Hmmm.... da habe ich mir unlängst doch einige von Marcel Vos' Videos zu RCT2 angeschaut, und speziell mit den recht ausführlichen Erläuterungen dazu, wie man
möglichst viel Kohle scheffelt, wird's dann doch ziemlich einfach - denn je mehr Geld zur Verfügung steht, umso einfacher wird alles: Neue Attraktionen? Her damit! Personal? Kann man nie genug von bekommen. Forschung? Kann gar nicht schnell genug gehen. Und mit all dem... scheffelt man dann nur noch vieeeeel mehr Geld. So habe ich dann heute Nachmittag mal so im Vorbeigehen die restlichen "Anfänger"- und zwei der "Fortgeschrittenen"-Szenarien kassiert.
Aber was sagt uns das? Die Spielmechanik ist schon ziemlich schräg. Das Verhalten der Gäste ist so gesehen nämlich schon eher unnatürlich (bis zu einem bestimmten Preis machen die eine Attraktion immer mit, darüber aber nicht, und der folgende Mythos wurde da auch aufgeräumt: Nein, auf der Toilette werden die ihre Übelkeit gar nicht los), wenn auch dafür umso berechenbar, und andere Aspekte des Spielchens ("Soft Guest Cap", wie Vos das nennt) sind ebenso bizarr: Achterbahn-Rudimente, Unmengen an Riesenrädern oder Hecken"labyrinthe" aus nur einem einzigen Feld bauen, damit mehr Leute angelockt werden? Tja, so läuft es dann eben in diesem Spiel.

Eine "Simulation" im engeren Sinne ist "Rollercoaster Tycoon" damit aus meiner Sicht eigentlich gar nicht, sondern nur ein sehr, sehr eigenartiges numerisches Agentenmodell.
Kommentar wurde am 11.09.2025, 22:16 von Gunnar editiert.