Das hab ich vor Jahren mal von 'nem Grabbeltisch mitgehen lassen. War echt nicht übel! Hatte zwar die "üblichen" Begleiterscheinungen wie rauschige Sprachausgabe und so manche unschöne Wartezeit beim Betreten neuer Örtlichkeiten (lief ja nur von CD, Vollinstallation war nicht), trotzdem war "Rent a Hero" wirklich sehr schön anzusehen. Selbst heute noch eindrucksvoll, wenn die ansonsten "stille" Renderkulisse in manchen Szenen plötzlich eine coole Kamerafahrt (sprich FMV) hinlegt. Nach ca. 3 Stunden Spielzeit bin ich aber irgendwie nicht mehr weitergekommen (war zuletzt in irgendeinem betretbaren Monsterschädel, wenn ich es noch richtig im Kopf habe). Eine Komplettlösung habe ich damals leider nicht zur Hand gehabt (und zu der Zeit auch noch kein Internet).
Eigentlich schade, denn Spaß gemacht hat's allemal, auch wenn manche Synchronsprecher des Adventures locker in die Kategorie "Talentfrei" gepasst haben - aber auch das war Ende der 90er ja keine Seltenheit! Das Szenario war eine Art von "Simon the Sorcercer" plus Steampunk-Elementen, was seinerzeit ja noch ziemlich unverbraucht war. Von der Erkundung eines typischen Märchenwalds, fliegende Piratenschiffe sowie dem ebenfalls fliegenden Motorbike des Helden bis zur Erkundung düsterer Abwasserkanäle unter der mittelalterlichen Stadt war das Abenteuer gut abgedeckt. Schade, hätte gerne gesehen, was einem sonst noch so alles erwartet hätte. Na ja, kann man sich heutzutage ja bestimmt auf YouTube angucken...
Das Game samt Originalverpackung schlummert bis heute bei mir im Regal. Vielleicht kram' ich's eines Tages mal wieder vor und versuche es zum Laufen zu kriegen (wobei ich mir aufgrund des Erscheinungsdatums da keine sonderlich großen Hoffnungen mache...
Fazit: Natürlich keine Konkurrenz zu LucasArts oder Revolution Software, doch insbesondere für eine Entwicklung aus hiesigen deutschen Landen ziemlich gut. Gebe mal 8 Punkte, auch wenn ich es nie durchgespielt habe...
Kommentar wurde am 11.03.2016, 20:42 von Bren McGuire editiert.