Vielen Dank für den schnellen Scan!
Was der selige Rüdiger Steidle in seinem Kommentarkasten schreibt, ist mir auch sofort sauer aufgestoßen. Ja, viel habe ich noch nicht gespielt, aber wenn das so weitergeht mit der ewigen Sucherei nach Wegen und Leuten... Man muss sich die typische Empires-Karte wie ein Labyrinth mit wichtigen Örtlichkeiten vorstellen. Und diese klappert man hübsch linear ab. Herr A schickt einen zu Frau B und die wiederum zu beispielsweise Steinhaufen C undsoweiter. Kaum Echtzeit-Strategie im klassischen Sinne also, mehr, wie es Rüdiger Steidle benannt hat, Abenteuer-Missionen. Wobei das Wort "Abenteuer" freilich ein Witz ist, denn was ist so abenteuerlich daran, ohne jedes Skript-Ereignis den richtigen Weg finden zu müssen? Ich kann mich noch an eine Partie vor vielen Jahren erinnern, als ich irgendwie mit ein paar Männeken heimlich in eine besetzte Stadt rein musste und nur gelangweilt den EINZIGEN Weg gesucht habe. Entscheiden kann man hier gar nichts, man muss quasi nur dem Leveldesigner auf die Schliche kommen. Das hat mit Echtzeit-Strategie nichts mehr zu tun, sondern riecht schon eher nach Echtzeit-Taktik à la Commandos, aber dort sind meine Leute auch Charakterköpfe mit speziellen Fähigkeiten und keine 08/15-Soldaten von der Stange... Tja, und von der kommt leider auch die Echtzeit-Strategie. Haupthaus, Kaserne, Bergwerk, Hafen - alles da und alles wie immer. Erbsenzähler beömmeln sich vielleicht, das die 105mm-Haubitze, wie alle dicken Püsteriche, ganz allein auf ihren zwei Rädern unterwegs ist oder eine C-47 Skytrain (DC3, Dakota, Rosinenbomber, Ihr wisst schon) mit ihrem maximalen Startgewicht von gut 13 Tonnen gleich mehrere 30-Tonnen-Shermans am Fallschirm abwirft, aber wenn es der Spielbalance gut tut... Immerhin spielen sich die Nationen schon sehr eigen, jedes Land hat so sein Stärken und Schwächen und der geschichtliche Hintergrund ist ja auch vorhanden und zumindest damals sah das Spiel trotz seiner eigentlich indiskutablen Größenverhältnisse von Einheiten und Gebäuden recht schick aus und schnell durchgespielt ist es auch nicht und überhaupt: 6 Sterne. Das nur wenige Monate vorher erschienene Rise of Nations haut thematisch in die gleiche Kerbe, spielt sich aber deutlich, wie soll ich sagen, strategischer. Kommt ja auch von Brian Reynolds...
Kommentar wurde am 21.10.2024, 11:50 von Bearcat editiert.
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