Welche Bücher lest Ihr gerade? / Der ultimative Buch-Fred

Begonnen von meic1976, 10.01.2004, 11:25

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cassidy

Zitat von: Retrofrank in 10.10.2025, 21:33Geht halt um Verrat und Korruption in einem verranzten Dorf im kommunistischen Ungarn.
Alternativ kannst du dir auch die Filmversion von Béla Tarr anschauen. Dauert auch nur knackige 450 Minuten.  :D

Ich erinnere mich an unsere Diskussion damals.  Traurig,  dass wir Juri beim Angeln verloren haben....
"Der Antichrist kommt als Frau, im Körper eines Mannes mit sieben Schwänzen und sieben Köpfen..."

Deathrider

Dein Kommentar hat völlig gereicht, hab 449 Minuten gespart. ;)

Ich lese gerade Sid Meiers Memoiren.
Schön zu lesen, wie es damals in den 70/80iger anfing.

Und man bekommt das Gefühl er sei sehr bodenständig.

Des weiteren hab ich von ETK Solo Bücher entdeckt, die berühmte Musiker behandelt.
Hab mir Alfred Cortot mal gekauft und wenns gut ist, nehme ich mir mal Karajan, Gulda und Bussoni vor.


I looked, and behold, an ashen horse; and he who sat on it had the name Death; and Hades was following with him.

snoopdeagledogg

Hab gerade "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley durch. Irgendwie hat es mich nicht so gefesselt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dass es in den 30er Jahren geschrieben wurde und noch immer so eine Gültigkeit aufweist, ist unumstritten sehr beachtlich. Dennoch hat mir das Lesen des Buches teilweise keine Freude bereitet und man musste sich durch quälende Passagen kämpfen, die erst durch das Ende eines Kapitels beendet wurden. Ich hab mir jetzt Hesses "Steppenwolf" geholt und hoffe mich in dieser Romanwelt etwas mehr verlieren zu können, als es mir bei Huxley gelungen ist.

Retrofrank

#1038
"Schöne neue Welt" habe ich vor langer Zeit gelesen. Kann mich noch erinnern, dass das Konzept interessant war, das die Menschheit sich zu tode amüsiert. Es hat aber nicht so einen bleibenden Eindruck wie 1984 hinterlassen.

"Steppenwolf" ist ein Buch, das ich mental mit dem frühen Erwachsenenalter verbinde. Weiß nicht, ob das heute noch den selbsen Eindruck auf mich machen würde.

Ich lese gerade "Wir haben keine Antimemetik Abteilung" von qntm. Ein Buch, das aus einer Storysammlung in der SCP-Foundation Website entstand und jetzt als stand alone Novelle erschienen ist.
Es geht um die interessante Frage, wie man etwas bekämpft, bei dem schon der Erkentniss, dass es existiert tödlich sein kann. Ein Ideenkomplex aus einer anderen Realität, der langsam in unsere durchsickert und Menschen umschreibt wie ein Virus befallene Zellen. Mehrere Generationen von Wissenschaftlern hatten es bereits entdeckt, aber niemand weiß mehr davon, denn das Problem ist : sobald du dir seiner Existenz bewusst wirst, sieht es auch dich und löscht dich und alle in deinem Umfeld, sowie jede Erinnerung, dass du jeh existiert hast aus. Intressanter, schräger Sci-Fi Horror. So etwas, wie Lovecraft für's 21. Jahrhundert.

cassidy

@frank:
Hört sich nach etwas an, was ich mir bei Dir ausleihe, wenn ich das nächste Mal da bin.

"Schöne neue Welt" habe ich vor vielen Jahren gelesen. Ja, es kommt etwas altbacken daher. Die Grundidee fand ich allerdings sehr gut und ist zeitlos. "1984" ist allerdings um Welten stärker und ein Klassiker. Eine deutliche und finstere Dystopie gegen die "Schöne neue Welt" wie eine Utopie wirkt.

Ich habe mir mal was von Thomas M. Disch gegönnt. Einem Sci-Fi Autor aus der goldenen Ära in der sich nicht gescheut wurde, seine Leser auch etwas zu fordern. "Camp Concentration"! Grundsätzlich geht es um den Kampf der Autorität mit der Intelligenz und dem freien Willen. Auch immer aktuell. Der Autor hat übrigens auch Bezüge zu unserem liebsten Hobby, er war an Amnesia von Electronic Arts beteiligt. Schöne Schreibe!
"Der Antichrist kommt als Frau, im Körper eines Mannes mit sieben Schwänzen und sieben Köpfen..."

Rockford

Ich lese wie oft mehrere Bücher "gleichzeiteig", also eigentlich eher Stapelverarbeitung.
Zusammen mit dem Tollkühn-Podcast lese ich gerade den Schluss von Terry Pratchetts "Wachen! Wachen!", daneben befinde ich mich in meinem dritten oder so Versuch, den "Zauberberg" durchzustehen. 500 Seiten habe ich schon geschafft, vielleicht ziehe ich es diesmal durch. Das Buch hat ja viele Fans und vielleicht kann mir jemand erklären, warum.
Nachdem ich wieder mal "Finding Forrester" geschaut habe und ich bei der Recherche zum Film öfter auf den Namen J.D. Salinger gestoßen bin, habe ich mir "The Catcher in the Rye" besorgt und gerade das vierte Kapitel beendet. Das ganze Buch ist etwa so lang wie ein Kapitel des Zauberbergs und liest sich wirklich gut, gefällt mir bisher sehr.
Dazwischen immer mal wieder eine Sherlock-Holmes-Geschichte, zusammen mit dem "Hörlock Holmes" Podcast und immer mal ein Kapitel Herr der Ringe, auch mit den Jungs von Tollkühn.

Deathrider

Brave New World durfte ich im Englischunterricht lesen und fand es vom Thema her interessanter als 1984(kenne nur den Film) und Fahrenheit 451 - die beiden anderen Geschichten wurden aber nur kurz vorgestellt.

Wie cassidy sagt, dass eine ist eher Utopisch, das andere dystopisch, wahrscheinlich kann ich mit der Schönen Welt mehr anfangen(übrigens ist das Iron Maiden Album dazu mein All Time Favorit)

Würde es aber auch nicht mehr lesen.
Ich glaub, um diese Zeit kam auch Matrix damals raus, was einige Änhlichkeiten mit sich bringt, wie ich finde.
Ich hab im Moment keinen Urlaub und komme kaum zum Lesen  :cry: 


I looked, and behold, an ashen horse; and he who sat on it had the name Death; and Hades was following with him.

mark208

Zitat von: Rockford in 22.11.2025, 10:32Ich lese wie oft mehrere Bücher "gleichzeiteig", also eigentlich eher Stapelverarbeitung.
Zusammen mit dem Tollkühn-Podcast lese ich gerade den Schluss von Terry Pratchetts "Wachen! Wachen!", daneben befinde ich mich in meinem dritten oder so Versuch, den "Zauberberg" durchzustehen. 500 Seiten habe ich schon geschafft, vielleicht ziehe ich es diesmal durch. Das Buch hat ja viele Fans und vielleicht kann mir jemand erklären, warum.
Nachdem ich wieder mal "Finding Forrester" geschaut habe und ich bei der Recherche zum Film öfter auf den Namen J.D. Salinger gestoßen bin, habe ich mir "The Catcher in the Rye" besorgt und gerade das vierte Kapitel beendet. Das ganze Buch ist etwa so lang wie ein Kapitel des Zauberbergs und liest sich wirklich gut, gefällt mir bisher sehr.
Dazwischen immer mal wieder eine Sherlock-Holmes-Geschichte, zusammen mit dem "Hörlock Holmes" Podcast und immer mal ein Kapitel Herr der Ringe, auch mit den Jungs von Tollkühn.

Mit dem Stapellesen, das könnte ich glaube nicht oder ich würde die Motivation für bestimmte Bücher verlieren.

Zauberg habe ich einmal geschafft das war wirklich harte Arbeit, ich kapiers auch niht, es gab mal Phasen, wo es echt gut war, aber dann ellenlange langweilige Passagen durch die man scih mühsam durchkämpfen musste.

Rockford

Das geht schon und man kann sich immer das Buch nehmen, auf das man gerade Lust hat. Wenn mal ein Buch hinten runterfällt, weil man selten bis nie Lust drauf hat, naja, dann war's eh nix. In der Regel sind's aber nur zwei, und vielleicht ein drittes, dass zusammen mit einem Podcast lese. Herr der Ringe (und sekundäre Literatur) zählt nicht, das lese ich praktisch ständig.

Beim Zauberberg gibt es schon interessantere Phasen und auch lustige Stellen, aber meistens wird diskutiert und irgendwie interessiert mich das gar nicht, wenn erdachte Figuren diskutieren. Irgendwie sinnlos. Oft erinnert mich das Buch auch eher an Kafka als an Thomas Mann... naja, bin vom Dorf.
Am Autor allein kann es jedenfalls nicht liegen, die Buddenbrooks sind eins meiner Lieblingsbücher.

Retrofrank

Für die Kategorie. "Nicht leicht zu lesen, aber trotzdem unterhaltsam und lohnenswert." habe ich meinen Lieblingsautor, Thomas Pynchon. Das Phantom der Nachkriegsliteratur.  :D

Ein zwei Bücher gibt es auch, bei denen ich mir zu Schluss dachte : "Boah, warum hast du dir das angetan ?" Wohl so was, wie literarisches Stockholm Syndrom. "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace war so eins.  :glubsch:

Anna L.

Update: Ich hab mein Irre-Buch immer noch nicht gelesen. Ich hab nur mal zufällig aufgeschlagen, weil ich dachte, der erste Satz, der mir ins Auge sticht, ist ein Zeichen. Sonst ging noch nicht viel. Ich warte noch auf die richtige Stimmung.
Herr Planetfall heißt im echten Leben gar nicht so!

Herr Planetfall

Was will der Irre!-Autor mit seinem Buch erreichen?
Wer ist Anna L.?

Anna L.

Diese Frage ist berechtigt. Was will er eigentlich? Dass die Normalen irre werden, dass die Irren normal werden?
Herr Planetfall heißt im echten Leben gar nicht so!