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User-Kommentare: (200)Seiten: «  1 [2] 3 4 5 6   »
29.10.2017, 07:08 Pat (3662 
Ja, Tomb Raider war eigentlich "nur" eine 3D-Umsetzung eines "Cinematic Platformers" wie Prince of Persia oder Flashback oder auch Blackthorne. Also eigentlich ein "langsames" Spiel mit genauen Sprüngen.

Dazu kamen die Puzzle-Einlagen, die ebenfalls ziemlich "cinepatic-platformer-like" waren.

Aber Tomb Raider kam halt auch zur richtigen Zeit. Andere Spiele hatten ähnliches versucht - wenn vielleicht auch nicht in genau dieser Mischung - aber die Technik war noch nicht so weit.

Man könnte jetzt argwöhnen, dass auch in Tomb Raider die Technik noch nicht ganz so weit war.
29.10.2017, 03:09 Gunnar (2344 
Rockford schrieb am 28.10.2017, 16:48:
Wird bei der Diskussion irgendwie übersehen, wie revolutionär TR war?

Da wäre zu klären, wie "revolutionär" "Tomb Raider" denn nun tatsächlich war:

1. Die Kameraperspektive gab es so schon bei "Die Hard" (mit 2D-Sprites) bzw. "Fade To Black" (mit 3D-Grafik).

2. Spielerisch ist es eigentlich nur ein Pastiche aus Versatzstücken von "Prince Of Persia" oder "Flashback" (punktgenaue Sprung-Manöver, Schalter-Rätsel) und "Pitfall" (exotische Dschungel-Szenarien).

3. Nicht mal Frauen als Hauptfiguren sind neu. Eigentlich surfte das Spiel da nur auf der Welle, die mit "Alien" losgetreten wurde.

Objektiv betrachtet hat "Tomb Raider" damit nicht gerade gute Karten. Allerdings übersieht diese Beurteilung natürlich den Impact, den "Tomb Raider" letztlich hatte: Vermutlich war es gerade die Kombination dieser Elemente, die das Spiel letztlich so erfolgreich gemacht hatte. Das heißt: "Tomb Raider" war so ein Kassenschlager, weil es diese Komponenten genau auf die richtige Weise kombiniert hatte und deshalb ein Spiel mit (a) flüssiger 3D-Grafik ergab, das (b) ein exotisches Abenteuer-Setting mit überschau- und lösbaren Schalter-Rätseln bot, die von (c) einer Frau gelöst wurden, die ob ihrer körperlichen Reize für Männer attraktiv und ihrer Charakterstärke für Frauen vorbildhaft war. Folglich ist hier das Ganze mehr als die Summe der Teile. Was übrigens umgekehrt bedeutet, dass die "innovativen" Punkte der genannten Spiele jeweils schlechter oder weniger breitenwirksam umgesetzt wurden als beim Core-Design-Spielchen.

Im Großen und Ganzen neige ich aber zu der Interpretation, das Ende der 90er Jahre aufgekommene "Action-Adventure"-Genre sei nix weiter als eine Art 3D-"Prince Of Persia" gewesen, das zusätzliche Schauewerte durch die technisch fortgeschrittene Darstellung von Szenarien und Charakteren erzeugt. Spielerisch revolutionär war das per se eher nicht, nur eben durch die Kombination verschiedener Elemente. Ein postmodernes Phänomen also.
Kommentar wurde am 29.10.2017, 03:10 von Gunnar editiert.
28.10.2017, 18:21 Pat (3662 
Ja, aber das hatte ich in einem früheren Post schon ausgeführt.
Mein Punkt war ja, dass selbst im Kontext der Zeit und bei Weglassung der Wichtigkeit von Tomb Raider für die Zukunft, Herrn Langers Wertung für mich nicht nachvollziehbar ist.
28.10.2017, 16:52 Retro-Nerd (10606 
Hat einem ganzen Genre den Weg geebnet. Third Person Action Adventures in 3D.
28.10.2017, 16:48 Rockford (1720 
Wird bei der Diskussion irgendwie übersehen, wie revolutionär TR war?
28.10.2017, 15:56 Darkpunk (2458 
Gunnar schrieb:

Jörg Langer vergibt 3/5 Sternen und kritisiert dabei Kameraführung, ungenaue Steuerung und karge Levels. Wie weit er mit diesem Urteil der Zeit doch voraus war... aber der Rest der Gamer-Welt hat sich vor solchen objektiven Meckereien doch lieber erst mal an Lara sattgesehen. Trotzdem muss ich sagen: Punkt für Langer!


Tatsächlich war erst die Anniversary-Fassung richtig gut spielbar. Kameraprobleme und eine ungenaue Steuerung vermiesen mir bis heute den Spaß an einem Retro/Spiel.
Kommentar wurde am 28.10.2017, 15:58 von Darkpunk editiert.
28.10.2017, 15:52 Pat (3662 
Hier hat Langer sicher Recht: Kameraführung und Steuerung bremsten das Spiel regelmässig ein und die Levels waren zu gross, so dass diese karg wirkten.

Ich denke aber, da hat er dann wiederum einfach kritischer als die anderen sein wollen.
Dass Tomb Raider seine Macken hat und, ja, durchaus auch mal überbewertet wurde, darf man nicht abstreichen. Nicht umsonst ist Anniversary das bessere Spiel.
Aber man darf den Einfluss des Spieles auch nicht unterschätzen. Nicht umsonst hat das Spiel viele Nachahmer gefunden. Das lag nicht unbedingt an Lara (hat aber sicher geholfen), denn die aufgebretzelte Actionheldin haben viele versucht nachzuahmen ohne ein gutes Spiel hinzukriegen.

Tomb Raider ist oft überbewertet worden aber drei Sterne würde ja 60% entsprechen und so viel Abzug ist die manchmal bockige Kamera und die Steuerung nun wirklich nicht - zumal die Steuerung ja durchaus ziemlich fein ist und man auch nicht so schnell irgendwo runter fällt.
27.10.2017, 14:38 Gunnar (2344 
Gerade noch mal gesehen: Jörg Langer vergibt 3/5 Sternen und kritisiert dabei Kameraführung, ungenaue Steuerung und karge Levels. Wie weit er mit diesem Urteil der Zeit doch voraus war... aber der Rest der Gamer-Welt hat sich vor solchen objektiven Meckereien doch lieber erst mal an Lara sattgesehen. Trotzdem muss ich sagen: Punkt für Langer!
25.09.2017, 15:32 Darkpunk (2458 
Tomb Raider (2001) hat mir auch nicht gefallen. Die Fortsetzung Die Wiege des Lebens habe ich mir erst gar nicht angesehen.
24.09.2017, 20:30 Oh Dae-su (365 
Pat schrieb am 22.09.2017, 14:07:
Übrigens habe ich die beiden "alten" Tomb Raider Filme als durchaus sehbar in Erinnerung. Ist allerdings schon Jahre her...

Ich wollte den ersten TR-Film damals nicht im Kino sehen, weil mich die Trailer total abgetörnt hatten. Allerdings sah ich ihn vor ein paar Wochen im Fernsehen. Der Film war noch schlechter, als ich vermutet hatte. Das selbstgefällige Grinsen von Angelina Jolie war schwer auszuhalten. Und sowas tricktechnisch Stümperhaftes wie die Hundeschlittenfahrt am Ende hab ich schon lang nicht mehr gesehen.

Der neue Film kann nur besser werden.
22.09.2017, 18:29 Bren McGuire (4805 
Nr.1 schrieb am 22.09.2017, 13:02:
Bren McGuire schrieb am 21.09.2017, 14:40:
Rechnet man noch die Leihgebühr für die 3D-Brille (wird ja sicherlich in 3D laufen) plus Popkorn oder sonstigen Fressalien ein, ist eine Blu-ray wirklich günstiger...


Kaufst Du diesen Apothekenpreis-Kram wirklich?
Ich habe EINMAL das Kino-Popcorn gekauft, bei dem man das Gefühl hat, es wurde in Gold aufgewogen und habe mir gleich mal sauber einen halben Zahn ausgebissen.

Schön finde ich auch die Berge an Müll, die hinterher im Kinosaal auf Boden und Stühlen liegen bleiben. Zumindest ist das in Berlin so. In Frankfurt, Darmstadt, Stuttgart usw. war das vor Jahren noch nicht so schlimm.

Was Kinoangebot ansich angeht,so ist es bei mir so, wie bei Darkpunk. Vieles reizt mich nicht mehr.


Wenn ich schon mal ins Kino gehe, dann auch mit Popcorn (mit diesem Tortilla Chips-Kram kann ich nichts anfangen). Wobei ich vorausschicken muss, dass mein letzter Kinobesuch im Juli 2015 (davor 2012) war - "Terminator Genesys"... ich hätte es besser wissen müssen. So war ich mal wieder mehr als bedient, und weitere Kinobesuche standen seitdem nicht mehr auf dem Plan. Das gilt natürlich auch für meinen letzten Popcorn-Verzerr.

Nach langer Zeit würde mich "Es" mal wieder reizen - mal sehen. Bei dieser Gelegenheit kann ich mich dann auch wieder von der aktuellen Popcorn-Qualität überzeugen - oder eben auch nicht.
22.09.2017, 14:10 Retro-Nerd (10606 
Waren die üblichen, wir setzen Frau Jolie gekonnt in Szene, *hust* Filme. Da wird der neue wahrscheinlich sogar besser werden, wenn man mal die alberne 1:1 umgesetzte Videospielästhetik wegläßt.
22.09.2017, 14:07 Pat (3662 
Naja, gut, ich gehe vielleicht viermal im Jahr ins Kino. Meist so Geek-Zeugs. Das meiste interessiert auch mich nicht (mehr).

Allerdings ist bei mir eines anders als bei euch: Ich schaue zu Hause sehr selten mal einen Film. Irgendwie ist mir das zu passiv.
Ein Kinobesuch ist für mich aber auch ein soziales Erlebnis. Ich schnappe mir meine beiden Geek-Freunde, dann schauen wir einen Film, über den wir uns nachher bei einem guten Essen (deshalb auch für mich kein Popcorn - will mir ja nicht den Appetit verderben) zusammen darüber aus.

Das sind immer wunderschöne Abende, die ich sehr geniesse.

Jetzt da mein Sohn langsam in ein Alter kommt, dass man mit ihm längere Filme schauen kann, werde ich vielleicht öfters ins Kino gehen.

Übrigens habe ich die beiden "alten" Tomb Raider Filme als durchaus sehbar in Erinnerung. Ist allerdings schon Jahre her...
22.09.2017, 13:02 Nr.1 (2791 
Bren McGuire schrieb am 21.09.2017, 14:40:
Rechnet man noch die Leihgebühr für die 3D-Brille (wird ja sicherlich in 3D laufen) plus Popkorn oder sonstigen Fressalien ein, ist eine Blu-ray wirklich günstiger...


Kaufst Du diesen Apothekenpreis-Kram wirklich?
Ich habe EINMAL das Kino-Popcorn gekauft, bei dem man das Gefühl hat, es wurde in Gold aufgewogen und habe mir gleich mal sauber einen halben Zahn ausgebissen.

Schön finde ich auch die Berge an Müll, die hinterher im Kinosaal auf Boden und Stühlen liegen bleiben. Zumindest ist das in Berlin so. In Frankfurt, Darmstadt, Stuttgart usw. war das vor Jahren noch nicht so schlimm.

Was Kinoangebot ansich angeht,so ist es bei mir so, wie bei Darkpunk. Vieles reizt mich nicht mehr.
22.09.2017, 10:13 Darkpunk (2458 
@ Retro-Nerd

Das '13er Reboot hat mich eigentlich positiv überrascht. Allerdings gebe ich dir recht, dass sich der Rätsel/Action-Anteil etwas unausgewogen angefühlt hat. Die Rätsel waren zudem sehr leicht, und auch nur optional, mussten nicht gelöst werden um im Spiel voran zukommen.

Gefallen haben mir: Gunplay, Steuerung und das teilweise offene Leveldesign sowie die Klettereinlagen.
Wie ich an anderer Stelle schon einmal schrieb, hat mir das Tomb Raider-Reboot besser gefallen als Uncharted 2.

An den Endgegner kann ich mich jetzt gar nicht erinnern. Gepackt habe ich den aber auf jeden Fall.

@ Pat

Ich war früher ein großer Kinofan. Aber seit etwa fünf Jahren kann mich dieses Medium nicht mehr abholen. Viele der Blockbuster interessieren mich nicht sehr - oder überhaupt nicht. Wenn ich so eine Film einige Jahre später für eine Handvoll Euros auf Blu-Ray kaufe, reicht mir das. The Dark Knight Rises habe ich dieses Jahr mit 5 Jahren Verspätung angeschaut. Eine große Enttäuschung.
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