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PC PowerPlay
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Erstausgabe: 12/2004
Letzte Ausgabe: 10/2007
Verlag: CyPress GmbH
Sprache: Deutsch
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User-Kommentare: (9)Seiten: [1] 
08.07.2018, 18:52 Gunnar (2280 
Ach, eigentlich muss man in diesem Zusammenhang die Schuld vermutlich nicht mal by CyPress/Cynamite alleine suchen. Ich interpretiere die Ereignisse so, dass der Markt für PC- und Videospiel-Magazine seit 2002 zwar im Abschwung begriffen war, die Strategen bei IDG, Computec, Axel Springer & Co. darauf aber auch mit nix schlauerem als einem ruinösen Verdrängungswettbewerb zu antworten wussten. Insofern war das Pflaster für jedes neu lancierte Magazin ein ziemlich heißes.
07.07.2018, 13:04 Jochen (994 
forenuser schrieb am 06.07.2018, 12:21: "Hmm... Gerade als Kritiker weiss man nachher ja immer wie man es vorher besser gemacht hätte..."


Ich weiß nicht, ob Du damit den stellvertretenden Chefredakteur Stangel, den Forumsmoderator oder mich gemeint hast - aber nach einem Blick auf die IVW-Zahlen dürfte damals eigentlich vielen Leuten klar gewesen sein, dass die PC PowerPlay nicht erfolgreich war. Zum Start soll die Druckauflage der PC PowerPlay 12/2004 bei über 300.000 Exemplaren gelegen haben, die exakten Verkaufszahlen der Startauflage sind nicht bekannt. Für die folgenden Quartale wurden der IVW jedoch alle Zahlen gemeldet (siehe hier) - und die Entwicklung der PCPP-Verkaufszahlen sah auch für Außenstehende nicht gut aus:

1Q/2005 132.854
2Q/2005 133.767
3Q/2005 122.155
4Q/2005 101.016

1Q/2006 113.536
2Q/2006 114.861
3Q/2006 90.716
4Q/2006 70.464

In seinem Rückblick hat Florian Stangl außerdem folgendes verraten:

"(...) das Heft war so geplant worden, dass es sich (etwas vereinfacht formuliert) erst ab durchschnittlich rund 150.000 verkauften Heften pro Monat rechnen kann (...)"


Ein Quartal hat drei Monate - man hätte also pro Quartal in Deutschland und im Ausland rund 450.000 Hefte verkaufen müssen, damit sich die PC PowerPlay rechnet. Doch ein Blick auf die IVW-Zahlen zeigt auch: Die Druckauflage hat (abgesehen von der Startauflage) nie ausgereicht, um überhaupt diese benötigten Verkaufszahlen zu erreichen.
Wie man es besser gemacht hätte, das ist für mich in diesem Fall gar nicht die Frage. Eher: Warum hat der Verlag das PCPP-Drama nicht rechtzeitig beendet und diesen Verlustbringer nicht eingestellt?
Kommentar wurde am 08.07.2018, 11:58 von Jochen editiert.
06.07.2018, 14:20 Berghutzen (3294 
Ja, das mag sein, in gewisser Hinsicht geht es mir ja in Sachen Ascaron auch so: Man hat einige Sachen kommen sehen und fragte sich, warum die Verantwortlichen das nicht wahrgenommen haben. Aber es darf nicht vergessen werden, dass man auch Konsument ist, d.h. diese Zeitschriften/Spiele auch kauft. Und dazu trifft man bei aller gerechtfertigten Kritik auch immer auf Leute, denen es nur um die persönliche Position geht, und denen die Verantwortung für ein Produkt (und damit evtl. auch Kollegen, Verlage, Firmen) ziemlich egal ist, weil sie selber wieder auf den Füßen landen werden. Diese sind dann ziemlich kritikresistent, weil deren "Idee" angegriffen wird und die ja schon per se perfekt war.

Das ist immer ein Geben und ein Nehmen. Wenn man die Kritik ein wenig mehr zu Herzen genommen hätte, dann ...
06.07.2018, 12:21 forenuser (2840 
Hmm... Gerade als Kritiker weiss man nachher ja immer wie man es vorher besser gemacht hätte...
06.07.2018, 12:06 advfreak (491 
Danke für den Tipp Jochen, das werd ich mir am Wochenende alles gründlich durchlesen, sehr interessant!
06.07.2018, 11:45 Jochen (994 
Das Ende der PC PowerPlay ist auch schon über ein Jahrzehnt her. Damals hat Florian Stangl bei der PC Games einen zweiteiligen Rückblick (Teil 1 und Teil 2) veröffentlicht - und dieser Text wurde von einem ehemaligen Moderator des PC-PowerPlay-Forums gnadenlos auseinandergenommen: Das war die PC PowerPlay – Ein Rückblick von Magaziniac.

Bei Magaziniac hat Medienblogger Evil außerdem in einer kleinen Chronik aufgezeigt, wie der Verlag (seiner Meinung nach) ab 2003 in die Krise geriet: Wie CyPress gegen die Wand gefahren wurde. Wie Evil zu einem Moderator des Forums wurde, warum er ging und noch einige Daten zu CyPress-Magazinen finden sich unter Max-Planck-Str. 13 – Ich über euch, von OPM bis Cynamite. (OPM = Das offizielle Playstation Magazin)

Auch nach einem Jahrzehnt sind diese Geschichten über CyPress und das Ende der PC PowerPlay noch lesenswert.
Kommentar wurde am 06.07.2018, 12:39 von Jochen editiert.
31.01.2017, 12:21 Gunnar (2280 
Schade, dass es mit dieser Zeitschrift ab 2006 schon wieder bergab ging. Ich hatte die damals ganz gerne gelesen, einerseits, weil's mit Deppe, Galuschka, Steidle und Stangl ein "Veteranenblatt" mit rundum kompetentem Personal war, andererseits, weil die Zeitschrift zugleich meinungsstark und informativ, im Ergebnis also recht Hype-resistent und kritisch war. Dazu kamen noch die netten Artikel von Daniel Kreiss, die Hintergründe abseits des Tagesgeschäfts beleuchteten. Wirklich schade, denn Gazetten wie die PCG und Gamestar haben mich damals kein bisschen gejuckt.
21.06.2013, 20:10 Twinworld (1979 
Von der PC PowerPlay gibt es alle Ausgaben als PDF auf KultCoverCD.
21.06.2013, 11:45 Berghutzen (3294 
9 Punkte für den ersten Jahrgang.
Seiten: [1] 


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