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Sega Saturn


Hersteller:
Sega

Speichermedium:
Module und CD-Rom

Veröffentlichung:
Japan: 22.11.1994
USA: Mai 1995
Europa: 08.07.1995

Technisches:
Prozessoren (CPU): 2x Hitachi SH2 - 32Bit RISC
Takt: 2x 28,6MHz
Rechenleistung: 2x 25MIPS
Co-Prozessoren: HitachiSH1 (32Bit RISC - 20MHz - 20MIPS), VDP1+2 32Bit VideoDisplayProzessoren
Hauptspeicher: 16MBit (2MB)
Grafikleistung: 16,77Mio Farbpalette (24Bit) - 32000 Farben

Allgemeines:
Der Sega Saturn war der Nachfolger von Segas 16-bit-Konsole Mega Drive. Er stand damals in Hauptkonkurrenz zur Playstation 1 von Sony sowie dem N64 von Nintendo. Sega setzte beim Saturn hauptsächlich zunächst auf 2-D-Fähigkeiten, überarbeitete die Konsole dann aber letztlich doch noch in Hinsicht auf 3-D-Fähigkeiten.
Obowhl Sega den Saturn vor den Konkurrenten veröffentlichte, musste man sich später dem Konkurrenten von Sony geschlagen geben. Gerade hinsichtlich der 3-D-Fähigkeiten war die Playstation Segas Saturn weit überlegen, zumal es die Hardware des Saturns mit ihren beiden Haupt-CPUs und den sechs Nebenprozessoren für die Entwickler nicht gerade einfacher machte, die vollen Ressourcen des Saturns zu nutzen. So konnte sich die Konsole schlussendlich auf keinem der drei Hauptmärkte richtig durchsetzen, so dass Sega sich ab 1998/1999 auf den Nachfolger, die Dreamcast, konzentrierte.
Spielerisch erschienen einige wenige Exklusivtitel, wie beispielsweise die Panzer Dragoon-Reihe, für den Saturn, insgesamt aber wurde er meist nur kurz von Drittherstellern unterstützt, was sicherlich auch an den mageren Verkaufszahlen der Konsole lag.
Wie auch beim Mega Drive unterstützte Sega seinen Saturn noch mit einigen technischen Spielereien, wobei diese im Gegensatz zum Mega Drive eher kleinerer Natur, dafür aber sehr nützlich waren. So zum Beispiel mit einer Video CD Movie Card, mit der einerseits MPEG1-kodierte Filme abgespielt werden können, andererseits auch die Videosequenzen in einigen Spielen um einiges besser dargestellt werden. Trotz der eher geringen Verkaufszahlen genießt die Konsole heute bei vielen einen eine Art Kultstatus.

Text von Stephan
















Bilder von advfreak
bearbeitet von Nr.1


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User-Kommentare: (132)Seiten: «  1 2 [3] 4 5 6 7   »
21.11.2017, 17:30 v3to (1346 
Ich hatte mich damals für den Saturn aus meiner Spielhallengänger-Perspektive entschieden und war äußerst glücklich damit.

Dieses Kraut- und Rüben bei der Systemarchitektur nahm ich auch nicht so wahr, auch nicht einmal die weniger potenten 3D-Fähigkeiten. Beim Saturn wirkte die Optik auf Screenshots etwas gröber, aber als rückständig empfand ich damals eigentlich nur die fehlenden Transparenzen. Bzw bei der Playstation finde ich dieses Gewobbel und sichtbare Kanten bei Texturen genauso störend. Aus heutiger Sicht war dieser Übergang von 2D zu 3D bei Konsolen bei den meisten Herstellern nicht besonders elegant. Atari Jaguar, 3DO, 32X wirkten in der Beziehung auch eher wie Experimente. Als Spieler lag der Peak beim Saturn technisch bei Quake, bei der PSX bei Quake 2. Die Saturn-Hardware war im Handel zu teuer, die Spiele überwiegend weniger auf Mainstream ausgelegt. Rein von dem, wie die "technisch guten Spiele" auf beiden Konsolen aussahen, fand ich den Saturn durchaus konkurrenzfähig.

Wobei ich mich über das Angebot vor Ort auch echt nicht beschweren konnte. Es gab zwei Händler, die hatten ständig alle Neuheiten und boten auch viel Gebrauchtspiele und Importe an. Auch dieser Schwanzvergleich unter Konsolenbesitzern - davon hatte ich überhaupt nichts mitbekommen. Lag vielleicht auch daran, weil mein privates Umfeld zu der Zeit keine Spiele mehr kopierte und auch gezielt kaufte (selbst die zwei Leute in der Verwandschaft, die eine Playstation besaßen - hier war Sega-Zone). Bei mir waren das etwa 20 bis 25 Spiele, die für eine Konsolengeneration angeschafft wurden. In meinem Freundeskreis war erheblich weniger üblich - meist so 10 Titel pro Konsole. 90 DM pro Spiel war halt kein Pappenstiel und man hat sich eigentlich immer nur die Rosinen herausgepickt.

DaBBa schrieb am 21.11.2017, 17:21:
Auch für das C64 gab es einige cartrigebasierte Spiele, weil bei Kassetten und Disketten einfach die Lesegeschwindigkeit zu gering war, um alles just-in-time zu laden. Und der RAM war zu klein, um alles vorab zu laden.

Der C64 ist allerdings auch ein gutes Beispiel, wie kreativer Umgang mit der Technik solche Mängel fast schon obsolet macht. Das fing früher mit Fast- und IRQ-Loadern an, ist heute ein Programm zb für den Bitfire vernünftig abgestimmt, bekommt man von Ladezeiten kaum noch was mit. Allerdings bleibt der Punkt, dass es einem System kaum nützt, wenn solche Möglichkeiten nicht zum Marktstart bereitliegen.
Kommentar wurde am 21.11.2017, 17:44 von v3to editiert.
21.11.2017, 17:21 DaBBa (1841 
Herr MightandMatschig schrieb am 21.11.2017, 15:52:
Das spricht ja nur für die unnötige Kompliziertheit der Systemarchitektur.
Das Dilemma hatten einige Systeme mit langsamen Laufwerken.

Auch für das C64 gab es einige cartrigebasierte Spiele, weil bei Kassetten und Disketten einfach die Lesegeschwindigkeit zu gering war, um alles just-in-time zu laden. Und der RAM war zu klein, um alles vorab zu laden.
21.11.2017, 15:54 Retro-Nerd (11712 
Dank der 1-4 MB Ram Erweiterungen sehen die Saturn 2D Beat'em Ups halt besser aus als auf der PSX. Ob z.B. die 1MB Zusatzspeicher Nutzung bei Metal Slug wirklich Sinn gemacht hat müsste man Programmierer fragen.
Kommentar wurde am 21.11.2017, 15:55 von Retro-Nerd editiert.
21.11.2017, 15:52 Herr MightandMatschig (508 
Das spricht ja nur für die unnötige Kompliziertheit der Systemarchitektur.
21.11.2017, 15:45 DaBBa (1841 
Retro-Nerd schrieb am 21.11.2017, 15:31:
Es gab keine Saturn Spiele als Cartridge. Der Modulport ist für Ram Erweiterungen oder z.B. die Action Replay Module gedacht.
OK, Cartridge-Only-Spiele gabs tatsächlich nicht.

Spiele mit Addon-Cartridge auch nur sehr wenige:
https://www.satakore.com/cartridge.php
21.11.2017, 15:33 Pat (4610 
Abseits von der Technik und was alles in dem kleinen Zauberkasten steckte, muss ich (vielleicht auch leicht beschämt) zugeben, dass ich persönlich nach dem Mega CD irgendwie das Interesse an Sega verloren hatte. 32x und Saturn habe ich erst viele Jahre später gekauft als diese schon bereits Retro waren.

Es gibt einige richtig gute Saturn spiele (und, ja, ich weiss, die Arcade-Umsetzungen sollen fantastisch sein) aber die paar Saturn-Spiele, die ich auch auf der Playstation habe, sind eigentlich alle ausnahmslos auf der PS1 besser - und ich persönlich(!) mag den PS-Controller auch lieber als den der Saturn.

Ich habe auch im Nachhinein nicht bereut, dass ich damals keinen Saturn hatte. Im Gegenteil: Ich bin richtig froh, dass ich mich damals für die PSX entschieden habe - ist diese doch eine meiner liebsten Konsolen geworden.

Und das sage ich als eigentlich Sega-Fan.

Ich habe es dann mit der Dreamcast nochmals probiert aber das ist eine andere Geschichte.
21.11.2017, 15:31 v3to (1346 
Ich hatte damals nur ein Spiel mit Cartridge, das war King of Fighters 95. IIRC lagen darauf Spielinhalte, bzw Animationsdaten. Keine Ahnung, wie viele Spiele das derart spezifisch gehandhabt haben, später waren ja eher die Ram-Erweiterungen üblich.
Dass es Spiele gab, die nur von Cart kamen, wüsste ich jetzt nicht.
21.11.2017, 15:31 Retro-Nerd (11712 
Es gab keine Saturn Spiele als Cartridge. Der Modulport ist für Ram Erweiterungen oder z.B. die Action Replay Module gedacht.
Kommentar wurde am 21.11.2017, 15:33 von Retro-Nerd editiert.
21.11.2017, 15:12 DaBBa (1841 
Jo. Laut Wikipedia gab es bei Sega zeitweise sogar Überlegungen, eine alternative Version des Saturn ohne CD-Laufwerk rauszubringen.
21.11.2017, 15:09 Herr MightandMatschig (508 
Gab es auch Spiele nur auf CD, oder nur auf Modul?
21.11.2017, 15:04 DaBBa (1841 
Herr MightandMatschig schrieb am 21.11.2017, 14:54:
Die Spiele waren ja immer eine Kombination aus CD und Modul, richtig. War auf den Modulen Programmcode zum Spiel, waren das Speichererweiterungen oder wat jetze?
Programmcode oder andere Inhalte, auf die das Gerät schnell und ohne CD-Ladezeiten zugreifen konnte bzw. musste.

Ein Nebeneffekt, dass viele Konsolen damals auf Cartridges setzen, war, dass man dadurch Arbeitsspeicher im eigentlichen System einsparen und so die Materialkosten des Grundgerätes reduzieren konnte. Schließlich konnte man auf die ROM-Chips fast genauso schnell zugreifen und musste kaum Grafiken und Sounds im Arbeitsspeicher zwischenparken. Das SNES bspw. hat gerade mal 128 kByte RAM + 64 kByte Videospeicher . Das ist weniger als ein Ur-Amiga-1000 von 1985.

Das Saturn hatte 2 MB Arbeitsspeicher, was für dicke 3D-Spiele in den 90ern relativ knapp bemessen war. Ein typischer MS-DOS-Spiele-PC hatte damals häufig 4 bis 8 MB RAM. Das olle Double-Speed-CD-ROM war andererseits auch nicht perfekt dafür geeignet, mit seinen 300 kB/s flink die Daten herbei zu schaffen. Da diente die Cartridge als zusätzlicher, schnellerer Datenträger.
21.11.2017, 14:54 Herr MightandMatschig (508 
Die Spiele waren ja immer eine Kombination aus CD und Modul, richtig. War auf den Modulen Programmcode zum Spiel, waren das Speichererweiterungen oder wat jetze?
21.11.2017, 14:39 v3to (1346 
Aydon_ger schrieb am 21.11.2017, 10:25:
Der SH2 konnte das (jepp, der Saturn kann Transparenz) - aber nur mit einigen Kniffen. Und die konnte nunmal nicht jeder, dazu wurde das erst spät herausgefunden. Da war es schon zu spät...

Wenn ich das richtig verstanden habe, war der Kniff Software-Rendering. Wenn man sich die verschiedenen Grafikmodi anschaut, hätte man bei dem einem oder anderen Spiel mit mehr um die Ecke denken mehr machen können.

Unabhängig von den Ausführungen von Dreisbach, kann man Lobotomy für das Saturn-Quake dankbar sein. mMn zählt das Spiel zu den Referenztiteln des Saturn, was grafisch mit 3D auf der Maschine möglich ist. Gibt ja nicht viele derart gepolishte Spiele...
bzw mit den viereckigen Polygonen hat er so recht. Das hatte ich bei irgendeinem Projekt (hatte nichts mit dem Saturn zu tun) mal mit der Vorgabe gearbeitet und das ist alleine beim Modellieren im Vergleich zu Triangles Pain-in-the-A**.
21.11.2017, 14:02 Herr MightandMatschig (508 
Ja, ich mein. Ist das jetzt so schlimm, zweiter zu sein? Solange man gutes Geld verdient sollte doch alles in Ordnung sein. Der vorgezogene Saturn-Start hat ja viele Spieleentwickler dauerhaft gegen SEGA aufgebracht.

Und als sie mit dem Dreamcast technisch alles richtig gemacht hatten, war entweder kein Geld mehr für vernünftige Werbung übrig, oder da saßen auch nur noch Schwachköpfe.

Wobei es schon traurig ist, dass ca.20 Millionen verkaufte Einheiten Anfang der 2000'er nicht mehr reichten, um Gewinn zu machen. Wenn nicht mit der Hardware, dann über verkaufte Software...
21.11.2017, 13:50 Aydon_ger (661 
Sega war zum Ende der 16bit Ära in Japan ganz weit hinter Nintendo, in Asien hinten, in Europa waren sie knapp hinter Nintendo und in den USA durch freche Kampagnen und die EA-Sportspiele zweitweise sogar vor Nintendo.

Und dann rollte Sony den Markt auf. Als das N64 herauskam musste Sega sogar den zweiten Platz aufgeben, den es sich vor solchen "Zukunftsmaschinen" wie Atari Jaguar oder dem 3DO herausgehandelt hat und sich mit Rang drei begnügen. Was echt hart ist.

Sega Japan hat viel zu lange nach dem Motto "Japan first" gehandelt und durch kapitale Fehlentscheidungen sowie Mißgunst gegenüber dem agileren und frecheren Sega Amerika Mist gebaut. Sehr bedauerlich das Ganze. Und als Sega-Fan im Rückblick auch schmerzhaft.
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