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Der Kultboy Test-Thread

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-Stephan-:
So, wie bereits im Adventure-Thread angedeutet hier der Kultboy Test-Thread. Hier kommen alle Spiele, die von Kultboy-Usern getestet wurden rein, egal welches Genre. Wenn ihr also mal wieder einen alten Klassiker oder ein neueres Spiel gespielt habt und hier eure Meinung zum Besten geben wollte, Neueinträge sind gern gesehen :)

Die Spiele werden dann mit dem Die Kultboy-Riege testet Thread verlinkt, so hat man immer einen guten Überblick über die getesteten Spiele.

Kleines F.A.Q.:

Über welche Spiele kann ich Testberichte schreiben? Hier sind Testberichte über alle Spiele gerne gesehen, sei es nun ein Klassiker von damals oder ein aktuelles Spiel. Auch das Computersystem ist vollkommen egal.

Das Spiel zu dem ich einen Testbericht schreiben wollte ist bereits vorhanden. Macht ja nichts :D Natürlich sind auch mehrere Testberichte zu einem Spiel erwünscht :)

Wie teste ich Spiele? Eine bestimmte Form für einen Testbericht gibt es nicht, wobei die bisherige Form (siehe hier sich bisher sehr gut bewährt hat. Aber es ist wie gesagt jedem freigestellt wie er seinen Testbericht schreibt.

Was muss ich beachten? Da leider weiterhin gerne Bilder von bestimmten Seiten abgemahnt werden, wäre es natürlich am besten, die Bilder werden von euch selbst im jeweiligen Spiel geschossen und hochgeladen (wenn ich denn welche für den Test benutzen wollt). Alternativ können natürlich auch Bilder von anderen Seiten verlinkt werden, allerdings muss dies von der jeweiligen Seite natürlich gestattet sein.

Wie mache ich Bilder während eines Spieles? In Bearbeitung, Hilfe erwünscht ;)

Wo kann ich die Bilder hochladen? In Bearbeitung, Hilfe erwünscht ;)

1. Photobucket.com : Hier kann man kostenlos Bilder hochladen, ingesamt Speicher für bis zu 1 GB. Eine Registrierung mit Angabe der persönlichen Daten (Name, E-Mail, Geb.-Dat.) wird allerdings verlangt, ansonsten reicht der Free-Account wohl vollkommen.

Anmerkung: Der Tipp kam von death-wish, vielen Danke dafür :) Ich hab die Seite nur mal kurz überblickt, soweit scheint mir das ganze in Ordnung zu sein. Sollte jemanden was auffallen was dagegen spricht, bitte kurze PN.

Wer noch Fragen hat, PN an mich oder einfach hier stellen :)

-Stephan-:
Und suk hat gestern auch schon vorgelegt, da der Thread hier zu dem Zeitpunkt noch nicht eröffnet war findet man seinen Testbericht zu Lost - Via Domus hier :)

suk:
Ich verleg den Beitrag mal hier rein. Soll ja alles seine Ordnung haben.  ;)

So, da wir ja neben den Adventures nun auch andere Spiele der breiten Mitgliederschaft präsentieren können/sollen/wollen, will ich mal den Anfang machen. Die letzten 3-4 Tage im "Test": LOST - Via Domus.



Wie man am Titel schon erahnen kann, handelt es sich um die Spielvariante der Mystery-Serie LOST, deren 4. Staffel (glaube ich) bald in Schland anlaufen müsste. Die Story dürfte eigentlich bekannt sein - ein Flugzeug stürzt auf einer Insel ab. Es gibt zahlreiche Überlebende die sich mit der neuen Situation abfinden müssen. Es dauert aber nicht lange und allen Überlebenden wird klar, dass sie nicht auf einer normalen Insel gelandet sind. Immer mehr Rätsel tun sich auf und bald sind fast alle Schicksale auf der Insel miteinander verknüpft.
Das Spiel setzt genau mit dem Absturz ein. Wir spielen... naja, damit geht es schon los. Wir wissen nämlich erstmal gar nicht wer wir sind. Auf der Suche nach unserer Vergangenheit dringen wir immer tiefer in die Geheimnisse der Insel ein und erfahren Dinge, die wir lieber nicht wissen sollten...



Ich habe zu dem Spiel gelesen, dass man auch als LOST-Neuling seinen Spaß haben könnte. Das kann ich so nicht bestätigen. Klar kann man das Spiel zocken, aber da die gespielte Story sehr, sehr eng mit den ersten drei Staffeln der Serie verknüpft ist, würde man ohne Hintergrundwissen ziemlich schnell den Faden verlieren. Doch fangen wir vorne an. Das Spiel selber ist aufgebaut wie die Serie. Genauer gesagt wie eine kleine Staffel. Im Grunde spielen wir nämlich 7 Episoden der Serie und überspringen mit diesen Episoden die gesamten ersten drei Staffeln. Und das ist eigentlich schon der erste Kritikpunkt, denn die Story macht so wahnsinnig große Sprünge, dass man selbst als Kenner der Serie oft nicht mehr weiß, was das alles soll. Da heißt es plötzlich das Sawyer per Floß die Insel verlassen hat - und zwei "Folgen" später sitzt er wieder am Strand, ohne das man erklärt bekommt wieso und warum er wieder da ist. So z.B. Dann fiel mir auf, dass der neu eingeführte Charakter zwar seine eigene Hintergrundgeschichte bekommen hat, die Story auf der Insel selber aber eher der aus der echten Serie gleicht. Nur dass der Spielcharakter dann halt den Part von den "echten Charakteren" übernimmt. Mal mimt er den Verräter Michael, mal wird er wie Jack gefangen genommen. Das ist wieder etwas verwirrend für Kenner und da hätte ich mir lieber ne völlig eigene Inselstory gewünscht. Auch viele Nebencharaktere der Serie werden kurz, sehr kurz eingebaut, wo ein Neuling dann schon fragen kann "Wer war das denn gerade", da die halt einfach da sind und nicht eingeführt werden. Ein Serienkenner weiß Bescheid - alle anderen kieken höchstens doof.



Aber noch mal kurz zum Aufbau des Spieles - also wie gesagt man spielt 7 Episoden. Und das richtig wie man es aus dem Fernsehen kennt. Nach einer spannenden Stelle kommt der Abspann, kurze Pause, dann die bekannte Stimme "...bisher bei LOST", eine kurze Zusammenfassung, dann bekommt man eine aktuelle Einführung und dann das bekannte LOST-Intro, bevor man dann weiter an der Story spielen kann. Das ist ziemlich cool gemacht und unterstützt die Stimmung der Serie natürlich ungemein. Ebenso natürlich die grafische Umsetzung, die ziemlich gut geworden ist. Das Inselfeeling wurde extrem gut getroffen, die bekannte Charaktere wurden relativ gut nachgebildet. Die Wiedererkennungsfaktor ist enorm, an jeder Ecke des Spiels findet man markante Dinge, sei es das alte Schiff mit dem Dynamit, oder der VW Bus. Leider kann die grafisch und akustisch erstklassige Umsetzung (alle originalen Synchronsprecher sind dabei, ebenso die markanten Sounds und Musiken) aber über die spielerischen Mängel nicht hinwegtäuschen.



Zunächst einmal kann man sich auf kein genaues Genre festlegen. Es ist kein Adventure, kein Shooter, kein Jump'n'Run - am ehesten kann man es eigentlich als Knobelspielchen einordnen. Die Story baut sich nämlich im Grunde über diverse kleine Spielchen fort. Da müssen z.B. Relais an richtige Stellen an diversen Sicherungskästen eingesetzt werden um Türen zu öffnen, oder man muss mit einer Kamera in seiner Erinnerung bestimmte Motive fotografieren, um sich an diese Begebenheiten wieder zu "erinnern". (Diese Erinnerungsspielchen sind aber wirklich sehr gut umgesetzt worden und holen viel von der eigentlichen Eintönigkeit wieder raus). Beim Wandern über die Insel kommen auch immer wieder kleine "Spielchen ins Spiel", so gibt es z.B. so ne Art Labyrinth zu bewältigen und zwei dreimal muss man sich von einer Seite des Dschungels zur anderen durchschlagen - immer auf der Hut vor dem schwarzen Rauch (auch dieses Spielchen ist eines der Highlights und barg eigentlich die meiste Spannung). Die Wanderungen durch den Wald sind übrigens mal vorgegeben, mal hat man die freie "Richtungswahl".



Tja, das Ganze sieht also wirklich gut aus, aber richtig Spaß macht es dennoch nicht. Der Schwierigkeitsgrad ist extrem gering, so dass man vielleicht mal ne Renn-Spring&Rutsch-Szene wiederholen muss, weil man das Zeitlimit nicht erreicht hat, aber ansonsten stellen die Herausforderungen der Insel den Spieler vor keine großen Hürden. So ist dann auch die Spieldauer mit insgesamt vielleicht 5-6 Stunden (eher sogar weniger...) einfach zu gering. Richtig interessant wird das Spiel eigentlich nur durch die Hintergrundgeschichte des neuen Charakters, die am Ende aber Fragen offen lässt und eigentlich nur eines zu Tage bringt - dass man mit nem ganz schönen Arschloch gespielt hat, die ganze Zeit. Aber dafür ist das Ende zwar einerseits komisch, andererseits aber wieder typisch LOST.



Über die Insel selber, über ihre Bewohner oder gar über die Story der Serie, gibt es keinerlei neue Informationen. Wer gedacht hat vielleicht neue, bzw. andere Blickwinkel zu erhalten (ich) wird enttäuscht. Man hat im Grunde also lediglich ne sehr knappe Zusammenfassung der ersten drei Staffeln erhalten, das ganze grafisch schick verpackt, aber mit nem spielerischem Wert von ner Flasche Wasser. Sicher war diese Umsetzung aufgrund der verzwickten Geschichte keine einfache Sache, aber dass man dem Kunden letztendlich nur ne Mogelpackung in Goldfolie eingewickelt präsentiert, ist dann schon schwach. Da hätte man mit einer eher adventurelastigeren, oder eben auch mit einer actionreicheren Variante mehr erreichen können.



Zur Benotung. Ich übernehme mal das Grundprinzip der Adventure-Tests, sprich Schulnotensystem von 1-6. Dazu spielrelevante Kriterien. Wenn jemand da Verbesserungsvorschläge hat, immer her damit.

Grafik: 1
Sound: 1
Steuerung: 2
Story: 3-4 (an sich gut im LOST-Stil gehalten, aber als eigenes Spiel mit eigener Geschichte zu wirr)
Spielspaß: 5 (mag sein das Anderen diese Art der "Minispielchen" gefällt - mir war das nix)

-Stephan-:
Dann werd ich doch auch gleich mal einen Test beisteuern, diesmal aus der Klassiker-Rubrik, nämlich Sid Meier´s Civilization.

Civilization ist ein von Microprose im Jahre 1991 herausgebrachtes Strategiespiel. Man übernimmt in dem Spiel einen Stamm seiner Wahl und soll diesem vom Jahre 4000 B.C. bis in die Nahe Zukunft (in etwa 2020, je nach Schwierigkeitsgrad) führen. Ziel des Spieles ist entweder die Eroberung der Welt, oder man baut als erstes sein Raumschiff mit Ziel Alpha Centauri fertig.

Doch zunächst erzählt uns ein netter (für Amiga Besitzer auch etwas längerer, nur teilweise abkürzbarer) Vorspann die Entstehung unserer Welt. Hat man die Einleitung hinter sich gelassen, wählt man zunächst aus, ob man auf einer zufällig erschaffenden Welt spielt, oder die uns bekannte Erde nimmt. Als nächstes entscheidet man nun, welches der 14 Völker man selbst befehligen will. Auch läßt sich die Anzahl der gegnerischen Nationen (bis zu 6 Stück) sowie der Schwierigkeitsgrad (5 Stufen) einstellen.

Und dann kann es auch schon losgehen. Man beginnt also im Jahr 4000 B.C. mit einem (je nach Zufall auch mal 2) Siedler/n. Zunächst sollte erstmal die Bildung der ersten Stadt sowie deren Absicherung im Vordergrund stehen, da ansonsten die netten Herren Computergegner oder auch die Barbaren dem ganzen recht schnell ein Ende bereiten können. Hat man also erstmal die Stadt gesichert gehts auch schon weiter mit der Erkundung der Welt. Diese ist zunächst noch komplett in schwarz gehüllt, muss also erst nach und nach erforscht werden. Nachdem man also seine Truppen in die weite Welt geschickt hat, wird man nach einigen Zügen auch schon die ersten Dörfer, in denen man entweder nützliche Dinge wie Gold oder Wissen, aber auch genauso gut Barbaren vorfindet,  und die ersten anderen vom Computer gesteuerten Zivilisationen ausfindig machen.

Womit wir beim Punkt Diplomatie angekommen wären. Dieser ist in Zivilisation nicht zu vernachlässigen, immerhin lassen sich mit anderen Zivilisationen Friedensverträge oder auch der Austausch von Wissen in die Wege leiten. Alternativ kann man den Computer auch bitten, andere Zivilisationen anzugreifen oder der Zivilisation halt selbst direkt den Krieg erklären. Es gibt wie schon erwähnt sechs weitere Zivilisationen, auf die man je nach Karte früher oder später trifft, und die natürlich ebenfalls versuchen die Vorherrschaft über die Erde zu gelangen. Da es anfangs nicht überaus klug ist mit allen Zivilisationen im Krieg zu liegen empfielt sich hier erstmal ein wenig freundlichere Diplomatie :D

Soweit noch so einfach, aber wir sind ja schließlich Herrscher über ein ganzes Volk. Da auch Forschung ein wichtiger Punkt in dem Spiel ist (ohne Forschung keine neuen Erfindungen, also auch keine neuen Gebäude, Weltwunder oder Waffen) empfielt es sich, eine möglichst niedrige Steuerrate zu wählen um schneller erforschen zu können. Hört sich einfach an, ist es aber nicht unbedingt. Mit der Zahl der neuen Erfindungen steigen auch neue Möglichkeiten des Stadtausbaues, wie z. B. Stadtmauern, Aquädukte oder auch Kolosseen. Soll die Stadt wachsen, sind diese Erweiterungen unumgänglich. Diese kosten aber wiederrum auch wieder einen gewissen Betrag pro Runde, ergo muss dieses zum Teil wieder aus den Steuern ausgeglichen werden oder zum Beispiel durch den Bau von Marktplätzen.

Mit der Zeit reicht natürlich eine Stadt nicht aus, Ausdehnung ist das Stichwort. Dafür baut man u. a. weitere Siedler um neue Städte zu gründen und diese ggfs. auch mit Straßen und Bewässerungen zu versorgen, was wiederrum die u. a. Produktion, der jeweiligen Stadt erhöht. Natürlich sollte man auch darauf achten, wo man denn seine Stadt baut. Ist diese zu nah an einer anderen Stadt, gibts Probleme mit den Ressourcen. Auch ist es nicht sonderlich klug eine Stadt in der Wüste oder im Eis zu bauen, da diese kaum Nahrung und Ressourcen einbringen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die Wahl der jeweiligen Staatsform. Man beginnt zunächst in der Anarchie (Despotismus). Diktator zu spielen mag ja am Anfang auch noch recht witzig sein, bringt einen aber nicht wirklich weiter, da die Resourcenfelder weniger erwirtschaften, ergo weniger Handel, weniger Wissenschaft, weniger Produktion. Also sollte man möglichst versuchen relativ schnell auf einen der anderen Staatsformen (die man allerdings erst "erfinden" muss) zu kommen. Auch hier ist eine gut überlegte Wahl angebracht. Demokratie zum Beispiel bringt den größten Handels- und Wirtschaftsertrag; bei Versuch damit allerdings vernünftig Krieg zu führen wird man schnell feststellen, dass das Volk das ein wenig anders sieht ;)

Nicht ganz unwichtig sind auch die Weltwunder, die in diesem Spiel vorkommen. Es gibt davon je Epoche (Antike, Mittelalter, Industriell und Gegenwart) 7 Stück, also insgesamt 24 (wobei die sieben Weltwunder der Antike übrigens nicht alle denen der Realität entsprechen ;)). Baut man ein bestimmtes Weltwunder (was recht lange dauert und einiges an Ressourcen benötigt) so bringt dieses natürlich auch seine Vorteile; so bringen die Hängenden Gärten z. B. mehr zufriedene Bürger in den Städten, und bei der Großen Bibliothek bekommt man eine Erfindung, wenn man diese selbst zwar noch nicht entdeckt hat, aber diese bereits von zwei anderen Zivilisationen entdeckt wurde.

Soweit so gut, unsere Welt blüht also, unserer Volk ist zufrieden (was sich dann je nachdem auch an dem für den Herrscher errichteten Palast zeigt), Friede, Freude, Eierkuchen :) - Denkste :D

Wie schon gesagt sind noch weitere sechs Nationen darum bemüht, die Herrschaft für ihr Volk zu sichern. Die Führer der jeweiligen Nation sind gewissen geschichtlichen Personen zugeordnet, so wird Ägypten zum Beispiel von Ramses befehligt. Je nach Nation und vor allem der Größe der jeweiligen Nation sind die Computergegner mal weniger, mal mehr aggresiv. Mit der Zeit wird man meist nicht darum rumkommen selbst Krieg zu führen.

Und auch dann zeigt sich bei Civilization mal wieder, wie gut man seine Zivilisation denn bisher aufgebaut hat. Hat man zum Beispiel alles in die Forschung gesetzt, aber so gut wie keine Truppen zur Absicherung seines Reiches gebaut siehts jetzt relativ schlecht aus ;)

Das ist einer der Punkte, die Civilization so interessant machen. Man muss immer versuchen einen möglichst ausgeglichenen Weg zu finden, um weder die Wissenschaft, noch das Geld oder sein Heer zu vernachlässigen. So hat eine zurückgebliebene Zivilisation immer noch die Möglichkeit, durch ein starkes Heer eine ihr wissenschaftlich vorausliegende Zivilisation doch noch zu erobern. Andererseits kämpft es sich natürlich mit Legionen schlecht gegen Panzer, weshalb man halt auch bei zu weit hinten liegender Wissenschaft ein ziemlich großes Problem bekommt.

Civilization endet entweder dadurch, dass man die Zeitspanne bis zum Jahr 2020 A. D. erreicht (abhängig vom Schwierigkeitsgrad) oder bereits vor dieser Zeit, wenn es einer Zivilisation gelungen ist die komplette Welt zu erobern, oder wenn ein Raumschiff einer Zivilisation als erstes Alpha Centauri erreicht.

Fazit: Civilization ist für mich eines der besten Computerspiele aller Zeiten. Man kann es immer und immer wieder spielen, es wird nicht wirklich langweilig, da selten ein Spiel dem anderen gleicht. Die Grafik ist zugegebenermaßen bestenfalls zweckmäßig, reicht aber halt auch vollkommen aus für ein Strategiespiel. Natürlich hat auch dieses Spiel ein paar Schwächen (sehr nervig wenn z. B. eine Phalanx auf einem Berg den x-ten Panzer von einem geplättet hat, nur weil die Phalanx diesen Bergbonus bekommt; auch das Schlachtschiff welches in einer Stadt befestigt ist läßt sich nur überaus lästig besigen), aber diese fallen nicht wirklich ins Gewicht. Man kann es auch nach Jahren immer mal wieder spielen, ein absoluter Klassiker.

Versionen (die getesteten, inzwischen gibts Civilization ja selbst schon fürs Handy ;):

Amiga: steht der PC-Version eigentlich in nichts nach, außer das die Ladezeiten gegen Ende halt doch deutlich länger werden. Davon gab es (nach eigener Erfahrung) übrigens zwei Versionen. Bei der einen Version hatte der Computer (egal bei welcher Zivilisation) immer nur eine einzige Einheit zur Verteidigung in seiner Stadt; ist mir damals bei mehreren gekauften Versionen aufgefallen; bei der normalen Version befinden sich meist, vor allem im späteren Verlauf des Spieles mehrere Einheiten zum Schutz in einer Stadt.

PC: Ladezeiten zwischen den Runden um einiges kürzer, ansonsten keine wirklich nennenswerten Unterschiede. Das Spiel gibt es in einer Dos- wie auch in einer Windows Variante. Unter WindowsXP ließ es sich zwar ein wenig langsam spielen, lief aber auch ohne DosBox soweit.

Gibt es auch noch als S-NES sowie für den Apple Macintosh, hab ich aber nie richtig gespielt.

Wertung: (gilt für Amiga und PC Version)

Grafik: 4 (zweckmäßig)
Sound: 3-4 (reißt auch keinen vom Hocker)
Steuerung: 1 (problemlos mit Maus spielbar)
Motivation: 1 (immer und immer wieder spielbar, zurecht ein Meilenstein im Strategiebereich)

Noch erwähnenswert:

- Das Spiel verfügt über ein excellentes deutschsprachiges Handbuch (welches man dank Kopierschutzabfrage auch zumindest am Anfang benötigte ;)), auch das Spiel selbst ist in Deutsch verfügbar (wobei es da dann doch ein wenig mit dem Deutsch haperte)
- Sid Meier tritt in einer Nebenrolle als Erfinder auf
- Civilization bei Wikipedia (deutsch)
- Testberichte auf Kultboy.com


Anmerkung: Bilder kommen noch, muss erstmal schauen wie ich das ganze einbinde ;)


suk:

--- Zitat von: -Stephan- am 26.03.2008, 22:45 ---PC: ein wenig schneller als die Amiga-Variante...

--- Ende Zitat ---

"Ein wenig" ist schon ein wenig untertrieben. Gerade im späteren Spielverlauf traten die Performanceprobleme des Amiga doch mehr und mehr in den Vordergrund. ;)
Ansonsten sehr schön auf den Punkt gebracht. :oben:

PS: Sind hier eigentlich Diskussionen/Anmerkungen gestattet, oder wollen wir sowas (der Übersicht wegen) verlagern?

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