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Off-Topic => Rest => Thema gestartet von: Jochen in 03.09.2015, 13:54

Titel: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Jochen in 03.09.2015, 13:54
Ich habe meine Freundin in dieser Woche zu einem Elternabend begleitet. Der Grund des Treffens: Ein Kind aus der Klasse wollte mit seinem Freund spielen. Einfach so, ohne Termin! Der ging doch tatsächlich zu einem anderen Haus, klingelte dort und fragte, ob der Schulfreund zum Spielen raus kommen könnte. Einfach so, nach draußen!

WARUM IST DAS EIN THEMA FÜR EINEN ELTERNABEND?  :conf:

Helft mir, ich versteh es nicht. Früher bin ich am Wochenende einfach raus gegangen, lief zu Freunden in der Nachbarschaft und klingelte. Manchmal brauchte ich gar nicht klingeln und ging einfach hinein. Ohne Termin. Dann wurden Computerspiele gezockt.  :) Niemand brachte mich hin, niemand holte mich ab. Wenn es Dunkel wurde, musste ich daheim sein. Manchmal wurde man von den Eltern eines Freundes zum Abendessen eingeladen, umgekehrt war es bei uns genau so.

Wenn ich mit Freunden raus ging, hatte keiner ein Handy dabei und niemand sprach von Aufsichtspflicht. Wir fuhren Fahrrad ohne Helm, haben uns manchmal gestritten, uns manchmal Beulen geholt, waren manchmal nach dem Fußballspiel (auf einem Ascheplatz!) an einigen Körperstellen grün und blau - aber deswegen wurde niemand zur Verantwortung gezogen.

Wenn einer nicht gut Fußball spielen konnte, dann musste er ins Tor. Wer für das Tor nicht taugte, der durfte zuschauen. Wer nicht zuschauen oder sich keine andere Mannschaft suchen wollte, der musste lernen mit seiner Enttäuschung klarzukommen. Niemand wurde von seinen Eltern begleitet. Niemand hatte einen laut rufenden Vater am Spielfeldrand stehen, der die Spielzeit seines Sohnes mit der Stoppuhr gemessen hat und sich mit anderen Vätern über das Spiel zerstritt.

Wenn wir draußen waren, dann konnte es Regen geben. Dann ... tja ... dann wurde man manchmal klatschnass. War halt Wetter. War draußen. War so. Dreckige Kleidung wurde gewaschen. Fertig. Niemand musste sich dafür rechtfertigen, das erklären und darüber diskutieren.

Wir aßen tagsüber sogar Schokokekse, nicht diese veganen Dinkeldinger. Unsere Schulbrote wurden noch mit guter Butter geschmiert und unsere Mütter mussten sich deswegen keine spitzen Kommentare von anderen Müttern anhören. Und wir tranken leckere Limo aus der Flasche, sogar aus der Flasche unserer Freunde. Niemand starb daran. Auch nicht an Wasser aus Wasserhähnen.

Und unsere Eltern mussten keinen Terminkalender für ihr Kind führen. Einen Terminkalender! Für Spieltermine!  :cry:

Bin ich aus der Zeit gefallen?
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Clemenza in 03.09.2015, 14:03
Ehrlich, da fällt mir gerade echt nicht mehr viel ein. Wie würde Obelix sagen? Die spinnen, die Römer. Echt, kann man sich nur noch an den Kopf packen.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Anna L. in 03.09.2015, 14:05
Immer nach der Schule und den Hausaufgaben, mindestens 2 Stunden:

Montag: Geige
Dienstag: Sport
Mittwoch: Englisch-Supersonder-Turbokurs
Donnerstag: Gesangsunterricht
Freitag: Französisch-Supersonder-Turbokurs
---------------------------------------------
Samstag: Wiederholung von allem.
Sonntag: Eine Stunde Fernsehen.


Manche Eltern wollen halt nur das Beste für ihr Kind. Und fördern es damit kaputt.



...und da klingelt einer an der Tür und will spielen? SPIELEN?
Das Kind soll doch ein Leben lang die Konkurrenten ausstechen!
Mit Spielen schafft man das nicht.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Herr Planetfall in 03.09.2015, 14:32
Dem klingelnden Kind könnte man direkt Hartz 4 verschreiben, da wird ja gar nix mehr draus! :ks:
Wie soll die Menschheit so vorankommen, wenn Kinder miteinander spielen wollen?!
Arbeiten sollen diese Faulpelze mal!
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: forenuser in 03.09.2015, 15:09
Zitat von: Jochen in 03.09.2015, 13:54

[Viele wahre Dinge...]



Jupp...

- Der Fussballplatz war ein "Bolzplatz" und es wurde gebolzt!

- Schwimmen lernte man indem man ins tiefe Wasser geworfen wurde.

- Es gab kein "Babyfon" oder andere Überwachung.

- Wenn man Aua/Ärger hatte konnte man schreien wie man wollte, es kam niemand. Waren alle auf Arbeit.

- Wer zum Essen nicht da war bekam was übrig war.




Sicher war früher nicht alles besser. Das aber war gut!
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: p_b in 03.09.2015, 18:16
Naja, aber seien wir ehrlich: Die hier beschrieben "modernen Eltern" gibt es zwar, der Normalfall sind sie aber gottseidank nicht. Generell wird schon mehr geschaut, und übrigens auch unter Eltern mehr kritisiert. Warum machst du dies und das nicht, blablabla. Weil ich das nicht für nötig halte, basta, dann hat mein Kind halt mal ne Schramme. Aber eben, die "Normalen" gibt es schon auch noch.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Retro-Nerd in 03.09.2015, 19:19
Nennt sich Helicopter Mom und Filme werden auch drüber gemacht.  :hihi:

Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Jochen in 03.09.2015, 19:24
Zitat von: p_b in 03.09.2015, 18:16
Die hier beschrieben "modernen Eltern" gibt es zwar, der Normalfall sind sie aber gottseidank nicht. Generell wird schon mehr geschaut, und übrigens auch unter Eltern mehr kritisiert. (...) Aber eben, die "Normalen" gibt es schon auch noch.

Die "Normalen" melden sich an so einem Elternabend aber nicht zu Wort - ist zumindest meine Erfahrung aus dieser Woche. Sicherlich wollen die "modernen Eltern" es oftmals nur nicht so machen, wie es die eigenen Eltern gemacht haben. Man will es halt besser machen. Ist ja auch in Ordnung. Und unter Freunden sich mal zu kritisieren, dass ist auch kein Problem für mich. Das Verplanen der Kinderzeit geht mir aber trotzdem zu weit.

Als Mann ist man ja nicht in den WhatsAppp-Müttergruppen, bekommt die dortigen Grundsatzdiskussionen jegliche Art ja gar nicht mit. (usw.)  (Gestrichen, weil WhatsAppp-Müttergruppen auch super Geburtstagspartys, Kindermädchenersatz und ... viele andere Dinge des Lebens schnell und unkompliziert organisieren.  :oben: )
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: PsychoT in 03.09.2015, 20:34
Also ich habe in der heutigen Zeit noch nie ein Kind gesehen, was von den Eltern nicht überall hingefahren wird. Jedes Kind wird durch die Gegend chauffiert, laufen ist weder bekannt noch gewollt. Ist ja schließlich eine böse Welt da draußen und es kann immer etwas passieren. Also lieber mal übertrieben betutteln. Das ist heute völlig normal.

In meiner Firma habe ich eine männliche Aushilfe, die fast 18 Jahre alt ist. Dieser Typ bekommt von seiner Mutter regelmäßig einen schlecht aussehenden Fahrradhelm verordnet, mit dem er dann über das Feld mit dem in allen Belangen verkehrssicheren Fahrrad von einem Dorf zum Nächsten fahren darf. Straßen sollten gemieden werden. Länger wie bis 20 Uhr arbeiten geht auch nicht und um spätestens 22 Uhr muss er daheim sein, auch am Wochenende. Zu allem Überfluss hat der arme Unterdrückte noch nicht einmal einen eigenen Haustürschlüssel, der ihm mit der Begründung verweigert wird, dass er ja mal ein Mädchen mit nach Hause bringen könnte. Und das ist böse! Geht gar nicht! Er steht zu 100% unter der Kontrolle seiner gestörten Eltern, besonders von seiner Mutter. So kann man natürlich perfekt selbstständiges Handeln erlernen, und so ganz nebenbei ist er damit natürlich auch der Coolste seiner Clique. Seine Eltern können nur froh sein, dass er das ist und nicht ich. Wäre ich an seiner Stelle, würden die Kanonen schon längst aus allen Rohren im Dauereinsatz sein und die Erde beben.
Zitat von: forenuser in 03.09.2015, 15:09- Es gab kein "Babyfon" oder andere Überwachung.
- Wenn man Aua/Ärger hatte konnte man schreien wie man wollte, es kam niemand. Waren alle auf Arbeit.
- Wer zum Essen nicht da war bekam was übrig war.
Dazu muss nochwas ergänzt werden:
- Es gab noch nicht mal ein mobiles Telefon, man musste sich an Absprachen und Verabredungen halten
- Wenn man frech war gab's auf die Fresse, und wenn man Ärger hatte bekam man von den Eltern nochmal zusätzlich einen reingewürgt, auch wenn man selbst keine Schuld hatte
- Wer zum Essen nicht da war bekam nichts außer eine zusätzliche Strafe, falls man aber da war hatte man das zu essen was auf dem Tisch war, eigene Wünsche wurden nicht berücksichtigt
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Deathrider in 03.09.2015, 20:55
Überall mit dem Auto hinfahren muss nicht sein - aber das Kind im Auge behalten - ja so einer bin ich auch. Weiß zwar nicht, bis zu welchem Lebensalter ich das mache aber Spinner gibts überall. Und man macht sich Sorgen. Ich könnte mein Kind überall alleine laufen lassen, ich weiß es würde heil zurückkommen, wenn da nicht Verrückte auf der Strasse rumlaufen würden.

Aber das Verplanen ist wirklich schlimm. Mir gelingt es nicht mit Kindelein nach der Schule auf den Spielplatz zu gehen, weil es keinen Sinn macht, weil alle Klassenkameraden Vereine oder Hausaufgaben haben - obwohl man in der OGS schon alle Hausaufgaben macht.

Schade, meine Kindheit war auch anders - aber das mit Terminen ist leider auch im Freundeskreis so. Wir geben keine Termine, aber man macht bei uns Vorschläge, wann man spielen könnte.

Ahja, zur Anfangsfrage - ein Thema für den Elternabend? :ka: :crazy:
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Retrofrank in 03.09.2015, 22:30
Zitat von: PsychoT in 03.09.2015, 20:34
Zu allem Überfluss hat der arme Unterdrückte noch nicht einmal einen eigenen Haustürschlüssel, der ihm mit der Begründung verweigert wird, dass er ja mal ein Mädchen mit nach Hause bringen könnte. Und das ist böse! Geht gar nicht! Er steht zu 100% unter der Kontrolle seiner gestörten Eltern, besonders von seiner Mutter.

Der heißt aber nicht zufällig "Norman" ?  :rolleyes:
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: PsychoT in 03.09.2015, 22:40
Nein, der heißt wie der größte makedonische Kriegsherr aller Zeiten. :cen:
Aus welcher Gegend kommt denn dieser "Norman"?

@Deathrider:
Spinner gab's früher aber auch schon überall. Na und? Wie wahrscheinlich ist es, dass man an so jemanden gerät? Eher gering, oder?!
Wenn ich bedenke, dass ich früher nicht ein einziges Mal zur Schule gebracht worden bin, sondern immer alleine GELAUFEN bin, und zwar hin UND zurück! Das gilt auch für alles andere, egal ob zum Sport, zu Freunden oder sonstwohin - alleine laufen war normal. Das auch noch in einer Stadt, die einst die höchste Kriminalitätsrate Hessens hatte. Einer Stadt, die multikultureller kaum sein könnte. Und im Alter von 11, 12 war ich regelmäßig alleine in Frankfurt unterwegs, hingekommen bin ich mit der S-Bahn und der U-Bahn. Alleine! Im bösen Zug mit ganz vielen, bösen Menschen! Und das in der Stadt mit der mit Abstand höchsten Ausländerquote Deutschlands! Und ich habe all das überlebt! Mit 14 dann nachts unterwegs gewesen und auch schon den ersten Diskobesuch (im bösen, bösen, drogenverseuchten Omen (https://de.wikipedia.org/wiki/Omen_%28Frankfurt_am_Main%29), was darüberhinaus als lauteste Disko Europas nicht gerade gesundheitsfördernd war) hinter mich gebracht. Und ich habe überlebt! Und wenn ich mir dann die übertriebene Huddelei heutiger Eltern angucke, dann komme ich mir vor wie im falschen Film. Die Welt ist böse und schlecht, ja, das weiß ja jeder, aber sollte man deswegen im Schutzpanzer und nur mit Begleitung durch die Gegend eiern? Nä... :rolleyes:
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Retrofrank in 03.09.2015, 22:49
Norman kommt irgendwo aus Kalifornien.
Er und seine Mutter führen erfolgreich ein Motel, wobei MUTTER aber meistens in ihrem Schaukelstuhl im Keller bleibt, außer wenn böse Mädchen vorbei kommen.  :cen:
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: PsychoT in 03.09.2015, 22:51
Ah, die dumme Sau kenne ich. Hat 'ne Bekannte von mir in der Dusche abgestochen...
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: p_b in 04.09.2015, 06:53
Zitat von: Jochen in 03.09.2015, 19:24
Zitat von: p_b in 03.09.2015, 18:16
Die hier beschrieben "modernen Eltern" gibt es zwar, der Normalfall sind sie aber gottseidank nicht. Generell wird schon mehr geschaut, und übrigens auch unter Eltern mehr kritisiert. (...) Aber eben, die "Normalen" gibt es schon auch noch.

Die "Normalen" melden sich an so einem Elternabend aber nicht zu Wort - ist zumindest meine Erfahrung aus dieser Woche. Sicherlich wollen die "modernen Eltern" es oftmals nur nicht so machen, wie es die eigenen Eltern gemacht haben. Man will es halt besser machen. Ist ja auch in Ordnung. Und unter Freunden sich mal zu kritisieren, dass ist auch kein Problem für mich.


Da bin ich allerdings mit dir einverstanden. Die "Normalen" kommen dann eher beim Abschluss auf die Lehrperson zu und sagen dann kurz was.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Deathrider in 04.09.2015, 07:53
@PsychoT

Ja, als Kind habe ich alles mögliche gemacht, bin mit 6 alleine zur Schule gegangen, bin mit 12 nachts alleine von ner Feier gegangen undundund.

Nur wenn ich - ist ca. 1 Monat her - ins Schwimmbad gehe und auf einmal eine Menschenmasse sich versammelt und sieht, wie die Polizei einen abführt, weil er sich in der Dusche an einen Jungen rangemacht hat dann passt man lieber auf.
Ab einem gewissen Alter muss und soll man loslassen, nur nicht zu früh, denn wenn was passiert - man hats in letzter Zeit oft in den Zeitungen gelesen - dann zerstört es einem das Leben.

Im übrigen: Multikulti sagt doch gar nix aus. Ich weiß nicht, wie es vor 20 jahren war, aber NRW hat schon lange den höchsten Anteil an Ausländern und warum sollte man jetzt Angst haben?

Ich zum Beispiel pinkel lieber neben einem Rocker als einem Bürofritzen. Die Rocker haben nix zu verbergen, die feinen Leuten manchmal schon. 

Man denkt anders, wenn man selbst erst Kinder hat.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: PsychoT in 04.09.2015, 23:20
Zitat von: Deathrider in 04.09.2015, 07:53Nur wenn ich - ist ca. 1 Monat her - ins Schwimmbad gehe und auf einmal eine Menschenmasse sich versammelt und sieht, wie die Polizei einen abführt, weil er sich in der Dusche an einen Jungen rangemacht hat dann passt man lieber auf.
Klar passt man auf, aber man kann's auch übertreiben, was heutige Eltern sehr gerne tun. Als ich in der Grundschule war ging auch andauernd, so 2-3mal im Jahr, die Meldung ein, dass man auf dem Weg nach Hause unbedingt in Gruppen laufen sollte, weil mal wieder irgendein Pädophiler in der Stadt versucht hat, Kinder in sein Auto zu locken. Passiert ist nichts. Auch Kinder können denken. Und wenn's sein muss auch rennen. Zumindest war das damals so, heute gibt's diesbezüglich aufgrund der zu bewegenden Massen natürlich eher Probleme. Geht aber bestimmt immer noch. :cen:
Zitat von: Deathrider in 04.09.2015, 07:53Im übrigen: Multikulti sagt doch gar nix aus. Ich weiß nicht, wie es vor 20 jahren war, aber NRW hat schon lange den höchsten Anteil an Ausländern und warum sollte man jetzt Angst haben?
NRW ist groß, Frankfurt dagegen nicht. Hier konzentriert sich alles auf eine Gegend, und die Intensität der Konzentration liegt deutlich über allem anderen, was man in Deutschland vorfindet, auch weit über NRW. Glaube kaum, dass der Ausländeranteil in NRW 47% beträgt, so wie in Frankfurt. Frankfurt ist, und das ist ja kein Geheimnis, die kriminellste Stadt Deutschlands. Das kommt nicht von ungefähr. Abgesehen davon besteht NRW auch aus ganz viel Acker und dörflichem Hinterland. Dörflicher habe ich's sonst noch nirgends gesehen (wie gesagt, ich kenn mich da aus, da die Hälfte meiner Verwandtschaft von da kommt), und da sind die Einwohner entsprechend weniger multikulti und urban. Kannst du nicht mit dem Frankfurter Raum vergleichen... :lehrer:
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Clemenza in 05.09.2015, 02:41
Zitat von: PsychoT in 04.09.2015, 23:20
NRW ist groß, Frankfurt dagegen nicht. Hier konzentriert sich alles auf eine Gegend, und die Intensität der Konzentration liegt deutlich über allem anderen, was man in Deutschland vorfindet, auch weit über NRW. Glaube kaum, dass der Ausländeranteil in NRW 47% beträgt, so wie in Frankfurt. Frankfurt ist, und das ist ja kein Geheimnis, die kriminellste Stadt Deutschlands. Das kommt nicht von ungefähr. Abgesehen davon besteht NRW auch aus ganz viel Acker und dörflichem Hinterland. Dörflicher habe ich's sonst noch nirgends gesehen (wie gesagt, ich kenn mich da aus, da die Hälfte meiner Verwandtschaft von da kommt), und da sind die Einwohner entsprechend weniger multikulti und urban. Kannst du nicht mit dem Frankfurter Raum vergleichen... :lehrer:

Ich mach mich nass, du kennst NRW überhaupt nicht...
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Deathrider in 05.09.2015, 10:46
Ich war ja nur einmal in Frankfurt, aber wenn meine Schüler von ihren Ortschaften berichten, es seien soziale Brennpunkte, und ich eigentlich schon viele Nationalitäten unterrichtet habe dann kann ich immerhin sagen, dass NRW schön gemischt ist.

Und du kannst gerne mal vorbeikommen und dann sieht man sich mal meine Ortschaft an. Du wärst überrascht.

Außerdem empfand ich Köln/Bonn schon immer als furchteinflößend.

Und in Großstädten gibt es immer Ortsteile die ein wenig Ghettohaft sind.

Mein erster Tag in Wien war erschreckend, da ich Richtung Friedhof gepilgert bin. Ich hatte das Gefühl, ich würde hier nicht lebend raumskommen. Und als mich auch noch ne ältere betrunkene Frau angepöbelt hat war ich mir sicher, ich fahre nie wieder nach Wien.

Immer kurze Sätze, aber es läuft darauf hinaus das wir Multikulti sind.

Aber das Frankfurt kriminell sein soll kann stimmen. Hier gehts aber nicht um Waffengewalt oder Drogenkonsum sondern darum, das man seine Kinder beschützen will. Und diese Psychos sind halt überall.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Anna L. in 05.09.2015, 12:18
Je lückenloser man sein Kind im Auge halten will, desto paranoider wird man. Mal angenommen, es gäbe nur noch 2 Minuten unbeaufsichtigte Zeit pro Tag, dann könnte in diesen 2 Minuten alles passieren. Allerdings habe ich Verständnis dafür, würde mir nicht anders gehen.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: PsychoT in 06.09.2015, 21:31
Zitat von: Clemenza in 05.09.2015, 02:41Ich mach mich nass, du kennst NRW überhaupt nicht...
Doch, ich kenne NRW, Gründe siehe oben. Aber du kennst Frankfurt nicht! Und zwar mal so überhaupt nicht. Die 47% habe ich mich genauso wenig ausgedacht wie das:
(http://img.welt.de/img/deutschland/crop128615930/2386937706-ci3x2l-w900/DWO-IP-Staedte-3x2.jpg)
Du siehst, es sind auch einige Städte aus NRW dabei. Habe ja nie behauptet, dass die überall Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Köln z.B. hat den höchsten Anteil an Türken in Deutschland und in Dortmund gibt es mit der Nordstadt einen Stadtteil, an dem man keinen Europäer mehr auf den Straßen sieht. Aber im Großraum Frankfurt ist es so multikulti wie sonst nirgends in Deutschland. Das ist kein Geheimnis! Und die Gründe liegen auf der Hand... Wer hier aufwächst, der macht zwangsläufig seine Erfahrungen.
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Retrofrank in 07.09.2015, 16:38
Wurde bei den Straftaten in Köln "Karnevalismus" schon dazu gezählt ?
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: PsychoT in 07.09.2015, 19:07
Karnevalismus ist in Deutschland genau wie Alkoholismus leider straffrei und wird sogar noch gefördert. Seltsame Gesetze... :rolleyes:
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: Anna L. in 08.09.2015, 12:45
Mal angenommen, eine Nacht ist so lang, dass man zu Fuß durch ganz Frankfurt laufen könnte. Würde man es ohne Wunden überleben?
Titel: Re: Kinder und Eltern heute - und unsere Kindheit früher
Beitrag von: mark208 in 08.09.2015, 15:43
Genau das ist doch der Punkt, ich glaube nicht, dass sich die Frankfurter alle einschliessen, es gibt halt Brennpunkte und was vielleicht bei Frankfurt noch dazukommt, dass die Straftaten ja eben dort verübt werden, aber nicht notwendig von Frankfurtern. Frankfurt zieht da sicherlich einiges aus dem Umland. was sich bei uns einfach mehr verteilt weil es nicht ein großes Zentrum gibt, sondern mit Köln Essen, Düsseldorf und Dortmund schon vier Großstädte gibt. Und Bochum, Duisburg und Wuppertal sind auch keine Kleinstädte.

Von daher darf man so Zahlen nicht zuviel Aussagekraft beimessen.