US-PC-Spiele als die Fixsterne der Branche. Überall war besser als hier. Man ignorierte bis auf wenige Ausnahmen die Progression der britischen Spielenbranche, wusste mit den kreativen Einschlägen französischer Produktionen nichts anzufangen und den finanziellen Erfolg trockener Wirtschaftssimulationen verstand man schonmal garnicht. Statt dessen wundert man sich, warum ausgerechnet Actionspiele so schlecht verkauft werden, wenn da keine bekannte Lizenz dahinter steht.

Ich glaube, das Ding war damals schlichtweg, dass der Spielemarkt eigentlich zu klein war - bzw dass es keine verlässlichen Erhebungen darüber gab, was, wer, wie, wo spielt oder wie der Status der jeweiligen Systeme wirklich ist. Man setzte sich selbst Standards fest. Dann noch Gruppendynamik einer kleinen Redaktion obendrauf und bimbam gilt der Amiga halt als veraltet, wenn man das erste Mal ein Spiel in 256 Farben sieht...
Kommentar wurde am 15.06.2016, 22:33 von v3to editiert.
15.06.2016, 21:15 Sir_Brennus (672 
Als ehemaliger, mehrfacher Amiga-User lache ich hier kräftig. Die Homecomputerära starb doch schon mit 8-Bit. QL, ST, Amiga und Archie kann man kaum mit der Bedeutung der Vorgängergeneration vergleichen. Als die 16bitter ihre Hochzeit erreichten, da war in den USA der PC-Zug schon davongeeilt. Vielen ist nicht klar, dass alles nach dem Amiga 1000 dort keine Bedeutung hatte - Mac, PC und Konsolen sei Dank. Der ST war vor allem ein britisches und westeuropäisches Phänomen. Der Amiga ein deutsches und australisches Phänomen mit französischem und osteuropäischem Zuschlag. 1993 war das Jahr von Doom! Wer das unterschätzt, ignoriert eine Zeitenwende, die bis heute anhält und die der A500 nunmal nicht mitmachen konnte.

Ich fand meinen DX 2-66 im übrigen genauso charismatisch wie meinen A1200. Und im Gegensatz zum Commodore habe ich ihn immer noch in meinem Herzen.
Kommentar wurde am 17.06.2016, 18:35 von Sir_Brennus editiert.
15.06.2016, 19:39 docster (3319 
Im Hinblick auf den Amiga ärgerte mich die ablehnende bis abwertende Haltung des Gros der Power Play Clique maßlos.

Nach meiner Auffassung wurde man weder dem System noch seinem Standing zu irgendeiner Phase gerecht.
15.06.2016, 12:54 Bren McGuire (4805 
...und trotzdem, hinter vielen klassischen Heimcomputern standen Visionäre, die ihren Traum verwirklicht haben - hinter den grauen PCs ein Haufen bürokratischer Langweiler, typische Kapitalisten ohne den geringsten Sinn für Fantasie eben. Denn, mal ehrlich, ein aus irgendwelchen Komponenten zusammengeschraubter Rechenknecht dürfte wohl kaum etwas Charismatisches, wodurch man sich mit ihm verbunden fühlt, an sich haben. Bei den Konsolen trifft mittlerweile wohl dasselbe zu, da braucht man sich nur das nüchterne, teils abschreckende Design einer PS4 oder Xbox One anzugucken - funktionell und effizient lauten hier die Leitworte...

"Software sells Hardware", heißt es ja schon seit jeher. Für den hässlichen, seelenlosen PC traf das jedoch schon immer im doppelten Sinne zu. Da ist es sicherlich kein Zufall, dass auch eine Zeitschrift wie die Power Play mit den Jahren immer grotesker wurde, was sich Mitte der 90er auch optisch eindrucksvoll widerspiegelte...
14.06.2016, 21:58 forenuser (3330 
Nun ja... Man hat wohl etwas früher als der gemeine Fan erkannt, dass der klassische Heimcomputer "tot" ist und die Spielezukunft den Konsolen (exklusiv zum Spielen) bzw. dem PC* (für die "höheren" Genre) gehört. Und das selbstmörderische Verhalten sowohl von Atari als auch Commodore musste diese Ansicht ja auch stützen. Wer bitte schön baut PC wenn man annimmt dass der eigenen Plattform die Zukunft gehört?


*Und das bedauert niemand mehr als ich...
14.06.2016, 21:24 gamersince1984 (344 
Die Power Play hat den Amiga schon 1992 für Tot erklärt und Ende 1994 aus dem Magazin geworfen.
14.06.2016, 14:42 Dragondancer [Mod] (1086 
Bren McGuire schrieb am 13.06.2016, 10:40:
... aber im Großen und Ganzen hatte die Power Play die Plattform sowie all ihre Nachfolger schon theoretisch abgeschrieben, was sie Ende 1994 schließlich auch in die Praxis umsetzte. Anno 1993 hatte der Amiga ungefähr den gleichen Stellenwert innerhalb des Magazins wie der C64 ab 1990. Traurig...


Nun, die Geschichte zeigt das sie Recht hatten.
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