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Autor Thema: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion  (Gelesen 262786 mal)

invincible warrior

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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #15 am: 19.09.2004, 17:24 »

zu Hellboy: Rasputin gibt sich irgendwann als bester Kumpel vom Belzebub zu erkennen und erzählt, dass je öfter er stirbt, der Belzebub in ihm stärker wird.
Der Film klaute finde ich auch an vielen Stellen, Darthie kam mir wie der Ninja (oder Samurai, weiß nicht mehr genau) in Metal Gear Solid vor, dann gabs da noch einige Wesen, die mich an die Legacy of Kain Serie erinnerten und die Action wirkte irgendwie wie die von Van Hellsing. Aber gut geklaut, anstatt schlecht kopiert ist ja auch gut.

zu deutschen Filmen: Solange so gute Filme wie zB Das Boot rauskommen, hab ich kein Problem damit. Bernd Eichinger versucht doch auch krampfhaft den deutschen Film weltweit zu etablieren! Resident Evil 1+2 sind dt Produktionen, der Name der Rose auch und King Arthur immerhin zu 25%. Nicht jeder nach Amiland aussehende Film ist halt aus Amiland. (Terminator 3 ist übrigens zu 50% deutsch)
Ein Actionfilm aus Deutschland (erkennbar) fände ich übrigens oberpeinlich! Würde sowieso nur ein Film mit unserem großen Star Till Schweiger werden und wenn das was werden würde, dann ess ich nen Reisichbesen! (am besten, nachdem damit die Rathaustreppe von nem armen Junggesellen geputzt wurde)

Bruno Ganz sieht dem Hitler zwar entfernt ähnlich, aber naja, darüber kann man hinweg sehen. (sah mehr nach Hitler aus als die Doubles von anderen Stars gestern auf RTL) Finde es nur schade, dass der nicht von einem Hitler Sprachimitator neu synchronisiert wurde, da die Stimme nicht so markant ist wie die von dem Dumdödel.
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GregBradley

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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #16 am: 19.09.2004, 18:17 »

Solche teildeutsch produzierte Filme gibt es zu Hauf, nicht nur die Eichinger-Produktionen, sondern auch in Form zahlreicher europäischer Gemeinschaftsproduktionen.
So etwas ist für mich aber kein eigenständiger "deutscher Film". Denn meistens sind nur die Geldgeber deutsch, oder ein Teil der Filmcrew und die Schauspieler doch fast ausschliesslich internationale Stars (vorzugsweise aus den USA).

In so vielen anderen Ländern hat sich eine eigene Filmkultur entwickelt. Der französische Film beispielsweise produziert schon immer großartige Filme - zwar nicht viele, aber dennoch mit einer gewissen Konstanz. Der brtitische Film hat sich alleine schon mit "Monty Python" und der "James Bond" Reihe ein Denkmal gesetzt, von Stanley Kubrick ganz zu schweigen. Seit "Mad Max" ist auch aus Australien/Neuseeland immer wieder interessantes Material gekommen, zuletzt natürlich durch Peter Jacksons überragenden Erfolg mit "Herr derRinge". Das Hong Kong Kino hat zahlreiche unglaublich gute Werke vorzuweisen, speziell in den Sparten "Action" und"Fantasy", der tschechische Film ist seit Jahrzehnten für seine wunderschönen Märchenfilme berühmt und in den letzten Jahren sind sogar aus dem skandinavischen Raum eine Menge Top-Filme, in erster Linie Thriller, zu verzeichnen.

So hat sich jedes Land eine eigene filmische Identität erschaffen, die sich zwar meistens auf nur ein Genre beschränkt, trotzdem aber zu einem unverkennbaren Markenzeichen des jeweiligen Landes wurde. Mit dem deutschen Film verbindet man halt nun mal in erster Linie Vergangenheitsbewältigung und "Das Boot".
Gerade das, was Du selbst sagtest, nämlich dass ein deutscher Actionfilm nur peinlich werden kann, scheint mir das Problem. Man findet sich in Deutschland dauerhaft selbst peinlich und traut sich (bzw. seinen Schauspielern/Filmemachern) überhaupt nicht zu, auch selbst etwas auf die Beine stellen können (muss ja nicht zwingend Action sein).

Besonders schade finde ich, dass viele grosse Filmemacher mit Geld nach Hollywood gelockt werden und sich dort dann den Stempel der amerikanischen Produktionsfirmen aufdrücken lassen. Was sind beispielsweise John Woos US-Filme (auch wenn "Face/Off" oder "Hard Target" nicht schlecht sind) verglichen mit seinen Hong Kong Produktionen à la "A Better Tomorrow", "Hard Boiled", "Bullet In The Head" oder "The Killer"? Oder müssen skandinavische Regisseure ihre Thriller in Hollywood mit US-Schauspielern fast szenenidentisch nachgedrehen (Bsp.: "Nachtwache", "Insomnia")?
Viele deutsche Filmtalente (Wolfgang Petersen, Roland Emmerich, Hans Zimmer, Michael Ballhaus, Armin Mueller-Stahl, Udo Kier etc.) sind ja auch schon abgewandert, bevor sich hierzulande überhaupt eine grosse Filmfabrik etablieren konnte.
« Letzte Änderung: 19.09.2004, 18:32 von GregBradley »
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #17 am: 19.09.2004, 21:11 »

Resident Evil ist bis auf einige Schauspieler und die Rechteinhaber zu 100% deutsch! Im Namen der Rose ist eine deutsch-französische Koproduktion, wobei der größere Teil deutsch ist. Fräulein Smillers Gespür für Schnee ist auch deutsch und auch hier gedreht. Asterix gegen Cäsar (oder wie die 1. Realverfilmung hieß) ist auch bis auf ein paar Außenaufnahmen und die Filmcrew deutsch. Der 2. ist übrigens 100% französisch... wie man sieht! :D

England hat es ja eigentlich am einfachsten, immerhin ists die gleiche Sprache wie in den USA und deswegen ließen schon am Anfang viele Hollywoodstudios ihre Filme auch dort drehen. Außerdem hat England schon seit vielen Jahrhunderten die besten Schauspielschulen und Theater der Welt. (in etwa seit Shakespeare) Daher kommen viele der in Hollywood bekannten Charakterschauspieler aus England, im Grunde sind alle noch aktiven über 70jährigen Schauspieler Engländer meines Wissens.
Frankreichs Filmindustrie hat sich ja dank seiner Politik so groß entwickelt. Die wurden schon immer recht groß gefördert und es wurde immer Wert auf eigenproduzierte Filme genommen. Mit Pakt der Wölfe und wohl auch die purpurnen Flüsse (habs leider noch nicht gesehen) haben die auch gezeigt, dass sie auch Filme fürs internationale Publikum machen können. Man darf natürlich auch nicht Luc Besson vergessen, der das französische Kino erst publik machte.
Australien hat im Grunde den gleichen Vorteil wie England, da es aber nunmal Down Under ist, wars bis Mad Max Hollywood egal.
In anderen Ländern ists eigentlich wie bei uns! Die Regisseure werden nur etwas unterstützt und können eigentlich nur durch ihre durchdachten Drehbücher etwas aufmerksam erhalten. Da aber Hollywood die dumme Angewohnheit hat, diese Filme nicht direkt auf den US Markt zu schmeißen, werden die mit mehr Budget und Stars nochmal neu gedreht. Wenn ein europäischer Film es aber auch auf den US Markt schafft, DANN hat ers wirklich geschafft. Da aber in Hollywood dann die großen Budgets für neue Filme bereitstehen, gehen die natürlich dort hin.
Tschechien hat früher wirklich schöne Märchenfilme gemacht, aber die Zeit ist gelaufen. Nachdem die UdSSR zusammengebrochen war, siechten die Filmstudios vor sich hin. Erst seit knapp 5 Jahren geht Hollywood dahin, weil die gemerkt haben, dass man dort billig Filme herstellen kann. Der tschechische Film an sich bleibt jedoch zu 99,9% in den eigenen Grenzen.

Da Deutschland eine so bewegte Vergangenheit hatte, ist es eigentlich klar, dass fast alle großen Filme sich um diese Themen drehen. Also hier hauptsächlich DDR und 2. WK Filme. So könnte das Kino irgendwann auf eigenen Füßen stehen, in den USA hats ja im Grunde auch so angefangen, weil am Anfang war der Western...
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GregBradley

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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #18 am: 20.09.2004, 03:51 »

Zu der RESIDENT EVIL Kiste: Genau davon rede ich doch!! Selbst wenn alles alles alles alles deutsch ist an dieser Produktion braucht man trotzdem einZugpferd wie Mila Jovovich, damit die Amis nicht merken, dass der Film gar nicht eine ihrer Produktionen ist... ohne bekanntes Gesicht wäre der Film vermutlich komplett untergegangen.
Ganz entscheidend ist aber auch die Originalsprache - und RESIDENT EVIL ist nun ein englischsprachiger Film, der für den deutschen Markt erst wieder synchronisiert werden musste. So 100% ist das also alles nicht...
SMILA'S SENSE OF SNOW: Selbe Geschichte. Sprache: Englisch; für Deutschland musste erstsynchronisiert werden. Schauspieler: Gabriel Byrne, Richard Haris, Robert Loggia etc... alles Gesichter mit Wiedererkennungseffekt für unsere amerikanischen Zuschauer.

Du merkst worauf ich hinaus will?

Damit, dass Großbritannien, Australien und Neuseeland auf Grund der Sprachengleichheit deutlich im Vorteil sind, hast Du mit Sicherheit Recht. Auch dass die Franzosen nationale Produktionen wesentlich intensiver fördern ist korrekt - und gut wie ich finde!!
Wobei Luc Besson auch zu diesen traurigen Beispielen von emigrierten Talenten gehört. LE GRAND BLEU gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, 5TH ELEMENT fand ich dagegen äusserst schwach.

Was den tschechischen Film betrifft, so willst Du mir aber doch nicht allen Ernstes erzählen, dass die Zeit unter russischer Besatzung der tschechischen (Film-)kultur zugute kam. Nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts 1968 war es erstmal vorbei mit reformerischen Gedanken und somit auch mit kritischen Tönen und der Selbstständigkeit des tschechischen Kinos.
Hoffnungsträger wie Miloš Forman (später dann in den USA erfolgreich mit HAIR, EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST oder AMADEUS), Jan Němec oder Ivan Passer setzten sich sofort ab und andere wie Jiří Menzel oder Jaromil Jireš blieben bis Mitte der 70er Jahre völlig von der Bildfläche verschwunden, bis sie wieder mit dem Filmen begannen, wenn auch diese Filme natürlich deutlich entschärft waren.
Die Samtene Revolution hat der Identität des tschechische wohl eher zu neuem Aufschwung verholfen auch wenn, wie Du schon richtig sagst, sich die finanziellen Mittel der bereits 1992 etablierten Filmförderung noch etwas in Grenzen halten, die Anzahl der Produktionen, die einen Verleih finden sehr gering ist und der tschechische Film ausserhalb der Landesgrenzen wirklich so gut wie keine Rolle spielt.
Denn ausser Bohdan Slámas "Divoké Večely" (WILDE BIENEN) fält mir kein aktueller Film ein, der auch mal hier in Deutschland in den Kinos gelaufen wäre. Und so gut alle Kritiken für diesen Film auch waren, so wenig Zuschauer hat er erreicht.
Trotzdem geht es tendenziell bergauf. Die Zahl der Produktionen soll zumindest steigend sein und seit 2002 existiert eine Einrichtung, die sich eigens der Bewerbung des tschechischen Films im Ausland widmet.

Zu guter Letzt wollte ich Dich noch darauf hinweisen, dass die Vergangenheit in allen anderen Europäischen, vom Krieg zerstörten, Ländern bestimmt genauso "bewegt" war, wie in Deutschland.  ;) Es geht da wohl eher um die Frage der Kriegsschuld...
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #19 am: 20.09.2004, 18:38 »

Naja, im Ausland werden die Nazis aber halt nur dazu genutzt um ohne jedwegige Erklärung den Oberbösen klarzustellen! Bei Hellboy ists ja sogar noch so, dass der Teufel UND die Nazis aufeinandertreffen, wenn die nicht nur böse sein können! Im deutschen Film dagegen wird auch gezeigt, dass nicht jeder in einer Wehrmacht/SS Uniform ein oberschurkischer Böser war, sondern ein einfacher Soldat/Mensch. Mir fällt auf Anhieb zumindest kein nichtdeutscher Film ein, wo Deutsche in 2. WK Uniformen als Menschen gezeigt werden, sind mindestens Kanonenfutter, wo sich niemand (nichtmal die arme schwache Frau, die sonst jeden Mord hinterherheult) einen Dreck drum schert, dass er grad nen Menschen umgebracht hat.
Um aber ein richtiges Beispiel von einem deutschen Film erfolgreich in USA zu nennen, nenn ich mal Anatomie! Der Film war bei uns nur ein kleiner Erfolg, aber in den USA lief der für einen deutschen Film bahnbrechend gut. Deswegen meldete sich auch Universal bei Constatin und finanzierte einen 2. Teil, der immer noch deutsch war.
"Lola rennt" und "Good bye Lenin!" haben es auch in die USA geschafft. Lola hat sogar über 10000 Besucher ins Kino gelockt und ironischerweise ist die amerikanische DVD (natürlich mit deutschem Ton) besser als die deutsche! "Good bye Lenin!" hat dagegen nur einige 1000 Besucher ins Kino gelockt, mag aber auch daran gelegen haben, dass der Film nur mit Untertitel lief. Tom Tykwer (Lola rennt) lebt jetzt auch in USA und filmt dort, tja...

Über den tschechischen Film weiß ich nicht viel bis auf die Märchen, die auch ich natürlich angeschaut habe früher. Bis auf einige wenige Ausnahmen (bin mir da aber nicht sicher) schafft es aber auch keiner deren Filme ins Ausland.
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #20 am: 23.09.2004, 01:25 »

Hab jetzt THE VILLAGE von Meister Shyamalan gesehen.
Schaut ihn Euch an. Das Ende haut Euch mal wieder um.

« Letzte Änderung: 23.09.2004, 01:34 von DaveTaylor »
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GregBradley

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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #21 am: 23.09.2004, 04:50 »

Ich finde, dieser "Meister" M. Night Schallahlalaladingsbums wird völlig überschätzt.

"The 6th Sense" war ok, das hyper-super-duper-knaller-Ende (wie es im Volksmund gerne genannt wird) konnte mich nur mässig überzeugen, weil es komplett unlogisch und oberbekloppt ist.
"Signs" hatte viel Potential, welches aberdurch das lahme Ende verspielt wurde.
"Unbreakable" war gut, allerdings zog sich der Film während der ersten beiden Drittel etwas arg in die Länge.
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #22 am: 23.09.2004, 11:12 »

Das hatten wir doch schonmal im Chat. Das Ende von SIGNS fand ich genial, da alles, was im Film an Besonderheiten vorkam, aufgelöst wurde. Alles hatte eine Bedeutung, z.B. der Wassertick der Kleinen und das Asthma des Jungen.
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #23 am: 23.09.2004, 18:07 »

Also Sixth Sense fand ich einfach nur bescheiden! Der Film ist in etwa ab der Mitte langweilig und dachte mir schon am Anfang, dass Bruce Willis ein Toter ist, (erstes Gesrpäch mit dem Jungen) jedoch schwankte ich noch etwas, weil doch manch eine Szene widersprüchlich ist. (wieso merkt der Kerl bitte 5 Jahre nicht, dass er tot ist? Und wenn er bis zum Jungen nicht existierte, was war dann?) So kam das Ende dann für mich nicht überraschend und das übliche *hab ichs doch gewußt!* Gefühl auf.
Unbreakable fand ich dagegen recht gut, auch wenn man das Szenario wohl besser umgesetzt werden könnte. Das Ende fand ich übrigens überaschend, aber wer kommt auch auf solch ne abwegige Idee?
Signs fand ich wieder *gähn*. Es passiert nicht wirklich viel und selbst die gruseligen Szenen sind langweilig. Da finde ich die Scary Movie Fassung schon besser! (besonders vom Tod der Frau :D)

Der Kerl scheint wohl auch auf unsichtbare Monster zu stehen, eigentlich fast jeder Film von den ist mit unbekannten Monstern.
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GregBradley

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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #24 am: 23.09.2004, 18:56 »

Zu SIGNS:
Wer den Film nicht kennt und ihn sich noch ansehen möchte, sollte nicht weiterlesen.

Gut, das Ende erklärte die rätselhaften Vorkommnisse, aber das musste es ja auch. Nachdem der Regisseur, fast schon penetrant, ein dutzend Mal ein Wasserglas in Nahaufnahme zeigt, um auch dem beklopptesten Zuschauer klar zu machen, dass das Wasser eine spezielle Bedeutung hat, liegt es ja auch sehr nahe, dass am Ende aufgelöst wird, welche das ist.

Im Prinzip wird die Science Fiction Geschichte nur genutzt, um die eigentliche Handlung von einem Pfarrer, der nach dem Tod seiner Frau den Glauben an Gott verloren hat, zu transportieren. Das halte ich soweit noch für einen cleveren Schachzug, da es wirklich ein völlig neuer Umgang mit der Materie ist.

Aber es gibt einige Ungereimtheiten. Warum landen die Aliens, die kein Wasser vertragen, auf einem Planeten, der zu zwei Dritteln von Wasser bedeckt ist? Was, wenn es regnet? Ist dann die Alien-Invasion vorbei, weil alle gestorben sind? Und warum können diese Ausserirdischen nicht mal eine Holztür aufbrechen oder einen Schlag mit einem Baseballschläger aushalten, nachdem sie zu Anfang noch übermenschlich stark erschienen, wie sie da auf dem Hausdach des Farmhauses herumsprangen?

Diese Ungereimtheiten stören mich allerdings gar nicht mal so sehr. Es ist vielmehr diese  pseudoreligiöse Botschaft. Die Ahnungen der Tochter werden als göttliche Eingaben entzaubert und es hat fast den Anschein, als wäre die gesamte Aleninvasion, die tausende von Menschenleben forderte, nur ein Mittel Gottes gewesen, um den Pfarrer auf den rechten Pfad zurückzuführen.

Es gibt zwei Arten von Mystery-Filmen. Die eine, in der das mysteriöse Geschehen nicht aufgelöst wird. Es geschieht einfach. Der Zuschauer wird zwar oft etwas alleine gelassen, da ihm die rätselhaften Vorkommnisse nicht weiter erklärt werden. Gerade das kann aber wiederum einen unheimlich starken Flair schaffen.
Die andere ist die im Stile des Akte X Films. Alles, was geschieht, spielt auf ein bestimmtes Ziel hin. Alle Stränge der Geschichte laufen am Ende zusammen und werden erklärt.
"Signs" gehört zur zweiten Sorte, allerdings finde ich den religiösen Erklärungsansatz etwas störend undaufdringlich.

Und, auch wenn der Film nie ein SciFi-Spektakel mit aufwändigen Effekten werden sollte, so stört mich doch etwas das lahme Ende. Es wird zu Anfang eine verdammt dichte Spannung aufgebaut und auch dass der Zuschauer in der Belagerungssequenz des Hauses, ähnlich wie z. B. in "Night Of The Living Dead" nur genauso spärlich mit Informationen versorgt wird, wie die Protagonisten in der Hütte selbst, ist geschickt gemacht und sorgt für Nervenkitzel.
Die dunkle Bedrohung wirkt aber schon sehr bald nicht mehr angsteinflössend, nachdem ihr ein Gesicht verliehen wurde. Wie in unzähligen B-Movies, wo man das Monster besser nie gezeigt hätte, weil es zu billig wirkte, hätte man auch in "Signs" die Aliens besser weggelassen. Die Dinger sehen einfach zu sehr nach Mann im Gummianzug aus, um die anfängliche Bedrohlichkeit ernsthaft aufrecht erhalten zu können.
Dass mit einem Schlag alles vorbei sein soll, kommt für meinen Geschmack auch zu ernüchternd. Klar, es hätte keine finale Schlacht wie bei "Independance Day" gebraucht, aber irgendeinen Clou erwartet man als Zuschauer schon. Als dann stattdessen plötzlich der Abspann lief, war ich doch etwas enttäuscht.

Für mich bleibt "Signs" ein Film mit sehr grossem Potential, der in den ersten zwei Dritteln auch zu fesseln versteht, am Ende aber sein Pulver wirklich nutzlos verschiesst.


Zu THE SIXTH SENSE

Als ich den Film das erste Mal sah, wusste ich rein gar nichts über ihn, also auch nicht, dass mich eine überraschende Wendung am Ende erwarten würde.
So kam der Schluss für mich zwar durchaus unerwartet, allerdings war mir nach zwei Minuten des Nachdenkens auch sofort klar, warum ich mit einem solchen Ende nicht gerechnet hatte. Ganz einfach, weil die Logik, um den Zuschauer bis zum Schluß im Dunkeln zu lassen, ganz massiv mit Füssen getreten wird.
Mystery hin, Mystery her, aber es gibt einfach zu viele Ungereimtheiten, um das Ende noch glaubhaft verkaufen zu können. Wieso sollte der junge sich vor toten Menschen fürchten, sich aber gerade der von Bruce Willis gespielten Figur anvertrauen? Sind tote Pyschologen besser als andere Tote? Irgendwie scheint das alles recht wirr.
Immerhin ist die Regiearbeit Shyamalans so könnerhaft, dass es ihm gelingt, den Zuschauer trotz der recht dünnen Geschichte hinters Licht zu führen, obwohl die Hinweise so offen liegen. Allerdings neigt man gerne dazu diese unerwarteten Enden etwas zu überbewerten, denn bei genauerem Hinsehen entpuppt sich der Film als in sich wenig schlüssig.
Der einzige Film, der diesen Trick wirklich perfekt anwendet, ist "The Usaual Suspects" (Die Üblichen Verdächtigen).
« Letzte Änderung: 23.09.2004, 19:39 von GregBradley »
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #25 am: 23.09.2004, 19:05 »

Wir Menschen bestehen doch auch aus 2/3 aus Wasser, muss sich nur ein Mensch für die Allgemeinheit opfern und aus ists.
Vielleicht ist diese billige Lösung auch ne Hommage an Krieg der Welten, wo die Aliens durch ne leichte Grippe besiegt werden.
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #26 am: 23.09.2004, 20:38 »

@ Dave

Vielleicht kannst Du trotzdem eine kurze Zusammenfassung geben, worum es in "The Village" geht (ohne das Ende zu verraten)?
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #27 am: 23.09.2004, 22:24 »

Ein kleines, im Wald verborgenes Dorf, völlig isoliert von der Außenwelt: die Bewohner leben in Angst vor Kreaturen, die sie die "Unaussprechlichen" nennen und die sie seit Jahren vor dem Verlassen ihrer kleinen Gemeinde hindern. Als der mutige Lucius Hunt (Joaquin Phoenix) es wagt, die verbotenen Grenzen zum Wald zu übertreten, scheinen die Kreaturen in Aufruhr zu geraten...

Shyamalan lässt einen gruseln, manchmal sogar schocken (zumindest meine Freundin) und der Mann hat einfach die besten Überraschungen auf Lager.

Kamera, Musik und Ausstattung schaffen eine bedrohliche, mysteriöse Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. Und auch die Story ist angereichert mit einigen wunderbaren Dialogen und Shyamalan-typischen Brotkrumen auf dem Weg zur finalen Lösung des Geheimnisses. Diese ist diesmal etwas sanfter inszeniert. Sie fügt sich perfekt in das Geflecht aus mysteriösen Andeutungen. Denn was bleibt ist ein wunderbar inszenierter Film, der mit großartigen Darstellern und minimalen Mitteln eine herrlich dichte Atmosphäre erzeugt.

Während am Anfang Lucius Hunt die Handlung trägt, geht nach einem einschneidenden Ereignis diese Rolle auf seine blinde (und wunderschöne) Freundin über.

Außer Joaquin Phoenix (den ich sehr schätze) wirken noch Sigourney Weaver, William Hurt und Adrian Brody mit.
 
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #28 am: 24.09.2004, 10:59 »

Shyamalan hat übrigens wieder einen kleinen Gastauftritt. Aber wirklich nur ganz klein. Muss man schon genau hinschauen.

Mich würde interessieren ob der Film ein Erfolg ist.
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Re: Neu im Kino - Besprechungen und Diskussion
« Antwort #29 am: 24.09.2004, 16:42 »

In den USA hat er bislang 113,000,000 $ eingespielt und liegt damit auf Platz 233 der Ewigen Liste (was besser ist, als es jetzt vielleicht klingen mag). Wie er sich im Rest der Welt noch so macht, bleibt abzuwarten.
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