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Colonel's Bequest, The: A Laura Bow Mystery
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Bisher 11 Stimmen bei einer Gesamtwertung von 7.64

Entwickler: Sierra   Publisher: Sierra   Genre: Adventure, 2D, Rätsel   
Ausgabe Test/Vorschau (5) Grafik Sound Wertung System Datenträger Hits Autor
Amiga Joker 10/90
Testbericht
76%
73%
71%
Amiga
5 Disketten
126Max Magenauer
Werner Hiersekorn
Amiga Joker SH 4/93
Testbericht
69%
69%
65%
68%
67%
67%
PC
Amiga
5 Disketten
5 Disketten
61Monika Stoschek / Lechl
ASM 3/90
Testbericht
10/12
-10/12
PC
5 Disketten
518Torsten Blum
ASM 2/91
Testbericht
10/12
-9/12
Atari ST
4 Disketten
53Torsten Blum
Power Play 4/90
Testbericht
77%
49%
68%
PC
5 Disketten
1084Heinrich Lenhardt
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Serie: Colonel's Bequest, The: A Laura Bow Mystery, Dagger of Amon Ra, The: A Laura Bow Mystery

Auszeichnungen:


Videos: 2 zufällige von 5 (alle anzeigen)
Kategorie: Intro, PC, Musik
Kategorie: Longplay, Amiga
User-Kommentare: (26)Seiten: «  1 [2] 
29.05.2016, 18:33 Pat (4783 
Tja, The Colonel's Bequest - und die Laura Bow Serie im Allgemeinen - kommt hier nicht so gut weg. Und ich verstehe auch, wieso das erste Laura Bow Spiel nicht bei allen großen Anklang findet.

Zunächst ist es halt eben kein typisches Adventure und dementsprechend ist es nicht ganz fair, es wie ein typisches Adventure zu bewerten.
Das Spiel ist wie ein Krimitheaterstück aufgebaut. Es geht nicht darum, die Morde zu verhindern oder den Mörder zu entlarven - außerdem gibt es nicht den EINEN Mörder, hier bringen sich alle gegenseitig um (interessanterweise ist ausgerechnet Lauras Freundin Lillian diejenige, die am meisten Leute auf dem Kerbholz hat).
Für jede Leiche gibt es genügend Hinweise zu finden, wer denn nun für diese verantwortlich war.

Ja, das macht das Spiel ziemlich passiv. Auch, weil es nur eine handvoll echter Puzzles gibt. Der Hauptteil des Spieles ist erforschen und herausfinden - und dabei nicht selbst zu einem der Opfer werden.
Dabei kann man erstaunlich komplexe Gespräcge mit den durchaus sehr gut geschriebenen Charakteren führen, jede Menge Räume und Gegenstände entdecken und untersuchen und versteckt die Leute beobachten.

Apropos "entdecken": Misty Acres, das Anwesen von Colonel Dijon, ist recht groß. Es gibt genügend zu entdecken. Und trotzdem funktioniert das Gefühl der Klaustrophobie: Man ist mit de(m/n) Mörder(n) eingesperrt. Wirklich gut gemacht!

Anders als beim Nachfolger oder dem ähnlich gestrickten Cruise for a Corpse (bei denen die Zeit erst weitergeht, nachdem man alles erledigt hat) gibt es in jedem Zeitabschnitt drei bis fünf Aktionen, welche die Zeit weiterdrehen.
Genügend Zeit also in Ruhe alles anzusehen aber dennoch kann man beim einmaligen Durchspielen nicht alle Situationen sehen. Das macht aber nichts, da man im Grunde nicht "zur falschen Zeit am falschen Ort" sein kann. Sackgassen gibt es nicht und stecken bleiben kann man auch nicht.

Aber es hat schon seinen Grund, weshalb das Spiel mit einem Notizblock und einem Bleistift kam: Bei mir steht zum Beispiel zu jeder Uhrzeit, welche Aktionen die Zeit vorwärts laufen lassen, so dass ich mich gemütlich umsehen kann, ohne den Zeitsprung auszulösen.

Der Wiederspielwert ist enorm. Nicht weil man das Spiel anders lösen könnte, nein, sondern weil man die Chance hat, mit unterschiedlichen Charakteren unterschiedliche Gespräche zu führen, bevor diese das Zeitliche segnen. Oft findet man ganz neue Informationen heraus.

Und das ist es auch, was für mich den meisten Spaß am Spiel ausmacht. Die Geschichte ist spannend und gut geschrieben - es ist halt einfach kein Adventure im herkömmlichen Sinn.


Der zweite Teil, Dagger of Amon Ra, spielt sich dann viel mehr wie ein traditionelles Adventure - und im Gegensatz zu dem was kultboy 2005 meinte, finde ich den zweiten Teil wirklich sehr gelungen.
Kommentar wurde am 29.05.2016, 18:35 von Pat editiert.
22.12.2010, 22:56 jan.hondafn2 [Mod Wunschzettel / Tests] (2125 
S-Made schrieb am 14.11.2005, 13:38:
Ich fand es eigentlich ganz gut, leider kann man auch eine Menge verpassen wenn man nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Manche nennen das dann "Wiederspielbarkeit"...


Ich nenne so etwas ätzend und gerade dieses "Verpassen" von wichtigen Spielsituationen hat mich sehr enttäuscht!
Trotz Komplettlösung gingen mir mehrere Informationen aufgrund dieses "tollen Echtzeit-Features" flöten. Woher soll bitteschön der Spieler wissen, dass er zu einem gewissen Zeitpunkt genau an jenem bestimmten Ort sein muss?? Kommt man vorher schon bei einer anderen Situation rein zufällig vorbei, bei der die Uhr weitertickt, so war´s das.
Dadurch sind mir ein paar Leichen "verborgen" geblieben (ich frage mich, wer die auf die Schnelle weggeräumt hat? ) , ganz zu Schweigen von weiteren unentdeckten Örtlichkeiten (Geheimräumen).
Apropos Leichen...Zu Beginn findet die zarte Laura Bow diese auf, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, sprich sie kommt ins Bild, wo der frische Leichnam liegt...und macht gar nichts: Kein Schrei, keine Regung! Die Atmosphäre hat sich bei mir teilweise gen Null bewegt. Spannung kommt höchstens ein wenig auf, wenn man draußen den Schatten langflitzen sieht.
Laura Bow 2 war deutlich besser und hat mich sehr in die Story eingebunden. Hier hab ich die Atmosphäre leider vergebens gesucht.
Carsten Borgmeier hat es in seinem "Sierra Online" Buch treffend zusammengefasst:
"Alle Beteiligten reagieren grundsätzlich unrealistisch und lassen sich beim Bücherlesen den Hals umdrehen wie die Brathähnchen.
Mitten in diesem Irrenhaus eine hektisch von Leiche zu Leiche stolpernde Miss-Marple-Imitation, die sich so selten dämlich anstellt, daß sie trotz aller Details keinen einzigen Mord verhindern kann,
bis nur ein einziger Verdächtiger übrigbleibt, der dann auch tatsächlich der Mörder ist.


5/10 tote Leichen!
22.09.2010, 23:24 Commodus (5185 
Häh? Polly will nen Cracker? Im Amiga Longplay ab 1:29 kommt die Stelle wo Polly nen Cracker will, damit er Informationen rausrückt!
Woher kennen wir das?

Aber Colonels Bequest war zuerst draussen! Aha! Da hat wohl Lucasarts von Sierra geklaut!

...man lernt doch immer noch dazu!

--> siehe Monkey Island 2 Longplay 2:25:24

Der Papagei ist bestimmt zu LucasArts geflogen, weil man da länger lebt bzw. man dort nicht sterben kann! Selbst dann nicht, wenn man von ne Klippe stürzt! Hallo Gummibaum....
Kommentar wurde am 22.09.2010, 23:39 von Commodus editiert.
03.06.2010, 09:20 jan.hondafn2 [Mod Wunschzettel / Tests] (2125 
Ich hab leider nur den Nachfolger "The Dagger of Amon Ra" gespielt, welcher mich aber ziemlich gut unterhalten hat. Leider gibt es bei der Fortsetzung ebenso viele lange Konversationen, wie es hier beim ersten Teil schon angeführt wurde.
02.06.2010, 20:53 StephanK (1632 
Hm, werde ich mal auf meine "muss ich mal spielen" Liste setzen; hört sich ja recht interessant an, ich mag solche Krimi Stories.
02.06.2010, 19:01 docster (3311 
Grafisch eines der besseren Sierra - Spiele, der Sound steht jedoch zurück

Von sehr einnehmender Atmosphäre, dialoglastig und, leider Gottes, von den üblichen Sierra - Besonderheiten geprägt.

Die Sicherheitsabfrage war ja fast schon unverschämt!
14.11.2005, 18:20 Greg Bradley (2570 
S-Made schrieb am 14.11.2005, 13:38:
Ich fand es eigentlich ganz gut, leider kann man auch eine Menge verpassen wenn man nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Manche nennen das dann "Wiederspielbarkeit".


Das ist genau das, was ich an IT CAME FROM THE DESERT so liebe.
14.11.2005, 13:38 S-Made (178 
Ich fand es eigentlich ganz gut, leider kann man auch eine Menge verpassen wenn man nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Manche nennen das dann "Wiederspielbarkeit". Wenn man es durchgespielt hat, bekommt man Hinweise darauf, was man evtl. falsch gemacht hat, um es beim nächsten Mal besser machen zu können. Wie bei allen Sierra-Spielen empfiehlt sich häufiges Speichern, aufgrund der teilweise absurden Tode, die man sterben kann.
12.11.2005, 12:17 Greg Bradley (2570 
Zum einmaligen Durchspielen soll es aber durchaus taugen, zumal die Krimi-Story extrem gut verarbeitet sei - schreibt zumindest Hein Lenhardt, der Woody Allen unter den Computermagazin-Redakteuren.
11.11.2005, 22:31 kultboy [Admin] (11025 
Einen Teil gab es noch, kam 92/93 raus. War aber nicht besonders gut.
11.11.2005, 14:05 dn4ever (554 
"Laura Bow"? Da gab es doch eine ganze Reihe von Adventures von Sierra, wenn ich nicht irre? Selbst leider nie gespielt.
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