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Amiga Joker 9/91

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Scan von jan.hondafn2
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17.10.2020, 17:49 Retro-Nerd (14446)  | |
Bei der Power Play habe ich bei C64 und Amiga auch den Eindruck, dass die Systeme mit vier Jahren Vorlauf für veraltet und mit zwei Jahren Vorlauf für tot erklärt wurden und bei den Spieleveteranen die Haltung immer noch in einer Zeitkapsel bewahrt wird. Das kommt in den letzten Jahren aber verschärft immer wieder vom Langer. Und der hat da damals nicht gearbeitet, war ja noch deutlich zu jung. |
17.10.2020, 16:17 Grumbler (2291)  | |
hat nix mit Entspiegelung zu tun, sondern damit, dass VGA-Monitore einfach schärfer waren. Konnte ja 640x480 oder 640x400 in 60 Hz oder mehr ohne Flickerfixer oder so 'nen Kram. 320x200 oder 320x240 ist dann einfach Verdoppelung der Linien. Da konnte man wirklich auch arbeiten mit so 'nem Teil! Dafür fehlte halt das "natürliche unfrewillige Anti-Aliasing" bei den Low-Res-Spielen. Wenn ich 'ne Zeitmaschine hätte, würd ich vielleicht zurückreisen und den VGA-Ingenieuren vorschlagen, dass man so 'nen Scanline-Modus in Hardware einführen sollte wie bei so Emulatoren später, wo die Pixelreihen nicht verdoppelt werden sondern jede zweite schwarz bleibt, aber die hätten mir wahrscheinlich dann den Vogel gezeigt. |
17.10.2020, 16:16 v3to (2107)  | |
@Retro-Nerd: Bei der Power Play habe ich bei C64 und Amiga auch den Eindruck, dass die Systeme mit vier Jahren Vorlauf für veraltet und mit zwei Jahren Vorlauf für tot erklärt wurden und bei den Spieleveteranen die Haltung immer noch in einer Zeitkapsel bewahrt wird. Wobei ich es gut finde, dass inzwischen die Spieleklassikern neu gespielt werden, bevor man darüber spricht und so auch die damalige Sicht mehr reflektiert (jedenfalls bei den Hauptthemen).
Allerdings war bereits 1991 branchenintern die Veränderung spürbar. In Firmen, wo ich an Projekten gearbeitet hatte, war der Amiga idr immer noch die Leitplattform, aber kommerziell hatte die PC-Fassung bereits höhere Relevanz. Amiga-Versionen verkauften sich idr schlechter (wenn es nicht gerade Actionspiele waren, die verkauften sich normal überall gleich schlecht).
Wo ich rückblickend das größte Problem beim Amiga damals sehe, ist der fehlende Chunkie-Mode. 1-Byte-pro-Pixel wie bei VGA statt einem Stapel Bitplanes zu verwalten, war ein Killerfeature für Entwickler. Die ganze Welle von Rotzoomer- und Raycaster-Produktionen (Wing Commander, Wolfenstein 3D und alles, was danach kam) profitierte immens davon, war auf dem Amiga wesentlich komplizierter umzusetzen. Dann noch die ungleich präsentere Piraterie obendrauf und man kann eigentlich nur noch zuschauen, wie der See langsam austrocknet. Kommentar wurde am 17.10.2020, 16:18 von v3to editiert. |
17.10.2020, 13:29 Pat (6367)  | |
SarahKreuz schrieb am 17.10.2020, 12:30: ... Und ich konnte die Vergleiche so 1992/1993 rum selbst vor Ort machen, weil mein Vater zum PC gewechselt war. Aber das lag letztendlich doch nur an meinem Fernseher. Der betrieb (gute) Augenwischerei, glättete Kanten, wo sie am 486er Monitor furchtbar pixelig aussahen (Indiana Jones IV - Fate Of Atlantis hatte mein Alter auf PC-CD...war schön bunt, aber echt grobkörniger). Ja, wie gesagt: Ist die gleiche Auflösung aber durch den ganz leicht größeren Bildschirm und - vor allem! - dadurch, dass PC Monitore damals meist entspiegelt waren, wirkten die Pixel schärfer und damit halt auch pixeliger. Sieht man auch heute bei den enorm hohen Auflösungen noch, wie ein entspiegelter Bildschirm weniger brilliante Farben und schärfere Pixel hat. Ich bin immer noch der Meinung, dass viele Amiga-Benutzer auch ein bisschen selbst Schuld sind. Viele beklagten sich, dass die Spiele, die halt immer größer und komplexer wurden, nicht mehr mit ihren 1-MB-500ern liefen und waren sehr Upgrade-Faul. Wie Knispel schon richtig sagte: Es gab halt nicht "den" PC, der veränderte sich und wuchs, während der Amiga bei vielen Leuten halt einfach so blieb, wie er war. Spätestens als Spielefirmen ihre Spiele für den Amiga derart herunterdampfen mussten, von der Amiga-Community aber Schelte für "schlechte Ports" einstecken mussten, war es klar, dass man keine Lust mehr hatte, die Plattform noch zu bedienen. Aber zu der Eye of the Beholder Umsetzung am Amiga: Das war echt großes Kino! Beides - Teil 2 auch - war sogar Teilweise besser als am PC. Ich sage nur: Sound. Klar, die Grafik musste auf 32 Farben runterskaliert werden, sah aber immer noch richtig cool aus! Die beste Version ist ja ohnehin die inoffizielle AGA-Version, die quasi die VGA Grafiken des PCs mit dem Sound des Amiga verbindet (und Automap hinzufügt). DAS hätten sie schon damals machen sollen. |
17.10.2020, 12:58 drym (4362)  | |
Ach ja: 3d-Shooter haben mich von Anfang an (fast alle) kalt gelassen, den Hype habe ich nie verstanden. Und als alles 3d wurde (sogar Mario!) bin ich ausgestiegen. Paar Ausnahmen, die ich länger als 2-3 Stunden gespielt habe, gab es aber. Half Life zum Beispiel. Wohl deswegen habe ich am Amiga nicht viel vermisst. Und das Fundament für meine berufliche Existenz als Komponist im Medienbereich habe ich am Amiga (und am Klavier) gelegt, wo ich bis 1997 noch Tracker-Musik gemacht habe, ehe ich auf eine moderne DAW und externe Sampler & Synthesizer umgestiegen bin. Ich kann der Kiste also gar nicht genug danken, es ist ein unfassbar wichtiger Teil von mir und ich werde sie immer im Herzen tragen
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17.10.2020, 12:54 drym (4362)  | |
Ich habe auch bis 1995 in meinen Amiga investiert und fühlte mich gut versorgt, habe auch noch an eine Zukunft geglaubt. 1997 erst, quasi nach dem Verscheiden des AJ gab es einen PC. Den Amiga habe ich aber noch eine ganze Weile weiterverwendet (so wie auch mein SNES noch lange angeschlossen blieb). Als Adventure- und RPG-Spieler habe ich da schon ein paar Dinge verpasst, andererseits gab es Ambermoon nur am Amiga, und das ist eines meiner absoluten Gottspiele aller Zeiten. Insgesamt also ausgewogen. Jumper und Action fand ich am PC noch lange öde, da hatte ich am Amiga und dem SNES die bessere Welt erwischt. Und mit dem Amiga starb auch ein Gamer-Teil von mir. Erst so um 2000 herum (nach dem Abi, zum Zivi) ging es wieder los. Mit Baldur´s Gate 1 und 2 und den ersten guten Konsolen-Emulatoren, die mir ermöglichten, alles mögliche aus der 16-Bit-Ära nachzuspielen. Hach |
17.10.2020, 12:30 SarahKreuz (10000)  | |
Mit dem Untergang von Commodore konnte man erahnen, dass es bald vorbei sein würde. Gesehen oder gespürt hat man's trotzdem nicht. Selbst zu jener Zeit hagelte es hochwertige Games auf der Amiga. Eben weil noch vieles die vorangegangenen 2,3 Jahre in Entwicklung war. Das geniale "Die Siedler" z.B. ist ursprünglich eine Amiga-Produktion gewesen. Ambermoon, Lionheart, Wing Commander - es gab (weit) nach 1991 noch hervorragende Spiele. Die Endphase sehe ich, ähnlich wie Commodus, im Jahre 1996. Das ist fünf Jahre später, Herr Langer!!  Heutzutage fast eine Konsolengeneration.  1996 verschwand auch das letzte reine Spielemagazin für den Amiga (Amiga Games) mit ein paar popeligen Seiten ins Amiga Magazin. Es erschien einiges gutes, aber auch viel Murks: Ich erinnere mich an 5, 6 Spiele, die Mitte bis Ende 1996 im Monat noch erschienen. DAS war eine Endphase. Da fing der Amiga erst an zu röcheln. Commodus schrieb am 17.10.2020, 08:00: VGA war mir im Vergleich zum Amiga immer zu krümelig! Erschien mir auch so. Und ich konnte die Vergleiche so 1992/1993 rum selbst vor Ort machen, weil mein Vater zum PC gewechselt war. Aber das lag letztendlich doch nur an meinem Fernseher. Der betrieb (gute) Augenwischerei, glättete Kanten, wo sie am 486er Monitor furchtbar pixelig aussahen (Indiana Jones IV - Fate Of Atlantis hatte mein Alter auf PC-CD...war schön bunt, aber echt grobkörniger). |
17.10.2020, 10:50 DaBBa (3695)  | |
Ja, 1993 und 1994 war die baldige Amiga-Krise für Außenstehende noch nicht offensichtlich, weil viele Hersteller (zumindest europäische) bereits begonnene Amiga-Entwicklungen noch abgeschlossen haben. Die Entscheidung eines Herstellers, ein bestimmtes System nicht mehr zu beliefern, wirkt sich eben nicht sofort aus, sondern teilweise um Jahre verzögert, weil die Pipeline noch leerläuft. Daher fällt es nicht direkt auf, wenn ein System fallengelassen wird. Denn natürlich gingen die Hersteller 1993/1994 nicht hausieren mit der Nachricht: "Hey, Leute, das wird übrigens aller Voraussicht nach unser letztes Amiga-Spiel sein.". Schließlich wollte man kein zweites LucasArts werden, die einiges an Backenfutter aus der Amiga-Nutzerschaft für die Ankündidung bekommen haben. |
17.10.2020, 10:35 Knispel (743)  | |
Hm, dass die noch verbleibende Zeit für den Amiga500 zumindest laaangsam dem Ende zuging, anno 1991 schon erkennbar. Ende 1990 war „Wing Commander“ ein fettes Ausrufezeichen. Die 91 erschienene Fortsetzung tat ihr übriges. Auch die Ankündigung von „Strike Commander“ (auch wenn es letztlich erst Mitte 1993 erschien) zeigte schon deutlich, wo die Reise hingehen würde. Aber der Vergleich Amiga vs. PC hinkt auch immer total, denn es gab halt nicht „den“ PC, es handelt sich halt nicht um ein relativ statisches Heimcomputer-System. Das Ding entwickelt sich ja heute, knapp 30 Jahre später, immer noch weiter Spätestens 1992 wurde der Amiga technisch immer weiter abgehängt (Ultima Underworld, Ultima 7, Indy4, Pacific Strike). Ändert aber umgekehrt auch nix daran, dass der Amiga auch weiterhin gut versorgt wurde und viiiiel Spaß mit der feinen Kiste hatte Kommentar wurde am 17.10.2020, 10:56 von Knispel editiert. |
17.10.2020, 10:32 Pat (6367)  | |
Dazu kommt, dass der Amiga zwar durchaus 240 Zeilen verwenden könnte - EGA und VGA übrigens auch - aber viele Spiele halt eben für 320x200 gemacht wurden und entsprechend auch auf dem Amiga die gleiche Auflösung hatten. Bei EGA vs. Amiga war es halt meist 16 vs. 32 Farben und bei VGA vs. Amiga dann halt meist 256 vs. 32 Farben.
Der typische PC-Monitor von damals war halt meist ein entspiegelter 14"-Monitor, was die Pixel schärf aussehen ließ und die Farben leicht matter als der typische 1084er 13" Monitor des Amiga. (Ich denke, 1991 hatten noch nicht so viele PC-Besitzer einen 15"-Monitor.)
Aber auch wenn 91 der PC langsam den Amiga überholte, waren wir noch weit von der Endphase weg. Im Gegenteil: Da hatte der Amiga noch etliche Hits vor sich. Ich würde sagen, 93/94 läutete die Endphase des Amiga ein. Da wurden die Spiele zu komplex, als dass sie ein unaufgerüsteter Amiga noch hätte halbwegs flüssig spielen können. Aber das ist eine andere Diskussion... |
17.10.2020, 09:29 DaBBa (3695)  | |
SarahKreuz schrieb am 16.10.2020, 22:10: 1991 konnte man keinen geileren Spiele-Rechner auf dem Schreibtisch haben - der PC reifte doch erst im darauffolgenden Jahr zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz (Wing Commander 2) heran. 1992 kam noch ein PC-Spiel, das auf dem Amiga 68000 nicht mehr möglich war: Wolfenstein 3D. Das Super Famicom war 1991 in Japan schon draußen und kam in diesem Jahr auch in Nordamerika. Natürlich waren damals noch nicht alle heutigen SNES-Klassiker fertig. Im Nachhinein betrachtet rannte aber 1991 und 1992 dem Amiga die Zeit davon: Amiga 1200 und CD32 kamen erst Ende 1992 bzw. Ende 1993 und somit deutlich zu spät, um den IBM-PC vom Schreibtisch und das SNES aus dem Wohnzimmer verdrängen zu können. Commodus schrieb am 17.10.2020, 08:00: Für mich war mit Anbruch des SVGA-Zeitalters der PC erst der Gewinner. VGA war mir im Vergleich zum Amiga immer zu krümelig! Das war doch fast die gleiche Auflösung. Der Amiga hatte nur 256 Zeilen (PAL), statt 200 bis 240.  Kam Dir das vielleicht so vor, weil Du am PC einen größeren Bildschirm hattest? Das war bei mir so, am PC hatte ich 15" statt 14". Dadurch waren die Pixel auf einmal etwas größer. Kommentar wurde am 17.10.2020, 09:54 von DaBBa editiert. |
17.10.2020, 09:16 Swiffer25 (1532)  | |
...und mir war die SB16 zu "blechern". Das Gepubse war/ist grauenhaft in Erinnerung geblieben.
Allerdings hatte mich '91 der Vergleich von Monkey1 auf meiner "Freundin" zu der VGA meines Schulkammeraden doch schon "leicht" untreu werden lassen.
Da hat mir soagr der "Piepser" seines PS/2 nicht gestört,eher im Gegenteil.
Bei mir und meiner "Schulhofbörse" war jedoch so um '94 schluss mit der guten Lady gewesen. Ab da ging es nicht mehr um 512Kb&Disketten. Matrox,Festplatte,Multimedia waren wie über Nacht "angesagt" gewesen. |
17.10.2020, 08:00 Commodus (6597)  | |
SarahKreuz schrieb am 16.10.2020, 22:10: Hä? 1991 die Endphase vom Amiga? Das Jahr von Lemmings, Turrican 2, Apidya, Lotus Turbo Challenge 2, Speedball 2, Mega lo Mania und... dem Pepe? 1991 konnte man keinen geileren Spiele-Rechner auf dem Schreibtisch haben - der PC reifte doch erst im darauffolgenden Jahr zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz (Wing Commander 2) heran. Für mich war erst 1995-96 die Endphase des Amigas. 1994 kamen noch viele tolle Spiele raus. Zwischen 1990-1994 war der Amiga im Action und Jump n Run Bereich besser. Es gab zwar viele "Killerapplikationen" wie Wing Commander, Ultima Underworld usw., aber viele Umsetzungen für den Amiga waren okay. Gut, Sierra oder Origin haben Ihre späteren Werke schlampig umgesetzt. Die waren ohne Zusatzhardware kaum spielbar, aber 1992 als Endphase des Amiga zu bezeichnen war falsch. ....1994/1995 kommt eher hin! Für mich war mit Anbruch des SVGA-Zeitalters der PC erst der Gewinner. VGA war mir im Vergleich zum Amiga immer zu krümelig! Kommentar wurde am 17.10.2020, 08:13 von Commodus editiert. |
17.10.2020, 06:52 Falk Sturmfels (333)  | |
@v3to: Immer schön weiter daran arbeiten. Wenn es fertig ist, kommt das direkt in die Tüte für Falk. |
16.10.2020, 22:10 SarahKreuz (10000)  | |
Hä? 1991 die Endphase vom Amiga? Das Jahr von Lemmings, Turrican 2, Apidya, Lotus Turbo Challenge 2, Speedball 2, Mega lo Mania und... dem Pepe? 1991 konnte man keinen geileren Spiele-Rechner auf dem Schreibtisch haben - der PC reifte doch erst im darauffolgenden Jahr zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz (Wing Commander 2) heran. Kommentar wurde am 16.10.2020, 22:20 von SarahKreuz editiert. | | Seiten: « ‹ 2 3 4 5 [6] 7 8 9 10 › » |
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