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PC Games 11/95



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von Hallfiry

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User-Kommentare: (23)Seiten: [1] 2   »
14.07.2017, 10:20 Gunnar (1482 
Eigentlich produziert die deutsche Software-Industrie nachwievor hauptsächlich für den Binnenmarkt und ist immer noch groß, die entsprechenden Produkte in Form von ramschigen Simulator- und Browserspielchen (die interessanterweise in vielen Fällen regionale oder nationale Phänomene sind - man schaue z.B. auf "Popmundo", das bes in der Türkei gespielt wird) sind allerdings aus dem Blickfeld der "ernsthaften" Spieleberichterstattung gerückt. Darunter fallen dann auch viele der im Games-Wirtschaft-Artikel genannten Studios. Gleiches gilt für Entwickler von Mobilspielen, die ja auch nie so im Fokus der Aufmerksamkeit stehen (Shin'en beispielsweise hat wunderbare Actionspiele gemacht... aber nur für GBA und DS) und Edutainment-Software, die sich sich anscheinend schon aus soziokulturellen, wenn nicht linguistischen Gründen selten oft gar nicht adäquat lokalisieren lässt (und daher taucht in der genannten Liste eben auch Tivola auf).

Na ja, es zeigt sich wohl, dass es nicht unbedingt zielführend ist, bei der "Beurteilung" eines Marktes und eines Entwicklungsstandorts in AAA-Titeln zu denken. Davon abgesehen zeigt sich seit gut 15 Jahren in diesem Segment ohnehin folgende Tendenz: Der Impuls für solche Sachen geht ja meistens nicht von den Entwicklern aus, sondern von den Publishern, die ein erfolgreiches Franchise installieren wollen... und sich dafür dann ihre Entwickler suchen. Das hat dann keine "nationale" Komponente mehr, sondern hat oft genug dazu geführt, dass Spiele dann eben z.B. in Ländern mit gutem Bildungsstandard und niedrigem Lohnniveau unter "Anleitung" entwickelt werden. Firmen wie Ubisoft oder Crytek haben ja mittlerweile unzählige Studios in Ländern wie Rumänien, Serbien, China oder Singapur unter Vertrag, die in Auftragsarbeit die Zulieferer für die dicken AAA-Titel geben. Was natürlich auch auf der Hand liegt: Ganz klassisch-romantisch unter einem Dach von einem Haufen Kumpels entwickelt werden solche Spiele schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
14.07.2017, 08:49 DaBBa (1075 
Ja, das war die Deutschland-Spiele-AG. Spiele entwickelt von Deutschen für Deutsche. Auch die Zeitschriften haben die Spiele häufig wohlwollend behandelt; wohlwollender als ausländische Zeitschriften - falls die Spiele überhaupt im Ausland erschienen sind.
13.07.2017, 14:10 Aydon_ger (376 
Im Endeffekt liest sich das groß angekündigte Special "Hits made in Germany" wie ein: "PR Texte zu den kommenden Superhits"

Hätte meine Redaktion damals mangels "Tiefgang" mindestens angemeckert, eher noch gekippt. Aber nunja, immerhin werden die deutschen Entwickler mal erwähnt, da muss man mit allem zufrieden sein... *hust*.

Journalistisch jedenfalls unterste Kajüte, muss man leider so sagen...
13.07.2017, 10:11 Gunnar (1482 
Persönlich finde ich diesen Artikel hier dann irgendwie doch eher wenig ergiebig. Der Großteil davon besteht ja eher aus Kurz-Previews, was (abgesehen davon, dass rückblickend zu einigen der erschienenen Spiele maßlos übertrieben wird und auch die angekündigten Veröffentlichungstermine meistens sehr, ähem, optimistisch sind) relativ gewöhnliche Inhalte eines Spielemags sind. Der deutschen Entwickler-"Szene" fühlt man damit auch nicht auf den Zahn, das können höchstens die paar Interviews stemmen. Davon abgesehen fehlen noch mit Factor 5, Rainbow Arts und Magic Bytes einige der größten Namen gerade auch aus dem ausgehenden Amiga-Zeitalter.

Wenn man also mal den Claim aus dem Teaster-Text des Artikels nimmt, dann ist das lachhaft. "Vorgestellt" werden hauptsächlich die Spiele und kaum die Entwickler, der einzige nennenswerte "Promi", der hier interviewt wird, ist Guido Henkel, und "sensationell" war nun wirklich nur eine Minderheit der "enthüllten" Spiele. Nein, dieser Artikel ist mehr so eine Art offenbar kosteneffizient produziertes Strohfeuer.
Kommentar wurde am 14.07.2017, 09:27 von Gunnar editiert.
13.07.2017, 06:01 robotron (1356 
Jochen schrieb am 12.07.2017, 17:02:
Britney schrieb am 12.07.2017, 15:51: Interessant, nicht eine Spieleschmiede in Ostdeutschland aufgeführt.

1995 waren noch keine Ost-Spieleschmieden dabei, aber 2017 hat sie unter den 30 ältesten Games-Studios in Deutschland aus Sachsen "Magnussoft" (Kesseldorf) und "Fakt Software" (Leipzig), sowie aus Berlin "Exozet", "Yager" und "Gameduell" aufgelistet.


Kesselsdorf liegt gerade mal 10 km von mir entfernt ... die machen aber eher so "Kleinkram" wie Compilations für Amiga, C64 sowie Rätselspiele für PC.
13.07.2017, 05:35 invincible warrior (463 
Natuerlich ist es auch ein Problem, dass PCs eher als Teufelswerkzeug verpoent waren. Das Stigmata sorgt noch heute dafuer, dass es schwer ist, staatliche Foerdermittel zu bekommen. Aber auch die allgemeine Risikobereitschaft, selbst bei Banken, ist so gering, dass es auch keine ordentlichen Kredite gibt.
Aber das eigentliche Problem war einfach, dass der deutsche Markt zu gross war. Dadurch MUSSTE man auch nicht auf die Geschmaecker anderer Laender anpassen, da es eben genug Kohle gab. Das grosse Sterben kam dann erst mit der Dotcom Blase, wo die sich einfach verspekuliert hatten, anstatt ordentlich zu investieren. Aber auch ohne die Blase, waeren die Firmen spaetestens im PS2 Zeitalter gescheitert, da ab dem Zeitpunkt das deutsche Publikum eben nicht mehr ausreichte.
13.07.2017, 00:09 Gunnar (1482 
Britney schrieb am 12.07.2017, 15:51:
Interessant, nicht eine Spieleschmiede in Ostdeutschland aufgeführt.

...und kein einziger aus Bayern.
12.07.2017, 18:12 robotron (1356 
In der Tat ein interessanter Artikel, danke fürs Hochladen.
12.07.2017, 17:02 Jochen (593 
Britney schrieb am 12.07.2017, 15:51: Interessant, nicht eine Spieleschmiede in Ostdeutschland aufgeführt.

1995 waren noch keine Ost-Spieleschmieden dabei, aber 2017 hat sie unter den 30 ältesten Games-Studios in Deutschland aus Sachsen "Magnussoft" (Kesseldorf) und "Fakt Software" (Leipzig), sowie aus Berlin "Exozet", "Yager" und "Gameduell" aufgelistet.
Kommentar wurde am 12.07.2017, 17:16 von Jochen editiert.
12.07.2017, 16:31 Berghutzen (3162 
Britney schrieb am 12.07.2017, 15:51:
Interessant, nicht eine Spieleschmiede in Ostdeutschland aufgeführt.


Also mal eben ein paar Namen gegoogelt, die ich mit den neuen Bundesländern assoziiere.

* Runesoft wurde erst 2000 gegründet
* SEK-Ost kam erst 1998
* Yager kam erst 1999

Ich glaube auch nicht ,dass wir da wirklich "den" Namen zu der Zeit rausfinden. Es ist ja selbst heute schwer, einen namhaften Entwickler dort zu benennen (sofern wir Berlin mal außen vorlassen).
12.07.2017, 16:24 DaBBa (1075 
gamersince1984 schrieb am 12.07.2017, 15:05:
Das liegt auch hauptsächlich daran, daß in Deutschland etwas neues erstmal belächelt oder verteufelt wird. Deswegen konnte man hierzulande niemals richtig Fuß fassen. Die BBC hatte in den 80ern in England einen staatlich geförderten Computer, im kleinkarierten Deutschland ist so etwas unmöglich.
Da muss man nicht mal nach England gucken:
Während in der DDR zumindest der PolyPlay-Automat und das BSS 01 ("Bildschirmspiel 01", eine Pong-Konsole) entwickelt wurden, verbannte die BRD Mitte der 80er die bösen, bösen Videospiel-Automaten in die Ab-18-Spielhallen.
12.07.2017, 15:54 drym (3478 
Gab es denn welche, die hier ausgelassen wurden?
Oder kamen in Kohls blühenden Landschaften keine vor? Bis 95 war natürlich auch nicht viel Zeit...
12.07.2017, 15:51 Britney (356 
Interessant, nicht eine Spieleschmiede in Ostdeutschland aufgeführt.
12.07.2017, 15:24 forenuser (2670 
AFAIK ist richtig, dass die BBC für die geplannte Sendung "The Computer Programme" bei englischen Herstellern nach einem entsprechenden Computer angefragt hat - und von meinem Lieblingshersteller auch bekommen hat.

Aber es war nicht, öffentlich-rechtliche BBC hin oder her, staatlich gefördert. Auch wenn die Schulen sich, nach dem Erfolg des "BBC" sinniger Weise auch für diesen entschieden haben.


Aber es stimmt sicher, dass Computer/Roboter in den 1970'er und 1980'er in der Bevölkerung hierzulande als Gefahr den als Chance wahrgenommen wirden
Kommentar wurde am 12.07.2017, 15:27 von forenuser editiert.
12.07.2017, 15:05 gamersince1984 (274 
Das liegt auch hauptsächlich daran, daß in Deutschland etwas neues erstmal belächelt oder verteufelt wird. Deswegen konnte man hierzulande niemals richtig Fuß fassen. Die BBC hatte in den 80ern in England einen staatlich geförderten Computer, im kleinkarierten Deutschland ist so etwas unmöglich.
Kommentar wurde am 12.07.2017, 15:07 von gamersince1984 editiert.
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