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03.08.2011, 14:56 docster (3407 
Man darf wohl einfach keinen der Faktoren isoliert betrachten, es kam offensichtlich zu vieles zusammen - da konnte selbst das beste System nicht bestehen.
03.08.2011, 13:45 mad-E (79 
Auf dem PC wurde genauso raubkopiert. Der Unterschied war einfach der, dass es mehr PCs hab als Amigas - besonders in den USA. Natürlich waren da auch die Verkaufszahlen von Originalspielen höher.
03.08.2011, 12:29 docster (3407 
War das Raubkopier - Verhalten in den frühen 90ern beziehungsweise deren Mitte im PC - Segment geringfügiger ausgeprägt als beim Amiga?

Gut, noch zu Zeiten des C64 bekam man viele Spiele erst gar nicht als Original zu Gesicht, da es im Handel schlichtweg kein Angebot gab, was sich zur folgenden Amiga - Phase total änderte, dennoch sind andere Bereiche von jener Entwicklung nicht per se freizusprechen...
03.08.2011, 12:00 Bren McGuire (4804 
Rektum schrieb am 03.08.2011, 11:47:
Bei all den Diskussionen darüber, ob ein Überleben des Amigas möglich gewesen wäre, wenn Commodore "alles richtig" gemacht hätte, wird eigentlich immer außer acht gelassen, welch große Schuld die Raubkopiererei am Untergang des Amigas trifft.

Na ja, das traf aber nicht auf jede Firma zu: Vor allem LucasArts ging es in Bezug auf deren Adventures doch auch am Amiga vorzüglich! Ich weiß ja nicht, wieviele Exemplare sie von ihren Spielen speziell auf dem Amiga verkauft haben, aber es waren bestimmt jede Menge!

Dass die Raubkopiererei natürlich insbesondere heimatlich ansässige Firmen wie Thalion getroffen hat und letztlich dazu führte, dass dieser Hersteller sich vom Markt zurückziehen musste, ist natürlich schon traurig. Anhand von einem Beispiel wie LucasArts, denen es (auch im Hinblick auf verkaufte Amiga-Titel) prächtig ging, kann man aber sehr gut erkennen, dass nicht ausschließlich die bösen, bösen Raubkopierer schuld am Niedergang des großen Commodores schuld waren!

Vor allem amerikanische Firmen wie Sierra oder eben LucasArts haben ja noch nicht einmal versucht, ihre Programme auf die neuen Modelle A1200/4000 zu portieren! Gerade unter Berücksichtigung der AGA-Architektur wäre eine entsprechende Umsetzung eines Spiels, wie beispielsweise "Day of the Tentacle" sicherlich kein allzu großes Unterfangen gewesen...
03.08.2011, 11:47 Rektum (1730 
Gerry schrieb am 03.08.2011, 07:47:
...es hat sich leidlich verkauft. Leider hat es nicht gereicht, um die Firma zu retten.


Bei all den Diskussionen darüber, ob ein Überleben des Amigas möglich gewesen wäre, wenn Commodore "alles richtig" gemacht hätte, wird eigentlich immer außer acht gelassen, welch große Schuld die Raubkopiererei am Untergang des Amigas trifft.
Kommentar wurde am 03.08.2011, 11:47 von Rektum editiert.
03.08.2011, 07:47 Gerry (516 
Hat sich das geniale Spiel damals eigentlich gut verkauft, oder haben die Programmierer außer überschwänglichem Fanlob mal wieder nichts dran verdient?


Habe zwar auch keine genauen Verkaufszahlen, darf aber vielleicht trotzdem aus meinem (alten) Interview mit Erik Simon zitieren:

The Thalion Source: Wann genau ist Thalion vom Markt verschwunden? In Deinem Interview mit der PowerPlay über die Zukunft des Amigas sagtest Du, dass Thalion den Verkauf des Spiels "Ambermoon" abwarten will, um zu entscheiden, ob sie für den Amiga weiterhin noch entwickeln sollten. Wie waren die Verkaufszahlen von "Ambermoon"? Waren diese Verkaufszahlen eventuell für die Auflösung von Thalion verantwortlich?

ES: Hm, das strapaziert aber mächtig mein schwaches Gedächtnis... Mit Thalion ging es, wenn ich mich recht erinnere, im Herbst '93 zu Ende. "Ambermoon" kann man dafür nicht verantwortlich machen, es hat sich leidlich verkauft. Leider hat es nicht gereicht, um die Firma zu retten.
(Quelle)
02.08.2011, 21:50 Nestrak (816 
Bezüglich Verkaufszahlen hat man eigentlich nie etwas gehört. Ambermoon wird aber relativ oft angeboten, von daher kann man davon ausgehen, dass es sich ganz gut verkauft hat. Ich habe es mir damals um 899 Schillinge im MediaMarkt verkauft - das gute Stück steht immer noch bei mir im Regal - das beste Amigarollenspiel.
02.08.2011, 14:05 drym (4374 
Ich habe im Rückblick zwei Spiele nicht gekauft, die mir bis heute viel Bedeuten und die es verdient gehabt hätten: Turrican 2 und Ambermoon.

Wenn man dann noch bedenkt, dass ich einige Fehlkäufe hatte (natürlich)...kanns leider nicht mehr ändern. Turri3 und Lionheart habe ich aber gekauft, die Hersteller haben also immerhin IRGENDWAS bekommen von mir später. Trotzdem
02.08.2011, 13:19 mad-E (79 
Tja, ich habs damals neu gekauft, mehr kann ich dir nicht sagen.

Albion war PC-only, war aber trotzdem nicht gerade ein Verkaufshit. Das Gerücht, dass auf dem Amiga alle nur raubkopiert haben, während für den PC immer schön Originale gekauft wurden halte ich für genau das - ein Gerücht.
02.08.2011, 12:57 Rektum (1730 
Hat sich das geniale Spiel damals eigentlich gut verkauft, oder haben die Programmierer außer überschwänglichem Fanlob mal wieder nichts dran verdient?

Turrican fanden ja auch alle super, gekauft hat's fast keiner.

Eigentlich eine Frechheit: auf das Lob eines Hundebesitzers könnte ich als Software-Entwickler echt gut verzichten.
Ich verstehe schon, warum die Spielebranche irgendwann keinen Bock mehr auf den Amiga hatte, wenn alle nur "Super!" brüllten, aber keiner den Geldbeutel aufmachte.
Ein Lob ist wenig bis gar nix wert, wenn kein Geld auf den Tisch gelegt wird.
Die Frauen der Amiga-Spieleentwickler sahen das sicher ähnlich, wenn nach monatelanger Arbeit der geplante Urlaub mal wieder nicht bezahlt werden konnte, weil einfach kein Geld reinkam.
24.06.2011, 16:57 Bren McGuire (4804 
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Atlan für den Amiga Games-Test! Genauso hatte ich ihn noch in Erinnerung...

Hier bekam "Ambermoon" endlich den gebührenden Platz, den es auch verdiente... ausgerechnet in der AG! Wirklich schön und zugleich informativ geschrieben, wenn auch ein paar Kleinigkeiten, wie beispielsweise das Zu- bzw. Abschalten der Boden- und Deckentexturen (was ja nur auf den neueren Amiga-Modellen möglich war), nicht erwähnt worden sind. Dass in einem der Meinungskästen erwähnte "sanfte Scrolling" trat ebenfalls nur unter Verwendung einer Turbokarte zutage - von diesen beiden Schnitzern abgesehen, konnte man aber echt nicht meckern und es wird sogar nochmal kurz auf den Vorgänger eingegangen, was ja auch nicht verkehrt war...

Auch ich habe Thalions letztes Meisterwerk zuerst von Diskette gespielt (mit gerade mal zwei Laufwerken) und kam trotzdem recht gut klar damit. Dass die Daten wohl relativ benutzerfreundlich auf die nicht gerade wenigen Disketten verteilt wurden, wusste ich bislang auch nicht. Die letzte Disk, auf der sich der komplette Soundtrack befand, verschwand sowieso alsbald wieder in der mitgelieferten Klarsichttüte, da ich persönlich im Gegensatz zu einigen (vielen?) anderen hier den musikalischen Ausführungen des Herrn Steinwachs - Ohrenwachs wäre ein passenderer Nachname gewesen - nicht ganz soviel abgewinnen konnte (um es mal vorsichtig auszudrücken). Die Kompositionen an sich waren dabei gar nicht mal schlecht - aber am Arrangement der vielen unterschiedlichen Stücke ist es letztlich gescheitert... meiner bescheidenen Meinung nach...

Wie gesagt, die Diskettenwechselei ging im Großen und Ganzen noch in Ordnung, schließlich schlich man ja meisten stundenlang durch ein Verlies oder einer Stadt, sodass man lediglich auf das Laden des Kampfbildschirms warten musste, wenn es mal wieder zu einer Begegnung der unerfreulichen Art kam. Was mich viel mehr sauer aufstoßen ließ, waren die furchtbar langsam scrollenden Korridore in den 3D-Abschnitten, die mich schon ziemlich früh dazu veranlasst haben, die oben erwähnten Boden- und Deckentexturen wieder zu deaktivieren...

Irgendwann verschwand "Ambermoon" aufgrund eines Bugs (irgendwas mit einem falschen Schlüssel) wieder für einige Monate im Schrank, bis ich mir meine erste interne 120 MB-Festplatte (yeah!!!) sowie eine 68030-Turbokarte inklusive 16 MB RAM (Phase 5, you are the best!) zugelegt hatte. Doch "Ambermoon" kam mir erst auf die Harddisk, nachdem ich Dr. Jones bei seinem Trip nach Atlantis auch durch die restlichen beiden Lösungswege (Action- und Denker-Weg) gesteuert hatte (ohne Festplatte machte das Adventure, so genial es auch war, einfach keinen richtigen Spaß). Und dann kam das grausige Erwachen: Schon bei der Installation auf die Harddisk kam mir das Programm mit einer Fehlermeldung daher, welche die Prozessor-Libraries (wenn ich mich richtig erinnere) betraf! Und ohne das Aufspielen jener Routine wurde der teuer erkaufte 68030er leider nicht unterstützt, sodass "Ambermoon" in Sachen 3D-Dungeon-Tempo in nahezu der gleichen Geschwindigkeit ablief, wie es schon anno 1993 der Fall war! *grrrrrr*
Da das Internet damals noch in den Kinderschuhen steckte und für mich privat sowieso noch Zukunftsmusik war, ich mir das Programm aber auch nicht noch mal komplett neu zulegen wollte (obwohl es anno 1996 vielleicht schon für einen Spottpreis über die Ladentheke gegangen wäre), wanderte es abermals in der Verpackung und diese zurück in den Schrank...

Erst 2006 (also weitere zehn Jahre später!) hatte ich das Glück, mir ein tadelloses DMS-Image der (deutschsprachigen) Bootdisk von "Ambermoon", auf welcher sich damals der vermeintliche Fehler befunden hatte, herunterladen zu können (und auch dürfen, war nämlich ganz legal das Ganze ). Kurz noch mittels DOS-Commander und Amiga-HD-Laufwerk auf eine DD-Diskette kopiert und siehe da: Keinerlei Fehlermeldung bei der Installation mehr und schon Opas Weinkeller ging plötzlich ab wie Schmidts tollwütige Katze!

...auch wieder so ein spezieller Amiga-Moment, den ich nie vergessen werde... und das anno 2006! Tja, Amiga - ein wahrhaft zeitloser Computer... *schwelg*
Kommentar wurde am 24.06.2011, 17:14 von Bren McGuire editiert.
22.06.2011, 12:20 Nr.1 (3871 
drym schrieb am 22.06.2011, 11:19:
Nr.1 schrieb am 22.06.2011, 09:45:
gerade diese Art des "sich selber beschenken" ist es, dass das alles erträglich und schön macht.

Heute, mit den unpersönlichen Rechnermassenkisten, fällt das bei mir weg, zumal die Komponenten teilweise extrem billig geworden sind. Der Reiz ist einfach weg, wie ich finde und das ist sehr sehr schade.


Kauf Dir doch einfach mal nen MacPro mit maximal möglichem Inhalt (64 GB RAM, 12 Xeon-Kerne a 2,93 GHz, 4 SSD-Platten). Schon macht das schenken wieder Spaß und ist man genug Geld los, um auch schön, wie es Dir ja Freude bereitet, mal zwei Jahre abzuzahlen


Also zum einen stehe auch auf Rechner mit Charakter und nicht auf überteuerte Rechner mit käuflichen Image. Und zum anderen waren das damals andere Zeiten. Damals war ich jung, hatte einfach kaum Geld und musste ALLES mühsam erreichen und wenn es nur der Kauf eines guten Joysticks war.

Und die Freude, einen großen Amiga unter Mühen sein Eigen zu nennen, war eben was gänzlich anderes, als heute in einen bunten Blödmarkt zu laufen, um sich irgendeinen PC zu holen. Da kommt kaum noch Stolz auf, nur wenig innere Aufregung. Zumindest geht es mir so.
22.06.2011, 11:19 drym (4374 
Nr.1 schrieb am 22.06.2011, 09:45:
gerade diese Art des "sich selber beschenken" ist es, dass das alles erträglich und schön macht.

Heute, mit den unpersönlichen Rechnermassenkisten, fällt das bei mir weg, zumal die Komponenten teilweise extrem billig geworden sind. Der Reiz ist einfach weg, wie ich finde und das ist sehr sehr schade.


Kauf Dir doch einfach mal nen MacPro mit maximal möglichem Inhalt (64 GB RAM, 12 Xeon-Kerne a 2,93 GHz, 4 SSD-Platten). Schon macht das schenken wieder Spaß und ist man genug Geld los, um auch schön, wie es Dir ja Freude bereitet, mal zwei Jahre abzuzahlen
22.06.2011, 09:45 Nr.1 (3871 
SarahKreuz schrieb am 22.06.2011, 02:29:
...
Amiga mit HD war 1993 unerreichbar für mich. Ich war zwar zwischendurch Zeitungen austragen mit meinem ollen Mountainbike.... Bis ich 17 war konnte ich mir praktisch immer nur Kleinigkeiten leisten. Mein Vater war ja nun wirklich kein Geizkragen - schließlich hat er mich dem Hobby nicht nur näher gebracht,sondern auch alles "gesponsert" - aber mit Fragen wie "kaufste mir `ne Festplatte" *klimperklimper mit Augen* brauchte ich gar nicht ankommen. Die hätte er in seinen eigenen Amiga verbaut, wäre sie ihm über den Weg gelaufen. Muss so um 1995 rum gewesen sein, als er sich seinen ersten PC holte und sich dann schweren Herzens von seinem Amiga trennte. Aber selbst da hat er das gemacht, was er vorher schon mit seinem Brotkasten bei mir gemacht hatte. Ihn weiter verschenkt. Nur ging der "gebrauchte Amiga" diesmal (als Patenonkel) an meinen kleinsten Cousin. Der hat sich natürlich riesig darüber gefreut als Zehnjähriger so auf einen Schlag `nen "aufgemotzten" Amiga 500 mit 2 MB Ram, 3 Laufwerken, Drucker und allem PiPaPo zu bekommen. War tierisch eifersüchtig wegen der Aktion. Naja, Schnee von gestern. Kurze Zeit später sass ich ja schon mit staunenden Augen vor meinem CD32 Mit Festplatte
Und auf dieser: Ambermoon ,noch flüssiger,noch schöner - MIT dazugeschalteten Texturen


Also die Aktion von Deinem Vater waren schon heftig, muss ich sagen! Auch wenn er Dir sonst geholfen hat. Zumal Du alles andere als faul gewesen zu sein scheinst. Also gebratene Tauben hast Du Dir scheinbar nicht in den Mund fliegen lassen.

Allerdings hatte das alles einen Vorteil: Du hast dann später umso mehr gestaunt und intensiver genoßen. Menschen, die immer alles sofort bekommen, haben das nicht. Bei mir war es ähnlich. 1992 kaufte ich mir meinen Amiga500 ohne Speichererweiterung (knapp 1000 Mark mit Monitor) und das zahlte ich von meinem Zusammengesparten und Lehrlingsgeld. Der dann 1995 erfolgte Quantensprung zu einem A4000 war sauer erkauft und die Abzahlung dauerte 2 Jahre, dann bereits von meinem Lohn aus meinem ersten Job. Aber gerade diese Art des "sich selber beschenken" ist es, dass das alles erträglich und schön macht.

Heute, mit den unpersönlichen Rechnermassenkisten, fällt das bei mir weg, zumal die Komponenten teilweise extrem billig geworden sind. Der Reiz ist einfach weg, wie ich finde und das ist sehr sehr schade.
22.06.2011, 09:43 drym (4374 
Ich spielte auch mit 3 externen Floppies und war durchaus recht zufrieden, ähnlich wie Frau Kreuz schildert konnte man nämlich durch clevere Disposition der Disketten durchaus Arm- und Gelenkschonung erreichen.
Leider ist mir zwei mal in der Mitte des Spiels die Savedisk abgeschmiert (das Wort "Backup" war mir damals unbekannt).
Als ich dann endlich eine Platte hatte war das nun endlich kein Problem mehr. Ich muss aber auch sagen, dass ich schockiert von der Ladegeschwindigkeit war. Es ging alles so unfassbar schnell...schon schön. Andererseits auch krass, dass man heute SSD-Platten (am besten im Raid) braucht, um ein ähnliches Gefühl zu erzeugen...
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