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Power Play 6/97



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Scan von Tobi-Wahn Inobi


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User-Kommentare: (13)Seiten: [1] 
31.03.2014, 17:40 Pat (1329 
Nachdem ich beim Durchspielen von Heart of China kurz mit dem Orient Express gefahren bin (allerdings in die entgegengesetzte Richtung), hatte ich mächtig Lust, seine letzte Fahrt vor dem 1. Weltkrieg mitzumachen.

Dem Mangel an Kommentaren hier zu urteilen, haben viel zu wenige diese grandiose Fahrt unternommen.

Die vielgrümte (und zum Teil gehasste) Echtzeitkomponente des Spiels ist nicht so schlimm, wie man das im ersten Augenblick meinen würde. Und so ganz Echtzeit ist es dann auch nun wieder nicht - gewisse Aktionen "verbrauchen" mehr Zeit.

Gespeichert wird in Last Express nicht. Stattdessen kann man jederzeit das Spiel beenden und dann ohne große Trara einfach fortsetzen. Damit mehrere gleichzeitig das Spiel erleben dürfen, kann man zwischen der Farbe des Faberge-Eis wechseln.
Speziell dabei: Man kann jederzeit die Zeit zurückspulen, um eventuelle Fehler rückgängig zu machen. Klingt seltsam, macht die Sache aber sehr spannend und trotzdem äußerst frustfrei.

Ein großer Reiz des Spieles ist dabei, herauszufinden, wann man wo sein muss, um möglichst zum besten Ende des Spieles zu kommen.
Dabei muss man meist nicht wirklich minutengenau sein - die Zeitfenster sind eigentlich immer groß genug. Und vieles kann man über die Spielzeit hin zu verschiedenen Zeiten erledigen.

Und es ist natürlich auch ein Teil des Spieles, dass man beim ersten Durchspielen nicht alles erleben kann. Also, zumindest nicht ohne Zurückückspulen.

Es stimmt schon, man kann an vielen Stellen sterben aber dank Rückspulfunktion ist das kein Problem. Im Gegenteil, es macht oft auch viel Spass, verschiedene (auch dumme) Aktionen auszuprobieren.

Sackgassen im eigentlichen Sinn sind mir jetzt keine bekannt. Der viel zitierte Käfer ist auch nicht so ein Problem:
Tauscht man den schwarzen Krabbelkäfer nicht gegen die Pfeife um, behält der Junge die Pfeife bei sich, verliert diese aber im Tumult nach der Zugentführung im Raucherabteil, wo man diese dann einfach nehmen kann. Einziger Nachteil: Man verpasst die Szene mit dem Feuervogel, wenn man ihn ausprobiert - kann man halt nur öffnen und wieder schließen, ohne ihn Singen zu hören.


Die Handlung ist toll, die Charaktere sind ebenfalls spannend - wenn auch nicht alle wirklich plotrelevant sind. Durch die Rotoscoping-Technik hat das Spiel außerdem einen ganz eigenen Scharm.
Schade ist lediglich, dass die meisten "Animationen" aus relativ wenigen Einzelbildern besteht, was zwar ein sehr interessanter Effekt ist, verwöhntere Naturen aber eventuell nerven könnte. Gut, man hat auch so schon mehrere CDs gefüllt, vielleicht wären es sonst zu viele geworden.

Steuerungstechnisch kann man keine Wunder erwarten. Es gibt wenig Inventargefummel, das meiste erledigt man mit dem intelligenten Mauszeiger per Linksklick.
Zum Glück kann man mit einem Doppelklick automatisch durch einen ganzen Wagon laufen (bzw. mit einem weiteren Klick die Lauferei stoppen), so dass sich die Klickerei dann doch im Rahmen hält.

Zuletzt sei erwähnt, dass die Musik des Spieles wirklich perfekt passt und sich auch im CD-Player gut macht.

Insgesamt ist The Last Express ein herausragendes Adventure, mit toller Grafik, tollem Sound, exzellenten Charakter und Dialogen, einer grandiosen Geschichte und jeder Menge Atmosphäre.

Ich hätte gerne ein weiteres Spiel mit Robert Cath gehabt!
Kommentar wurde am 31.03.2014, 17:42 von Pat editiert.
21.03.2014, 15:11 jan.hondafn2 [Mod Wunschzettel / Tests] (1858 
Erneut stieg ich in den sagenumwobenen Orient Express, um in Konstantinopel ein Happy End über den Bildschirm flimmern zu sehen. Diesmal begleitete mich meine Freundin bei der virtuellen Reise, mit der ich davor Nibiru durchgespielt hatte.

Ich habe mich natürlich gleich bestens in den Abteilen zurecht gefunden, da ich das Spiel bereits vor Jahren "verschlungen" hatte. Meine Freundin beklagte hingegen die Steuerung und ich musste ihr an bestimmten Stellen recht geben: Ein Beispiel wäre, wenn man aus dem Gemeinschaftsbad kommt, denn dann guckt man gleich auf die Ausgangstür des Abteils, anstatt auf die Sitzbank.

Trotz der ein oder anderen steuerungstechnischen Macke waren wir begeistert von dem Charme, den Jordan Mechner ins Spiel hat einfließen lassen. Nur die wilde Geldbeschaffungsaktion vor Wien hat uns ein wenig ratlos gestimmt. Hier mussten wir (ich hatte wieder den Lösungsweg vergessen) die Komplettlösung bemühen.
Wer von euch das Spiel bereits beenden konnte, kann auch bestätigen, dass es ab Wien richtig flott im Spiel vorangeht, sowohl was die Story anbelangt, als auch was das virtuelle Zeitvoranschreiten betrifft.
Auf jeden Fall machten wir beide den Fehler,
nicht die Pfeife des Jungen gegen den Krabbelkäfer einzutauschen. Somit standen wir am Ende "doof" da. Danach einen günstigen Zeitpunkt (per Rückspulfunktion) zu finden, wo dieser Tausch durchgeführt werden kann, ist sehr schwierig. Auch leuchtete an dieser Stelle (kurz vor Podszony) die Schachtel zum Eintauschen auf, als ich den Jungen sah, doch es funktionierte nicht mehr.

Von daher gibt es doch ein paar Ungereimtheiten im Spiel, die mir erst bei diesem 2. Durchlauf aufgefallen sind:

* wenn der Hund freigelassen wird und die Hundebesitzerin von der Musik-Vorstellung (vor Wien) zurückkehrt, so ignoriert sie ihn, wenn er an der Tür wartet -> sie müsste sich ja eigentlich freuen und Notiz von ihm nehmen
* der Baron verlässt später den Orient Express, obwohl er das Ei nicht bekommen hat -> dies wirkte ein wenig unlogisch auf uns
* unser Protagonist kann aufgrund der Größe des goldenen Fabergé-Eies, dieses nicht versteckt mit sich tragen -> trotzdem kann man durch den Zug spazieren, ohne das andere Passagiere dazu etwas sagen (bis auf den Schaffner nach Verlassen der Kabine)

Auf jeden Fall hat uns das Spiel spannende Spielstunden beschert. Die 9 Punkte von damals bleiben natürlich bestehen. Nach wie vor sehe ich The Last Express nicht nur als Adventure, sondern als ein kleines Kunstwerk an. Schade, dass es keinen Nachfolger dazu gab...
Kommentar wurde am 21.03.2014, 15:16 von jan.hondafn2 editiert.
27.03.2013, 10:54 mark208 (174 
Das Spiel ist ja als Vollversion der PP-Jübuläumsausgabe beigefügt, werde es mir mal die nächste Zeit antun. Hab leider einen Hänger bei Gabriel Knight 3 gekriegt, kann mich grad nicht aufraffen weiterzuspielen.
22.05.2012, 14:10 Pat (1329 
Das Spiel gibt es übrigens auch bei GOG.com

http://www.gog.com/en/gamecard/last_express_the


Das Spiel ist in sich genial, toll inszeniert und spannend. Ein echter Hit!
Sehr interessant auch die Spielmechanik, bei der man - statt zu speichern und zu laden - jederzeit die Zeit zurückdrehen kann (bzw. muss).
Kommentar wurde am 22.05.2012, 14:13 von Pat editiert.
21.05.2012, 20:29 Commodus (4434 
Commodus schrieb am 20.06.2011, 16:41:
Irgendwie erinnert mich The Last Express an "Gene Machine", das ich sehr gern gespielt habe.


Falsch! Da die Figuren erst real aufgezeichnet wurden und dann in diesen Zeichentrick/Coulagen Stil übertragen wurde, sieht es doch eher vom Stil her wie der Zeichentrick-Herr der Ringe aus, falls das noch jemand kennt.

Ich glaube das Spiel ist gut gealtert, da der Stil so eigen ist. Leider ist es bei Ebay immer schnell weg.
04.01.2012, 01:16 DasZwergmonster (2698 
Auch so ein Spiel welches ich immer spielen wollte, welches aber noch nicht in den Disketten/CD-Schacht geschafft hat.

Dank der "Retro Games"-Reihe von Daedalic liegt das Spiel nun zumindest hier auf dem Schreibtisch rum.

Vielleicht packt sich das Spiel demnächst mal von selbst aus, hüpft ins Laufwerk und installiert sich.

Wer weiss.
03.01.2012, 22:01 Washimimizuku (123 
Die Echtzeitkomponente war der Grund, weswegen ich das Spiel damals nach etwa 3 Spielstunden wieder in die Videothek zurückbrachte. Es war bisweilen sehr frustig, unbedingt zur richtigen Zeit am richtigen Ort das richtige machen zu müssen. Denn dies war nicht wirklich offensichtlich. Da hatte man mitunter nur wenige Echtzeitminuten Zeit dem Jungen, der irgendwo im Zug herumläuft, einen Käfer zu zeigen. Dass man das machen muss, um weiterzukommen, muss man erstmal wissen. Da läuft man manchmal blöde herum, verpasst unwissentlich diese Chancen, steckt in einer Sackgasse und merkt das irgendwann, wenn es mal wieder für 20 Minuten nicht im Spiel weitergeht.

Habs mir trotzdem über gog.com erstanden und werde es beizeiten noch einmal probieren. Vorher enthalte ich mich meiner Wertung. Möglicherweise war ich auch nur noch zu jung und unerfahren für das Genre.
03.01.2012, 21:41 Frank ciezki [Mod Videos] (2165 
Sehr interessant.
Überlege mir die ganze Zeot über,ob ich das nicht mal ausprobiere.
Vor allem da es im Moment bei Good old Games für´n Appel und n´ Ei zu haben ist.
Echtzeit in einem Adventure schreckt mich aber irgendwie ein bisschen ab,
20.06.2011, 19:29 StephanK (1525 
Ja, dass werde ich mir auch mal merken müssen, danke für die bisherigen Kurzkritiken, scheint wirklich was richtig feines zu sein..
20.06.2011, 16:41 Commodus (4434 
The Last Express ist auch an mir vorbeigezogen. Irgendwie erinnert mich The Last Express an "Gene Machine", das ich sehr gern gespielt habe. Ich muss es sofort auf meine To-Do Liste setzen.

Danke für den Scan!
15.06.2011, 20:27 Nimmermehr (343 
Mit Kritikerlob überhäuftes Spiel. Leider ist The Last Express fast völlig in der Versenkung verschwunden. Zusätzlich zu den von Jan genannten Punkten sei noch die Non-Linearität erwähnt. Ein mehrfaches Wiederspielen ist nicht nur möglich, sondern zum vollen Verständnis unbedingt notwendig.

Es gibt viele Adventures, die sich als erwachsen angepriesen wurden. TLE zählt zu den wenigen Adventures, die tatsächlich eine erwachsene und ausgewachsene Geschichte erzählen.

Komfortliebhaber seien jedoch gewarnt. Der Luxuszug bietet keinesfalls die Annehmlichkeiten eines Lucasarts-Adventures. Häufige Tode und Sackgassen sind eher die Regel als die Ausnahme. Zwar kann die Zeit zurück gedreht werden, aber man muss schon mal damit leben können, echtzeitbedingt zur falschen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Umkekehrt ebenso.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, den erwartet auf Gleis 9 ein außergewöhnliches und wahrlich einzigartiges Spielerlebnis.


Nebenbei bemerkt: Jordan Mechner, der Kopf hinter TLE, schuf auch Prince of Persia.
Kommentar wurde am 17.06.2011, 15:45 von Nimmermehr editiert.
15.06.2011, 19:45 jan.hondafn2 [Mod Wunschzettel / Tests] (1858 
Da hast Du wirklich etwas verpasst Stephan!

Dieses Adventure bietet wirklich alles, was man sich als Adventure-Spieler wünscht:
Gute Rätsel, Spannung, Atmosphäre mit Gänsehautgarantie, tolle Zwischensequenzen u.v.m. Das Ganze sogar in Echtzeit!!

Zuerst dachte ich, hier wird billig "Der Mord im Orientexpress" von Agatha Christie kopiert...
DENKSTE! Die Story ist eigenständig und lehnt sich nur zum Bruchteil an den Klassiker an.

Zurückbleiben bitte! The Last Express fährt mit 9 Punkten in Kürze ab!
15.06.2011, 19:23 StephanK (1525 
Leider komplett verpasst, hört sich aber gut an...
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