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Amiga Joker 5/91



von jan.hondafn2

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User-Kommentare: (70)Seiten: «  1 2 [3] 4 5   »
10.06.2021, 19:14 Rockford (1944 
nudge schrieb am 10.06.2021, 15:57:
Was mir noch einfällt ist, dass ich im Prinzip nur bewerten kann, wie gut mir ein Spiel gefällt. Wie schlecht ein Spiel ist, kann ich gar nicht differenzieren. Schlecht ist schlecht - ohne eine Skala.

Natürlich kann man das differenzieren. Warum ist es schlecht? Handwerklich? Ruckelt? Sound rauscht? 4k aber nur 16 Farben? Story schrott? UI nicht zu gebrauchen? Schrift unlesbar? Hängt sich alle 3 Minuten auf? Spiel läuft aber uninteressant?
10.06.2021, 15:57 nudge (1196 
Was mir noch einfällt ist, dass ich im Prinzip nur bewerten kann, wie gut mir ein Spiel gefällt. Wie schlecht ein Spiel ist, kann ich gar nicht differenzieren. Schlecht ist schlecht - ohne eine Skala.
10.06.2021, 14:27 PomTom (95 
v3to schrieb am 09.06.2021, 12:56:
PomTom schrieb am 09.06.2021, 12:33:
Zu einer Note gehört auch eine Testbesprechung, anhand derer die Note herleitbar sein sollte.

Das ist allerdings etwas, was in den 80ern und frühen 90ern sehr selten stattfand. Alles, was in den Magazinen im Ergebnis zu lesen war, begründet sich auf Meinungskompromissen - sofern die Spiele überhaupt von mehr als einem Redakteur getestet wurden.

Unabhängig davon kann ich mich an kaum Tests erinnern, wo mal etwas wie "Analyse" im Text durchkam oder an welchen Maßstäben die Wertung überhaupt ausgelotet wurde. Das ist idr ein bis zwei kritische Sätze im Meinungskasten und die Zahlenwertung.


Ich kann natrülich nur für mich sprechen, aber ich hatte früher nicht das Gefühl, in Sachen Spieletests schlecht beraten zu sein. Der Eindruck, den ich von einem Spiel hatte, deckte sich meistens mit dem, was ich aus dem Dunstkreis Lenhardt & Schneider zu lesen bekam. Ausnahmen waren so selten, dass ich mich heute noch an sie erinnern kann, etwa Populous oder die Spiele der Bitmap Brothers.

Dass Spieletests aber durch die Bank für mich kaum noch funktionieren, dass ist etwas recht neuzeitliches, bedingt durch die außer Kontrolle geratene Subjektivierung. Angefangen mit der Esoterik eines 4P-Luibl, über die Gefühlsudesligkeit eines Fränkel, der seine Tränen bei "Detroit Become Human" nicht zurückhalten konnte und auf GG 95% (glaube ich) vergab, bis hin zur 80%- / 85%-Standardwertung beliebiger Jungredakteure. Selbst die Herren Lenhardt und Langer sinnieren in ihrem Spieleveretanen-Podcast darüber, ob Diablo 2 seinerzeit nicht 10, 15 Prozentpunkte zu schwach bewertet wurde, 'ne 95% wäre doch auch angemessen, man spreche doch über einen Klassiker.

Also nee, je länger ich drüber nachdenke, desto eher glaube ich, dass die Wertungen _heute_ keine Relevanz mehr haben. Das dumme ist nur - die Inhalte der Spieletests sind über die Jahre auch nicht besser geworden, im Gegenteil.
Kommentar wurde am 10.06.2021, 14:30 von PomTom editiert.
10.06.2021, 13:57 Knispel (283 
@SarahKreuz

Jemand der schon viel getestet hat, hat natürlich mehr Erfahrung und kann entsprechend Vergleiche anstellen. Aber auch diese sind doch letztlich alle subjektv, nach seinem Geschmack.
Ich habe auch schon zig Actionfilme gesehen und Currywürste gegessen Die könnte ich natürlich auch sehr gut untereinander vergleichen und ein „Ranking“ erstellen… nach meinem Geschmack.

Für mich mich ist der Versuch, ein Spiel/ einen Film oder das Mittagessen von gestern objektiv zu beurteilen zum Scheitern verurteilt. Und das finde ich absolut nicht schlimm! Deshalb mochte ich die Meinungskästen der Power Play gerne, da man ein Gefühl dafür entwickelt hat, wie der jeweilige Redakteur „tickt“. Wenn Mike Hengst ein Spiel gefiel, dann konnte ich zugreifen. Nur bei den Mario-Spielen war ich nicht seiner Meinung
10.06.2021, 12:58 mark208 (653 
Es gibt ja auch Genre Perlen, die für andere ein NoGo sind. Eine Hardcore Wirtschaftssimulation kann für eine Liebhaber das geilste Spiel aller Zeiten sein, für andere ist es nur Müll.

Oder Gewaltdarstellungen, da wurden früher Punkte für abgezogen, was für ein Unsinn.

Es ist doch keine Schande, dass auch subjektive Elemente dabei sind, nur lassen sich diese nicht objektivieren.

Die eigentliche Skala ist doch Müll, schwach, Mittelmaß, Genreperle bzw. Wer es mag. Gut, sehr gut, Klassiker, also etwa sieben einstufungen, alles andere ist nicht verwertbar weil subjektiv. Und Streit gibt es dann nur im Vergleich, wenn X 88 hatte, muss Y 89 kriegen.
10.06.2021, 11:53 SarahKreuz (9735 
Retro-Nerd schrieb am 09.06.2021, 18:01:
Gäbe auch keinen Testbericht, der plausibel erklären könnte warum ein bestimmtes Spiel jetzt 70% oder 71% verdient hätte.

Je mehr Jahre ins Land ziehen, desto stärker bin ich der Meinung, dass diese Prozentwertung einfach nur abgeschafft gehört. Die ist NULL greifbar. Der eine Prozent zwischen 70 und 71 (oder der Unterschied zwischen einer "Mega-Gurke", zwischen euner Endwertung von 5% und 6%...von ganzen verdammten einhundert Prozent-Stufen!) macht einfach keinen gefühlten Unterschied. Ob jetzt - rein theoretisch - ein Monkey Island 1 (10/10?) oder ein Monkey Island 2 (10/10?) besser ist, kann immer noch im Text erörtert werden. Das ist hier auf Kultboy ja nicht anders. Mann, was hab ich in der vergangenen Dekade hier "zehn von zehn Punkte" verteilt. Aber das bedeutet ja nicht zwingend, dass mir die eine Echtzeit-Strategie (10/10)
nicht einen Hauch besser gefällt, als die andere (10/10). Anstatt das in sinnfreien 1 oder 2 Prozent zu manifestieren, wird es hier eben in den Kommentaren beschrieben, welches Detail
besser/schlechter war, bei einem vergleichbaren Spiel. Bei zwei Spielen - die beide mit einer 10/10 bewertet wurden - sind beide zum Klassiker gekrönt worden. Auf den ersten Blick scheinen beide nahezu makellos zu sein (sonst hätte einer von beiden "nur" 9 von 10 bekommen). Damit ist der Wertung in reinen Zahlen auch schon genüge getan. Denn der Vergleich zwischen einem 8/10- und einem 10/10-Spiel ist letztlich auch fühlbar. So wie Turrican 2 fühlbar besser ist als sein Vorgänger. So wie man Lotus Turbo Challenge 2 gerne mal eine 10/10 an die digitale Backe kleben
kann...und man sich beim Vorgänger für eine 7 oder 8 von 10 entscheidet. Die vergleichbaren Spiele unterscheiden sich deutlich, obwohl alle immer noch spielenswert sind.

Und genau bei diesen "vergleichbaren Spielen" kommt dann die Objektivität beim Spiele-Test zum Vorschein. Die ist aus Erfahrung geboren. Denn gute Vergleiche kannst du nur ziehen, wenn du vieles aus dem Genre gespielt hast. Jemand, der bereits in Asteroids Steine abgeballert, in Nemesis tausend tode gestorben ist, und geschätzte 30 bis 50 Ballergames im 16 und 32-Bit Zeitalter gespielt hat...so jemand bringt das Quentchen Objektivität in einen aktuellen R-Type Final 2 Spiele-Test, weil er/sie Vergleiche ziehen kann. Das unterscheidet diesen Tester (und die abschließende Test-Wertung) von einem Spieleredaktios-Volontär/Praktikant, für den R-Type Final 2 sein insgesamt drittes klassisches Shoot Em Up ist. So und nicht anders manifestiert sich für mich der sehr schwammige Begriff der objektiven Spielebewertung.

Der Computec-Verlag hat alles richtig gemacht, als deren Publikationen die Prozentwertung über Bord geworfen haben. War nur unnötiger, absolut nichtssagender Ballast in meinen Augen. Während mein momentanes Lieblings-Magazin (die Mania...ähhh....M!Games) daran festhält, als wäre es eine verdammte Boje.
09.06.2021, 20:16 TrickMcKracken (522 
PomTom schrieb am 09.06.2021, 12:33:
Doch ich bin überzeugt davon, dass die Tester das Problem sind, und nicht das Wertungssystem. Was will man denn mit Kritikern, die nicht kritisieren können?


Hmm..... - das "bißchen", das ich lese an "Kritik" bei dem habe ich schon den Eindruck, dass das ne .....gründliche Auseinandersetzung damit ist (die auch gut eingeordenet wird). Im Hinterkopf weiß ich allerdings auch, dass das in den "Meta-Score" einfliesst, und um welche Summen es da geht....

Stichwort Ökotest: irgendwie doch alles geil!

Aber jetzt mal so jenseits derer, die ihr Bild einblenden, wenn sie etwas spielen und einfachste Gemütsregungen dazu verbalisieren..... - is das eben auch die Kehrseite, des Internetzes....: Schreibst etwas fundiertes, gut begründetes, unter deinem Klarnamen hinein, bist damit, aus irgendeinem Grund "unpopulär"..... - die ganzen "Nachrichten" am nächsten Tag, möchte ich nicht lesen müssen, ständig.

bei "Games" geht das hoffentlich noch. Ich weiß es nicht, nur von woanders..... - das ist die Kehrseite.

Und dass die Leute, die so etwas schreiben keine Festanstellungen mehr haben.... - die Abonnenten von gestern, sind die Klickzahlen von heute...
09.06.2021, 18:01 Retro-Nerd (12257 
Gäbe auch keinen Testbericht, der plausibel erklären könnte warum ein bestimmtes Spiel jetzt 70% oder 71% verdient hätte. Der Erklärungsversuch wäre Unsinn. 5% Schritte ja, das wäre in Worten erklärbar, auch wenn man dafür weiter ausholen müßte.
09.06.2021, 17:58 Lisa Duck (1454 
Noten, Prozentzahlen oder jede mögliche andere Art der Bewertung sind ein Urteil über eine erbrachte Leistung. Wer aber vermag sich anzumaßen allwissentlich objektiv über eine Leistung zu urteilen, wenn nicht mal die Kriterien der Leistungsbeurteilung klar und einheitlich definiert sind bzw. definiert sein können. Also ist schon der Ansatz "fair" bei der Bewertung sein zu können nahezu absurd. Darum darf man Bewertungen als Fingerzeig und Richtung sehen - aber eigentlich ist es nur eine spannende Spielerei.
09.06.2021, 17:38 Pat (5276 
PomTom schrieb am 09.06.2021, 12:33:
Alles ist vergleichbar.

Natürlich ist alles vergleichbar. Spiel A kann ja ganz klar besser als Spiel B sein. Oder schlechter.

Aber fixe Zahlen sind meiner Meinung nach Müll: Spiel A hat 72% und Spiel B, das wirklich besser ist, 73%. Aber nun kommt Spiel C. Es ist klar besser als Spiel A aber auch definitiv schlechter als Spiel B.
Was mache ich jetzt? Kommastellen? Gebe ich 72? - was nicht gerecht ist. 73% was aber Spiel B gegenüber auch nicht wirklich fair ist?
09.06.2021, 12:56 v3to (1639 
PomTom schrieb am 09.06.2021, 12:33:
Zu einer Note gehört auch eine Testbesprechung, anhand derer die Note herleitbar sein sollte.

Das ist allerdings etwas, was in den 80ern und frühen 90ern sehr selten stattfand. Alles, was in den Magazinen im Ergebnis zu lesen war, begründet sich auf Meinungskompromissen - sofern die Spiele überhaupt von mehr als einem Redakteur getestet wurden.

Unabhängig davon kann ich mich an kaum Tests erinnern, wo mal etwas wie "Analyse" im Text durchkam oder an welchen Maßstäben die Wertung überhaupt ausgelotet wurde. Das ist idr ein bis zwei kritische Sätze im Meinungskasten und die Zahlenwertung.
09.06.2021, 12:33 PomTom (95 
mark208 schrieb am 09.06.2021, 11:12:
Also geht es nur um den Vergleich, aber der ist doch bei 72 zu 71 gar nicht mehr bewertbar, insbesondere weil Spiele eben nicht per se vergleichbar sind.


Alles ist vergleichbar. Zu einer Note gehört auch eine Testbesprechung, anhand derer die Note herleitbar sein sollte. Es hat allerdings nie jemand behauptet, dass ein Spiel mit 72% in Stein gemeißelt besser ist als ein anderes Spiel mit 71%.

72% bedeutete ursprünglich, "geht so" mit positiver Tendenz, durchaus spielbar. Schulnote "befriedigend" eben. Und gefühlt hat eine solche Einstufung auch über Jahrzehnte zuverlässig funktioniert. Und selbst in den 80ern hatte man doch eigentlich besseres zu tun, als sich den Kopf zu zermartern, warum das jetzt 72% und nicht 71% sind :-)

72% bedeutet heute eher "mangelhaft", da unterhalb der jetzt üblichen 80%-Nullmarke. Ob es unter den Bedingungen einer subjektiv-beliebigen Wertungsinflation noch sinnvoll ist, eine Note drunterzuschreiben, sei mal dahingestellt. Doch ich bin überzeugt davon, dass die Tester das Problem sind, und nicht das Wertungssystem. Was will man denn mit Kritikern, die nicht kritisieren können?
Kommentar wurde am 09.06.2021, 12:36 von PomTom editiert.
09.06.2021, 11:12 mark208 (653 
Also geht es nur um den Vergleich, aber der ist doch bei 72 zu 71 gar nicht mehr bewertbar, insbesondere weil Spiele eben nicht per se vergleichbar sind.
09.06.2021, 05:38 Twinworld (2369 
jan.hondafn2 schrieb am 07.06.2021, 12:38:
nudge schrieb am 05.06.2021, 15:53:
[...]
Ich wüsste nicht wie ich 71% von 72% unterscheiden soll


Ist doch logisch. Das Spiel mit den 72 % ist halt noch nen Tick besser, als das mit den 71 %.

Ich finde das Wertungssystem mit Prozenten weiterhin toll, weil es halt differenziertere Bewertungen zulässt. Dass dadurch gewisse Benotungen ein wenig fragwürdig wirken, ist klar. Jeder denkt halt anders und wertet subjektiv ggf. deutlich höher bzw. niedriger.
Klare Nachteile hat das prozentuale Benotungssystem auf jeden Fall auch:
Z. B. kann ein Spiel nur theoretisch die 100 % bzw. 0 % in der Gesamtwertung und den Einzelkategorien erreichen. Praktisch fand das zumindest in den einschlägigen Magazinen von anno dunnemals (meines Wissens) nirgends statt.
Danke,Jan dachte schon das ich der eizigste bin der die Prozentwertung bevorzugt.
Was mich auch ein bisschen wundert,denn die meisten unserer Lieblingsmagazine von früher die ja auch favorisierte.
08.06.2021, 15:32 nudge (1196 
Edgar Allens Po schrieb am 08.06.2021, 00:21:
Ich fand es damals total spannend, Spiele nur aus dem Heft zu kennen.
Lag das Spiel dann tatsächlich irgendwann auf dem Tisch, war das ein Ereignis! Voll aufregend, es endlich erleben zu dürfen! Den Sound hören zu dürfen, die Grafik in Aktion sehen zu können!

Bei mir kam damals noch die Vorfreude hinzu, wenn ich mit dem frisch gekauften Spiel erst mal zwei Stunden Busfahrt vor mir hatte. Dabei habe ich die Anleitung gelesen, welche die Vorfreude dann so richtig ins Unermessliche gesteigert hat. So ging es mir bei Starflight, Buck Rogers - Countdown to Doomsday und Ultima VI.
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