Umfrage
Frage:
Trinkgeld für Handwerker, insofern die Arbeit ordentlich gemacht wurde?
Antwort 1: Gebe ich grundsätzlich
Stimmen: 12
Antwort 2: Gebe ich nie
Stimmen: 3
Antwort 3: Würde ich nur in bestimmten Fällen geben (bitte im Folgenden benennen)
Stimmen: 4
Bin mal gespannt, was da jetzt bei raus kommt.
Gebe ich Immer!
Ich bin dei den guten 10% oft dabei, wenn ich für mich alleine im Pub bezahle.
Als ich aber mal im Restaurant für 300€ mein GB gefeiert habe, waren mir 30 Euro dann doch zuviel, 10 Euro oder so wars mir dann doch noch wert, weil dass Essen damals super war.
Im Restaurant muss ich mich manchmal bremsen, dass ich bei einem nicht so guten Essen/Ambiente/Service nicht doch wieder automatisch 10% gebe. Dann ist es immer schwierig das richtige Maß zu finden.
Ich dachte, es geht eher um Handwerker. Also die Jungs, die nach Hause kommen, um ggf. die durch Wasserschäden marode Wand wieder herrichten, oder mal eben den Flügel liefern und den Alten mitnehmen.
Im Restaurant mache ich dass von der Lokalität selber, dem Essen und dem service abhängig. Bei Fritten-Bill bin ich eher etwas knausriger!
Hm, beim Handwerker gibt es immer soviel Trinkgeld, wie hinten in sein rauslugendes Sparschwein passt. :D
Für jede Schweissperle nen Taler!
Ups, habs die Umfrage nicht gesehen. Da ich zur Miete wohne übernimmt alles meine Vermieterin, daher gibts kein Trinkgeld.
Ich kann mich erinnern, dass mein Bruder mal Probleme mit der Kanalisation hatte, die kamen prompt, machten alles schnell (und hoffentlich gut) und er gab ihnen 50 Euro Trinkgeld.
Mehr kann ich leider auch nicht helfen.
Sofern die Arbeiten ordentlich ausgeführt wurden, gibt es auch etwas Trinkgeld - ist aber wirklich von der Qualität der Arbeit abhängig.
Das es in meiner Gegend kaum noch Handwerker zu geben scheint, die vernünftige Arbeit abliefern hat sich die Trinkgeldfrage für mich persönlich erledigt. Wenn ständig irgendein Kack nachgebessert werden muss, kostet das meine Zeit und die ist ja bekanntlich Geld.
Also Handwerkern gebe ich bei Ordentliche Arbeit Trinkgeld.
Soviel verdienen je nach Handwerk sie ja auch nicht. Außerdem ist es eine schöne Anerkennung für Ihre Arbeit.
Ich gebe auch hin und wieder meinen Paketboten Tringeld, die verdienen auch echt wenig!
Im Restaurant tue ich mich auch etwas schwer mit der 10 % Regelung. Sehe auch eher so das man pro Leistung eine bestimmte Summe Zahlt.
Zum Beispiel Pro Essen ca 2 EUR. Oder Nur Getränke 1 EUR.
Grundsätzlich gebe ich zwar Trinkgeld, ich bin aber normalerweise grundsätzlich eher gegen Trinkgeld und für eine bessere Bezahlung.
Es sollte jedenfalls nicht so sein das der Hauptlohn aus den Trinkgeldern besteht! Was sicherlich besonders auf Restaurants zutreffen kann.
In Deutschland geht das ja noch, aber in manchen Ländern besteht der Lohn fast nur aus dem Trinkgeld. Entsprechend verhält sich dann oft die Bedienung..
Beim Friseur gebe ich immer gerne "viel" Trinkgeld, da der eigentliche Preis nie hoch ist. Da komme ich immer schnell über 10% Trinkgeld. Aber das gehört ja auch zur Branche.
Trinkgeld bei Handwerkern? Der schickt mir ne Rechnung, ich bezahl das doch nicht bar, ihr Steuerhinterzieher!
Die Rechnung kommt doch nicht von dem Angestellten der bei mir gerade arbeitet sondern vom Chef!
Mit Sicherheit stellt auch die Rechnung nur einer der Angestellten. ;) Mir gibt auch keiner Trinkgeld dafür, dass ich die Verträge so toll ausdrucke. :lol:
Gebe ich nur freundlichen Mitarbeitern der Gastronomie, die mich zuvorkommend bedient haben. Handwerker sind meist inkompetent und innerhalb kürzester Zeit wieder weg, ohne die Arbeit erfolgreich und zufriedenstellend abgeschlossen zu haben. Jedenfalls war das meine Erfahrung der letzten 10 Jahre.
Zitat von: berghutzen in 03.02.2014, 16:04
Mit Sicherheit stellt auch die Rechnung nur einer der Angestellten. ;) Mir gibt auch keiner Trinkgeld dafür, dass ich die Verträge so toll ausdrucke. :lol:
Ich meinte damit, das Die Rechnung an den Chef oder eine Firma oder ein Aktiengesellschaft etc.. adressiert ist und dort auch das Geld hingeht.
Im Restaurant gibt man ja auch nicht dem Restaurantbesitzer das Trinkgeld.
Es Sei denn er arbeitet dort als Kellner selber..
Trinkgeld gibts halt generell nur wenn man direkt mit einem Kunden Kontakt hat.
Ausserdem, bei einigern Branchen kommt man sicherlich nicht auf die Idee Trinkgeld zu geben, wie etwa einem Versicherungsvertreter! :cen:
Zitat von: lonely-george in 04.02.2014, 14:51
...wie etwa einem Versicherungsvertreter! :cen:
...aber warum eigentlich nicht? :D :D :D
Ich gebe immer Trinkgeld, bin selbst Handwerker :D
Normalerweise gebe ich auch immer Trinkgeld. Nur selten gibt's nichts, dafür kommt die Kritik.
Eine Ausnahme gibt's aber: In unserem Stammlokal war eine Bedienung (Studentin), die uns immer in den Arsch gekrochen ist. War sie privat dort kannte sie uns nicht. Ganz dreist wurde sie dann, als sie sich dann selber noch das Trinkgeld abgezogen hat. Danach bekam sie eigentlich kein Trinkgeld mehr von uns.
Ich gebe im Lokal auch immer Trinkgeld, obwohl ich nicht will. Diese Gewohnheit, dass jemand von mir was erwartet, was gerade mal wenige Sekunden gedauert hat, das nervt tierisch. Klar tun mir die Kellner leid, dass sie so wenig verdienen, aber für diese geringe Leistung ist es eigentlich nicht gerechtfertigt.
Handwerker die gut arbeiten, die haben sich Trinkgeld wirklich verdient. Also da ist dann pro Arbeiter ca. 10 Euro angebracht.
Kommt auf die Handwerker an wie sie drauf sind. Manchen habe ich ein üppiges Frühstück auf den Tisch geknallt und denen noch einen blauen Schein in die Hand gedrückt, andere bekommen gerade mal einen Kaffee.
Einen unsympathischen Menschen will ich einfach nichts geben.
Zitat von: Long John Silver in 05.02.2014, 23:19Klar tun mir die Kellner leid, dass sie so wenig verdienen, aber für diese geringe Leistung ist es eigentlich nicht gerechtfertigt.
Definitiv. Ich kann mit gutem Gewissen kein Trinkgeld geben, denn ich habe jahrelang in 'nem Job gearbeitet, der so dermaßen schlecht bezahlt wurde, dass jeder Handwerker dagegen ein Großverdiener ist. Und die handwerkliche Tätigkeit hat gegen meinen Job keinerlei Niveau, viel können muss man dafür nicht. Bei einem Kellner ist es noch schlimmer. Oder Tankwart. Ich war vor ein paar Jahren mal tanken, da hatte Shell gerade den "Tankwart-Service" eingeführt. Da war dann so ein Bursche, der unbedingt selbst den Tankrüssel in den Tank meines Autos stecken wollte. Hab mir nichts weiter bei gedacht, doch anschließend hat er mir einen Zettel mit Strichcode gegeben mit den Worten "Wenn Sie zufrieden waren, können Sie ja den Code beim Bezahlen abgeben". Gut, hab ich gemacht, warum auch nicht. Allerdings war so dann die Rechnung 5 € (!) teurer. FÜNF EURO für ein paar Sekunden Tankrüssel halten! Soviel habe ich netto beim Behandeln von 2 Patienten bekommen, und das war harte Arbeit bei 2 vollen Therapieeinheiten... Spätestens seitdem gebe ich so gut wie nie Trinkgeld, denn ich weiß, was es heißt, für nichts zu arbeiten.
Zitat von: PsychoT in 06.02.2014, 22:33
Zitat von: Long John Silver in 05.02.2014, 23:19Klar tun mir die Kellner leid, dass sie so wenig verdienen, aber für diese geringe Leistung ist es eigentlich nicht gerechtfertigt.
Definitiv. Ich kann mit gutem Gewissen kein Trinkgeld geben, denn ich habe jahrelang in 'nem Job gearbeitet, der so dermaßen schlecht bezahlt wurde, dass jeder Handwerker dagegen ein Großverdiener ist. Und die handwerkliche Tätigkeit hat gegen meinen Job keinerlei Niveau, viel können muss man dafür nicht. Bei einem Kellner ist es noch schlimmer. Oder Tankwart. Ich war vor ein paar Jahren mal tanken, da hatte Shell gerade den "Tankwart-Service" eingeführt. Da war dann so ein Bursche, der unbedingt selbst den Tankrüssel in den Tank meines Autos stecken wollte. Hab mir nichts weiter bei gedacht, doch anschließend hat er mir einen Zettel mit Strichcode gegeben mit den Worten "Wenn Sie zufrieden waren, können Sie ja den Code beim Bezahlen abgeben". Gut, hab ich gemacht, warum auch nicht. Allerdings war so dann die Rechnung 5 € (!) teurer. FÜNF EURO für ein paar Sekunden Tankrüssel halten! Soviel habe ich netto beim Behandeln von 2 Patienten bekommen, und das war harte Arbeit bei 2 vollen Therapieeinheiten... Spätestens seitdem gebe ich so gut wie nie Trinkgeld, denn ich weiß, was es heißt, für nichts zu arbeiten.
5 Euro ist wirklich heftig, dafür dass er ja nur daneben stand. Dieser Service hat sich wohl nicht durchgesetzt, oder? Zumindest habe ich noch niemanden an der Zapfsäule gesehen.
Meine Mutter ist Krankenschwester, und daher weiß ich, was DIE leisten müssen. Das ist wirklich der Wahnsinn, was man von einer fast 60 jährigen noch alles erwartet. Ok, am Monatsende sind dann ca. 100 Euro Trinkgeld, aber das ist dann auch schwer verdient. Wenn eine 55kg-Frau einen 150kg Typen mit COPD im Bett hin und herschieben muss oder von nen anderen dreimal am Tag die Windel wechslen muss, und den Rest, den der Patient nicht halten konnte auf den Boden gemacht hat.
Also einem Tankwart würde ich auch kein Trinkgeld geben...bin durchaus in der Lage mein Auto selbst zu tanken. Die letzten die mal was "ausser der Reihe" bekommen haben waren die Postbotin und der DHL-Fahrer - beide immer sehr freundlich, gehen sie auch vernünftig mit den Sendungen um :)
Zitat von: Long John Silver in 07.02.2014, 23:31Wenn eine 55kg-Frau einen 150kg Typen mit COPD im Bett hin und herschieben muss oder von nen anderen dreimal am Tag die Windel wechslen muss, und den Rest, den der Patient nicht halten konnte auf den Boden gemacht hat.
Kenne ich. Im 4. Semester, als ich in'ner Neurologischen Klinik gearbeitet habe, wurde ich zu 'nem Apoplex-Patienten geschickt, um den Status aufzunehmen. Bis dahin war mir bekannt, dass Apoplex immer nur einseitig ist und es demnach nur eine betroffene Seite gibt. Als ich eine Seite durchgecheckt und keinerlei Funktion feststellen konnte, ging ich also davon aus, dass die andere Seite zum Transfer in die nächst höhere ASTE eingesetzt werden kann. Als ich diesen Patienten dann in den Sitz transferiert habe, musste ich feststellen, dass die andere Seite auch keine Funktion hatte. Nur so nebenbei, der Patient hat 180-200 Kilogramm gewogen... Ein normaler Mensch mit Normgewicht oder eine Frau hätte den niemals ohne Hilfe transferieren können. Zum Glück bin ich ja nicht der Schwächste... Aber dennoch habe ich mir so eine spitzenmäßige ISG-Blockade mit entsprechenden nervalen Ausstrahlungen in die Dermatome zugezogen, was ich dummerweise aber erst 5 Stunden später gemerkt habe. Dafür hat es 3 Monate (die von entsprechenden Übungen geprägt waren) gedauert, bis es wieder weg war. Und das Geilste an der Sache: Für diese Arbeit wurde ich noch nicht mal bezahlt, sondern habe selber monatlich 400 Euro plus Fahrtgeld auf den Tisch legen müssen. Willkommen in Deutschland! :glubsch:
Solche Berufe wie Krankenpfleger und Leichenbestatter sollten meiner Meinung nach sowieso mindestens mit 100.000 Euro Jahresgehalt entlohnt werden.
In Wahrheit ist aber, glaube ich, nicht ganz so viel, *ähem*
Überhaupt, sollte mal jeder, der Vollzeit arbeitet, davon gut leben können. Ist schon richtig, dass bestimmte Berufe besser bezahlt werden als andere. Aber jede noch so einfache, stupide Tätigkeit trägt dazu bei, dass dieses System fuinktioniert. Dann sollte das auch angemessen vergütet werden. Geld wäre insgesamt genug da, keine Sorge. ;)
Ich gebe Trinkgeld grundsätzlich nur dann, wenn die Dienstleistung Trinkgeldwürdig war.
Es gibt genug Kellner usw. denen man eher noch das Trinkgeld anderer Gäste wegnehmen sollte um mich für den schlechten Service zu entschädigen ;-)
Aber wenn sich jemand kümmert, bin ich verhältnismäßig großzügig.