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Chernobyl: Nuclear Power Plant Simulation
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Entwickler: COSMI   Publisher: U.S. Gold   Genre: Simulation, 2D, Wirtschaft   
Ausgabe Test/Vorschau (2) Grafik Sound Wertung System Datenträger Hits Autor
ASM 5/88
Testbericht
4/12
-5/12
C64/128
Kassette
76Michael Suck
Power Play 5/88
Testbericht
--10%
C64/128
1 Diskette
626Anatol Locker
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User-Kommentare: (21)Seiten: [1] 2   »
04.07.2017, 18:39 nudge (970 
Ich finde hier auch nur den Titel schlecht. Ansonsten geht es mir ähnlich wie Gunnar. Dann kommt noch die Faszination von solch komplexen Anlagen hinzu. Und wer schon mal durch einen ähnlichen Kontrollraum gegangen ist, egal ob Industrie, Raumfahrt oder Reaktor, träumt sicher davon sowas in einer Simulation auch mal selber auszuprobieren. Analog zu Flugsimulationen wäre das Cockpit. Bei mir hing sogar in meinem Jugendzimmer ein Plakat mit einem Foto des Cockpits eines Learjets.

Aber wie bei allen technisch komplexen Simultionen, ist die Zielgruppe eher klein. Ich habe mich länger damit beschäftigt und fand es gut
03.07.2017, 18:55 robotron (1694 
Naja so ne Simulation ist immer Geschmackssache ... auch AKW geht meiner Meinung nach i.O., ich denke mal in den 80ern dürfte die Steuerung "in Echt" kaum anders ausgesehen haben. Aber das man unbedingt in 1988 den Zusatz "Chernobyl" wählen musste ist nicht nur unglücklich gewählt, sondern einfach geschmackslos! Da ging es einfach nur um Profit.
02.07.2017, 19:18 Jochen (1447 
Britney schrieb am 28.06.2017, 12:50:
Es wäre spannend zu wissen, was für ein Bild von Kernkraftwerken vermittelt wird, ob diese schwere Kontrollierbarkeit der Komplexität dieser Anlagen rüberkommt.


Also, laut Michael Suck (ASM) hat der Entwickler versucht "die technischen Abläufe in einem Kernkraftwerk möglichst realistisch wiederzugeben". Man scheint während des Spielverlaufs nur vor seinem Monitor zu sitzen, schaut auf eine schematische AKW-Darstellung und wartet auf einen Störfall. Dann arbeitet man buchstabengetreu den Notfallplan ab ... und wartet auf den nächsten Störfall.

Warum der Spieltitel ausgerechnet auf die Katastrophe von Chernobyl anspielt, erschließt sich aus dem Spielverlauf nicht. Das C64-Spiel hätte auch Nuclear Power Plant Simulation genannt werden können, aber dieser Titel wurde ja schon von Commodore für seine Simulation verwendet. Hier sollte eine bekannte Katastrophe schlicht und einfach die Verkaufszahlen in die Höhe treiben - und wahrscheinlich hat das auch geklappt. Hätte man dagegen den Namen eines beliebigen US-Kernkraftwerks genommen, dann hätte man garantiert eine Klage des Betreibers am Hals gehabt...

@Kultboy und crazy2001: Danke für den Scan des ASM-Tests.
Kommentar wurde am 04.07.2017, 15:56 von Jochen editiert.
28.06.2017, 12:50 Britney (393 
Es wäre spannend zu wissen, was für ein Bild von Kernkraftwerken vermittelt wird, ob diese schwere Kontrollierbarkeit der Komplexität dieser Anlagen rüberkommt.
28.06.2017, 12:37 Bren McGuire (4805 
Ich möchte noch das äußerst geschmacklose "Desert Strike" hinzufügen, dass bei seinem Erscheinen auf dem Mega Drive ja ganze Breitseiten vernichtender Kritiken einstecken musste. Freilich nur was die Thematik anging, das Spiel selbst wurde in den höchsten Tönen gelobt. War damals hierzulande auch nur als US-Import zu bekommen, da EA von einer Veröffentlichung in deutschen Gefilden absah - von wegen BPjS, Indizierung, schwarze Liste und so...

Erst ein knappes Jahr später, als wieder so einigermaßen Gras über die unschöne Sache gewachsen war, erschien das Ding - der Amiga-Konvertierung sei Dank - schließlich doch noch bei uns... angeblich leicht entschärft. Na ja, was soll ich sagen: Ich habe es geliebt! Und ganz ehrlich, da fand ich so ein Spiel wie "Cannon Fodder" um einiges geschmackloser präsentiert, zumal es den Krieg ja quasi persifliert (fängt ja schon mit dem Titelsong an). "Desert Strike" strotzte zwar einmal mehr mit amerikanischem Patriotismus an allen Ecken und Enden, wurde aber wenigstens einigermaßen realistisch wiedergegeben (na ja, soweit man das im 16-Bit-Zeitalter eben darstellen konnte). Bellizismus konnte man dem EA-Titel damals keinesfalls vorwerfen...
Kommentar wurde am 28.06.2017, 12:38 von Bren McGuire editiert.
28.06.2017, 11:54 Gunnar (3060 
Britney schrieb am 28.06.2017, 09:58:
Ist es nicht scheinheilig dieses Spiel zu kritisieren, die Flut von Games mit teilweise kaum weniger zeitaktuellen Konflikten aber nicht? (Ich finde beide Formen sehr bescheiden, just saying)

Na, zur Zeit der Veröffentlichung dieses Reaktor-Simulators (sowas ließ sich übrigens wohl relativ einfach aufbauen: Ein paar Schalttafeln und Schaubilder reichten als Illustration völlig aus) wurden ja auch bei Spielen, die in Libyen ("Beachhead"), im Persischen Golf ("Persian Gulf Inferno", "War In The Gulf"), Afghanistan ("Rambo III") oder Vietnam ("Green Beret", "Flight Of The Intruder") angesiedelt waren, entsprechende Kommentare à la "Tolles Spiel, geschmackloses Szenario" in die Reviews geschrieben. Ein entsprechendes Bewusstsein, dass "zeitaktuelle" Szenarien einen moralisch diskutablen Hintergrund für Unterhaltungsprodukte abgeben, war wohl schon da.

Davon abgesehen, muss ich allerdings eingestehen, dass das Konzept eines Reaktor-Simulators durchaus einen grausigen Reiz hat. Die bisherigen (und vermutlich auch die kommenden, ähem...) Unfälle unterscheiden sich in ihrem Hergang außerordentlich von anderen medienträchtigen Katastrophen wie z.B. Schiffsuntergängen, Flugzeugabstürzen oder Grubenunglücken. Meistens liegt menschliches Versagen (oder, genauer, Nachlässigkeit) vor, das aber nie sofort die fatalen Konsequenzen hat, sondern aufgrund der Komplexität kerntechnischer Anlagen fast immer nur indirekt zum Tragen kommt - und diese bisweilen sehr lange Fehlerkette ist für das Bedienpersonal, das diese Fehler begangen hat, kaum zu durchblicken... bis es irgendwann zu spät ist. Das war in Tschernobyl so und in Harrisburg, in Fukushima sowieso und bei alle den ganzen kleineren Störfällen in letzter Konsequenz ebenfalls. Und hier liegt nun der Reiz, den sowas in Spielform ausüben kann: Man glaubt bei der oberflächlichen Betrachtung der Instrumente, alles unter Kontrolle zu haben - und auf einmal stellt sich heraus, dass das Kühlsystem kurz vor dem Exitus steht, weil ein Sensor ausgefallen ist, und schnelles Handeln ist gefordert... mit dem man die Situation aber auch noch viel schlimmer machen kann. Das ist doch der Stoff, aus dem existenzielles Drama gemacht wird.
Kommentar wurde am 28.06.2017, 12:24 von Gunnar editiert.
28.06.2017, 09:58 Britney (393 
Ist es nicht scheinheilig dieses Spiel zu kritisieren, die Flut von Games mit teilweise kaum weniger zeitaktuellen Konflikten aber nicht? (Ich finde beide Formen sehr bescheiden, just saying)
28.06.2017, 09:44 Pat (4177 
Ich habe generell nichts dagegen, aus einer Katastrophe ein Spiel zu machen - wenn es richtig gemacht wird.
Schliesslich kann man ja auch aus Katastrophen etwas lernen. Und Alternativszenarien, wie man es hätte besser machen können, damit das eben nicht passiert oder Szenarien, in denen man versuchen muss, besser zu reagieren, als das in echt passiert ist, können doch ganz interessant sein.

Vielleicht aber wäre es nicht so pietätlos gewesen, wenn man dann nicht gleich noch das Ganze direkt als Tschernobyl-Simulationen anpreisen würde.

Naja, und vielleicht hätte es geholfen, wenn das Spiel auch tatsächlich gut gewesen wäre.
28.06.2017, 08:58 Berghutzen (3587 
Jochen schrieb am 27.06.2017, 21:58:
... dem Titel "Chernobyl: The Syndrome" oder "The Chernobyl Syndrome" vermarktet ...


Was wiederum eine eindeutige Anspielung auf den Film "Das China-Syndrom" ist, der vor dem Unglück in Three Mile Island gedreht wurde und kurioserweise eben besagtes Unglück erstaunlich detailliert vorweg nahm.
27.06.2017, 21:58 Jochen (1447 
Nach Three Mile Island von Muse Software und Nuclear Power Plant von Commodore Educational Software ist dieses Spiel innerhalb kurzer Zeit die dritte amerikanische Reaktorsimulation gewesen. Die spielerische Beschäftigung mit Atomreaktoren und Atomkatastrophen scheint damals ein reines US-Thema gewesen zu sein, zumindest kann ich mich an keine vergleichbare Simulation aus Europa erinnern. Allerdings hat U.S. Gold dieses Spiel wohl in England unter dem Titel "Chernobyl: The Syndrome" oder "The Chernobyl Syndrome" vermarktet - und von der Spielepresse sogar Wertungen zwischen 60 und 70 Prozent bekommen. Der Super-Gau als Unterhaltung und die Reaktorsimulation als "Educational Software" für kleine Atomkraftwerker ... die 80er Jahre waren schon eine verrückte Zeit.
Kommentar wurde am 16.08.2018, 15:22 von Jochen editiert.
02.09.2011, 12:25 Marco [Mod Wunschzettel / Tests] (3558 
Zu der Zeit war die Veröffentlichung daneben, mit einer Katastrophe Geld verdienen!
07.01.2009, 13:58 Wurstdakopp (1294 
Wohl ne frühe Beta...
07.01.2009, 13:08 obi-jan (62 
Frank ciezki schrieb am 06.06.2008, 17:49:
Oder wie wäre es mit einem Spiel in dem es um einen Unglücksreaktor eine verseuchte Zone,mit fiesen Mutanten gibt?
Bedenklich,bedenklich.


STALKER?
12.06.2008, 15:36 Bren McGuire (4805 
Majordomus schrieb am 06.06.2008, 21:44:
Noch armseliger ist es, Spiele zu Katastrophen zu machen (wie es den Programmieren hier perfekt gelungen ist).

...und diese Katastrophen dann auch noch katastophaler auf andere Systeme umzusetzen - Stichwort: 'Super GAU'...
06.06.2008, 21:44 Majordomus (2176 
Herr Planetfall schrieb am 06.06.2008, 10:24:
Schon armselig, Katastrophen zu Spielen zu verarbeiten.


Noch armseliger ist es, Spiele zu Katastrophen zu machen (wie es den Programmieren hier perfekt gelungen ist).
Kommentar wurde am 06.06.2008, 21:45 von Majordomus editiert.
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