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Unreal Tournament 2004
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Bisher 4 Stimmen bei einer Gesamtwertung von 9.50

Publisher: Infogrames   Genre: Action, 3D, Multiplayer, Sci-Fi / Futuristisch, Shooter   
Ausgabe Test/Vorschau (1) Grafik Sound Wertung System Datenträger Hits Autor
PC Games 5/2004
Testbericht
87%
89%
Solo: 74%
Multi: 89%
PC CD-ROM
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48Thomas Weiß
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Serie: Unreal Tournament, Unreal Tournament 2003, Unreal Tournament 2004

Auszeichnungen:


Videos: 2 zufällige von 1
Kategorie: PC, Longplay
User-Kommentare: (6)Seiten: [1] 
07.07.2022, 09:55 Gunnar (4365 
So, und durch mit dem Singleplayer-Tournament (tja, Quarantäne macht's möglich... ). Die letzten Schritte im Singleplayer waren leider eher abtörnend. AS-Mothership war doch eine ziemlich stumpfe Map - gerade dieser Raumkampf am Anfang war sehr nervig, weil Duelle da meistens so abliefen, dass zwei Kontrahenten ständig aufeinander geschossen haben und dann einfach beide zugleich kaputtwaren - oder gleich miteinander kollidiert sind. Und später an Bord der Raumstation sprangen die Bots dann auch nur noch wie wild durch die Ecken und trafen aus jeder Lage mit dem Raketenwerfer oder dem Sekundärfeuermodus des Schockgewehrs. Eine einzige nervige Materialschlacht, das ganze. Danach gab's noch einmal eher simples Team-DM auf DM-Deck und schließlich noch das große 1-on-1 gegen Clanlord - aber auch hier war der Bot mal wieder verdächtig treffsicher und davon abgesehen war diese Karte (Name ist mir gerade entfallen...) dann viel zu weitläufig - es hat immer ewig gedauert, bis man dem Gegner gegenüberstand, und dann musste man auch noch besonders auf der Hut sein, weil wirklich brauchbare Waffen auch nur weit voneinander entfernt lagen. War am Ende zwar keine ganz so große Herausforderung (wenn man erst mal einen Vorsprung hatte, konnte man sich ja auch einfach irgendwo verkriechen und die Zeit ablaufen lassen...), aber auch hier bleibt mal wieder der Eindruck zurück, hier sei einfach nur künstlich der Schwierigkeitsgrad angehoben worden. Na ja, immerhin war's bis zu diesem "Finale" ansonsten ja ziemlich gut, was auch keine Selbstverständlichkeit ist. Sogar Bombing Run konnte sich am Ende mit etwas ausgefeilteren Karten etablieren.
01.07.2022, 20:37 gracjanski (327 
Ja, UT2k4 spielt sich noch ein Tick besser. Weiss nicht mehr, was sie da so alles verbessert haben, aber das war der beste Shooter damals, finde ich.
01.07.2022, 18:45 Gunnar (4365 
So, natürlich konnte ich angesichts des Tests hier mich nicht zurückhalten, diesen Titel mal wieder hervorzuholen (zuvor hatte ich noch aus dem Internet-Archive Teil 2003 besorgt, aber das, was ich immer schon vermutet hatte, hat sich nicht widerlegt: 2003 ist nur die Vorstufe zum wesentlich runderen, flüssigeren und umfangreicheren 2004...) und bin einigermaßen geflasht. Habe mal wieder eine Singleplayer-Karriere angefangen, und auf der gewählten Schwierigkeitsstufe (kann mich nicht mehr erinnern, welche das war - "Kenner" vielleicht?) geht's auch recht bald zur Sache. Die Bots spielen so, wie ich es eigentlich nicht mag (hüpfen ständig herum, zielen dafür aber nicht schlecht, und wo verfügbar, sind sie zumeist nur per Translocator unterwegs...), dass ich kurz davor war, das Unreal Kid zu machen (oder ich war einfach nur zu knauserig oder sentimental, um ein weniger gutaussehendes, dafür aber kompetenteres Team zusammenzukaufen). Aber da entdeckte ich, dass es für solche Fälle (i.e. den Singleplayer) ja eine nette Auto-Aim-Funktion gibt - und schon kehrte der Spaß zurück.

Nein, auch ungeachtet dieser kleinen Schummelei: UT2004 bockt durch abwechslungsreiche Spielmodi, ebensolche Karten, ausgewogenes Waffenarsenal (die Über-Wumme schlechtin gibt es hier bekanntlich nicht, auch ich gebe je nach Situation Minigun, Flak Cannon, Raketenwerfer, Lightning Rifle oder sogar mal dem Shock Rifle den Vorzug) und damit ein entsprechendes Teamplay immer noch gewaltig. Vor allem das Teamplay kommt meines Erachtens sogar im Solo-Modus nicht zu kurz - man kann nun mal kein CTF-Match gewinnen, wenn alle nur planlos durch die Gegend hüpfen - also flugs ein, zwei Kolleg*innen zur Defensive eingeteilt und den Rest zur Offensive, und schon steigen die Siegchancen gewaltig. Dazu kommt die immer noch bonbonbunte Grafik. Daumen hoch!

Anekdotisches Highlight war bislang das Double-Domination-Match auf DOM-Conduit - nur durch Zufall ist es meinem Team mal gelungen, beide Punkte, die sich im Prinzip am oberen und unteren Ende zweier Fahrstuhlschächte befinden, für die entsprechende Zeit zu halten - ansonsten ging es immer hin und her und wieder zurück.

Wermutstropfen: Ich wollte die Grafik noch per SweetFX aufhübschen, aber leider gab es dafür noch keinen DX9-Renderer und entsprechend kein Post-Processing - mal schauen, was dieser Ratschlag mir da so bringt. Dafür entschädigte praktischerweise der Umstand, dass mit dem letzten Patch (v3369) die DVD-Abfrage entfiel. Ansonsten habe ich alternativ aus bekannter Quelle noch UT3 besorgt - mal sehen, wie sich das im Vergleich so spielt. Leider scheint man die Spielmodi da beachtlich gestutzt zu haben, sodass UT2004 möglicherweise nur in technischer Hinsicht Konkurrenz droht.
18.06.2022, 23:39 Long John Silver (313 
@Gunnar
Danke für deine kleine Anekdote, von Erlebnissen aus dieser Zeit lese ich wirklich sehr gern.

Für mich war UT04 auch ein sehr gutes Spiel, aber der Hauptgrund warum ich es gekauft habe waren die vielen Mods. Ganz voran Killing Floor. Dennoch habe ich besonders die Modi mit Fahrzeugen gemocht. Das Ragdoll-Verhalten und wie sich die Fahrzeuge angefühlt haben beim Steuern gefällt mir bis zum heutigen Tag.
Heute sind leider die meisten Server verwaist und für unsere kleinen LANs bleib ich dann doch beim ersten Unreal Tournament.

Wie auch immer, ein sehr wichtiges Spiel!
18.06.2022, 11:35 Swiffer25 (1238 
Hehe, da war ich einige Jahre zuvor mit einem, auch Medion Laptop noch ganz gut dran.
Die Vistakrücke kam mir nur einmal, später, auf meinen AMDx² drauf wegen CallofJuarez und DX10, sonst/danach nie! wieder.
18.06.2022, 11:26 Gunnar (4365 
Yeah. Genau wie seine Vorgänger (und Nachfolger vermutlich auch, aber die kenne ich nicht...) ist auch UT2004 immer noch ein sehr unterhaltsamer und zeitlos aussehender Dauerbrenner. Da gibt's nicht viel zu sagen außer 9/10.

Die drüben bei UT2003 erwähnten "kuriosen Umstände" möchte ich allerdings eben noch um der Anekdoten halber etwas genauer ausführen: Anfang 2007 hatte ich mir von meinem Zivi-Gehalt einen neuen Rechner zugelegt - einen damals brandneu wirkenden Laptop von Aldi. Hintergedanke war, dass der knapp zwei Jahre zuvor erworbene Laptop gleichen Herstellers, den mein Vater damals angeschafft hatte, mit seinem ATI Radeon Mobility 9700 ein ungeahntes Kraftpaket war, hinter mein damaliger Rechner weit zurückstand. Also konnte man mit einem eigenen Medion-Laptop wohl kaum etwas falsch machen, oder? Denkste: Damals war ja gerade Windows Vista neu, was diesen Rechner schon mal ganz ungeachtet seiner sonstigen Spezifikationen (Intel Core 2 Duo L7400 Duo, 1 GB Arbeitsspeicher, 500-GB-Festplatte) leicht ausbremste... aber dann war der Grafikchip ein popeliger Intel GMA 950, der dann auch noch bis zu 384 MB vom Hauptspeicher abzwacken musste. Tja, hätte ich mal genauer hingeschaut, damit lief selbst "Need For Speed: Most Wanted" schlechter als auf meinem bisherigen Rechner...

Danach allerdings war zu überlegen: Was kann dieser Kasten denn überhaupt? Und da stellte sich heraus, dass einige vermutlich CPU-intensive Sachen doch überraschend gut damit gingen. Beispielsweise lief "FIFA 07" (Anfang 2008 für einen 10er aus einem Gebrauchtladen bekommen...) damit sehr flüssig, wenn auch ohne diese oft geschmähten Weichzeichner-Effekte. Auch einige 2D-Klassiker wie "Knights Of Honor" erlebten damit bei mir einen zweiten Frühling... aber über die "Unreal 2"-Demo bin ich dann irgendwie doch noch bei "Unreal 2004" gelandet. Auch hier gab sich das vermeintliche Schrottteil doch keine Blöße und ermöglichte - zumal in der vielen freien Zeit nach dem Zivi - nächtelange, tja, Botmatches, zu denen ich damals dann die ganze Diskografie von Amon Amarth rauf und runter hörte. Ja, so waren sie, diese Tage.

Noch ein kleiner Ausflug: Den "Rest" des während des Zivildienstes "angesparten Geldes wurde dann im Sommer 2008 für eine zehntägige Pauschalreise nach Gran Canaria auf den Kopp gehauen. Was mich unlängst beim Belauschen eines Gesprächs über Zukunftspläne und -ängste ("Ich will unbedingt noch mal nach Thailand!" - "Der klassische Deutsche ist ja eher anstrengend...") zwischen jugendlichen Gästen an einem Badesee hier in der Nähe mal zum Gedanken brachte: Leute, denkt bloß nicht, ihr müsstet in jungen Jahren viel Geld "für später" sparen. Gebt's lieber zeitnah aus, denn jetzt habt ihr die Zeit, euch noch mit vielem zu beschäftigen - später im Berufsleben werdet ihr wohl kaum dazu kommen.
Seiten: [1] 


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