Was guckst du?

Begonnen von PsychoT, 23.11.2009, 00:18

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cassidy

Gestern, mit den pubertierenden Jüngsten, "Quo Vadis" begonnen. Mit dem großartigen Peter Ustinov. Heute kommt die zweite Hälfte.  Ich kann mir solche Filme immer anschauen.  Für die Jüngeren ist es schwieriger.  Obwohl die "Vom Winde verweht " gut an einem Stück sehen konnten.  Da war aber auch, letztlich, mehr Action!
"Der Antichrist kommt als Frau, im Körper eines Mannes mit sieben Schwänzen und sieben Köpfen..."

Retrofrank

Wenn du die Kinder dauernd zwingst, irgendwelchen alten Käse anzuschauen, werden sie dich irgendwann ins Altenheim stecken.

Deathrider

Die alte Verfilmung von Quo Vadis lebt natürlich von der grandiosen Darstellung durch Peter Ustinov. Ich mag den auch, auch wenn dieser doch etwas zu schnulzig rüberkommt. Das Buch ist da wirklich ne ganz andere Nummer.

Spartacus von Kubrick finde ich auch super, auch schon wieder Ustinov dabei. Der Typ hatte es drauf.

Ich erinnere mich, wie im TV mal sein runder Geburtstag mit Stars gefeiert wurde und der Dalai Lama ihm per Brief alles gute gewünscht hat.


I looked, and behold, an ashen horse; and he who sat on it had the name Death; and Hades was following with him.

cassidy

Zitat von: Retrofrank in 06.04.2026, 10:59Wenn du die Kinder dauernd zwingst, irgendwelchen alten Käse anzuschauen, werden sie dich irgendwann ins Altenheim stecken.

Frau wollte so.
Danach haben wir noch "Thursday Murder Club" geschaut. Ziemlich schwach, schlicht und sehr bemüht.
"Der Antichrist kommt als Frau, im Körper eines Mannes mit sieben Schwänzen und sieben Köpfen..."

Rockford

Zitat von: Deathrider in 06.04.2026, 13:06Ich erinnere mich, wie im TV mal sein runder Geburtstag mit Stars gefeiert wurde und der Dalai Lama ihm per Brief alles gute gewünscht hat.
War das eine Sat.1-Show so Mitte-Ende der 90er? Ich erinnere mich, dass ich eigentlich weg wollte, beim Anziehen die Show laufen ließ und der Mann mich mit seinen Geschichten und seiner Art zu erzählen (auf deutsch) so fasziniert hat, dass ich erst nach der Show los konnte.

Ich bin auf eine britische Sitcom gestoßen: "Vicious". Sehr englisch, sehr witzig. Ein keiner Cast mit (gut gereiften) Schauspielern aus Herr der Ringe (Ian McKellen), Game of Thrones (Iwan Rheon), Harry Potter (Frances de la Tour), dazu die großartigen Derek Jacobi und Philip Voss.

Hier die Weihnachtsfolge, weil ja Ostern ist:


Oh Dae-su

Zitat von: Deathrider in 05.04.2026, 09:22Und schon wieder eine Nolan - Tarantino Diskussion.
Von Nolan mag ich "The Prestige." Und dass er gerne Michael Caine für Gastrollen besetzt.  Das wär's dann aber auch mit dem Positiven.  :P

Ernsthaft, was mich an ihm wirklich nervt, ist, dass er es mit der Lautstärke und Intensität der "Musik" völlig übertreibt. Selbst langweiligste Dialoge werden mit schrillem Sound untermalt, um Spannung zu erzeugen - wo eigentlich keine ist. Selbst renommierte Kritiker fallen auf diesen billigen "Einserschmäh" rein, aber mir macht sowas (und auch der sog. Shepard Tone) fast den ganzen Film kaputt. :ka:
"Man ist so lange nicht betrunken, wie man auf dem Fußboden liegen kann, ohne sich festzuhalten." - Dean Martin

Retro-Nerd

#4101
Send Help:

Sam Raimis zweite Pause von seinem Marvel Schaffen kann mich leider nicht komplett überzeugen. Im Grunde eine viel zu lang gezogene Survial Horror Komödie, mit sehr schwachen Ende. Da kann selbst die gute Rachel McAddams nicht so schrecklich viel retten. Man merkt stellweise zwar seinen alten Stil, aber "Drag me to Hell" war anno 2009 doch ein gutes Stück besser gemacht.

6/10 Mangos

Rollenspiel Experte Cassidy meint: "Ich stehe sogar nachts auf und zocke Dragon Age Origins im Kettenhemd am PC."
Rektum hat keinen Arsch in der Hose!
Herr Planetfall ist ein moderner Kaspar Hauser.
Greg weiß nix!

mark208

Zitat von: Deathrider in 06.04.2026, 13:06Die alte Verfilmung von Quo Vadis lebt natürlich von der grandiosen Darstellung durch Peter Ustinov. Ich mag den auch, auch wenn dieser doch etwas zu schnulzig rüberkommt. Das Buch ist da wirklich ne ganz andere Nummer.


Das Buch habe ich nie gelesen, kannst du mir das kurz erläutern?

Deathrider

@Rockford

Ich weiß ehrlich nicht mehr genau, wo die Show lief, aber es war wirklich schön mit anzusehen, wie viele Persönlichkeiten Peter kannte und man ihm zum GB gratulieren wollte.

@mark208
Oh, das ist wirklich sehr lange her. Ich habe damals die ersten 60 Seiten noch auf polnisch gelesen, und nichts gecheckt und mir dann eine deutsche Ausgabe besorgt.
Klar, im Vordergrund geht es um Christenverfolgung und diese Liebesgeschichte, aber ich habe einfach in Erinnerung wie detaillert vor allem die Christenverfolgung in dem Buch beschrieben wurde. Zum ersten Mal habe ich dann den Begriff römische Fackel wirklich verstanden, und die Löwenszene in der Christen dann in der Arena kämpfen ist überaus spannend geschrieben. Diese 50er Jahre Verfilmung wirkt für mich zu stark aufgesetzt, so eine Art Sissi, wo man während des Zuschauens das Gefühl hat, alles ist nicht so schlimm, gibt schon ein Happy End.

Ich habe später noch Feuer und Schwert von Sienkiewicz gelesen(zwar besitze ich die Trilogie auch auf polnisch, aber gleiches Problem, daher deutsch) und ich muss sagen, dass Buch hat mich bis von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich finde, Sienkiewicz konnte wirklich gut Geschichten erzählen. Dabei habe ich davor geschichtlich keine Ahnung von den Kosaken
Den zweiten Teil Sintflut habe ich nur in einer gekürzten Fassung(anstatt 800 Seiten nur 400) und daher habe ich nie wirklich Lust gehabt, den mal zu lesen. Wahrscheinlich werde ich es aber doch irgendwann mal machen. Frage mich bitte nicht, warum Deutschland sich nicht für polnische Literatur interessiert. Die DDR hats getan  :cen:


I looked, and behold, an ashen horse; and he who sat on it had the name Death; and Hades was following with him.

mark208

Danke für die ausführliche tolle Antwort. Ich vermute, dass man damals filmisch die Gräueltaten nicht detailliert darstellen wollte und ihnen so auch einen Teil des Grauens genommen hat. Warum bei uns polnische Literatur nicht angesagt war und ist, kann ich dir auch nicht sagen. Wobei es vielleicht auch eine Genrefrage ist, Lem und Asimov als russische SF Autoren haben ja auch im Westen Erfolg gehabt.

cassidy

Also, Sinkiewicz ist eine Nummer! Im Westen wie im Osten! Den Literaturnobelpreis bekommst Du nicht einfach so. Gerade "Quo Vadis" hast Du bestimmt bis zur Mitte der 80er in jedem zweiten Haushalt vorgefunden! Gleichzeitig muss man auch mal überlegen, wann der Roman entstanden ist. Sinkiewicz war zu seiner zeit einer der meistgelesen Autoren der Welt! Gleichzeitig unterliegen bestimmte Themen auch immer Moden! Mit seinen Themen kannst halt schon länger keine Katze mehr hinterm Ofen hervorholen. Auch hat die DDR sich wenig für Sinkiewicz interessiert. Er stammt aus einer Zeit, die so gar nicht in das System der ehemaligen DDR passt. Weder ob seiner eigenen Biographie, noch mit seinen Themen, die er behandelte!
"Der Antichrist kommt als Frau, im Körper eines Mannes mit sieben Schwänzen und sieben Köpfen..."

Retrofrank

#4106
Zitat von: mark208 in Gestern um 16:58Wobei es vielleicht auch eine Genrefrage ist, Lem und Asimov als russische SF Autoren haben ja auch im Westen Erfolg gehabt.

Ähem....Lem war Pole und Asimov ist im Alter von drei Jahren in die USA emigriert und sprach wohl nie russisch. Weiß nicht, ob er sich als russischen Autor sah.

cassidy

Lem als Russen zu bezeichnen kann, beizeiten,  schon zu massiven Unruhen führen.
"Der Antichrist kommt als Frau, im Körper eines Mannes mit sieben Schwänzen und sieben Köpfen..."

Retrofrank

Die Strugatski Brüder waren Russen. Haben uns auch ein paar hervorragende Sci-Fi Romane geschenkt, z.B. "Picknick am Wegesrand", die Vorlage für den Stalker Film und Inspiration für die Spiele und "Es ist schwer, ein Gott zu sein", der auch zwei mal verfilmt wurde.

cassidy

"Picknick am Wegesrand " ist schon toll. Rauh und Kompromiss. Gleichzeitig getragen von einer klaren Sprache,  die Heute, so,  gar nicht mehr genutzt wird.

Lem war eher ein unorthodoxer SF-Autor. Grundsätzlich interessiert,  Wissen zu vermitteln aber auch sehr fantasievoll.  Humorig und eher Terry Pratchett als Douglas Adams. Aber auch verblüffend spektakulär.
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