Willkommen bei
 Kult-Magazine
 Kultboy.com-Inhalte
 Interaktiv
Neues Mitglied: Petoschka
 Sonstiges




Spiele-Datenbank

Bild
21368 Tests/Vorschauen und 13365 Zeitschriften
Titel
Entwickler
nach was?
Magazine
Datenträger
Spieltype
Alphabet
System
Sortierung
Jahr
Treffer
 Genre Suche (aufklappen)
zufälliger Test/Vorschau anzeigen           



Fallout Tactics: Die stählerne Bruderschaft
Fallout Tactics: A Post Nuclear Tactical Combat Game oder Fallout Tactics: Brotherhood of Steel
Gib Deine Bewertung ab!
Bisher 1 Stimmen bei einer Gesamtwertung von 7.00

Publisher: Interplay   Genre: Action, Rollenspiel, Strategie, 2D   
Ausgabe Test/Vorschau (1) Grafik Sound Wertung System Datenträger Hits Autor
PC Player 5/2001
Testbericht
70%
80%
Solo: 83%
Multi: 80%
PC CD-ROM
3 CDs
154Udo Hoffmann
Partnerseiten:

Lieblingsspiel der Mitglieder: (1)
Dein Lieblingsspiel?

Willst du das Spiel noch spielen? Dann setze es auf deine Liste!

Mitglieder die das Spiel durchgespielt haben: (1)
Spiel markieren?
User-Kommentare: (4)Seiten: [1] 
28.05.2021, 18:53 Bearcat (1970 
Anfangs habe ich mich über das Spiel gefreut, aber bald setzte herbe Ernüchterung ein. Boha, ein Fallout für Rundentaktiker! Ja, denkste. Fallout Tactics ist ein mäßiges und durch die austauschbaren, weil völlig anonymen eigenen Soldaten seelenloses 08/15-Rundentaktikspielchen, dem Interplay einfach die Fallout-Lizenz übergestülpt hat, um den Namen fett auf die Schachtel drucken zu können. Und wenn man sich auf Mobygames mal die Interplay-Veröffentlichungen ab 2001 anschaut, nämlich Schrott oder Sammlungen verdienter alter Spiele, sieht man auch sofort, woher der Wind damals geweht hat: vom Flügelschlag des Pleitegeiers. Fallout Tactics sollte mit den Namen Geld in die Kasse spülen, viel mehr war da nicht mehr.
28.05.2021, 16:10 Waka (65 
Zig male angefangen zu spielen, aber nie wirklich weit gekommen. Bis über den zweiten Bunker bin ich glaube ich nie gekommen. Hab's jetzt doch mal wieder installiert (es läuft sogar unter Linux, WINE sei Dank!). Was Il bastardo zum SPECIAL-System schreibt, ist korrekt. Es gibt einige Stats, die komplett nutzlos sind, und schlimmer noch: Der Skill "Reden" wurde kurzerhand durch "Fahren" ersetzt. Das zeigt schon, wohin die Reise geht: Es wird nicht mehr selbst verhandelt, sondern man ist nur noch Laufbursche der Bruderschaft (die ohnehin schon immer sehr faschistoide Züge hatte).

Pluspunkt bei meinem derzeigtigen Spielstand: Ich habe jetzt endlich die "Tankstelle" gefunden, in der es ein Elixir des Lebens gibt, welches +1 zu Ausdauer und ein paar HP gibt. Und dank eines Bugs kann man Items im Spiel duplizieren: Wenn man das erste mal die Karte einer besonderen Begegnung betritt, kann man sein komplettes Inventar in einem Schrank (oder auch auf dem Boden) verstauen. Nun verlässt man die Karte und kommt sofort wieder, sammelt alle Sachen wieder ein. Verlässt die Karte, kommt sofot wieder, sammelt alle Sachen ERNEUT ein.... es macht die Sache schon ein wenig einfacher, wenn man mit einem Trupp unterwegs ist, der durch die Bank ~200HP hat.

Mal sehen, ob ich jetzt noch nachträglich den Patch installiere, denn das Spiel hat doch so einiges an Bugs, die einfach nur nervig sind.

Und ja, die Häufigkeit der Zufallsbegegnungen ist viel zu hoch. Ständig popt die Infobox auf (zumindest, wenn man "Naturbursche" hoch genug geskillt hat, aber selbst das wird mit der Zeit recht nervig).

Mal sehen, ob ich jetzt endlich mal die Muße habe, das Spiel durchzuspielen. Immerhin habe ich jetzt den CTB-Modus für mich entdeckt. Bisher war ich immer zu doof dafür, aber jetzt stelle ich fest, dass das Gameplay doch SEHR viel flüssiger abläuft, wenn dieser Modus aktiviert ist.
28.12.2020, 02:36 SarahKreuz (9677 
Hab ich nie lange genug gespielt, um eine Kultboy-Bewertung hier zu lassen. Nach kurzer Zeit war ich ziemlich angeödet (es war halt kein erwartetes, vollumfängliches RPG) und danach nie wieder installiert.

Auch auf der Playstation 2 gab's mal ein "Brotherhood Of Steel"-Ableger. Dat liegt noch heute ungespielt im Schrank rum.
Kommentar wurde am 28.12.2020, 02:43 von SarahKreuz editiert.
16.11.2016, 20:48 Il bastardo (210 
Da sowohl Fallout, als auch Squad-Taktikspiele genau in mein Beuteschema fallen, hätte Fallout Tactics schon sehr viel falsch machen müssen, um mir nicht zu gefallen. Und tatsächlich hat dieser oft übersehene Spin-Off der Rollenspiel-Reihe viel zu bieten, allerdings bleibt durch seine begrenzte Entwicklungszeit einiges Potential unangetastet. Diesem Taktik-Rollenspiel-Hybrid liegt im Prinzip das klassische Fallout-Gameplay zugrunde, nur dass man das Kampfsystem ausgebaut, die RPG- und Adventure-Aspekte hingegen stark zurück geschraubt hat. So gibt es in den Dialogen kein Multiple Choice mehr, Nebenquests sind Mangelware, Schauplätze sind in weitgehend starrer Chronologie zu bereisen. Wem aber das Kämpfen und Plündern in Fallout 1+2 den meisten Spaß bereitet hat, der dürfte auch hier viel Erbauliches finden: Zahlreiche Kisten und Schränke warten darauf - mal mehr, mal weniger willig - ihre Inhalte preiszugeben. Die Missionen variieren in Anspruch und Komplexität, bieten jedoch in der ersten Spielhälfte viel Abwechslung.

Wenn man nicht dabei ist, die wie üblich völlig heruntergekommenen Ortschaften und Industrieanlagen nach Wertsachen zu durchsuchen, erwehrt man sich seiner Haut mit einem breiten Waffenarsenal - Fallout-typisch natürlich stets mit äußerst blutigen Konsequenzen. Dabei steht die Wahl zwischen Pseudo-Echtzeit und Runden offen, wobei sich bei erstere nur empfiehlt, wenn man sich stark im Vorteil sieht. Im Laufe des Spiels werden auswählbare Squad-Mitglieder verschiedener Rassen (auch Deathclaws können zur Truppe stoßen) nach und nach ergänzt, ebenso wie Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Zudem kann man in einigen Missionen auch Fahrzeuge erbeuten, und diese dann mit Fahrern besetzen. Diese sind allerdings verwundbar, weshalb das Mitführen eines Mechanikers Pflicht ist. Entgegen dem ursprünglichen Vorhaben wurden alle Grafiken neu gezeichnet, das Aussehen der Rassen dabei überarbeitet. Das neue Gewand steht dem Spiel gut zu Gesicht, da der optische Eindruck sich durch mehr Zäsuren deutlich abwechslungsreicher gestaltet, als in Fallout 1+2. Dazu stimmt auch die akustische Untermalung, die der Fallout-Linie mit ihren Dark Ambient-Klängen und knackigen Soundeffekten in bester Surround-Qualität wirklich zur Ehre gereicht. Die Zutaten zum Top-Spiel sind allesamt vorhanden, und streckenweise hatte ich auch viel Spaß mit Fallout: Tactics. Einige lästige Details verminderten mir den Spaß mit zunehmender Spieldauer jedoch sehr deutlich:

1. Das SPECIAL-System wurde nicht vernünftig ausbalanciert, so dass einige völlig nutzlose Stats zurückgeblieben sind (z.B. Glücksspiel). Es kann also durchaus passieren, dass man nach einem Level-Up seine Punkte in Fähigkeiten verpulvert, deren Nutzen praktisch null ist.
2. Zufallsbegegnungen während der Reise (Privateer 2 lässt grüßen) auf der Übersichtskarte sind teilweise unerträglich häufig, besonders wenn man abseits der direkten Wege zwischen zwei Schauplätzen auf Erkundungstour gehen will. Das Spiel will einem wohl damit suggerieren: Weiterfahren, hier gibt es nichts zu sehen. Es ist trotzdem sehr unbefriedigend, dass die Übersichtskarte zum Großteil schwarz bleiben muss, weil man bei einem Abstecher ins Gelände nach jedem Pixel wieder kämpfen muss.
3. Das Missionsdesign flacht mit dem Erscheinen der Roboter deutlich ab. Gilt es in der ersten Spielhälfte noch vergleichsweise komplexe Missionsziele zu erfüllen - wie Geiselbefreiungen, oder die Verteidigung einer Stadt -, so geht es später nur noch ums Abknallen und Überleben. Man merkt recht deutlich, dass der Entwicklung irgendwann die Zeit davonlief, und die Missionen gegen Ende entsprechend einfacher designed werden mussten.
4. Die Brotherhood of Steel ist eine faschistoide Verbrecherbande: Die Endzeit ist natürlich rau, und die BoS wurde schon vorher als ein fanatisch technokratischer Orden charakterisiert, ähnlich den Space Marines im Warhammer 4K-Universum. Wurde dem Spieler in den Fallout-Teilen aber noch stets die Wahl gelassen, ob man Philanthrop oder Teufel sein wollte, wird dem Spieler hier die Rolle des Erfüllungsgehilfen einer militaristischen Sekte förmlich aufgezwungen. Beispiele: In einer Mission muss man die Kapitulation einer Stadt herbeiführen. Die Folge: Die unterworfene Bevölkerung wird als Arbeitssklaven in Konzentrationslager verfrachtet. Den Tiefpunkt stellte für mich jedoch der Einsatz dar, in dem Versorgungsgüter für die Soldaten in einem Truck durch eine verwahrloste Stadt transportiert werden müssen. Dabei wird man von Massen halb verhungerter Zivilisten angegriffen, die zu Beginn der Mission noch schön menschenverachtend als "wilde Tiere" verunglimpft werden, und natürlich in Massen niedergemäht werden müssen.

Es hätte das Spiel in meinen Augen erheblich aufgewertet, wenn die Möglichkeit bestanden hätte, dem inneren Dilemma seines Alter Egos Entscheidungen folgen lassen zu können. Vielleicht war das ursprünglich angedacht, so bleibt mir beim Endprodukt aber ein schaler Beigeschmack zurück. Eine aufgerundete 7 ist mir Fallout: Tactics aber trotzdem wert. Wenn ich es mal wieder hervorkrame, werde aber vermutlich beim Erscheinen der Roboter wieder aufhören… und versuchen, ob ich bei der bekrittelten Mission nicht doch einen Schleichweg finde.
Seiten: [1] 


Du willst einen Kommentar schreiben?

Dann musst du dich nur kostenlos und unverbindlich registrieren und schon kann es losgehen!