Willkommen bei
 Kult-Magazine
 Kultboy.com-Inhalte
 Interaktiv
Neues Mitglied: ottelo
 Sonstiges




Redakteure

zurück

Heinrich Lenhardt
(Jahrgang: 1965)

Bild
Bild: privates Foto

Interview: Heinrich Lenhardt (22.11.2012)
Homepage: Lenhardt lästert oder Spieleveteranen

Beteiligte ZeitschriftenBeteiligte Testberichte

Lieblingsredakteur der Mitglieder: (93)
Dein Lieblingsredakteur?
90sgamer, advfreak, agent-mueller, Amiga2000B, Amiga_Flavia, Anamon, AntiG, Atari7800, Aydon_ger, Bitmap Brother, Boushh, Bren McGuire, bronstein, Bugeye_Shortale, Bundavica, Castro-IP, Cendanor, Corsair, cybersprinter, Deathrider, dee dee, Der_Totenkopf, Dod, Dragondancer, Eierfratz, einoeL, ekky, ElHardo, firebird007, fl_cody, Frank ciezki, freqnasty, fronkn, gtaudio, Heini der 2., hohiro, Hudshsoft, IEngineer, jeff, Jochen, Jojo, Jumpman, Kingslayer, Klafki, Korbet, kultboy, lemmy07, leroy, loonis, Majordomus, Marco, Mario77, mark208, markymark79, McCluskey, Michael K., Mindshadow, mishra, MoK, moselspinner, Norman, Oh Dae-su, Paddelmeister, pfurzel, PomTom, prof_delta, Rainman, Raphy2, Rektum, Reverend_Durchknall, riq, Rocket Queen, sadric, SarahKreuz, Sauerkrautpoet, Schelle78, schrottvogel, schuster39, ShadowAngelKoD, SilvaSurf, Sir Quickly, Sir_Brennus, Slicer, Sternhagel, Super Hans, Takeshi, Tobi-Wahn Inobi, tom23, Trantor, Tuenue, Type J, Wurstdakopp, Wuuf The Bika
User-Kommentare: (242)Seiten: «  1 2 3 4 [5] 6 7 8 9   »
11.02.2015, 15:48 Britney (393 
Ich würde sagen, es läuft eher darauf hinaus, dass Spiele immer ideologisch sind. Im Bereich Games ist es nunmal so, dass die ehemaligen Westalliertien, insbesondere die USA, hier lange die Zügel in der Hand hatten, weil die Technologie einfach da war. Im sowjetischen Bereich war es mit Computertechnologie und Computerspielekultur jetzt nicht so dufte bestellt.

Entsprechend ist der Gros der Games, im Westen entstanden, von westlicher und besonders amerikanischer Propaganda gespickt. Während Games die es anders betrachten, eher selten, kaum populär oder technisch ohne Reiz sind.

Viele dieser wegweisenden Teile sind, würde ich sagen, ganz massiv von mehr oder weniger direkten Tropen der us-amerikanischen Nationalgeschcihte und Kultur gespickt. Man denke an Colonization, Wing Commander, Day of the Tentacle, Command & Conquer, Sim City, Doom etc.
11.02.2015, 12:07 bronstein (1654 
Retro-Nerd schrieb am 11.02.2015, 11:43:
und selbst Captain Hassold ist nicht der dumpfe Killer, sondern ein armer Teufel, geplagt von Erinnerungen an Massaker in Vietnam, zerbrochen an seiner Vergangenheit."


Das beschreibt auch so ziemlich Rambo 1.


Rambo I hatte allerdings weder etwas mit Russen noch mit Atomwaffen zu tun (die anderen Teile habe ich nicht gesehen). Übrigens soll der Film "Im Alleingang" inhaltlich ohnehin eher an James Bond, weniger an Rambo angelehnt sein. Und er sieht richtig gut aus, ich werde ihn mir bei Gelegenheit vielleicht mal reinziehen.

Zurück zum ursprünglichen Diskussionsinhalt: Nach allem, was ich über Russland weiß, tendiert man dort weniger als in den USA oder bei uns dazu, Feinde einfach als böse und menschlich minderwertig darzustellen. Man hat eher Angst davor, von übermächtigen Gegnern überfallen zu werden. Sieht man sich die Geschichte im 20. Jh. an ("heißer" Vernichtungskrieg der Deutschen, "kalter" Vernichtungskrieg der Amerikaner) ist das durchaus nachvollziehbar. Der Respekt vor fremden Kulturen und abweichenden Meinungen erscheint jedenfalls größer als in den USA.
11.02.2015, 11:43 Retro-Nerd (12197 
und selbst Captain Hassold ist nicht der dumpfe Killer, sondern ein armer Teufel, geplagt von Erinnerungen an Massaker in Vietnam, zerbrochen an seiner Vergangenheit."


Das beschreibt auch so ziemlich Rambo 1.
10.02.2015, 23:27 bronstein (1654 
Retro-Nerd schrieb am 10.02.2015, 12:02:
Russische Rambos gab es auch. Sicher mehr als nur diesen hier.


Gerade zu diesem FIlm schreibt Der Spiegel 32/1986, S. 141:

"Um sich nicht dem Vorwurf eines primitiven Anti-Amerikanismus auszusetzen und damit die eigene Kritik an den "anti-sowjetischen" Rambo-Filmen zu entwerten, stellt Regisseur Tumanischwili nicht alle Amerikaner als Teufel dar. Der schiffbrüchige US-Bürger kämpft mit den Russen gar gegen seine eigenen Landsleute, und selbst Captain Hassold ist nicht der dumpfe Killer, sondern ein armer Teufel, geplagt von Erinnerungen an Massaker in Vietnam, zerbrochen an seiner Vergangenheit."
10.02.2015, 22:26 SarahKreuz (9621 
bronstein schrieb am 10.02.2015, 19:21:
Ich hätte eine Frage: Wird er weiterhin Rennspiele so wie einst aus purer Antipathie weniger stark berücksichtigen und/oder schlechter bewerten als es ihrer Qualität und Popularität entspräche?

Ist dann halt nicht sein Genre. Aber wann genau hat er denn das letzte Mal ein Rennspiel getestet? Das sind doch bestimmt wieder irgendwelche uralten Kamellen aus PowerPlay-Tagen. Dein formuliertes 'weiterhin' klingt, als wenn das noch gar nicht so lange her wäre...
10.02.2015, 19:37 nudge (1165 
Ich bin bei den modernen Indiespielen skeptisch. Es gibt sicher neue Ideen. Aber auch viele alte Tugenden in modernen Gewand. Grafisch bin ich von aktuellen Indiespielen nicht so überzeugt. Pixelkunstwerke in Low-Res gibt es eher selten, dafür viele mit Creative Commons Hi-Res Texturen, gescannten Skizzen oder anderen Grafikstilen, die eher aus der Not geboren sind, weil man sich als keines Entwicklungsteam nicht die Massen an Assets kaufen oder selbst erstellen kann, wie es grosse Firmen tun. Auch moderne Shoot em Ups mit ihren gefilterten Texturen haben für mich nicht den Look der echten Pixelkunstwerke von früher.

Meiner Meinung nach werden heute inhaltlich kaum mehr neue Themen angefasst als früher. Einige Indie-Spiele gehen nicht nur weg von visuellem Realismus sondern auch weg von realen Themenbezügen. Es muss nicht Kalter-Krieg sein, ein Abenteuer mit gut ausgefeilten Charakteren, eine Science-Fiction Story oder eine ganze Fantasy-Welt mit Geschichte ala AD&D als Hintergrund sein. Es geht auch ohne jede Story, das Spiel als Selbstzweck. Dabei ist die Grafik schon fast beliebig und soll nur die Spielmechanik transportieren und keine ganze Spielwelt visualiseren, in die man sich hineinversetzen könnte. Pacman und Space Invaders lassen grüssen. Massen an bunten Denk- und Geschicklichkeits-Spielen werden für moderne Smartphones verkauft.

Über das Thema Gewalt habe ich mich ja schon mal ausgelassen. Was ist brutaler? Ein "Kill ork with axe" in einem Textadventure oder ein "Headshot" bei Call of Duty? Da sehe ich manche "Freiheiten" in GTA kritischer. In den Spielen von früher konnte man die Prinzessin, die man retten sollte, nicht töten. Freund und Fein waren klar definiert. Man konnte ja gar nicht anders. In GTA dagegen kann man "mit einer Prostituierten Sex haben, sie erschiessen, anzünden und Überfahren" (so ging es ja durch die Medien), auch wenn es einem im Spiel selbst überhaupt nicht weiterbringt. Diese Freiheiten sind in einer Hinsicht trügerisch. Weil man z.B. auch in einem GTA nur das machen kann, was die Entwickler vorgesehen haben. Von daher kann kein Entwickler sagen, dass die Freiheit von den Spielern missbraucht wurde, wenn diese "mit einer Prostituierten Sex haben, sie erschiessen, anzünden und Überfahren". Wenn sie all das nicht gewollt hätten, hätten sie die Möglichkeiten dies zu tun erst gar nicht im Spiel eingebaut...
10.02.2015, 19:21 bronstein (1654 
Ich hätte eine Frage: Wird er weiterhin Rennspiele so wie einst aus purer Antipathie weniger stark berücksichtigen und/oder schlechter bewerten als es ihrer Qualität und Popularität entspräche?
10.02.2015, 19:15 SarahKreuz (9621 
Wurden die nicht bisher immer im Forum gesammelt?

Vielleicht könnte man ihn fragen, ob er Versuche unternommen hat, sein Buch als reguläres Nachschlagwerk (Gebunden! Mit Papier! Oldschool! ) zu veröffentlichen? Hat er es Verlagen angeboten? Oder stand von vorne herein fest, dass er es nur als eBook auf den Markt bringt?
10.02.2015, 18:59 kultboy [Admin] (11130 
Wenn ihr Fragen an den Heinrich habt was das neue Buch von ihm betrifft, bitte stellt die Fragen hier rein. Ich sammle diese dann und schicke ihm das.
10.02.2015, 18:51 SarahKreuz (9621 
Du hast halt n guten Geschmack. Aber genau das ist es letztlich...Geschmackssache.

Ich will auch lieber ein Turrican IV statt Call of Duty. Aber klassische Jump'n'Shooter sind heutzutage so sehr Mainstream, wie Nudeln mit Zucker. (Dat schmeckt!!! Aber ißt doch keiner in meinem Bekanntenkreis, außer ich)
Kommentar wurde am 10.02.2015, 18:52 von SarahKreuz editiert.
10.02.2015, 18:43 Frank ciezki [Mod Videos] (3534 
Der Mainstream von gestern ist mir immer noch lieber als die 50te Call of Duty Episode.
10.02.2015, 18:22 SarahKreuz (9621 
Ja, nicht vergessen: der Mainstream von damals sind die Retro-Games von heute. Turrican war quasi das Call of Duty der frühen 90er. Die (wenn auch damals überschaubare) Masse an Spielern hat's gezockt. Nur beim kaufen hat's wohl etwas gehapert.

Ich sehe Indie-Produktionen mittlerweile auch etwas nüchterner. Denn die allermeisten bedienen sich nur bei Spielmechaniken, die es schon gab. Man freut sich, mal wieder nen klassischen Shooter oder einen Dungeon Crawler zu spielen. Aber ist das wirklich Innovativ? Nee, eher nicht. Das allermeiste davon ist der aufgewärmte Mainstream von gestern. Wir drehen uns im Kreis.
10.02.2015, 18:12 Frank ciezki [Mod Videos] (3534 
drym schrieb am 10.02.2015, 15:08:
Nintendo-Spiele sind heute so kreativ und lustig wie anno dazumals, der Indie-Sektor beinhaltet heute explosiv viele Spiele mit experimentellen Spielprinzipien, mit teils moderner, teils historischer Grafik. So viel Kreativgeist wie heute war seit der Gründerzeit der Spiele nicht mehr! Es ist das zweite goldene Zeitalter!


Lass dir die Hand reichen, genau meine Meinung.
Lustig dass das gerade hier steht, denn genau das mit den goldenen Zeiten, habe ich auch zu Heinrich gesagt, als Cassidy und ich uns mit ihm getroffen haben und er war ziemlich der selben Meinung.
Retro heisst für mich nicht alles Moderene doof zu finden.Ich zocke auch heute noch so gerne wie 1986.
10.02.2015, 17:52 Britney (393 
Klaro. Aber wie auch 90% der Inhalte auf Kultboy, sind hier die kommerziell sehr erfolgreichen Produkte der Spieleindustrie gemeint. Und letztlich, die wahrlich trailblazende Indiegames, die nicht einfach aufwärmen was mal hip war, lassen sich auch an einer hand abzählen. Es müsste mehr Lehnhardts (Maßstab seine damalige Hochform mit und ohne Schnauzer) geben, um dem Softwareschund die Leviten zu lesen.
10.02.2015, 15:08 drym (3860 
Nintendo-Spiele sind heute so kreativ und lustig wie anno dazumals, der Indie-Sektor beinhaltet heute explosiv viele Spiele mit experimentellen Spielprinzipien, mit teils moderner, teils historischer Grafik. So viel Kreativgeist wie heute war seit der Gründerzeit der Spiele nicht mehr! Es ist das zweite goldene Zeitalter!

Nicht immer nur Mainstream-Magazine lesen. Auf superlevel.de bekommt man zum Beispiel sehr schöne Reviews zu unzähligen Kleinoden und Experimenten, die die "Kunstform Spiel" voranzubringen versuchen. Mehr, als man antesten kann.

Und lasst den Mainstream-Kids doch ihr Popcorn-Spektakel. So lange sie uns unsere Retro- und Indie-Spiele lassen ist doch alles gut.
Seiten: «  1 2 3 4 [5] 6 7 8 9   »


Du willst einen Kommentar schreiben?

Dann musst du dich nur kostenlos und unverbindlich registrieren und schon kann es losgehen!