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zu den Testberichten von Indiana Jones und der Turm von Babel


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Seiten: [1] 2 

von joker07a | System: PC CD-ROM

Seiten: [1] 2 

User-Kommentare: (10)Seiten: [1] 
14.03.2016, 21:27 DaBBa (1954 
Ich bin bekennender Schlauchlevel-Shooter-Fan.

Die alten Tomb Raiders waren schon nicht meins - und das hier hats nicht besser gemacht.
14.03.2016, 18:09 kultmags (18 
Habs vor ca. 2 Monaten, nach über 16 Jahren, noch einmal durchgespielt und muss echt sagen dass es mir echt Spaß gemacht hat! Vielleicht zocke ich es in 16 Jahren nochmal ;-)
14.03.2016, 12:55 Bren McGuire (4805 
Wie gesagt, die technische Inszenierung von "Turm von Babel" hat mich damals auch zunächst abgeschreckt. Und die Steuerung von Miss Croft war der von Indy, was die Präzision anbelangte, sowieso überlegen (ich empfand die Kontrolle der früheren "TR"-Spiele nie als besonders fummelig). Trotzdem, "Tomb Raider IV", das ich zuerst durchgespielt habe, war im Nachhinein ein spielerischer Krampf für mich. Nach dem schon ziemlich enttäuschenden Teil 3 ("Adventures of Lara Croft"), der vor allem gegen Ende einen viel zu hohen Schwierigkeitsgrad aufwies (nicht zuletzt "dank" des auf der PlayStation total ätzenden Save-Systems mit den wiedereingeführten Speicherkristallen), hoffte ich hinsichtlich "The Last Revelation" wieder auf einen echten Hammertitel!

Das war er aber bei weitem nicht, dazu wurde bereits im Vorfeld mit zu vielen liebgewonnenen Traditionen gebrochen, als da wären:

1. Das Tutorial, welches bislang immer im Croft-Manor stattfand, wurde zugunsten einer vergleichsweise belanglosen Trainingseinheit in Angkor Wat ausgetauscht, die nicht ansatzweise Laras englischen Prunksitz, mit all seinen zu entdeckenden Geheimnissen (zumindest ab Teil 2), ersetzen konnte.

2. Die Beschränkung auf nur ein einziges (zugegebenermaßen riesiges) Areal, nämlich Ägypten, welches zudem bereits im allerersten "Tomb Raider" Verwendung fand (und mit dem "TR"-Add-on "Unfinished Business" nochmals erweitert wurde), ließ die vormals so exotische Abwechslung irgendwie vermissen.

3. Das Gameplay wurde "angereichert" mit, na, ich nenne es mal Open World-Gebieten, zwischen denen Lara immer wieder hin- und herlaufen musste, um bestimmte Rätsel zu lösen. Im Grunde genommen keine schlechte Idee, insbesondere für ein Spiel, das hauptsächlich die Erforschung zum Thema hat. Allerdings war die Umsetzung dieses neuen Elements mit dermaßen viel Laufarbeit und Frust verbunden, dass man es lieber bei der in sich geschlossenen Levelstruktur aus den Vorgängern hätte belassen sollen.

Dazu gesellten sich dann noch solche Unzulänglichkeiten wie z.B. das zwingende Frisieren eines Motorrads in der Stadt der Toten, um damit über einen extrem schrägen und vor allem hohen Hügel springen zu können. Nachdem ich alle Teile (drei waren es glaube ich) zum Aufrüsten des Bikes zusammen hatte, wollte der Sprung einfach nicht klappen. Ich weiß nicht, wie oft ich es versucht habe, aber beim gefühlten 100. Mal funkte es dann endlich... aus welchem Grund auch immer?! Auch die bescheiden inszenierte Zugfahrt sowie die eingestreute Party Senet gegen Semerkhet waren in meinen Augen ziemliche Durchhänger. Den traurigen Höhepunkt bildete dann wohl die große zu erklimmende Pyramide gegen Ende des Abenteuers, bei der es nicht etwa auf Geschicklichkeit ankam, sondern in erster Linie auf das Auswendiglernen des richtigen Weges. Natürlich echt toll, wenn irgendwie alles gleich aussieht! Und wenn man dann wieder und wieder runtergefallen ist, konnte man fast immer komplett von neuem am Fuße dieser ägyptischen Baukunst anfangen - das hatte irgendwie was von "Nebulus"...

Zum Glück schenkte mir damals jemand zum Geburtstag das dazugehörige Lösungsbuch (hätten sie am besten gleich als Pflichtlektüre zum Hauptprogramm beilegen können). Nur diesem habe ich es zu verdanken, dass ich die Pyramide letztlich doch bezwingen und das Abenteuer - ja, das war's wirklich für mich! - beenden konnte. Und ich war noch niemals zuvor so glücklich darüber gewesen, ein Spiel geschafft zu haben! Im Falle von "TR IV" hatte es fast schon etwas Befreiendes an sich - ungefähr so muss sich Frodo gefühlt haben, nachdem er Saurons Ring endlich losgeworden war...

...und kurz darauf spielte ich dann schließlich "Indiana Jones und der Turm von Babel", ein vergleichsweise weitaus weniger frustrierender Titel, der zwar ebenfalls durchaus seine spielerischen Schwächen hatte, aber nie unfair oder gar frustrierend schwer auf mich gewirkt hätte. Eine echte Wohltat...

Umso unverständlicher ist für mich die Tatsache, dass nicht gerade wenige "The Last Revelation" ("Die Letzte Offenbarung"; der Titel ist fast schon ironisch!) als die beste "TR"-Episode nach dem bahnbrechenden ersten Teil ansehen. Für mich ist das vierte Kapitel der agilen Archäologin nicht nur der Tiefpunkt der ersten, klassischen fünf Lara-Abenteuer, sondern das schlechteste der gesamten Serie! Selbst das äußerst umstrittene Zwischenspiel "The Angel of Darkness" fand ich geringfügig besser. Die erste Hälfte in Paris fand ich sogar recht unterhaltsam. Dass Core Design nun ein weiteres Mal vom ursprünglichen Gameplay der ersten drei Teile (sowie "Die Chronik") abwich, und man im weiteren Spielverlauf frei durch Paris schlendern und dort sogar mit verschiedenen Personen quatschen konnte, hat mich da seltsamerweise nicht gestört. Der zweite Abschnitt in Prag war allerdings das Allerletzte und zudem völlig verbuggt - inklusive einem zweiten steuerbaren Charakter (Kurtis Trent), dessen wirklich coole Diskus-mäßige Wurfwaffe ausschließlich in den Zwischensequenzen zu bewundern war, im eigentlichen Spiel aber nie zum Einsatz kam!!! - ein absolutes Armutszeugnis der Güteklasse A...

Und trotzdem: "Angel of Darkness" habe ich ein wenig besser in Erinnerung als das frustrierende "The Last Revelation". Verglichen mit diesen beiden Rohrkrepierern war "Indiana Jones und der Turm von Babel" aber in jeder Hinsicht der reinste Segen!
Kommentar wurde am 14.03.2016, 13:05 von Bren McGuire editiert.
14.03.2016, 10:59 Pat (4786 
Das ist wirklich interessant Bren, dass du so denkst. Ich hatte damals das umgekehrte Gefühl: Dass alles, was Indy hier macht, von Lara halt schon besser gemacht wurde. Hat mich recht enttäuscht.

Vielleicht war habe ich dem Spiel damals zu wenig Chancen gegeben? Zumal ich den Nachfolger "Emperor's Tomb" richtig grandios fand.
Im Moment gibt es das Spiel (noch) nicht bei GOG. Wenn es erscheinen sollte, gebe ich ihm eine zweite Chance.
14.03.2016, 10:45 Bren McGuire (4805 
Die Grafik war, selbst für damalige Verhältnisse, recht mau. Insbesondere von einem LucasArts-Produkt hätte ich da mehr erwartet. Löblich allerdings, dass man recht talentierte Synchronsprecher genommen hat und - allen voran - den Original-Indy-Sprecher Wolfgang Pampel für das Projekt verpflichten konnte (auch wenn die Stimmen allesamt ziemlich dumpf à la "Baphomets Fluch" klangen).

Der damals zeitgleich erschienene Konkurrent "Tomb Raider IV: The Last Revelation" hatte zwar im grafischen Bereich die Nase vorn (auch wenn die Engine anno 1999 bereits gewisse Alterserscheinungen zeigte), war aber verglichen mit "Turm von Babel" in spielerischer Hinsicht die reinste Enttäuschung und darüber hinaus nicht ganz ausgereift, was bestimmte Aktionen und Problemlösungen anging. Da wirkte die LA-Produktion um Längen besser, zumal diese auch das meiner Meinung nach weitaus bessere Leveldesign sowie eine in sich schlüssigere Storyline hatte.

Ich fand es somit recht gelungen. Natürlich war das kein Vergleich zu den beiden klassischen SCUMM-Kult-Adventures, aber dafür dass Indy mit diesem Game quasi 3D-Neuland betrat, war der Einstand recht gut geraten, auch wenn der Nachfolger "Indiana Jones and the Emperor's Tomb" nochmal ein, zwei Schippen drauflegte (vor allem in grafischer Hinsicht). Das dritte 3D-Abenteuer "The Staff of Kings" enttäuschte mich dagegen maßlos - zumindest in der Wii-Version...

Dass ich "Turm von Babel" qualitativ recht gut in Erinnerung habe, mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich Lara Croft Ende der 90er schon irgendwie nicht mehr sehen konnte. Gegen Teil 4 der "Tomb Raider"-Mär wirkte "Turm von Babel" spielerisch frischer, und den guten Indy nach fast 10 Film- und Adventure-losen Jahren wiederzusehen, tat einfach wieder richtig gut! Trotzdem: "Fate of Atlantis" wird wohl auf ewig unerreicht bleiben...
Kommentar wurde am 14.03.2016, 10:48 von Bren McGuire editiert.
14.03.2016, 10:01 90sgamer (752 
Wenn ich diese Box sehe, spüre ich nur eins: Enttäuschung. Totaler Quatsch ist auch der Untertitel: Wie kann etwas "pur" sein, wenn das Genre per se eine Vermischung darstellt? Das ist Dummenfang, mit dem suggeriert wird: Hey, schaut mal rein, das ist wie die alten Adventures - nur noch besser, weil mehr Action. "Indy pur"? Nur wenn man die alten Sachen nicht kennt.
14.03.2016, 08:41 Pat (4786 
Ich meine mich zu ernnern, dass es mehr wie die Filmplakate ausgesehen hat: Grosser Indy-Kop in der Mitte und die Nebencharactere in verschiedenen Szenen darum herum.

Könnte sich dabei natürlich auch um die Rückseite gehandelt haben.
Kommentar wurde am 14.03.2016, 10:08 von Pat editiert.
14.03.2016, 08:37 Berghutzen (3606 
Ich glaube, das du meinst, es hätte anders ausgesehen, lag daran, dass das Cover in Silber gehalten war und somit spiegelte. Zum Scannen natürlich eine Katastrophe.
11.03.2016, 18:04 Pat (4786 
Ich konnte mit dem Spiel auch nie wirklich was anfangen. Den Nachfolger fand ich viel besser.

Das Cover hat schon Stil. Ich meine aber, bei mir sah das anders aus. Habe das Spiel aber seit Jahren nicht mehr.
11.03.2016, 16:33 advfreak (899 
HAMMER!!!

Das Game selber leider nur mehr durchschnittliche Action-Adventure Kost aber das Cover ist wirklich genial!
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