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PC Player 5/96



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von Atlan

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Copyright bei IDG Entertainment Media GmbH - GameStar.de gab mir am 11.09.2007 die offizielle Erlaubnis Inhalte aus der PC Player zu veröffentlichen.
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27.10.2018, 15:07 Splatter (397 
Retro-Nerd schrieb am 27.10.2018, 14:00:
Es mussten aber damals Wertungen her...


Natürlich, wird ja auch heute noch von vielen gefordert. Um fix zu schauen, ob sich ein Kauf evtl. lohnt. Ändert aber nichts an der Aussage, daß solche Sachen wie Spiele nunmal schwer "bewertbar" sind.

Ich denke außerdem, daß sich viele nichtmal an den Zahlen oder Systemen an sich stören, sondern daran, daß es nicht ihre eigenen sind, die da abgebildet werden. Zeigen die Diskussionen der letzten Tage hier an Board ja recht deutlich.

Da helfen Durchschnittsanzeigen wie Metacritic oder Rotten Tomatoes auch nicht viel weiter. Wer wissen will, obs was taugt, kommt damals wie heute letzendlich nicht umhin, es selbst zu testen. Denn nur das eigene Urteil ist das ausschlagebende.
27.10.2018, 14:07 Retro-Nerd (10774 
edit:

Ach, das Rotten Tomatoes System? Mein Fall ist das nicht. Dachte erst, das wären gesamte Durchschnittswertungen. Aber dem ist ja nicht so. Da wird einfach in Prozentzahlen gegenübergestellt ,wer was positiv oder negativ fand. Da fehlen die Mittelmaßbewertungen, sowas ist mir nicht transparent genug.
Kommentar wurde am 27.10.2018, 17:30 von Retro-Nerd editiert.
27.10.2018, 14:04 Pat (3780 
Ich finde eigentlich das binäre System von Steam gar nicht so übel.

Da wählt man, ob man das Spiel gut oder schlecht findet und schreibt dazu warum. Steam sagt dann zunächst mal ganz offen, das Spiel ist "eher positiv" oder "überwiegend negativ" oder ähnlich beantwortet worden.
Will man es genauer wissen, kriegt man einen Prozentwert, wie viele es gut oder schlecht finden - und das ist meiner Meinung nach die einzige Methode, wie eine 100%-Wertung sinnvoll ist.

Schlussendlich kommt man natürlich nicht drumherum, einzelne Kommentare zu lesen, um mehr Infos zu bekommen.
Gut dabei: Andere Benutzer können sagen, ob sie ein Kurzrevie hilfreich fanden oder nicht.
Noch besser: Für "lustige" Reviews gibt es einen eigenen Button, um diese zu würdigen. Damit wird eingedämmt, dass bei den hilfreichen Reviews nur dumme Kommentare sind.
27.10.2018, 14:00 Retro-Nerd (10774 
Es mussten aber damals Wertungen her. Die Tests waren bis auf wenige Ausnahmen, maximal auf zwei Seiten. Mit vielen Screenshots, Werbung etc. Für den eigentlichen Text und die Meinung blieben nicht viel Platz. Das war inhaltlich schon sehr stark komprimiert, kaum ausreichend für eine schlüssige Kaufentscheidung.

Heute in der Onlinezeit ist das natürlich anders. Da kann man alles erklären und sämtliche Stärken und Schwächen abwägen. Wertungszahlen sind dann natürlich überfüssig.
Kommentar wurde am 27.10.2018, 14:01 von Retro-Nerd editiert.
27.10.2018, 13:53 Splatter (397 
Britney schrieb am 27.10.2018, 13:17:
...In welcher Weise das System abgestuft ist, ist deshalb auch vollkommen irrelevant, da die Grundlage jeder Sinnhaftigkeit entbehrt...


Exakt so sehe ich das auch. Ein einfacher Zahlenwert hilft eben nur, das Ganze schnell mal einzuordnen. Aber nur, wenn man dem (logischerweise sehr subjektiven) Urteil des Testers traut. Was, wie RN schon richtig schrieb, selbst bei den eigenen "Vertrauenspersonen" nicht immer zutreffen mußte.
Und da ist es auch völlig schnuppe, ob am Ende eine Zahl steht oder nicht.
27.10.2018, 13:47 v3to (1036 
In der heutigen Zeit sind objektivierte Wertungen eher unüblich und es halten sich alle möglichen Wertungssysteme. Jede Methode hat so ihre Pros und Cons.

Das 5-Sterne-System empfand ich dabei immer am schwersten einzuordnen, weil es idr ein aggregierter Wert ist, den man vorgesetzt bekommt. Man könnte das durch die halben Schritte auf einen 10er oder 100er Wert umdenken, aber wenn es nicht gerade 1 oder 5 Sterne sind, ist die Aussage recht vage. Das macht dann nicht mehr viel Unterschied, dass man wie Eurogamer komplett auf eine Wertung verzichtet und bei besonderer Qualität Awards vergibt.

Prozentwertungen haben mMn zwei Probleme: Die Illusion der Vergleichbarkeit und wie mit den Schwellen zur nächsten vollen 0 umgegangen wird. Wie oft hat man bei einer 69, 79 oder so den Eindruck, dass es dem Tester eigentlich besser gefiel, aber aus irgendwelchen Gründen wollte man sich nicht dazu durchringen. Wenn da mal was von früheren Wertungskonferenzen durchsickert (zuletzt gerade bei den Spieleveteranen, leider hinter der Paywall), merkt man, dass es oft mehr um die persönliche Agenda und weniger die Qualität des Spiels geht.

Die Wertungsphilosophie wiegt aber mMn schwerer. Vor einigen Jahren hatte die Gamestar ihr System komplett umgestellt, dass Teilwertungen nicht mehr addiert werden. Dabei fiel eine Randbemerkung, dass man auch das Zahlenspektrum wieder voll ausnutzen wolle und das Mittelmaß etwa bei der Mitte gesetzt wird - also etwa 50%. Einige Jahre zuvor gab es tatsächlich auch ein öffentliches Sheet, dass alles mit 49% und schlechter mit mangelhaft gleichgesetzt wurde. Von den 100 Punkten wurden real nur vielleicht 60 oder 70 genutzt - die Zahl unter schlechten Spielen eigentlich eher Show. Stand in der Gamestar eine 60 drunter, wäre das in der Power Play bei vergleichbaren Bedingungen vielleicht eine 45 gewesen. Das wurde sozusagen wieder geradegerückt. Das Ding ist dabei allerdings, dass es eigentlich üblich ist, unter Mittelmaß eine 70 zu schreiben, bzw im angelsächsischen Raum wohl schon in den 90er Jahren. Ich weiß nicht, wie zuverlässig eine Aussage von Kim Justice ist, dass in Großbritannien eigentlich nur die Format-Magazine ein lineares Wertungsschema hatten. Aber alleine als Tendenz finde ich das erstaunlich, denn ich kann mich nicht daran groß erinnern, dass Leser darüber diskutieren, dass eine 80 eigentlich das ist, was man mal als 68 bis 70 verstanden hat. Das gleiche gilt btw auch für 10er-Systeme.
27.10.2018, 13:37 DungeonCrawler (272 
Retro-Nerd schrieb am 27.10.2018, 13:05:
Naja, so einfach ist das nicht. Manche der "Lieblingsredakteure" lagen mit ihren Meinungen auch gern mal total daneben. Letztlich mußte man immer 2-3 Magazine vergleichen. Besonders wenn es nicht die echten Mega Hits waren, wo sich dann fast alle immer einig waren.


So habe ich es gemacht, bin aber auch oft auf die Nase geflogen. Was soll ich sagen, ich habe einen eigenwilligen Geschmack der ganz und gar nicht der Masse entspricht.
27.10.2018, 13:17 Britney (393 
Die gesamte Wertungstradition und -debatte basiert auf grundlegenden Fehlannahmen:

- KonsumentInnen sollte Orientierung für Kaufentscheidung gegeben werden, dabei waren Wertung hochgradig von der Spielewirtschaft beeinflusst und manipuliert

- Spielspaß/Unterhaltung sowie diverse Nebenaspekte (Grafik, Story, Sound etc.) ließe sich in generalisierbaren und mathematischen Werten ausdrücken, obwohl eben das unmöglich ist, da Eindruck/Gefallen der jeweiligen Software individuell sehr verschieden und gerade nicht generalisierbar ist

- In welcher Weise das System abgestuft ist, ist deshalb auch vollkommen irrelevant, da die Grundlage jeder Sinnhaftigkeit entbehrt

Wertungen schienen deshalb auch oft eigentlich auf technische Aspekte von Spielen zu rekurrieren, da dies leichter objektivierbar war. So insbesondere die Qualität von Grafik (Farben, FPS, Dreidimensionalität, Effekte etc.), Sound und Zwischensequenzen/Animationen nach technischen Maßstäben. Flow und sogenannter 'Spielspaß' ergeben sich aber aus einem komplexen Zusammenspiel diverser Aspekte, und sind gerade nicht nur technisch bedingt.

Zwei gute Beispiele hierfür:

Wing Commander: Technisch für die Zeit sehr beeindruckend, deshalb extrem positive Wertungen. Spielerisch furchtbar billig und in Bezug auf die Story wirklich unterirdischer Schrott.

Duke Nukem 3D: Technisch und spielerisch super, aber grenzwertige, frauenverachtende Inhalte des Spiels, die Petra Stoschek von der PC-Player damals zur 1-Stern-Wertung zwangen, während ihre Kollegen diesen Punkt nicht so wichtig empfanden.

Die Anzahl an technisch beeindruckenden Spielen in den Top-Wertungs-Sphären, die spielerisch absoluter Müll waren ('Blender'), zeigt die Tendenz des Vorzugs technischer Aspekte in der Wertungsvergabe denke ich deutlich.

Wie Spielspaß bestimmt werden soll, (rein technisch, Spielmechaniken, Inhalte, etc.) ist also die große Frage und mit Sicherheit gerade nicht 'objektiv', rational und mathematisch zu beantworten. Die Teils großen Wertungsunterschiede der Magazine zeigen das offensichtlich. Jede Diskussion darüber ist deshalb, meines Erachtens, vollkommen sinnlos.
Kommentar wurde am 27.10.2018, 13:20 von Britney editiert.
27.10.2018, 13:05 Retro-Nerd (10774 
Naja, so einfach ist das nicht. Manche der "Lieblingsredakteure" lagen mit ihren Meinungen auch gern mal total daneben. Letztlich mußte man immer 2-3 Magazine vergleichen. Besonders wenn es nicht die echten Mega Hits waren, wo sich dann fast alle immer einig waren.
27.10.2018, 13:01 Rockford (1724 
Bearcat schrieb am 27.10.2018, 12:52:
Wie gesagt, ich habe meine Lieblingsredakteure und die haben mich mit ihren Meinungen immer gut durch den Dschungel der Spieleveröffentlichungen geführt.

Völlig richtig, das war/ist bei mir auch so. Aber hauptsächlich durch den Artikel und nicht die Zahl, die unten im Kasten stand bzw. steht.
27.10.2018, 12:52 Bearcat (359 
Erinnert sich eigentlich niemand mehr, wie die PC Powerplay ihre Wertungen umgesetzt hat? Da gab jeder am Test beteiligte Redakteur ganz traditionell eine Wertung zwischen 0 und 100 Prozent ab, alle Wertungen wurden addiert und durch die Anzahl der beteiligten Redakteure dividiert. Manche hielten das freilich für völlig unglaubwürdig, denn wenn einer 30 Prozent gibt und der andere 76, kommen am Ende 53 Prozent heraus. AAABER jeder Redakteur musste im Meinungs/Kommentarkasten seine Wertung erklären! Und die persönliche Meinung der Tester war und ist doch in jedem Spielemagazin vorhanden. Mir persönlich war schon immer der Kommentarkasten viel wichtigter als eine Wertung. Und wie oft habe ich schon gelesen, "wenn ihnen Punkt A, den ich im Spiel scheiße finde, ziemlich egal ist, dafür aber auf den tollen Punkt B viel mehr Wert legen, können sie auf unsere Wertung noch zehn Punkte draufschlagen".
Und die Sterne? Na ja, ganz ehrlich: für mich ist das eh nur das Dezimalsystem in anderen Hosen. Hier auf Kultboy gibt es zehn Sterne, und wenn einer beispielsweise sieben Punkte gibt, sind das für mich 70 Punkte bzw. Prozent. Die ganzen fünf Sterne der PC Player haben mir überhaupt nicht geschmeckt, das roch nach Dezimalsystem in 20er Schritten. Ist schon seltsam, das es meistens 5 oder zehn Sterne zu verteilen gibt... Warum nicht mal 7 Sterne? Oder 13?
Wie gesagt, ich habe meine Lieblingsredakteure und die haben mich mit ihren Meinungen immer gut durch den Dschungel der Spieleveröffentlichungen geführt.
27.10.2018, 12:14 Rockford (1724 
Ein Spiel kann nie objektiv bewertet werden, genau so wenig wie ein Buch, ein Album, ein Film oder ein Pullover. Wie soll das funktionieren? In manchen Podcasts bekommt man schon mit, dass schon zwei Redakteure/Podcaster eine völlig unterschiedliche Meinung zu einem Spiel haben. Wie ist das erst redaktionsübergreifen?

Deswegen ist die 100%-Einteilung schon sehr albern, eine 5-Sterne-Unterteilung (meist dann aufgeweicht durch .5-Schritte) ist schon nachvollziehbar, aber beides existiert nur, weil es von den Spielern/Lesern gefordert wird. Die sich dann über die Wertung aufregen.

Allein hier auf kulboy gibt es ja schon Mord und Totschlag, wenn jemand sich traut, dem Lieblingsspiel eines anderen vier Punkte zu geben.
Kommentar wurde am 27.10.2018, 12:15 von Rockford editiert.
26.10.2018, 20:27 Aydon_ger (474 
Ok, die PlayTime war zu ihrer Anfangszeit auch nur eine Übersetzung aus dem englischen. Und dort war es ja fast normal, die besten Spiele aller Zeiten in jeder Ausgabe zu finden - bis dann die nächste Ausgabe noch besser war
26.10.2018, 16:33 DungeonCrawler (272 
Retro-Nerd schrieb am 26.10.2018, 15:40:
Das 100% System ist aber von Anfang an schwachsinnig gewesen da man die 100% nie vergeben würde (glaub das höchste was jemand mal vergeben hat war 94 oder 95).


Oh, nein. Die allmächtige PlayTime hatte ab und wann auch mal 100% vergeben (Chaos strikes back).

Einige andere bekamen von der PowerPlay und Video Games auch 96% (Tetris) 97% (Metal Gear Solid) und 98% für Zelda - Ocarina of Time.


Oha! Tatsache! 100% für den Kerkermeister. Muss aber sagen die Magazine PlayTime und VideoGames kannte ich bis vor Kurzem nicht.
26.10.2018, 16:15 Twinworld (2060 
In irgendeinem Spieleheft gab es auch Bewertungen von über 100%.
Weiss nicht mehr ob das auch die Play Time war oder irgendein Magazin aus UK.
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