Willkommen bei
 Kult-Magazine
 Kultboy.com-Inhalte
 Interaktiv
Neues Mitglied: loadfix
 Sonstiges




Kult-Zeitschriften
zurück zur ÜbersichtGehe zu:


Retro Gamer (deutsch) 2/2021


Berichte: (0)
Keine Berichte vorhanden.

Testberichte/Vorschauen: (0)
Keine Testberichte/Vorschauen vorhanden.

Redakteure: (0)
Keine Redakteure vorhanden.


Meine Sammlung: (noch nicht hinzugefügt)

Sammlung:Besitzt Du dieses Heft?
Suche:Suchst Du dieses Heft?
Verkaufen:Willst Du dieses Heft verkaufen?
Zustand:Zustand des Heftes
Anmerkung:Persönliche Anmerkung zum Heft



Sammlung der Mitglieder: (23) Sammlungsübersicht
Mitglied Sammlung Suche Verkauf Zustand Anmerkung
alke01 -
ApB1 Wie neu
Atari7800 Wie neu
Aydon_ger Wie neu Gebe gerne Commodus einige Seiten ab...
Bitmap Brother -
bluntman3000 Wie neu
Carfever -
Colasoft -
Commodus Schlecht Trüffel-Flecken von Seite 2-179
Deathrider -
ebbo Wie neu
fm4dj -
Groove Champion Wie neu
HandheldGamer -
HOL2001 -
Jedi04 -
joker07a -
Maximum90er -
Michael K. Wie neu
PH.55 -
Retro80 Wie neu
Stoned Wie neu
tokra -
vorige AusgabeAusgabe Bewerten nächste Ausgabe

Inhalt: Bewertungen: 2 Gesamtwertung: 8.50 (Statistik)
Cover: Bewertungen: 4 Gesamtwertung: 7.00 (Statistik)

Bild: JPG | Abmessung: 399x570 | Grösse: 97 Kbyte | Hits: 1908
Scan von Lisa Duck

User-Kommentare: (36)Seiten: [1] 2 3   »
25.02.2021, 18:29 Frank ciezki [Mod Videos] (3507 
Commodus schrieb am 15.02.2021, 15:12:
Ich habe gerade den Artikel über School of St.Brides gelesen. Ein Mädcheninternat nur für Frauen, in dem es zuging wie in den 20er-Jahren. ...angeführt von lesbischen Frauen und einer mysteriösen Leiterin.


Die später beschuldigt wurde gerne mal ihre Kammerzofen verdroschen zu haben. Das war glaube ich der schrägste Artikel, den ich bisher in der Retro Gamer gelesen habe.
17.02.2021, 11:27 Darkpunk (2645 
invincible warrior schrieb: Japan bevorzugt Spiele, die man mobil (Handyspiele sind auch sehr beliebt) spielen kann. Das liegt sicherlich meist daran, dass viele berufstätige Japaner gerne mal eine Stunde pendeln und diese Art des Spielens da besser ankommt.


Ein weiterer, bekannter Grund sind die kleinen Wohnungen. Allein in Tokio leben ca. 38 Millionen Menschen. Die Wohnungsnot ist groß und die Wohnflächen werden immer kleiner. Da können sich nur die Wenigsten einen großen TV und eine Konsole in die Bude stellen (und wollen es offensichtlich auch gar nicht mehr). Die PS5 mit ihren fast schon grotesken Maßen ohnehin nicht.
Kommentar wurde am 28.02.2021, 10:13 von Darkpunk editiert.
17.02.2021, 07:00 v3to (1603 
@Invincible Warrior
Beim chinesischen Markt unterschätzt man allerdings schnell die Größe des Landes. Es gibt wenig Indikatoren beim Videospielemarkt aus westlicher Sicht, Steam dürfte einer sein. Ich meine, dass vor zwei Jahren Statements von Valve kamen, dass hauptsächlich durch China die Nutzerbasis monatlich in Größenordnung der Einwohnerzahl von Ecuador wächst. Inzwischen sind im Katalog auch mehr asiatische als westliche Spiele gelistet. Da war Steam gar nicht offiziell in China zugelassen, das ist erst seit ein paar Monaten der Fall.
Kommentar wurde am 17.02.2021, 07:54 von v3to editiert.
17.02.2021, 06:22 invincible warrior (960 
DaBBa schrieb am 15.02.2021, 15:38:
Heute ist UbiSoft einer der wenigen verbliebenen großen Publisher. Wobei sich die Franzosen da mittlerweile deultich an den US-Geschmack gehängt haben, um AAA-Titel weltweit verkaufen zu können: Spiele wie Detroit: Become Human oder Watch Dogs spielen in amerikanischen Städten oder alternativ in London, damit die Aufschriften in Englisch sein und von Amerikanern verstanden werden können. Sind solche Spiele wirklich noch "typisch französisch" oder nur noch typisch westlich?
Hey, David Cage suggeriert sogar mit seinem Pseudonym, Engländer oder Amerikaner zu sein. Ist er aber nicht, kommt aus dem Elsass.

David Cage und sein Quantic Dreams sind komplett unabhängig von Ubisoft, da hast du wohl bisschen was zusammengewürfelt. Cage ist aber halt auch nur ein Auteur, der interessante Settings erschaffen kann, seine Erzählweise wird aber genau so kritisch besprochen wie zB bei einem Zack Snyder oder Terrence Malick. Zu seinem Pseudonym sagte er auch glaube ich mal, dass er das gewählt hat um mehr internationalen Flair darzustellen als mit seinem Realnamen David De Gruttola.
Ubisoft entwickelt heutzutage ja auch die meisten Spiele in Montreal, was eh amerikanisch/kanadisch geprägt ist. Es ist auch sinnvoll sich am größten Spielemarkt zu orientieren.

DaBBa schrieb am 15.02.2021, 15:38:
Sogar einige Japaner beklagen mittlerweile, dass Sony zu sehr auf den US-Markt (und damit indirekt auf den ganzen westlichen Markt) schiele. Dass Sonys AAA-Spiele mit Fokus auf die USA entwickelt und dann nach Japan re-importiert würden. Das war früher anders, da reichte der lokale Absatzmarkt jeweils noch aus und der Rest der Welt wurde als Zubrot mitgenommen. Die Amis haben eben durch ihren großen Heimatmarkt, die englische Sprache und und ihren Kultur-Export Vorteile gehabt.

Sony hat den japanischen Markt sogar quasi aufgegeben. Die PS5 Zahlen sind für Japan immer noch lausig, die haben bisher weniger PS5 im Kalendar (5 Wochen) verkauft als Nintendo ihre Switch in der bisher miesesten Woche des Jahres (85000 vs 88000). Aber auch in den Spielecharts geben PS4/PS5 höchstens noch ein Gastspiel, diese Woche waren insgesamt drei PS4 Spiele in den Top 30, beste davon auf Platz 10. Und selbst die sind meist von Square Enix.
Sony hat währenddessen viele japanische Entwickler massiv angepisst, indem sie ihre Spielesparte nach Kalifornien verlegt haben. tldr: Japan bevorzugt Spiele, die man mobil (Handyspiele sind auch sehr beliebt) spielen kann. Das liegt sicherlich meist daran, dass viele berufstätige Japaner gerne mal eine Stunde pendeln und diese Art des Spielens da besser ankommt.

DaBBa schrieb am 15.02.2021, 15:38:
Mittlerweile haben wiederum die Amerikaner einen neuen, großen Markt, nachdem sie sich teilweise richten müssen: China. In Homefront wurde während der Entwicklung aus einer ursprünglich chinesischen Invasion der USA notgedrungen eine nordkoreanische Invasion gemacht: Deutlich unplausibler, aber sonst wäre in China die Partei gräsig geworden.

China ist noch kein ernstgenommer Markt für normale Videospiele. China ist groß in mobilen und vor allem Free2Play Spielen. Die Leute sind immer noch recht arm dort, deswegen sind Vollpreisspiele meist eine zu große Investition. Zudem sind die Arbeitszeiten in China noch oftmals viel länger, sehr beliebt ist die 996 Arbeit, 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends für 6 Tage die Woche. Da kann man auch keine tollen Vollpreisspiele zocken, aber Free2Play Titel, die man vielleicht in 10 Minuten Schichten spielen kann, sind beliebt. Der Kinomarkt dagegen biedert sich inzwischen massiv an die Chinesen, aber das sind halt auch nur 2-3 Stunden.
15.02.2021, 17:55 Lisa Duck (1330 
@Commodus:
Den Artikel über die School of St. Brides habe ich mir auch bereits für den nächsten Urlaub zur Seite gelegt. Der klang echt interessant - muss man unbedingt in Ruhe und Muße lesen. Ich habe immer zwei Examplare im Abo (oder zwei Abos), eine unbelesene Ausgabe für das Archiv - und eine um diese bedarfsgerecht auszuschlachten und die interessanten Sachen zur passenden Seite zu legen. Außerdem fördern wir mit dem Doppelabo ja auch den Fortbestand des Heftes.

@Aydon_ger:
Danke für die Links!
15.02.2021, 16:04 v3to (1603 
@Dabba
Es ist eine gute Frage, wann die Produktionen solch einen Schwenk in Richtung US-Mainstream gemacht haben. In den 90ern war das mMn noch nicht der Fall. Bei Ubisoft fallen mir auch nicht gerade viele Spiele ein, die sich auch nach französischer Handschrift anfühlen. Das angekündigte Beyond Good and Evil 2 schon irgendwie... Wobei, so manche Titel von Anuman Interactive (Microids), Arkane, Dotnot oder Focus schon noch ein sehr eigenes Flair innehaben.
15.02.2021, 15:57 Aydon_ger (727 
@Commodus: ich dachte erst an eine Art Scherzartikel, dafür war er mir dann aber zu lang und zu gut illustriert. Verdammt spannend zu lesen, nur ist da scheinbar wirklich nicht mehr in Erfahrung zu bringen.

Das liest sich ganz so, als ob ein paar Damen ihre Form von Selbstverwirklichung mit einer Ferienschule verwirklicht haben und dann "nebenbei" und sicher auch um Geld zu verdienen Grafikadventures geschrieben haben. Schon irre.

Hier gibt es noch etwas mehr darüber. Und es existiert sogar ein Wikipedia-Artikel, der den Schleier noch mehr lüftet.

Genau für sowas mag ich die Retro Gamer gerne lesen
Kommentar wurde am 15.02.2021, 16:12 von Aydon_ger editiert.
15.02.2021, 15:38 DaBBa (2115 
v3to schrieb am 15.02.2021, 13:07:
Mal so gesagt: Die Gründe für die Probleme der deutschen Spielebranche sind ausgesprochen vielfältig und ich halte die wenig sebstbewusste Selbstbetrachtung bei gleichzeitigen Fingerzeig auf andere als einen davon.
(...)
Im Gegensatz zu den allermeisten deutschen Studios haben die Entwickler in Frankreich auf die Art Gamedesign gelernt und gleichzeitig den Spielen eine eigene Identität verpasst. Über Coktel Vision wurde lange die Nase gerümpft, Inca war bereits "nur" umstritten und bei Gobliiins war die Kritik verstummt. Delphine hat mit Another World und Flashback das Action-Adventure Genre über Jahre geprägt und die Form der Inszenierung lebt selbst in AAA-Produktionen weiter. Infogrames hat mit Alone in the Dark das Survival-Horror-Genre massiv geprägt, Ubisoft hat mit Rayman einen der besten Plattformer seiner Zeit geschaffen, Vroom von Lankhor war ein richtig guter Racer, Little Big Adventure von Adeline wurde von der Presse gefeiert.
Heute ist UbiSoft einer der wenigen verbliebenen großen Publisher. Wobei sich die Franzosen da mittlerweile deultich an den US-Geschmack gehängt haben, um AAA-Titel weltweit verkaufen zu können: Spiele wie Detroit: Become Human oder Watch Dogs spielen in amerikanischen Städten oder alternativ in London, damit die Aufschriften in Englisch sein und von Amerikanern verstanden werden können. Sind solche Spiele wirklich noch "typisch französisch" oder nur noch typisch westlich?
Hey, David Cage suggeriert sogar mit seinem Pseudonym, Engländer oder Amerikaner zu sein. Ist er aber nicht, kommt aus dem Elsass.

Sogar einige Japaner beklagen mittlerweile, dass Sony zu sehr auf den US-Markt (und damit indirekt auf den ganzen westlichen Markt) schiele. Dass Sonys AAA-Spiele mit Fokus auf die USA entwickelt und dann nach Japan re-importiert würden. Das war früher anders, da reichte der lokale Absatzmarkt jeweils noch aus und der Rest der Welt wurde als Zubrot mitgenommen. Die Amis haben eben durch ihren großen Heimatmarkt, die englische Sprache und und ihren Kultur-Export Vorteile gehabt.

Mittlerweile haben wiederum die Amerikaner einen neuen, großen Markt, nachdem sie sich teilweise richten müssen: China. In Homefront wurde während der Entwicklung aus einer ursprünglich chinesischen Invasion der USA notgedrungen eine nordkoreanische Invasion gemacht: Deutlich unplausibler, aber sonst wäre in China die Partei gräsig geworden.
15.02.2021, 15:31 advfreak (955 
@Commodus

Oha,da muss ich nochmal drüber lesen, danke für den Tipp!
15.02.2021, 15:12 Commodus (5315 
Ich habe gerade den Artikel über School of St.Brides gelesen. Ein Mädcheninternat nur für Frauen, in dem es zuging wie in den 20er-Jahren. ...angeführt von lesbischen Frauen und einer mysteriösen Leiterin. Zum Unterhalt dieses Internats wurden auch Spiele (Textadventures) für CRL programmiert, an der einzigen Steckdose die es dort gab.

...sehr Bizarr! ...hat mich fasziniert der Artikel
15.02.2021, 14:53 advfreak (955 
Ich finde diese Ausgabe bis auf Turrican eigentlich relativ schwach, dass kann aber auch daran liegen das mich die vorgestellten Retro-Games kaum interessieren. Da hatte ich echt nicht lange zu blättern drinnen.
Kommentar wurde am 15.02.2021, 14:54 von advfreak editiert.
15.02.2021, 13:07 v3to (1603 
Mal so gesagt: Die Gründe für die Probleme der deutschen Spielebranche sind ausgesprochen vielfältig und ich halte die wenig sebstbewusste Selbstbetrachtung bei gleichzeitigen Fingerzeig auf andere als einen davon.

Die französische Spielebranche hatte ähnlich wie die britische Spielebranche eine sehr fruchtbare Entwicklerbasis mit hoher Dynamik. Allerdings war der Schwerpunkt lange auf den lokalen Markt und nach meinem Eindruck sehr inspiriert von der Comickultur. Wobei die meisten Produktionen dort tatsächlich wenig artsy-fartsy waren. Als Robin und ich für den Retrokompott das Thema französische Spiele durchgenommen hatten, wurden wir erschlagen von einem Berg an Textadventures und verschiedensten Geschicklichkeitsspielen, die größtenteils nicht außerhalb Frankreichs veröffentlicht wurden. Was ich aber sehr erstaunlich fand, wie so ab Mitte der 80er die Konzepte immer individueller und eigenständiger wurden. Was ich dabei aber auch bemerkenswert finde, wie sehr sich speziell Happy Computer und Power Play berufen fühlten, diese Entwicklung nicht ernst zu nehmen und wie jetzt in dem Artikel selbst gelungene Spiele zu verhöhnen.

Im Gegensatz zu den allermeisten deutschen Studios haben die Entwickler in Frankreich auf die Art Gamedesign gelernt und gleichzeitig den Spielen eine eigene Identität verpasst. Über Coktel Vision wurde lange die Nase gerümpft, Inca war bereits "nur" umstritten und bei Gobliiins war die Kritik verstummt. Delphine hat mit Another World und Flashback das Action-Adventure Genre über Jahre geprägt und die Form der Inszenierung lebt selbst in AAA-Produktionen weiter. Infogrames hat mit Alone in the Dark das Survival-Horror-Genre massiv geprägt, Ubisoft hat mit Rayman einen der besten Plattformer seiner Zeit geschaffen, Vroom von Lankhor war ein richtig guter Racer, Little Big Adventure von Adeline wurde von der Presse gefeiert.

Edit: Die ersten beiden Turrican-Teile sind mEn die einzigen deutschen Produktionen der damaligen Zeit, welche in international einen nachhaltigen Stempel hinterlassen haben. Während Factor 5 damals an das andere Ende der Welt reiste und sich von Firmen wie Konami belehren ließ, dass sich nonlineares Leveldesign nicht verkauft (was Turrican als Marke eher mittelprächtig half), hat das Probe Software nicht beeindruckt. Nach den Turrican-Portierungen für CPC und Speccy hat die Firma beständig Spiele produziert, die auf das Designprinzip mit großen, explorativen Leveln setzen. Selbiges gilt für deren Angestellte, wie Dave Perry, der später Shiny Entertainment gründet und Firmen wie Eurocom, die in ähnlichem Fahrwasser schwammen. Die ganze Welle von 8-Wege-Such-den-Ausgang-Plattformern, wie Alien 3, Cool Spot, Jungle Book, Earthworm Jim und co sind an sich Erben der Struktur von Turrican und verkauften damit Millionen von Spielen.
Kommentar wurde am 16.02.2021, 03:53 von v3to editiert.
15.02.2021, 11:45 Aydon_ger (727 
Ach kommt schon - erstmal wäre es nett, wenn die N&S Grundsatzdebatte unter dem North vs South Testbericht ausgefochten wird. Dann haben die North vs South Fans der späteren Jahre auch was davon, denn die suchen sowas sicherlich nicht unter Retro Gamer Heft x.

Dann schreckt es evtl. andere ab, die auch ihre 75 1/3 Cent über Heftthemen ablassen mögen, wenn man sich hier so verbissen um das Grundsatzthema "Französische Spiele im Spiegel der Presse am Beispiel NvsS" festhängt Nicht böse gemeint...

Und damit ich noch mehr Öl ins lodernde Feuer gieße: für mich persönlich waren französische Spiele der damaligen Ära (und auch noch bis Beginn der 90er) suspekt. Grafisch wunderschön, spielerisch eher ... ähh, anders. Nicht immer gelungen anders, halt anders. Was aber auch den Reiz dieser Epoche ausmacht, im Gegensatz zu heutigen Mainstream-Glattgebügelt-alles-gleich-Games. So what?

Und deutsche Spiele waren als langweilige, staubtrockene Simulationen verschrieen. Und? Wenn ein Spiel nicht gefällt, spielt man halt ein anderes.

So - jetzt mal wieder zurück zum Heft und zur Retro Gamer hier
Kommentar wurde am 15.02.2021, 11:46 von Aydon_ger editiert.
13.02.2021, 10:58 Darkpunk (2645 
v3to schrieb: Ironischerweise wurden französische Spieleproduktionen immer größer und konnten international Fuß fassen, während deutsche Produktionen oder diverse anspruchsvolle Genres immer mehr ein Nischendasein fristen.


Das ist ein interessanter Gedanke. Warum sind französische Spielfirmen heute so erfolgreich (Ubi-Soft), während deutsche Entwickler/Puplisher in der Branche kaum Fuß fassen können? Fehlt in Deutschland die Unterstützung auf Grund der Vorurteile der sich Computerspiele und Gamer hier immer noch ausgesetzt sehen? Oder ist es wie beim deutschen Film wo wir kaum was gebacken bekommen. Tut sich Deutschland mit diesem Medium grundsätzlich schwer? Selbst Osteuropa ist da weiter.
12.02.2021, 14:19 v3to (1603 
Commodus schrieb am 12.02.2021, 12:27:
Zur Pauschalisierung der französischen Firmen muss ich eingeschränkt Winnie Recht geben. ...viele von denen hab ich of nicht verstanden, wie z.Bsp Kult, Commander Blood, oder Purple Saturn Day. Es gab da noch einige andere, die zwar gute Grafik hatten, aber irgendwie unverständlich, oder zu seicht.


Wie gesagt, wäre das klar als Meinungsäußerung geschrieben, hätte ich auch nichts gesagt. Das kann man natürlich so sehen. Nur das verallgemeinernd auf die Branche eines Landes als Fakt zu formulieren - die Rhetorik ist auch nicht ohne - ist zu groß, diskutabel und wenn man sich auch nur an die Presselandschaft hält, schwer haltbar. Und macht auch sonst keinen Sinn. Es macht sich auch keiner einen Kopf, wieviel Ausschuss in der der amerikanischen oder japanischen Spielebranche entstand. Schau auf deutsche Firmen wie Rainbow Arts, die einen guten Ruf genießen. Da war der überwiegende Teil der Veröffentlichungen allerdings auch von zweifelhafter Qualität.

Qualität sind retrospektiv betrachtet auch nicht mehr das gleiche, wie aus damaliger Sicht. Die Akzeptanz von Gewaltdarstellung hat sich ja zB völlig geändert. Was Gamedesign angeht, liegt der Maßstab auch in der regionalen Spielekultur. In der Beziehung waren die Franzosen tatsächlich auch mehr Designer und weniger Ingenieure, wie zB hier in Deutschland. Ironischerweise wurden französische Spieleproduktionen immer größer und konnten international Fuß fassen, während deutsche Produktionen oder diverse anspruchsvolle Genres immer mehr ein Nischendasein fristen.
Seiten: [1] 2 3   »


Du willst einen Kommentar schreiben?

Dann musst du dich nur kostenlos und unverbindlich registrieren und schon kann es losgehen!