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User-Kommentare: (109)Seiten: [1] 2 3 4 5   »
26.05.2020, 20:49 Edgar Allens Po (1116 
Ja, okay, interessant. Doch GM-MIDI-Klangerzeuger zur damaligen Zeit klangen oft furchtbar unerotisch. Dann hast du halt so billige Trompeten und Klaviere...na ja.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass der 8-Bit-Sound der Amiga-Paula und das Transponieren der Samples auch zu interessanten Klangfarben führte.

Am besten wäre wohl ein zusätzlicher 16-Bit-Chip im A1200 gewesen. Dann hätte man den rauchigen Paula-Klang mit extra-sauberen und druckvollen Samples kombinieren können. War ja beim STE von Atari ähnlich. Der YM war immer noch drin, zusätzlich aber eine Stereostimme 16-Bit-Sound.
25.05.2020, 23:29 Petersilientroll (404 
Edgar Allens Po schrieb am 25.05.2020, 20:34:
Leider war es auch aus Speicherplatzgründen kaum möglich, Multisamples zu nutzen, wie sie in guten MIDI-Klangerzeugern üblich waren.

Es gibt ja sogar eine Handvoll Amiga-Spiele, die MIDI unterstützen. Bei Wiki zähle ich allerdings nur 13. Und alle sind von Sierra.
25.05.2020, 20:34 Edgar Allens Po (1116 
Die Amiga-Version ist ja wohl technisch simpel.
Mit dem Know How von "Lionheart" und anderen Glanzlichtern hätte es ganz anders aussehen können.

Aber halt nicht so gut wie das Arcade-Vorbild, das ist klar.


Und das mit MIDI ist so eine Sache:
Je nachdem, welches Gerät man ansteuert, klingt es dann anders.
Und da man sich zwecks Kompatibiliät an eine GM-Belegung halten muss, ist der Klangvorrat stark eingeschränkt. Dann hast du halt immer den gleichen Chor oder das gleiche Synth-Pad.

Da ist ein Sampler wie die Paula doch viel spannender, denn man kann ihn mit den ungewöhnlichsten Klängen füttern.
Okay, mehr Stimmen und mehr Bit hätten der Paula natürlich nicht geschadet.
Leider war es auch aus Speicherplatzgründen kaum möglich, Multisamples zu nutzen, wie sie in guten MIDI-Klangerzeugern üblich waren. Möglich gewesen wäre es aber. Auch mussten die Samples oft sehr kurz sein. Dies war auch eine Frage des Speichers. So konnte die Paula in Spielen eigentlich nie ihre volle Qualität ausspielen. Und dann noch solche Geschichten, dass ein Turrican auf eine Diskette passen muss....

Also mein Traumsystem hätte mindestens 8 Stimmen in 16-Bit gehabt damals. Zusammen mit Sample-Mix-Techniken wären so gigantische Titelsounds mit 16 oder mehr Stimmen in guter Qualität möglich gewesen.

Aber, hey: Ein SID hätte mit eigenem Filter auf jeder Stimme auch fetter geklungen. Doch damals war es eine Sensation, dass das Ding überhaupt das kann, was es konnte.
25.05.2020, 17:14 Grumbler (819 
wie gesagt geht es gar nicht um eine 1:1-Konvertierung, aber die vorliegende Amiga-version war doch bestenfalls ein lazy ST-Port, wobei selbst die wohl sub-par war.

re Sound/MIDI:

Weil in meiner Wahrnehmungsphäre das Thema grad anderswo ebenfalls aufgekommen ist, ich denk beste Sound-Hardware der 16-Bit-Generation hatte wohl der Apple IIgs. Ensoniq 5503 DOC, Wavetable-Synthese, 32 Stimmen. Das hätte ich mir ausgesucht, wenn ich mir ein Traumsystem aus vorhandenen Komponenten zusammenstellen hätte können, Geld keine Rolle gespielt hätte, und es auch Software für dieses System dann gegeben hätte.
24.05.2020, 22:47 Retro-Nerd (11978 
Find ich nicht.


Dann überschätzt du schlichtweg die Fähigkeiten des Amiga. Könnte man eine angepasse Version machen, wie die für das Mega Drive? Ja, das ging mit einigen Abstrichen. Eine annährend 1:1 Portierung ist auf dem A500 nicht möglich.

Selbst auf dem A1200 müsste man da einige Abstriche machen. Auch mit AGA und 2MB Chipram wird das eng. Die CPU Power würde wohl reichen, mit etwas Fastram dazu könnte man was feines portieren.

Das Spiel bringt mit einem 12:7 DAR fast schon Wide Screen auf den Schirm. Hier mal ein Screenshot der X68000 Version aus RetroArch erstellt.

LINK


Die X68000 Spiele laufen oft mit krummen Bildausgabe Raten wie 55-57Hz. Da machen sich die Vorzüge von FreeSync Monitoren schon bemerkbar. Läuft alles 100% ruckelfrei in der Emulation.
Kommentar wurde am 25.05.2020, 00:10 von Retro-Nerd editiert.
24.05.2020, 22:30 Grumbler (819 
Laut wiki ist der MIDI-Support gedacht für Roland SC-55 and MT-32 wie am PC auch (aber man kann ja alles beliebige anschließen, wie der Kenner weiß).

(MIDI-Unterstützung ist ja auch trivial, hätten auch die Amiga-Games implementieren können. Zumindest bei den großen Gehäusen zwecks Platz für 'ne Controller-Karte, beim 500er und anderen Tastaturmodellen k.a. ob das möglich gewesen wäre.)
Kommentar wurde am 24.05.2020, 22:31 von Grumbler editiert.
24.05.2020, 22:06 Edgar Allens Po (1116 
Also speziell die Musik im ersten Level der Amiga-Version ist schon sehr beeindruckend.

Was steuert der Sharp denn mit MIDI an? Einen internen Wellenformvorrat? So eine typische General Midi Belegung? Das kann billig oder gut klingen, je nachdem. Beim Amiga kann man sich an allen Sounds dieser Welt bedienen, weil er ein Sampler ist.

Oder musste man ein GM-Modul an den Sharp anschließen?
24.05.2020, 20:35 Grumbler (819 
> Natürlich geht da technisch mehr bei Ghouls'n Ghosts als bei Turrican.

Find ich nicht.

> Allein schon von den verwendeten Anzahl der Farben (auf jeden Fall weit über 64 gleichzeitig)

Das ist egal, da kann man dann ja Abstriche machen.

> und der Auflösung (384x224).

Das ist interessant, Automat scheint diese Auflösung zu nutzen, aber die X68000 sieht nach 1:1-Konvertierung aus, obwohl dessen in dessen Specs nur 'nen 256er und ein 512er Modus steht.

> Also die Musik ist am Amiga wesentlich besser, da kann das Gequitsche vom Sharp nicht mithalten.

Die Sharp-Version unterstützt auch MIDI. Das ist dann schon ziemlich unerreichte Klangqualität per se (auch wenn das Problem bei MIDI die geringe Flexibilität/Abwechslung bei den Sounds ist/war).
24.05.2020, 03:49 Gunnar (3747 
Gelungene Portierung von "Ghouls 'N Ghosts"? Ähem.
23.05.2020, 23:33 Retro-Nerd (11978 
Das Neo Geo macht alles mit Sprites, auch die Hintergründe (die können sogar in Echtzeit vom Modul vorgerendert und animiert aus dem Modul gestreamt werden). Deshalb ist da schon ein großer Vorteil. Ansonsten kann der Sharp aber gut mithalten.
23.05.2020, 23:27 Edgar Allens Po (1116 
Habe mir gerade das Sharp-Video reingezogen.
Also die Musik ist am Amiga wesentlich besser, da kann das Gequitsche vom Sharp nicht mithalten.

Grafisch gibt es einige coole Dinge zu sehen. Zum Beispiel die Bäume im Sturm. Echt gut und echt Arcade.

Dagegen wirkt die Amiga-Version dann eher verkümmert, wenngleich diese Version aber beileibe nicht alles aus dem System herausholt.


Kann der Sharp eigentlich mit dem Neo Geo mithalten?
23.05.2020, 18:27 Retro-Nerd (11978 
Natürlich geht da technisch mehr bei Ghouls'n Ghosts als bei Turrican. Allein schon von den verwendeten Anzahl der Farben (auf jeden Fall weit über 64 gleichzeitig) und der Auflösung (384x224). Das CPS Board hatte schon ganz ordentliche technische Werte.
Kommentar wurde am 23.05.2020, 18:50 von Retro-Nerd editiert.
23.05.2020, 18:03 Petersilientroll (404 
Grumbler schrieb am 23.05.2020, 15:59:
aufm sharp x68000 quasi 1:1 das arcade-original, musik sogar besser

Für mich der Rolls-Royce unter den 16-Bit-Rechnern. Ich hoffe mal, daß die Demo-Szene in naher Zukunft auf dieses System aufmerksam wird.
23.05.2020, 17:49 Grumbler (819 
du meinst also bei ghouls'n ghosts geht mehr ab als bei turrican 2?
23.05.2020, 17:24 Retro-Nerd (11978 
Der Sharp X68000 ist ja wohl auch technisch ein Monsterrechner. Willst du ja wohl nicht mit Amiga oder gar 8bit Computer vergleichen. Davon ab haben die Original Entwickler das direkt auf den X68000 portiert, bzw. den Fremdfirmen die Original Grafik und Sound Dateien mitgeliefert. Ist doch klar, das das dann top umgesetzt wurde.
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