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User-Kommentare: (33)Seiten: [1] 2 3   »
14.11.2017, 19:36 Atari7800 (2332 
Der Amiga war ja auch, abgesehen von Ladezeiten und Diskettenwechsel, sehr Konsolenartig von der Bedienung, Diskette rein los geht's. Damals im Freundeskreis sowieso nur Leute mit einem 500er gehabt, und der wurde auch nicht groß erweitert, ausser der Speicher, wozu auch, alles lief doch, und Turbokarte hatte ja auch Nachteile, da stürzten Programme ab die vorher super gelaufen sind. Wurde also bei mir im Bekannten Kreis also nur zum Spielen genutzt.

Und die Spiele waren doch so "billig"....

Und selbst das CDTV klang damals interessant, aber der Preis und wenig Software waren dann doch der Todesstoß.
14.11.2017, 11:49 Nr.1 (2344 
Es ist zwar schon einige Jahre her, aber ich möchte dennoch reagieren.

SarahKreuz schrieb am 06.09.2011, 21:39:
Die Konsolen haben dem Amiga nicht das Wasser abgegraben.


Ich denke, der Amiga wurde von den meisten Nutzern als eine Art Spielkonsole gesehen und auch genutzt. Dazu kam: Die Datenträger waren verhältnismäßig kinderleicht zu kopieren, gerade, als die Crackerszene voll und ganz blühte.

Jedoch hatten die Konsolen entscheidende Vorteile: Große Lizenzen und Marken. Dies hatte der Amiga meistens nichts zu bieten. Das dürfte auch einer der wichtigsten Gründe gewesen sein, dass der Amiga in den USA recht unterging.

Ich denke, das tat allein die stärkere Computer-Front in Form eines (IBM-kompatiblen) PC`s. Ich gehe sogar so weit zu Behaupten: Keine der damaligen 8- und 16-Bit Konsolen ist den damaligen Heimcomputern gefährlich geworden.


Der PC wurde dem Amiga nur sehr langsam gefährlich, da er sich insgesamt gesehen als Spieleplattform anfangs nur schleppend entwickelte. Dann jedoch kam er gewaltig nach oben, das stimmt.

Die Konsolen jedoch waren schon vor dem PC eine riesige Gefahr für die Heimcomputer.

1987 A500 Deutschland: 1.000.000 USA: 750.000
1988 (1990) Megadrive Deutschland: 1.000.000 USA: 23.500.000
1988 (1990) SNES Deutschland: ? USA: 20.000.000

Leider habe ich für die SNES keine Deutschlandzahlen gefunden, aber wir alle wissen sicher, wie enorm erfolgreich die Konsole bei uns war.


Eine Konsole ist halt keine alternative, will man mehr machen als nur daddeln. Und selbst das konnte man (zu 8- und 16-Bit Tagen zumindest) immer preiswerter auf dem Computer. Wenn man denn wollte *räusper*


Die meisten Nutzer der kleinen Amigas wollten nur spielen. Es gab sicherlich so einige Fans, die dann auch etwas mehr machen wollten. Die Kernkompetenz sämtlicher kleinen Amigas, bis hin zum A1200, war das Zocken. Das war ja für Commodore Fluch und Segen zugleich. Commodore hat seit dem PET krampfhaft versucht, im Profi-Sektor Fuß zu fassen und scheiterte immer.

Ich persönlich kannte damals ausschließlich Amiga-Zocker. Selbst die ersten Mailbox-Kontakte, die ich ab 1995 im Netz fand, waren so gut wie immer Spieler, mit denen ich nicht über Anwendungssoftware reden konnte. Sicherlich ist das sehr subjektiv, aber die sehr geringen Verkaufszahlen der großen Amigas sprechen Bände.

Es gab zwar mit dem A3000 und 4000 eine recht begrenzte Nische in der Videoproduktion, aber dies war eher ein Achtungserfolg, als ein Durchbruch. In den Büros landete kein Amiga auf breiter Basis.
Kommentar wurde am 14.11.2017, 12:20 von Nr.1 editiert.
30.05.2012, 01:40 docster (3227 
Inhaltlich eine gute Ausgabe, besonders die Adventure - Tests und "Utopia" zogen mein Augenmerk auf sich.

Messe - Berichte wurden ohnehin grundsätzlich verschlungen, doch die weiteren Seiten lasen sich nicht minder interessant.
06.09.2011, 21:39 SarahKreuz (7984 
bronstein schrieb am 05.09.2011, 19:14:
@Sarah. Die Konkurrenz des Amiga war nicht der PC, es waren die Konsolen.


Die Konsolen haben dem Amiga nicht das Wasser abgegraben. Ich denke, das tat allein die stärkere Computer-Front in Form eines (IBM-kompatiblen) PC`s. Ich gehe sogar so weit zu Behaupten: Keine der damaligen 8- und 16-Bit Konsolen ist den damaligen Heimcomputern gefährlich geworden. Ich hatte auch eine ganze Zeit lang ein Super Nintendo neben dem Amiga. Ein Gameboy neben dem C64. Viel später eine Playstation (und mein hochgerüstetes CD32). 2 oder 3 aus meiner damaligen Schule besassen ein Mega Drive (und was weiß ich noch wer alles) - und einen Computer. Für die allermeisten war das immer schon (und werden immer) zwei Welten bleiben.
Heutzutage ist die klassische Konsole zwar verzweifelt darum bemüht aufzuschließen (mit Online-Chat, Social Network und den ganzen Kram), aber in ihren Möglichkeiten und dem komfort immer noch lächerlich beschränkt, vergleicht man sie mit einem PC/Mac.

Eine Konsole ist halt keine alternative, will man mehr machen als nur daddeln. Und selbst das konnte man (zu 8- und 16-Bit Tagen zumindest) immer preiswerter auf dem Computer. Wenn man denn wollte *räusper*
06.09.2011, 20:42 Rektum (1730 
drym schrieb am 05.09.2011, 14:44:
Also Ende 1993 kam mit Ambermoon einer meiner All-Time-Favoriten, und der ist durch die Thalion-Pleite ja ein Exklusivtitel.

Die große Zeit des Amiga dauert für mich mindestens bis dahin an.


Für mich war Ambermoon ein Titel, der "trotzdem" noch rauskam.
Ein spätes Highlight, für das wir Amiga-Freaks dankbar sein mussten.
So sexy war das nicht mehr, ehrlich gesagt. Eher ein Aufbäumen vor dem unabwendbaren Tode.
Die Grundstimmung war Ende 1993 eindeutig: Es geht abwärts.
Dennoch hat sich der Amiga gut gehalten, auch 1994 bis 1996 kamen noch ein paar gute Spiele raus. Der absteigende Ast sorgte allerdings für einen fahlen Beigeschmack.
06.09.2011, 19:41 bronstein (1654 
ich verstehe eure Einwände und bleibe trotzdem dabei - der Amiga war ab 1991 allmählich nicht mehr das Maß aller Dinge. Hier ein Vorschlag zur Kurz-Chronologie:

bis 1987: Wunderkasten
1988: Aufstieg
1989: Etablierung
1990: Zenith
1991: Höhepunkt überschritten
1992: Abstieg
ab 1993: zweite Liga

Cheers, Lenny Bronstein
05.09.2011, 22:02 drym (3483 
Ich habe auch die PC-Konkurrenz wahrgenommen.
Es ging doch um Doom, Wing Commander, Day of the Tentacle, DSA 2, Rebel Assault etc., etwas später (95) dann auch noch Command&Conquer und dergleichen, zumindest in meinem Bekanntenkreis.

Da konnte der Amiga dann nicht mehr viel entgegensetzen ab 95 und lief nur noch hinterher (man erinnere sich an all die Shooter-Versuche... ).

Aber wer hat sich denn wegen Super Mario KEINEN Amiga gekauft?
Ne Konsole war doch eher ne Ergänzung zum Rechner, so wie es ja im Grunde heute auch ist.

Kenne viele Mac-User, die noch ne PS3 oder XBox haben (und manchmal sogar noch ne Wii zusätzlich...). Einige PC-Nutzer spielen wohl auch noch an ihren Computern, sind aber deutlich weniger geworden (in meiner persönlichen Wahrnehmung).

Damals hatte man ja aber meist nur ein Gerät, wir waren jung und arm. Und da war der Amiga doch bis Anfang 94 "the best of two worlds". RPGs, Adventures und Strategie wie am PC, Action und Hüpfen wie auf der Konsole. Genial.
05.09.2011, 19:45 Retro-Nerd (9937 
Natürlich war auch der PC ein Amiga Konkurrent, und das noch deutlich vor der PSX. Adventures, RPGs, Strategiespiele, Ego-Shooter, da gab es unendlich viel zur Auswahl. Ich kenne genügend Leute, die früh auf den PC abgesprungen sind, nur um darauf zu spielen.
05.09.2011, 19:36 Commodus (4790 
bronstein schrieb am 05.09.2011, 19:14:
Die Konkurrenz des Amiga war nicht der PC, es waren die Konsolen.


Der Amiga hatte mehrere Konkurrenten. Strategie & RPG´s, Adventures & Wi´Simus wurden größtenteils auf dem PC weitergeführt und kaum noch für die Freundin umgesetzt. Natürlich war der Amiga auch für die ganzen Jump´n Runs & Actionspiele bekannt. Wer hauptsächlich nur solche Spiele mochte, hat sich vielleicht ein Super Nintendo zugelegt, aber in Sachen Vielfalt (Genres) war der Amiga dem SNES überlegen!

Das was dann die Playstation konnte, konnte der PC dann mit den 3D Karten ab 96 auch und daher ist der PC der Hauptkonkurrent des Amiga gewesen.
05.09.2011, 19:14 bronstein (1654 
@Sarah. Die Konkurrenz des Amiga war nicht der PC, es waren die Konsolen.
05.09.2011, 18:58 SarahKreuz (7984 
Ich glaube, das die User in erster Linie Indikatoren für das auf- und ab eines Systems sind - und nicht irgendwelche Magazine. Denn die rennen dem Trend immer nur hinterher.
Wenn es um Homecomputer ging: Wer wollte denn 1991 keinen Amiga besitzen ? Selbst der eine oder andere Atari ST`ler schielte doch neidisch auf diese Maschine und deren Softwareangebot. Ich wollte auch schon 2 Jahre (oder so) einen Amiga im Kinderzimmer haben - nichtr, das der C64 wirklich schlecht war, aber da war dieses nagende Gefühl, das es dort draußen etwas besseres gab - und 1991 erhörte mein Vater dann endlich mein flehen.

Nee, sorry, aber im Herbst 1990 soll der Amiga seinen Höhepunkt erreicht haben - und danach soll es kontinuierlich bergab gegangen sein ? Und wenn man sich bei dieser Aussage auch auf die technische Seite der Spiele bezieht, dann müsste man erst recht erkennen, das die wahren Knaller erst nach 1990 kamen. Meiner Einschätzung nach ging es da gerade erstmal los für die kommenden 2 Jahre. Sozusagen ein Höhenflug der 2 Jahre andauerte.

Ich kann ja alle Nachvollziehen, die 1993 eine negative Tendenz erkennen (wollen). Ich selbst erkenne sie weniger, da mich die große Flut an (erstklassiger) Software zu sehr beschäftigt. Aber, wie gesagt, ja: 1993 wurden die Weichen gestellt. Der PC wurde attraktiver im Homecomputer-Bereich.
Das ganze jetzt noch 2 weitere Jahre nach hinten zu verscheiben ist ja geradezu eine Komödie (1991? WTF!?)
05.09.2011, 18:35 bronstein (1654 
Ich glaube, dass die systemübergreifenden Magazine ASM und PP ganz gute Indikatoren dafür sind, welches System im Mittelpunkt steht. 1990 schien sich alles um den Amiga zu drehen, und 1991 schon ein bisschen weniger.

PS: ich habe gerade in die Ausgabe 1/93 reingeschaut. Die PP schreibt (im SH) über "Lionheart" sinngemäß, dass es schon ziemlich gut sei - für ein Amiga-Spiel... Man kann lange darüber diskutieren, wie intelligent oder zutreffend dieser Kommentar ist, aber Tatsache ist, dass dieser Tenor und diese Grundhaltung ab 1991 sich immer mehr verbreiteten. (Auch dann, wenn man selbst anderer Meinung war).
Kommentar wurde am 05.09.2011, 18:39 von bronstein editiert.
05.09.2011, 15:58 Commodus (4790 
drym schrieb am 05.09.2011, 15:49:

Ich habe meinen A500 erst Weihnachten 90 bekommen...mein erster Computer überhaupt. Mein "Peak" stand also noch aus...



Es gibt ja noch diesen Nachhall, wenn man sich ein System zulegt, oder bekommt! Ich habe meinen Amiga auch erst ´91 bekommen. Ich war besonders heiss auf den Amiga, gerade weil schon soviele geniale Spiele auf dem Markt waren und sich der Amiga 500 seit ´89 wie ein Lauffeuer ausbreitete.

Man spielt zwar bevorzugt immer die neuesten Games (jedenfalls damals), aber zockt ja auch noch die ganzen guten älteren. Gerade von denen hab ich notgedrungen gezehrt, als der Amiga 95-96 im Sterben lag!

Wer konnte denn schon 1987 absehen das der Amiga so erfolgreich wird, gerade wo der C128 schon so ein Flop für Gamer war! Die meisten haben sich den Amiga erst Anfang der 90er zugelegt.

Ich muss aber auch dazu sagen, das in meinem Umkreis die wenigsten die Möglichkeit hatten, sich vor ´89 von einem Westonkel den Amiga über die Mauer schmeissen zu lassen
05.09.2011, 15:50 Commodus (4790 
Ich denke der Amiga-Peak war nicht ein einziger Monat, sondern ein langzogener Abschnitt von 91-93! In dieser Zeit waren die meisten Spiele vom Amiga von der Qualität her identisch, wie auf der Dose. Erst ab ´93 kamen immer mehr Perlen NUR für den PC und die Umsetzungen wurden immer weniger, oder waren gar nicht mehr machbar!

Die Glanzjahre des C64 waren demnach 87-89, oder?
05.09.2011, 15:49 drym (3483 
bronstein schrieb am 05.09.2011, 15:38:
Ich meine, dass im Herbst 1988 beim C64 und im Herbst 1990 beim Amiga die Höhepunkte erreicht waren.

Möglicherweise liegt es daran, dass ich im Herbst 1990 ganze 9 Jahre alt war, dass mir der Überblick für solche Entwicklungen damals noch fehlte .

Ich habe meinen A500 erst Weihnachten 90 bekommen...mein erster Computer überhaupt. Mein "Peak" stand also noch aus...
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