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18.12.2020, 12:53 Grumbler (922 

=> Dann wäre das Gerät zu teuer geworden.


Jo meine Rede, wie schon bei der Amiga 500-Seite am 3.11. aufgeführt, das Amiga-Design war eine Sackgasse.

Ab der 32Bit-Generation braucht man im Prinzip keine spezielle 2D- und Sound-Hardware mehr, da kann man die Pixel im Bitmap-Buffer schnell genug rumschubsen und Sound Software-mixen, und man hat nur Kompatibilitäts-Altlasten, die man mitschleppen muss.

Die waren Artefakte der 8bit- und 16bit-Zeiten, wo man ganze bildschirmauflösungsgroße Bitmaps noch nicht schnell genug verarbeiten konnte, und deswegen Hardware-Hacks bereitstellen musste, die mehr Optionen bereitstellten, um beeinflussen zu können, während der Elektronenstrahl über die Bildschirmzeilen sauste, was für ein Pixel (von einem Sprite? von einem Tile? ein Hintergrund?) gerade dargestellt werden sollte.

Dieser Hardware-Hack (Spezialchip) musste dann nicht voll programmierbar sein, weil man eh komplett vom Timing des Bildaufbaus abhängig war, sondern war quasi eher deklarativ, wie man heute sagen würde.

(Eine Architektur, die einen frei programmierbaren zweiten Prozessor dafür vorsah, wär aber auch interessant gewesen und wär vielleicht wegen größerer Flexibilität zukunftstauglich gewesen.)
17.12.2020, 17:46 Doc Sockenschuss (1268 
Ich wäre sehr dafür, diese Diskussion unter Bubble Bobble oder Monkey Island fortzuführen, wo sie hingehört
17.12.2020, 17:22 AnsiStar (221 
Das ist sicherlich alles sachlich richtig!
17.12.2020, 17:03 DaBBa (2079 
Aber wer hätte 1998 noch Amigas und Software für selbigen kaufen sollen, wenn man zum Preis eines Standard-Amiga auch einen modernen PC bekommt?

Der Amiga hat den IBM-PC zeitweise geschlagen, indem er nicht auf eine dicke CPU setzte, sondern günstige, eigenproduzierte Custom-Chips nutzte, um Multimedia auf den Bildschirm zu zaubern. Die CPU im Amiga 500/1000/2000 war nur eine Motorola 68000, die bereits 1979 eingeführt wurde. Beim PC war es (vereinfacht formuliert und bis zu den 3D-Grafikkarten) genau umgekehrt: Die Performance eines Doom oder Duke Nukem 3D stand und fiel mit der CPU, die im Geräte werkelte.
RAM, Festplatte etc. lasse ich der Einfachheit halber mal außen vor, die brauchten beide Architekturen gleichermaßen.

Mal angenommen, Commodore geht 1994 nicht pleite und lebt noch ein paar Jahre weiter. Dann hätte Commodore sich überlegen müssen, wie der Amiga eine preislich attraktive Alternative zum Multimedia-PC bleiben soll.

a) Weiter neue Custom-Chips entwickeln, wie das AGA-Chipset.
=> Dann hätte man den Kampf "spezialisierte Amiga-Custom-Chips gegen nackte Intel-CPU-Rechengeschwindigkeit" ewig weiterführen müssen - und früher oder später vermutlich verloren.
b) Dickere CPU rein
=> Dann wäre das Gerät zu teuer geworden.
Kommentar wurde am 17.12.2020, 17:06 von DaBBa editiert.
17.12.2020, 16:20 AnsiStar (221 
Doch! Wenn genug Software verkauft worden wäre…Stichwort: Schallplatten. Kunden kaufen, Hersteller produzieren...
17.12.2020, 12:10 mark208 (530 
Zumal auch Microsoft Programme erschwinglich wurden, was dann auch für viele die Möglichkeit gab, die Programme zu Hause zu nutzen, die sie auch auf der Arbeit hatten. Ich mag mich da irren, aber als Nichtamiganer kann ich mir kein Szenario vorstellen, in dem der Amiga überleben konnte.
17.12.2020, 08:16 DaBBa (2079 
mark208 schrieb am 11.12.2020, 12:09:
Erst ein paar Jahre später als sich dann auch Schwächen zeigten, konnte ich durch Zufall einen gebrauchten 286er für wenig Geld ergattern. Da stieg aber auch schon allgemein die Akzeptanz für PCs sicher wohl auch ein Verdienst von Vobis, die erschwingliche Modelle auf dem Markt brachten.
Ja, die Geräte fielen im Preis und wurden so als Heimcomputer-Alternative immer attraktiver. Ende der 90er stiegen dann sogar Discounter in den PC-Handel ein. Wären die Heimcomputer nicht 1998 sowieso schon weitestgehend verschwunden gewesen, hätten die Preiswert-PCs von Aldi und Lidl sie wohl vom Markt gewischt.
11.12.2020, 12:09 mark208 (530 
Und für das Geld hättest du damals einen paar Jahren alten Golf mit nicht allzuviel Kilometern gekriegt. Bei mir war es halt der C64 weil die anderen Modelle den Eltern kaum als Schreibmaschine zu verkaufen waren.

Erst ein paar Jahre später als sich dann auch Schwächen zeigten, konnte ich durch Zufall einen gebrauchten 286er für wenig Geld ergattern. Da stieg aber auch schon allgemein die Akzeptanz für PCs sicher wohl auch ein Verdienst von Vobis, die erschwingliche Modelle auf dem Markt brachten.
11.12.2020, 10:21 Frank ciezki [Mod Videos] (3455 
Wem sagst du das ? Mein erster PC, der für damalige Verhältnisse schon ne eher mäßige Kiste war, kostete Anfang der 90er annähernd 3000,- DM.
Ein Tintenstrahl Drucker , wohlgemerkt nur Drucker, nix Multifunktionsgerät, von HP in schwarz weiß schlug mit 500,- DM zu Buche. In den 80ern wäre ein PC für mich finanziell unvorstellbar gewesen. Ich scheiterte schon am Amiga 1200 von dem ich gierig die Testberichte in den Zeitschriften begaffte, der preistechnisch aber unerschwinglich für mich war.
11.12.2020, 10:11 mark208 (530 
Das Problem waren halt die Preise, natürlich bin ich angefixt worden, weil die Kollegen im Wohnheim bereits C64 hatten und wir geile Gamesessions veranstaltet haben. Letztlich waren die Dinger zwar in Nachhinein eine Wahnsinnshilfe beim Studium, aber seinerzeit war dieses Argument vor allem ein Eltern Argument, dass sie das Teil finanzieren.

Alles was über 1000 DM ging war Luxus und nicht mal eben zu stemmen.
09.12.2020, 13:41 DaBBa (2079 
Bis zu einem gewissen Grad hatte die Stiftung Warentest sogar recht. Für produktive Arbeit taugte so ein Heimcomputer oft out of the box (!) nur sehr bedingt. Die fehlende MS-DOS-Kompatiblität hat doch so manche Standard-Software vom Gerät ferngehalten, man konnte nicht mal MS-DOS-Disketten am C64 öffnen oder umgekehrt. D. h. angefangene Arbeit mit nach Hause oder zur Arbeitsstelle zu nehmen war ohne DOS-PC kaum möglich. Klar, man konnte am C64 Texte schreiben und ausdrucken - aber dafür brauchte man einen Drucker, der nochmal extra kostete.

So endeten doch viele Heimcomputer, wie von Stiftung Warentest angemerkt, de facto als Spiele-Maschinen. Als solche wurden sie aber von den Herstellern nicht vermarktet. Im Gegenteil: Commodore vermarktete seine C64 gerade mit dem Argument, dass er, anders als ein Atari, nicht nur zum Spielen geeignet sei.
Kommentar wurde am 09.12.2020, 13:54 von DaBBa editiert.
09.12.2020, 12:53 mark208 (530 
Vielleicht noch eine Ergänzung, wer in Richtung Informatik ging hatte oft schon einen PC oder wie ein Kumpel hatte einen Atari, da haben wir Silent Service und ein paar andere Sachen drauf gespielt.

Wer aber die bessere Schreibmaschine oder Rechner brauchte, hatte entweder den Schneider oder den C64/128.

Es ist wirklich so, dass ich aus meiner Studienzeit niemanden kannte, der einen Amiga nutzte, den hatte z.B. mein Cousin der etwa 10 Jahre jünger als ich ist. Wobei es durchaus sein kann, dass ich einfach nicht genug Informatikstudenten gekannt habe. Aber für die bessere Schreibmaschine war er einfach zu teuer und ohne Wert, weil der Drucker da wesentlicher war.

Es ist dann vielleicht auch eine Software-Sache gewesen, auf C64 habe ich mit Vizawrite geschrieben und später am PC mit Word, Winword und F&A, das waren in meiner Blase die gängigsten Programme
09.12.2020, 12:38 mark208 (530 
Oh Mann du fragst Sachen, das ist doch Jahre her. Ich hatte 1986 oder 87 einen C64 und einen Star Drucker, ich mein mit 9 Nadeln gekriegt. Da habe ich dann die weiteren Hausarbeiten drauf geschrieben.

Damals war mit Qualität nicht so. Eine juristische Hausarbeit hatte faktisch kein Layout. Man gliederte nur Absätze und unterstrich vielleicht noch Überschriften.

Erst viel später stiegen die Ansprüche an die Qualität des Druckbildes und auch der Gestaltung der Arbeit, was sehr schade war, weil eigentlich der gesamte Zeitgewinn, der durch den Einsatz des Computers im Vergleich zur Schreibmaschine von diesen höheren Anforderungen aufgefressen wurde.

Der Effekt war halt immens, früher musste die ARbeit 2-3 Tage vor Abgabetermin im wesentlichen stehen. Dann fing man an zu tippen.

Mit C64 konnte man gemütlich am letzten Tag einfach printen. Auch war von Vorteil, dass man schon mal andere Teile der Hausarbeit vorzeitig abschließend bearbeiten konnte und die Arbeit halt mit jeden Tag einfach wuchs.

Vorher hattest du allenfalls das handschriftlich vorschreiben können, aber du konntest eben nicht die Arbeit vorab fertigstellen, weil die Fertigstellung das Tippen auf der elektrischen Schreibmaschine war.

Und mit den Drucker änderte sich IMHO auch schnell, die 24 Nadeldrucker wurden irgendwann auch erschwinglich.
Kommentar wurde am 09.12.2020, 12:41 von mark208 editiert.
09.12.2020, 12:27 Frank ciezki [Mod Videos] (3455 
War mit dem Homecomputer für´s Studium zu arbeiten denn Interessant ?
Drucker waren teuer,PCs erst recht.Mit C64 und den halbwegs erschwinglichen Druckern war die Qualität doch eher niedrig.
09.12.2020, 11:35 mark208 (530 
Als ich 84 mit dem Jurastudium anfing, hatte keiner meiner Kommilitonen einen Computer, BWLer vielleicht ein paar. Nach meinem Gefühl änderte sich dass sehr schnell, Ende der 80er hatte auch bei so Konservativen Studiengäng wie Jura mittlerweile fast jeder einen comp und sei es nur als bessere Schreibmaschine für die Hausarbeiten.

Ich denke, dass das dann auf die Schulen zurückfiel, die Eltern merkten ja doch schnell durch die Nachbarn wo schon die Kinder studierten, dass ein Homecomputer Pflicht ist.
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