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ASM
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Erstausgabe: 3/86
Letzte Ausgabe: 2/95
Verlag: Tronic Verlag GmbH und Co.
Sprache: Deutsch
Anmerkung: Die ASM war das erste deutschsprachige Spiele-Magazin, das sich langfristig etablieren konnte. Anfang 1995 ersetzte der Tronic-Verlag die ASM durch die PC Spiel.
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09.05.2014, 10:49 Pat (3546 
Ich habe die ASM als junger Jugendlicher gelesen, bevor ich im Januar 1990 auf den Amiga Joker umgestiegen bin. Da der Amiga im Gegensatz zum C64 oder den Konsolen (die im Wohnzimmer waren, wir hatten damals nur einen Fernseher) in meinem Zimmer stand, war das quasi mein Hauptgerät.

Damals habe ich die ASM zwar gerne gelesen aber selbst als Jugendlicher merkte ich, dass der Amiga Joker die flottere und bessere Schreibe hatte.

Wenn ich heute die ASM lese - vor allem dank Kultboy - muss ich schon recht heftig den Kopf schütteln.
09.05.2014, 10:36 Retro-Nerd (10504 
Mensch, lest euch den Kram von Lenhardt, Schneider, Gaksch und Co. mal genauer durch. Da ist nichts, was nach "Journalismus" klingt. Und beim Thema Spiele war das damals auch überhaupt nicht nötig. Die ASM schrieb wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Die HC/PP eher wie Schüleraufsätze der 5. Klasse.

Mag sein, daß man bei Markt & Technik noch ein Lektorat hatte. Das vertauschen von Überschriften und Bildern war bei der PP aber später deutlich häufiger als in anderen Magazinen zu sehen.
Kommentar wurde am 09.05.2014, 10:58 von Retro-Nerd editiert.
09.05.2014, 10:33 Sir_Brennus (335 
whitesport schrieb am 09.05.2014, 09:32:
Sir_Brennus schrieb am 08.05.2014, 22:22:
Zitat meiner Mutter zum Cover der Ausgabe 9/88 (meine erste selbst bezahlte ASM): "Was ist das denn für eine wilde Zeitung"

Das sagt alles.


Das verrät in der Tat eher mehr über Dich als über die ASM.


Versteh ich nicht
09.05.2014, 09:32 whitesport (849 
Sir_Brennus schrieb am 08.05.2014, 22:22:
Zitat meiner Mutter zum Cover der Ausgabe 9/88 (meine erste selbst bezahlte ASM): "Was ist das denn für eine wilde Zeitung"

Das sagt alles.


Das verrät in der Tat eher mehr über Dich als über die ASM.
09.05.2014, 08:00 TheMessenger (1647 
@Bronstein:
Du stellst ja die PP hin, als hätte sie solche redaktionellen Böcke nie geschossen, was schlichtweg nicht stimmt. Und gerade weil sie sich so professionell gegeben hat, wogen bei mir diese Fehler dann weitaus schlimmer als bei der ASM, die diesen Anspruch nicht hatte.

Ich finde die zuvor mal getroffene Eingliederung der ASM als Schülerzeitung gar nicht mal so schlecht - und auch überhaupt nicht negativ. Für mich war die ASM damals ein Magazin, welches von denen geschrieben wurde, die genauso Spieler waren wie ich und schlichtweg darüber berichten wollten. Das waren keine gelernten Journalisten, sondern passionierte Hobbyisten, was sich natürlich in der fehlenden Professionalität ausdrückte, aber an der Leidenschaft an sich keinen Zweifel aufkommen ließ. Erst als sich die ASM auch an den mittlerweile etablierten Spielemagazin-Markt anpassen wollte, war die Substanz schlichtweg nicht da - und das Feeling für alle Fans der ersten Stunde war weg!

Ich möchte die PP hier nicht klein reden, denn sie war definitiv ein wegweisendes Mag für Deutschland. Aber sie war bei weitem auch nicht unfehlbar oder perfekt, was ihren journalistischen Anspruch anging. Und da sie den aber für sich in hohem Maße beanspruchte, taten ihr in meinen Augen die Fehlgriffe umso mehr weh als einer ASM, die von vornherein die Messlatte für sich selber niedriger gelegt hatte.
09.05.2014, 07:11 bronstein (1654 
Bei aller Sympathie für etwas Chaos und bei aller Nützlichkeit für Kopierer: Ich glaube, die ASM hatte keinen einzigen Mitarbeiter, den man ernsthaft als "Journalisten" bezeichnen konnte. Denn professioneller Journalismus bedeutet erstens schreiben und zweitens recherchieren zu können.

Was mich neben der Unfähigkeit, mit der deutschen Sprache zurechtzukommen, an der ASM am meisten frustrierte war die Unfähigkeit oder Unwilligkeit, ordentlich zu recherchieren. Egal, ob es um das Computerspiel selbst oder den Rahmen ging - die ASM schrieb einfach irgendwas. Nur ein Bsp. von vielen: der Test zu Grand Prix Circuit: drei Fehler in den ersten drei Sätzen. Und das war nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

PS: Dass jemand wie Matthias Siegk - der es etwa beim Test von Hollywood Poker Pro schafft, in nur einem einzigen Absatz sieben jeweils überflüssige Paare von Anführungszeichen zu setzen - später zum Chefredakteur aufstieg, kann nur noch als Farce bezeichnet werden (und war in der Realität der Anfang vom längst fälligen Ende).
Kommentar wurde am 09.05.2014, 07:19 von bronstein editiert.
08.05.2014, 23:24 TheMessenger (1647 
Ich streite der PP den Anspruch auf höhere Professionalität im Gegensatz zur ASM nicht ab, nur fallen dann die Böcke eben umso mehr auf als in einem leicht anarchistischen Magazin wie der ASM. Und das zog sich bei der PP eben auch quer durch die Jahre. Den größten von allen leistete sich dann gerade auch noch der ansonsten geschätzte Mr. Hengst, der "Ultima VII" deswegen abwertete, weil ihm das Spiel zu umfangreich und die Welt zu groß war. Da habe ich mir dann schon gedacht, was er dann eigentlich von einem RPG dieser Art erwartet?

Nun ja, wie dem auch sei, ich bleibe bei meiner schon geäußerten Meinung: Die PP war fachlich besser, professioneller und besser designt. Die ASM war mir aber trotz allem durch ihre bewusste, laxe Art über lange Zeit sympathischer.
08.05.2014, 22:30 Retro-Nerd (10504 
Sorry! Wieder so ein verbissener Betrag, der die Vergangenheit sicherlich nicht vernünftig reflektiert.

Die Powerplay war ein professionell gemachtes Testmagazin mit einer Prise Humor und Horizont (insbesondere in den Michael Hengst Jahren)


So sehr ich den Michael Hengst mag, aber was der sich teilweise für einen Murks zusammengeschrieben hatte... Wohl alles Ansichtssache.
08.05.2014, 22:22 Sir_Brennus (335 
Bren McGuire schrieb am 08.05.2014, 14:25:
Zugegeben, da war die Power Play etwas geschickter, haben sie doch in Ausgabe 4/91 im dortigen Special "Killerspiele" eine ganze Wagenladung an "verächtlicher" Brutalo-Software besprochen - natürlich stets unter dem gutmeinenden Vorwand, die Leser über solcherlei "Spiele" vorsichtig "aufzuklären". Sogar das schlimme, schlimme "Rork's Drift" kam hier nochmals zum Zug! Es klingt vielleicht etwas sarkastisch, aber für so ein Special erwies sich der Golfkrieg für die sonst so pazifistische Power Play als recht nutzbringend. Und die Sache mit dem angeblich geplanten Poster, das einen Kampfjet in all seiner Pracht zeigt (Editorial 4/91) - also bitte, daran dürfte doch selbst der allerletzte Pazifist nicht dran geglaubt haben... Selbstbeweihräucherung im ganz großen (peinlichen) Stil. Auf solch ein "Gutmenschen"-Niveau haben sich ASM und Amiga Joker nie begeben. Das hat sich vor allem in deren Rubriken "Feedback" bzw. den Leserbriefen widergespiegelt - aufgrund ihrer zurückhaltenden Art es allen recht machen zu wollen, hat sich solch ein Stil in der Postecke der Power Play nie gefunden - wie konnte er auch?

Andere Magazine mit diesem Editorial dann noch auf diese Art und Weise anzuprangern (die Kontroverse dürfte doch eindeutig auf den Fehlgriff zurückzuführen sein, den sich die ASM mit dem Titelbild der Ausgabe 2/91 geleistet hat), obwohl man sich sonst selber nichts traut, ist irgendwie einfach nur armselig. Fakt ist, dass ASM und Joker gut austeilen konnten - sie konnten auf der anderen Seite aber auch einstecken. Bei der Power Play lag der Fall ein wenig anders...


1. Ich habe das mit dem Poster geglaubt und tue dies heute noch. Es gibt schlicht keinen Grund dies nicht zu tun.
2. "Eindeutig" ist hier kein Zusammenhang mit der ASM-Kontroverse - ich behaupte mal, dass die PP ihrer (guten) Tradition gefolgt ist die ASM zu ignorieren. Das sollte sich ja erst später mit Eva Hoogh ändern, die auch prompt dann für die PP schrieb.
3. Das "Gutmenschenniveau" war damals in der BRD an der Tagesordnung bei Menschen mit politischem Bewusstsein. 1991 war das Jahr der Protest- und Schweigemärsche im Westteil. BTW: selbst RTL und Sat1 haben damals Action- und Kriegsfilme aus dem Programm genommen.
4. Die HC/PP und die PCPlayer haben immer schon auf Berichte verzichtet, die im Nachhinein als Werbung für indizierte Spiele gedeutet werden konnten. Das hat nichts mit "trauen" zu tun, sondern mit betriebswirtschaftlichem Sachverstand. Falls du, lieber Bren, das nicht glaubst, dann frage mal Martin Deppe nach "Fall of Liberty"!
5. Die ASM (die ich, wie bereits öfter geschrieben habe, auch einige Jahre las) war ein konzeptloses FanZine, welches von meinen Bekannten im wesentlichen als Anleitungsersatz für Sicherungskopien genutzt wurde. Layout und Schreibstil kann man entweder als Underground im besten Sinne (a la "Punk" im New York von 1975) oder aber als unprofessionell bezeichnen. Der Amiga Joker hatte ein besseres Layout, litt aber an Halluzinationen bezüglich der Bedeutung ihres Zielsystems (btw: ich hatte mehrere Amigas) und in den späteren Jahren einen ausgeprägten Neidkomplex.

Die Powerplay war ein professionell gemachtes Testmagazin mit einer Prise Humor und Horizont (insbesondere in den Michael Hengst Jahren). Das mag man langweilig, MOR oder auch spießig nennen. Für mich spiegelte die PP immer die vorzeigbare Seite unseres Hobbys dar - die ASM die nicht vorzeigbare Seite.

Zitat meiner Mutter zum Cover der Ausgabe 9/88 (meine erste selbst bezahlte ASM): "Was ist das denn für eine wilde Zeitung"?

Das sagt alles.
Kommentar wurde am 09.05.2014, 10:33 von Sir_Brennus editiert.
08.05.2014, 16:48 Retro-Nerd (10504 
Naja, die Zzap64 hat ja nahezu jedes Actionspiel mit über 90% bewertet, in diesen Bereichen waren keine der deutschen Zeitschriften. Auch die ASM nicht.
08.05.2014, 16:41 PomTom (81 
Einen gewissen Trash-Charme konnte man der ASM nicht absprechen, die Wertungen hingegen habe ich oft als vollkommen bizarr empfunden und mich da wesentlich lieber auf die Besprechungen in der Powerplay / 64er / Happy Computer verlassen.
Die ASM ging da ein wenig in Richtung Zzap64, Jubelrezensionen mit Hit-Prädikat für unterdurchschnittliche Massenware gab es viel, viel zu oft. Nicht selten auch für völligen Spieleschrott.
08.05.2014, 14:25 Bren McGuire (4805 
Dragondancer schrieb am 08.05.2014, 11:47:
Jep. Genau so fragwürdig wie der Test von "Red Storm Rising" in der ASM. Wahrscheinlich sogar mit dazugehöriger Anzeige im Heft.

Zugegeben, da war die Power Play etwas geschickter, haben sie doch in Ausgabe 4/91 im dortigen Special "Killerspiele" eine ganze Wagenladung an "verächtlicher" Brutalo-Software besprochen - natürlich stets unter dem gutmeinenden Vorwand, die Leser über solcherlei "Spiele" vorsichtig "aufzuklären". Sogar das schlimme, schlimme "Rork's Drift" kam hier nochmals zum Zug! Es klingt vielleicht etwas sarkastisch, aber für so ein Special erwies sich der Golfkrieg für die sonst so pazifistische Power Play als recht nutzbringend. Und die Sache mit dem angeblich geplanten Poster, das einen Kampfjet in all seiner Pracht zeigt (Editorial 4/91) - also bitte, daran dürfte doch selbst der allerletzte Pazifist nicht dran geglaubt haben... Selbstbeweihräucherung im ganz großen (peinlichen) Stil. Auf solch ein "Gutmenschen"-Niveau haben sich ASM und Amiga Joker nie begeben. Das hat sich vor allem in deren Rubriken "Feedback" bzw. den Leserbriefen widergespiegelt - aufgrund ihrer zurückhaltenden Art es allen recht machen zu wollen, hat sich solch ein Stil in der Postecke der Power Play nie gefunden - wie konnte er auch?

Andere Magazine mit diesem Editorial dann noch auf diese Art und Weise anzuprangern (die Kontroverse dürfte doch eindeutig auf den Fehlgriff zurückzuführen sein, den sich die ASM mit dem Titelbild der Ausgabe 2/91 geleistet hat), obwohl man sich sonst selber nichts traut, ist irgendwie einfach nur armselig. Fakt ist, dass ASM und Joker gut austeilen konnten - sie konnten auf der anderen Seite aber auch einstecken. Bei der Power Play lag der Fall ein wenig anders...
Kommentar wurde am 08.05.2014, 14:27 von Bren McGuire editiert.
08.05.2014, 13:56 Retro-Nerd (10504 
Nein, es war keine reine Schülerzeitschrift. Man schrieb eben in einem lockeren Stil den scheinbar auch ältere Spieler (20+) damals mochten. Nur weil das so war muß man nicht an "Professionalität" zweifeln. Die sollte eher bei den auswogenen Wertungen sichtbar sein. Und da hatte PP und die ASM Glanztage und völliges Versagen zugleich.

Und wenn ich mir die PC Player so anschaue, da hätte ich auch so einige Klassiker verpasst wenn ich mich nach deren Tests gerichtet hätte.
Kommentar wurde am 08.05.2014, 14:02 von Retro-Nerd editiert.
08.05.2014, 12:57 mark208 (257 
Könnte es nicht eher sein, dass dei ASM ne reine Schülerzeitschrift war, was ja als Zielgruppe völlig in Ordnung ist, aber für eine Kaufentscheidung eher nichts beitrug, weil man damals eben nicht kaufte?

An mir sind ASM und PP vorbeigegangen, war aber dann Abonnent der PC Player, mir ging es weniger um Infos, die hat man gern mal mitgenommen, im Wesentlichen wollte ich vorab wissen, ob es sich lohnt die 60 bis 100 Flocken in ein Spiel reinzustecken.
08.05.2014, 11:47 Dragondancer [Mod] (983 
Jep. Genau so fragwürdig wie der Test von "Red Storm Rising" in der ASM. Wahrscheinlich sogar mit dazugehöriger Anzeige im Heft.
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