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Amiga Games 4/95



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von kultboy

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27.09.2016, 14:24 DaBBa (1294 
Ede444 schrieb am 27.09.2016, 14:16:
Meine Güte, waren die alle damals optimistisch, speziell Frage 8...

Na gut, der C64-Markt bestand ja auch noch relativ lange nach hinten. Wahrscheinlich dachte man, dass der Amiga-Markt ähnlich lang bleibt.

Retro-Nerd schrieb am 27.09.2016, 13:58:
Der A1200 von Escom war glaube ich ab Juli/August 1995 wieder lieferbar und im Oktober erschien in Europa die PSX. Da war der Ofen eh aus. Und vorher natürlich auch, durch PC und 16-bit Konsolen. Einen veralteten Tastatur Computer anno 1995 wollte niemand mehr haben, natürlich Tod also.

Nicht zu vergessen: 1995 kam der erste Aldi-PC. Auch Aldi hat nochmal ordentlich PCs auf den deutschen Endverbraucher-Markt "gespült".
27.09.2016, 14:16 Ede444 (473 
Meine Güte, waren die alle damals optimistisch, speziell Frage 8...
27.09.2016, 13:58 Retro-Nerd (10394 
Commodore war der Amiga. Der war mit dem Ende von Commodore auch Geschichte. Der Rest ist eher unrühmlich.

Der A1200 von Escom war glaube ich ab Juli/August 1995 wieder lieferbar und im Oktober erschien in Europa die PSX. Da war der Ofen eh aus. Und vorher natürlich auch, durch PC und 16-bit Konsolen. Einen veralteten Tastatur Computer anno 1995 wollte niemand mehr haben, natürlich Tod also.
Kommentar wurde am 27.09.2016, 14:10 von Retro-Nerd editiert.
27.09.2016, 13:55 DaBBa (1294 
Retro-Nerd schrieb am 27.09.2016, 13:52:
Natürlich ist es so einfach. Bringt man kein vernünftiges Produkt mehr auf den Markt, dass die Massen auch kaufen, ist irgendwann Schluß. Und mit Amiga 500+, Amiga 600, CDTV und CD32 gab es kommerzielle Megaflops in Reihe bei Commodore.

Ach so, Du meintest Commodore. Ja, die wurden nicht durch Schwarzkopien gekillt, das stimm.
27.09.2016, 13:54 DaBBa (1294 
Retro-Nerd schrieb am 27.09.2016, 13:49:
Er wurde vor allem von Leuten aus der Mittelschicht mit Einkommen gekauft.

Die These hinkt gewaltig. Kann gar nicht aufzählen, wieviele Schüler/Studenten aus meinem Bekanntenkreis damals einen PC hatten (...). Später mit den CDs ging es weiter.

Trotzdem war die Teenager-Quote bei den PC-Usern geringer.

Als die CD-Spiele dann kamen, gab es schon eine Lücke (die man auch an den damaligen Verkaufszahlen erkennen kann). Da wurde weniger kopiert - denn eine komplette CD mit Video-Sequenzen passte normalerweise nicht auf eine Festplatte.

Ja, man konnte bei vielen Spielen die Video-Sequenzen weglassen - aber dann hatte man zumindest nur eine Sparversion. C&C ohne Videos, FIFA ohne Kommentar und Musik, Vollgas ohne... alles.
27.09.2016, 13:52 Retro-Nerd (10394 
Natürlich ist es so einfach. Bringt man kein vernünftiges Produkt mehr auf den Markt, dass die Massen auch kaufen, ist irgendwann Schluß. Und mit Amiga 500+, Amiga 600, CDTV und CD32 gab es kommerzielle Megaflops in Reihe bei Commodore.
Kommentar wurde am 27.09.2016, 13:53 von Retro-Nerd editiert.
27.09.2016, 13:50 DaBBa (1294 
Retro-Nerd schrieb am 27.09.2016, 13:44:
Natürlich killen Raubkopien keine Spieleplattform oder Firma. Letztere ist einfach an Innovationslosigkeit und Misswirtschaft untergangen.
So einfach sollte man es sich auch nicht machen.

Dann überleben nur die großen Unternehmen mit einem starken finanziellen Background: Solche Firmen wie EA, Valve, Ubi, Activision.
Diese teilen dann den Markt auf und produzieren Massenware, die - trotz der Schwarzkopierer - ihren Profit macht.
27.09.2016, 13:49 Retro-Nerd (10394 
Er wurde vor allem von Leuten aus der Mittelschicht mit Einkommen gekauft.


Die These hinkt gewaltig. Kann gar nicht aufzählen, wieviele Schüler/Studenten aus meinem Bekanntenkreis damals einen PC hatten und fröhlich alles kopiert haben. War ja auch einfach, die PC Verleihshops und Videotheken hatten ja alles. Einfach auf die Festplatte installieren und Go. Später mit den CDs ging es weiter.
Kommentar wurde am 27.09.2016, 13:50 von Retro-Nerd editiert.
27.09.2016, 13:46 DaBBa (1294 
Gunnar schrieb am 27.09.2016, 13:02:
Wo ich jetzt gerade tatsächlich mal in den Artikel reinschmökere ( ) und bei Guido Henkel jedes zweite Wort "Raubkopie" zu lauten scheint, mal ein paar Fragen in die erfahrene Runde: Warum eigentlich war das damals ein besonderes Problem des Amiga? War der PC davon nicht im gleichen Maß betroffen? Oder: Was führte dazu, dass der Amiga einfach ein "beliebteres" System für kopierte und gecrackte Spiele war als der PC?


Meine These ist da ja:
Heimcomputer hatten damals eine andere Zielgruppe als der PC. Der PC war in erster Linie ein Arbeits-Tier, der damals auch noch deutlich teurer als ein Amiga war. Er wurde vor allem von Leuten aus der Mittelschicht mit Einkommen gekauft.

Die Heimcomputer waren hingegen Maschinen für Freaks. Für Teenager, die zwar viel Zeit und Spieltrieb, aber wenig geregeltes Einkommen hatten. Dafür waren sie um so besser vernetzt, über Schule, Clique etcpp. Solche Leute greifen möglicherweise eher zur Schwarzkopie, weil sie a) leicht an sie rankommen und b) nicht so viel Geld haben/hätten, sich viele Spiele original zu kaufen.

Deshalb war vermutlich auf den Heimcomputern die Schwarzkopierer-Quote wirklich höher. Mitte der 90er kam noch hinzu, dass der PC auch allmählich einen deutlich höheren Marktanteil hatte. Dann setzte sich auch noch die CD-ROM durch, die man damals nur deutlich schwerer bzw. teurer kopieren konnte.
27.09.2016, 13:44 Retro-Nerd (10394 
Natürlich killen Raubkopien keine Spieleplattform oder Firma. Letztere ist einfach an Innovationslosigkeit und Misswirtschaft untergangen.

Im Fall vom Amiga waren es ein paar kleinere Firmen, die dadurch pleite gegangen sind. Aber wohl auch deshalb, weil man zu spät auf andere Platformen gewechselt war.
Kommentar wurde am 27.09.2016, 13:46 von Retro-Nerd editiert.
27.09.2016, 13:41 Pat (3431 
Als der Artikel gedruckt wurde, war ich bereits in der glücklichen Lage, mir viele Spiele, die ich wollte, auch tatsächlich leisten zu können. Aber, ganz ehrlich, die Spiele waren einfach zu teuer.

Meiner Meinung nach wurde am PC genau so viel raubkopiert, als die Leute vom Amiga zum PC gewechselt sind.
Ich könnte mir vorstellen, dass zuvor, als lediglich brave Familienväter PCs besaßen, dort schon weniger kopiert wurde.

Aber ich bin auch der Meinung, dass Raubkopien nicht den Amiga getötet haben. Im Gegenteil, cracker haben den Amiga so lange am Leben erhalten.
Wer das Geld für einen A1200 ausgab, musste sich zum Beispiel oft mit AGA-Inkompatiblität geschlagen geben. Es waren oft die Cracker, die auch bei alten Spielen AGA-Fixes eingebaut haben.

Herr Henkels Interviewantworten klingen schon sehr hart aber man muss ihm auch Recht geben: Wenn er gerade nicht die Raupkopierer verurteilt, stimmen seine Aussagen eben schon. Der Amiga war halt einfach veraltet und durch die fehlende Rückwärtskompatiblität haben halt einfach zu wenig Leute den Sprung in die nächste Amiga-Generation gewagt.
27.09.2016, 13:39 Teddy9569 (1548 
Ich denke, dass der Amiga eher von Commodore gekillt wurde. Jay Miner, Dave Haynie und viele andere Entwickler sagten zu verschiedenen Zeiten aus, dass verbesserte Chips zur Verfügung standen oder gerade entwickelt wurden und die Firmenleitung stand der Veröffentlichung stets im Wege. Auch Entwickler von Anwendersoftware, die ihre Programme umsetzen wollten, wurden ebenso ignoriert wie Hardwarehersteller, welche die Amigatechnologie lizensieren wollten. Ab 1990 lief man der Konkurrenz technisch hinterher und verlor die Marktnischen, in denen der Amiga glänzte. Von daher verringerte sich die numerische Zahl an neuen Programmen für den Amiga und viele User suchten sich andere Rechner. Durch Flops wie das CDTV oder Amiga 600 verlor Commodore viel Kapital, was die Veröffentlichung besserer Geräte erschwerte oder unmöglich machte. So waren die unaufgerüsteten Grundgeräte nicht in der Lage, die Standards anderer Hardware zu erreichen oder zu überbieten.

Spiele wurden zu allen Zeiten kopiert und verhinderten nicht, dass der Amiga um 1989 und 1990 eine führende Plattform wurde. Vielleicht waren die Verkaufszahlen ab 1993 rückläufig, aber betrachtet man den britischen Markt, konnte man auch nach 1993 noch beachtliche Stückzahlen absetzen. Raubkopien waren wohl ein Problem, aber sicher nicht das Ausschlaggebende.
Kommentar wurde am 27.09.2016, 13:43 von Teddy9569 editiert.
27.09.2016, 13:02 Gunnar (2050 
Wo ich jetzt gerade tatsächlich mal in den Artikel reinschmökere ( ) und bei Guido Henkel jedes zweite Wort "Raubkopie" zu lauten scheint, mal ein paar Fragen in die erfahrene Runde: Warum eigentlich war das damals ein besonderes Problem des Amiga? War der PC davon nicht im gleichen Maß betroffen? Oder: Was führte dazu, dass der Amiga einfach ein "beliebteres" System für kopierte und gecrackte Spiele war als der PC?

...oder: War das in der Tat überhaupt kein spezifisches Merkmal des Amiga, und das ganze ist einfach - wie schon weiter hinten in den Kommentaren von irgendwem hier behauptet - eine Art Dolchstoßlegende, "die Raubkopien" hätten den Amiga gemeuchelt und Commodore auf dem Weg zur Markherrschaft gestürzt?
Kommentar wurde am 27.09.2016, 13:02 von Gunnar editiert.
27.09.2016, 11:07 Konkalit (200 
Eigentlich war es früher doch sogar noch eher verwerflich, eben weil es oft noch kleine Garagen-Indie-Nerds waren die da Tag und Nacht mit Herzblut programmierten und die meist nicht die Unsummen verdienten und wie diese Multi-Millionen-Dollar Konzerne die eh satt sind. Aber der Guido Henkel ist schon n töften.
Kommentar wurde am 27.09.2016, 11:08 von Konkalit editiert.
27.09.2016, 10:35 DaBBa (1294 
Es hatte kaum jemanden interessiert, weil es einfach keine Möglichkeit gab, die alten Rechte zu verwerten. Jetzt gibt es sie. Das gilt auch für Musik und andere Medien; auch da gab es Nummern, die auf physikalischen Medien längst vergriffen waren, jetzt aber digital wieder verfügbar sind.

Deshalb den vergangenen Zeiten nachzutrauen und zu sagen: "Früher konnte man den ganzen Kram einfach reinen Gewissesn schwarzkopieren - hat niemanden gestört. Heute wird er wieder kommerzialisiert. :(" und deshalb die digitale Distribution zu schmähen, finde ich persönlich dann doch etwas fragwürdig.
Wer unbedingt lau saugen möchte, kann das nachwievor tun. Es ist nicht weniger (il)legal als früher.
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