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Wing Commander Prophecy
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Bisher 16 Stimmen bei einer Gesamtwertung von 8.74
PC CD-ROM
Entwickler: Origin Systems   Publisher: Electronic Arts   Genre: Action, Simulation, 3D, Sci-Fi / Futuristisch, Shooter   
Ausgabe Test/Vorschau (2) Grafik Sound Wertung System Datenträger Hits Autor
PC Joker 2/98
Testbericht
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PC CD-ROM
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62Markus Ziegler
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PC CD-ROM
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Serie: Wing Commander, Wing Commander: The Secret Missions, Wing Commander: The Secret Missions 2: Crusade, Wing Commander II: Vengeance of the Kilrathi, Wing Commander II: Special Operations 1, Wing Commander Academy, Wing Commander Armada, Wing Commander III: Heart of the Tiger, Wing Commander IV: The Price of Freedom, Wing Commander Prophecy, Wing Commander Prophecy: Secret Ops

Auszeichnungen:



Videos: 2 zufällige von 4 (alle anzeigen)
Kategorie: PC, Intro
Kategorie: PC, Werbung
User-Kommentare: (39)Seiten: [1] 2 3   »
23.03.2020, 18:24 Anna L. (2028 
Herr Planetfall schrieb am 23.06.2016, 13:15:
SONST HÄTTE ICH DA SICHER WAS AUSPOSAUNT OHNE ES ZU MERKEN!


Und ich Dubel wollte Dir nun ein fehlendes Komma vor "OHNE" vorwerfen.
Nichts für unschlecht ich hab's begriffen.
23.06.2016, 13:15 Herr Planetfall [Mod] (3971 
Ich sah von Rambo nur 20 Minuten irgendwo in der ersten Filmhälfte.
Rambo flieht in ein felsiges Tal.
Hab mir aber Terminator und Predator aus der VHS-Videothek ausgeliehen.
Conan hatten sie nicht.
An alten Filmen haben sie immer nur Otto - Der Film.

HAB DAS MIT MEINEM ALTER ÜBERLESEN!
SONST HÄTTE ICH DA SICHER WAS AUSPOSAUNT OHNE ES ZU MERKEN!
21.06.2016, 12:56 Anna L. (2028 
SarahKreuz schrieb am 16.06.2015, 23:24:
Könnte der Zeit geschuldet sein, weil ich Prophecy erst anno 2015 gespielt habe.


Natürlich ist das ein schwerwiegender Faktor.
Man denke nur mal an Herrn Planetfall, der Rambo erst mit Anfang 40 sah.
Da blieb die Begeisterung vermutlich eher flach.
20.06.2016, 22:39 v3to (1429 
Also, mich hat das Spiel absolut nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Nun, die Story bzw die Videos hab ich auch soweit in Erinnerung, dass hier im Vergleich zu den Vorgängern ein Gang zurückgefahren wurde, aber nicht beim eigentlichen Spiel. Dazu hatte ich damals eine Voodoo Banshee Karte ganz neu und es gab hier Effekte, wie ich sie lange danach nicht mehr in der Qualität zu sehen bekam in einem Spiel.
16.09.2015, 09:57 Boromir (609 
Absolut enttäuschend. Man merkt den schauspielern an das es sie voll nervt. Schad drum. Grafik und sound toll aber lasche story und kaum identifikation mit dem protagonisten. Für mich ist wing 4 der letzte wahre wing commander
16.09.2015, 04:14 Nick (19 
PROPHECY hatte mich absolut enttäuscht. Story gabs überhaupt nicht mehr. Und das Missionsziel war immer nur das gleiche. Stoisches Spielprinzip, keine Geschichte mehr. In Teil IV hat man wenigstens noch eine spannende Story aufgetischt, aber hier gar nix mehr... Teil IV bleibt ein kleiner Klassiker für mich. Teil V überzeugt nur durch die Präsentation...
17.06.2015, 07:37 Deathrider (1502 
Der fünfte wurde von mir auch nur einmal durchgespielt. Liegt wohl daran, dass man nicht mehr mit Mark Hamill spielen kann.
16.06.2015, 23:24 SarahKreuz (8981 
Hab's heute beendet und: Ja, die PC-Version ist in allen Bereichen besser. Da gibt's auch nicht so viele Story-Lücken, wie auf dem GameBoy Advance.

Aber trotzdem war der direkte Vorgänger (Wing Commander IV) einfach stimmiger. Die aufgesetzte düstere Stimmung in Prophecy packt mich nicht, wie die Kriegshetzerei-Story in 4. Die Darsteller packen mich nicht, wie in 4. Selbst die Weltraum-Kämpfe haben mich dort mehr packen können. Könnte der Zeit geschuldet sein, weil ich Prophecy erst anno 2015 gespielt habe. Aber ich glaub nicht: bei einer Rückkehr ins Konföderierten-Universum wäre das Spiel hier an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das letzte Wing Commander-Spiel, dass ich für einen 'Flashback' wieder ausgraben würde. Alleine schon Story-Technisch gesehen haben Teil 3 und 4 dickes Hollywood-Kino ausgepackt, während das hier nur wie eine nach Donnerstag-Nachmittag verlegte B-SciFi-Serie im Privatfernsehen wirkt.

Trotzdem: kann man spielen. Sollte man sogar, wenn man Wing Commander mag.

GameBoy: 5/10
PC: 7/10
Kommentar wurde am 16.06.2015, 23:27 von SarahKreuz editiert.
13.06.2015, 11:50 SarahKreuz (8981 
Damit würde ich mich schon begnügen. Auf...
...dem GameBoy Advance taucht er einfach irgendwann in einer Missionsbesprechung wieder auf und wünscht einem "Viel Glück!".
12.06.2015, 06:32 invincible warrior (787 
Spoiler: Mehr als nen 'HE IS ALIVE' Cliffhanger gibts dazu leider auch nicht
11.06.2015, 23:15 SarahKreuz (8981 
Mithran schrieb am 11.06.2015, 12:56:
Oha, Du hast ja Durchhaltevermögen.

Nee, das war insgesamt schon nett auf dem GB Advance. Da brauchte ich keine richtigen Durchhalteparolen. Jedenfalls machte es mehr Spaß, sobald ich nur die Ballerei gesehen habe. So im Kultboy-Wertungsbereich ist es eine 5 oder 6. Mit ner besser präsentierten (und logischeren) Story könnte man da sogar noch was draufpacken. Die Weltraum-Action stimmt schon...

Leider hast Du meiner Meinung nach die falsche Reihenfolge bei den Systemen gewählt.

Ja, absolut. Mich beschleicht das Gefühl, dass es auf dem GB darauf abzielt, dass es Leute spielen, die Prophecy eh schon vom PC her kennen. Da rutschen beim nachvollziehen der Handlung sonst zuviele "Hä?" und "Wie jetzt!?" über die Lippen. Alleine schon die Sache mit dem entführten Blair. Mit keinem Wort wurde da seine Rückkehr (oder was ihm wiederfahren ist) erwähnt. WTF!? Bekomme ich auf dem PC hiffentlich zu sehen.
Story, Atmosphäre und Charakterzeichnung bleiben da voll auf der Strecke...die gehören aber zu jedem Wing Commander dazu wie das Weihwasser inner Kirche.
Kommentar wurde am 11.06.2015, 23:15 von SarahKreuz editiert.
11.06.2015, 12:56 Mithran (181 
Oha, Du hast ja Durchhaltevermögen.

Leider hast Du meiner Meinung nach die falsche Reihenfolge bei den Systemen gewählt. WCP auf dem GBA.... Das klingt schon absurd...

Ich mochte Prophecy, ohne dass mir Einzelheiten im Kopf haften geblieben wären...
11.06.2015, 10:46 SarahKreuz (8981 
Nachdem ich gestern die GameBoy Advance-Version durchgespielt habe, gehe ich heute Abend Prophecy auf dem PC an. Ich hoffe inständig, es ist besser.
09.06.2015, 12:27 SarahKreuz (8981 
Spiele-Log ; Wing Commander Prophecy
7.6.2015 - Tag 3 - Gesamtspielzeit: ca. 4 Stunden

Mission 10:

Auch Maniac wurde befördert und befehligt ab sofort sein eigenes Geschwader. Als wir gemeinsam in den Weltraum hinausschießen bleiben uns exakt 3 Minuten, um alle feindlichen Schiff in der Nähe eines Störsenders auszuschalten. Beim regen Gebrauch von Hitzesuchenden- und Freund/Feind-Raketen ist das auch überhaupt kein Problem. Beschränkt man sich allerdings allein auf die Bordgeschütze, dann nimmt das dezimieren der roten Punkte auf dem Radar schon weit mehr Zeit in Anspruch.
Generell ist die Weltraum-Action auf dem GameBoy Advance gut rübergebracht worden. Steuerungstechnisch gibt es da wenig zu bemängeln. Außer natürlich der Tatsache, dass sich solche Spiele mit einem Joystick/Flightstick einfach sauberer spielen lassen, als mit dem Steuerkreuz. Die schwache Präsentation der Story führt aber dazu, das ich mehr und mehr das Interesse am Spiel verliere. Die Logik-Löcher sind sogar geradezu unverzeihlich - und gipfeln darin, dass dieses Spiele-Tagebuch vorzeitig beendet wird. Dazu im nächsten Log aber mehr.
Die Digi-Soundeffekte sind prima und haben wenigstens ein paar Brocken Sprachausgabe. Dafür wirkt aber die Musik arg generisch - völlig Wurst ob nun das Titelthema, das Gedudel in der Kantine oder der ewig gleiche Track, der während der Abstecher im Weltraum abgespielt wird. Ganz schön Langweilig und einem Wing Commander völlig unwürdig.

Zurück in der Kantine der Midway offenbart Todd "Maniac" Marshall, dass einer seiner Piloten vermisst wird. Spontan entschließt sich Lane "Kreuz" Casey nach ihm zu suchen.

Mission 11:

In der Einsatzbesprechung werden dann kurz die Details der Rettungsmission erörtert. So ist der verlorengegangene Pilot (zum Glück) zwar mittlerweile aufgelesen worden, aber dessen Rettungsshuttle würde einen Angriff nicht lange standhalten. Ich schwirre also los und lasse die Start- und Landerampe unseres Mutterschiffes hinter mir, um ihm Geleitschutz zu geben. Fernab der Midway treffe ich auf das brüchige Shuttle und gerate in Panik: Es sind einfach zu viele Gegner! Ich schaffe es nicht, sämtliche Aufmerksamkeit der Feinde auf mich zu lenken und verliere die Kontrolle ... und letzten Endes auch das Shuttle.
Mich ärgert es maßlos, dass mir in der Einsatzbesprechung kein Flügelmann zugewiesen worden ist. Dann wäre die Chance größer gewesen, sein Leben zu retten. Überhaupt: die Zeiten, wo ich mir (wie in WC 3+4) vor dem Abflug explizit einen Kameraden aussuchen darf, der an meiner Seite fliegt , sind wohl vorbei. Warum nur, zum Teufel? Nach dem explodieren des Rettungsshuttles habe ich alle Zeit der Welt, um meine Rachegelüste an diesen Mördern auszuleben. Sterbt, ihr Schweine! Probleme bereiten die Gegner nicht - ich bin ihnen haushoch überlegen - umso ärgerlicher, dass sie unseren Kameraden zu menschlichem Gyros verarbeiten konnten. Zum ersten Mal höre ich auch ein "Mission Failed" aus dem Lautsprecher knarzen, als ich nahezu unbeschädigt (und völlig alleine) die Midway ansteuere. Dumm gelaufen.

An dieser Stelle wäre in der Kantine ein Gespräch mit Maniac sehr nett gewesen. Zum einen, um das eben geschehene Revue passieren zu lassen. Aber hauptsächlich, weil der mittlerweile tote Pilot ja unter seinem Kommando stand. Das Spiel ist jedoch nicht willens, eine emotional packende Geschichte zu erzählen. Oder auch nur auf aktuelle Geschehnisse einzugehen. Tierisch genervt - wegen viel zu wenig Atmosphäre, dass die Weltraumgefechte hier normalerweise gut flankieren könnte - gehe ich zur nächsten Lagebesprechung.

Mission 12:

Beim Briefing wird währenddessen schon unverblümt von "den Aliens" gesprochen. Wissen die mehr als ich? Natürlich. Ich würde sogar darauf wetten wollen, das es auf dem PC-Prophecy nach 12 Missionen schon viel mehr Hintergrundinformationen gab. Obwohl...vielleicht doch nicht. Besser keine Wette eingehen. Auf dem Computer könnte das Storytelling auch eine mittlere Katastrophe sein. So viel kann ich an dieser Stelle schon vorweg nehmen (schließlich ist das hier der Log-Eintrag vom vergangenen Sonntag): Auch nach Mission 26 (!) ist auf dem GameBoy Advance immer noch nicht klar, gegen wen man denn nun genau kämpft. Woher sie kommen und was sie wollen. Während das Spiel aber so tut, als wären die Spieler über alles informiert. Das ist Verrückt! Auf dem Handheld-Prophecy werden mir eindeutig Cutscenes, Dialoge und Info-Häppchen vorenthalten - und ich bin dann verwirrt, wenn urplötzlich von toten/vermissten Personen oder einer Technologie von den Aliens geredet wird, als wäre es eine in Stein gemeißelte Selbstverständlichkeit. Oftmals werden Sachen - die vorher mit keiner Silbe Erwähnung fanden - in den Raum geworfen. Furchtbar! Beim stilvollen Aufbau einer Hintergrundgeschichte habe ich selten ein kläglicheres Versagen erlebt als hier.

Was immer das auch für Viecher sind: Sie haben eine kilrathische Sternenbasis eingenommen und sie zu einem vorgeschobenen Stützpunkt verwandelt. Wir fliegen Patrouille in der Nähe dieser Basis. Search & Destroy - 4 Abschüsse für mich, 2 holt mein namenloser Begleiter. Alles gut gelaufen.

Zur Abwechslung ist in der Kantine auch mal wieder nichts los. Ich kann ja ein paar Selbstgespräche führen, bevor ich zur nächsten Einsatzbesprechung dackel.

Mission 13:

Jetzt geht's rund. Wir befinden uns in der Nähe einer großen, feindlichen Flotte, die früher oder später auf die Midway aufmerksam werden wird. Deswegen führen wir einen Präventivschlag aus. Maniac und seine Schwadron sollen einen dicken Kreuzer aus dem All pusten, während meine Leute und ich das Ablenkungsmanöver leiten und einen Nachschubkonvoi angreifen. Da in der Besprechung von weiteren Zielen die Rede ist - die wir nach eigenem ermessen angreifen dürfen - könnte das lustig werden. Sogar von ein paar Kilrathi's werden wir unterstützt. Dem kleinen Rassisten Maniac schmeckt DAS natürlich so gut wie 5 Jahre abgelaufenes Bier. Ich dagegen freue mich über jede Abwechslung im tiefen Weltraum.

Zu dritt steuern wir den ersten Navigationspunkt an und treffen dort auf ein weiteres Kilrathi-Schiff, das uns unterstützt. Eines von diesen Mark 3-Dralthi Schiffen. Wie ein heftiger Sturm kommen wir über die feindlichen Einheiten und bringen Tod und Verderben fast im Sekundentakt. Bei dem Gemetzel (die Katzen kämpfen ausgezeichnet!) bin ich schon froh, überhaupt noch einen Abschuss für mich verbuchen zu können. Heute sind wir kollektiv Erbarmungslos!
Beim zweiten Navigationspunkt verfrachte ich mich wie eine hungrige Zecke am Heck eines dicken Alien-Kreuzers, der dort überraschend auftaucht. Das ist aber mal ein mörderischer Nachschubkonvoi! Zwei Raketen und viele Schüsse in die Triebwerke später habe ich dann meinen allerersten dicken Brummer ins Jenseits befördert. Ahhhh....dieser befriedigende Lichtblitz, wenn so ein Monstrum in sich zusammenfällt.
Ein 4 gegen 4 Duell bildet beim letzten Navigationspunkt den krönenden Abschluss. Ohne Verluste räumen wir auf wie beim Frühjahrsputz!

Zurück auf der Midway.
"Sie sind aber noch spät auf. Ich dachte, alle Piloten brauchen ihren Schönheitsschlaf?"
Hä? Wat? Ich bin doch gerade erst auf der Station eingetroffen - so kurz nach dieser Zerstörungsorgie trage ich vielleicht sogar noch meinen Helm unter dem Arm. Aber wie immer werden die Dialoge in der Kantine unmittelbar nach der Landung abgespult. Scheinbar ist es schon ziemlich spät, als ich auf die Wissenschafts-Offizierin Finley treffe. Tausende Kilrathi werden vermisst, lässt sie mich wissen. Die Aliens machen Gefangene! Auch mit Hawk kann ich mich kurz unterhalten. Wahnsinn, gleich zwei Gesprächspartner auf einmal in der Kantine...

Mission 14:

Blair ist aktuell ja immer noch entführt. Das Gespräch mit dem gutaussehenden Hawk ruft mir das wieder ins Gedächtnis. Ich solle mir das doch gefälligst nicht zum Vorwurf machen, so sein Kommentar. Nun, tue ich nicht. Ich mache da nach wie vor eher dem Spiel Vorwürfe, während des Fluges mit diesem altgedienten Veteranen Nullkommanichts von seiner Verschleppung mitbekommen zu haben. Auf dem Rückflug zur Midway ist ja noch nicht mal sein Raumschiff vom Radar verschwunden! Willkommen auf der ewigen Baustelle Wing Commander Prophecy ... Treten Sie ein und genießen sie die Stirnfalten der Verwirrung, die wir ihnen besorgen. Oder lachen sie sich kaputt - wenn Sie nicht schon vorher genervt das Spiel zur Seite geschleudert haben.
Mit einem Chris Roberts in der Projektleitung wäre das alles hier nicht passiert, behaupte ich felsenfest - und denke dabei an die unzähligen Ereignisse in WC 3+4 zurück. Auch innerhalb der Cockpit-Action passierten dort die verrücktesten, aber schlüssigsten, Sachen.

Draußen, im luftleeren Raum angekommen, sollen wir ein paar Kilrathi-Schiffen bei Gefechten unterstützen und sie dann zu einer Korvette dieser Katzenähnlichen Außerirdischen begleiten. Alles läuft gut. Hawk und ich haben keine Probleme, die Feinde in Schach zu halten.

Dann docken wir an die Midway an und ich lese von meiner Kommandantin folgendes:
"Schlimme Sache, das mit Hawk. Er war einer unserer Besten."
"Ja, Sir."
"Was ich nicht verstehe ist ... Hawks letzter Funkspruch. Er sagte, alle feindlichen Ziele seien vernichtet worden. Haben Sie gesehen, was ihn erwischt hat?"

VERDAMMTE SCHEIßE, NEIN! ICH HABE NICHTS GESEHEN UND NICHTS GEHÖRT! ER KANN NICHT TOT SEIN; DENN ES IST DA DRAUßEN EINFACH NICHT PASSIERT; DU BLÖDE KUH! ... würde ich an dieser Stelle gerne Antworten. Oder wenigstens auf "Du kämpfst wie eine Kuh!" klicken. Aber stattdessen fange ich schon bitterböse an, dieses Spiel auszulachen. Dallas tot, Blair entführt, und jetzt Hawk sein Ableben während unserer Patrouille. Ich bin jedes Mal Live dabei und bekomme trotzdem nichts davon mit. Mensch, ihr habt's versaut, Electronic Arts.


8.6.2015 - Tag 4 bis XXX


Abschließend:

Es ist Montag. Und ich sitze wieder an meinem kleinen schnuckeligen Handheld, um ein paar Aliens im Weltraum zu rösten. Ach ja...Spaß machen die Weltraumgefechte ja schon. Wenn man die banale und extrem schlecht erzählte Story schön getrost ignoriert, dann funktioniert das sogar ausgezeichnet. Wenn man Wing Commander Prophecy auf ein Arcade-Spielchen reduziert. Ohne Atmosphäre. Ohne tiefgründige Charaktere. Ohne gute Musik. Ohne cineastische Zwischensequenzen. Ohne Sprecher. Ohne Sinn. Mit ohne einer Handlung während dieser lustigen Weltraumkämpfe. Dann geht's! Für ein Spiele-Tagebuch reicht das aber alles nicht, weswegen ich ohne Notizblock weiterspiele. Ohne mir Notizen zu machen, die Fortschritte im Spiel genau zu dokumentieren, komme ich auch viel, viel schneller im Spiel voran. Und dadurch, dass ich nichts mehr aufschreibe, muss ich mir keine tieferen Gedanken über das viele Seltsame hier machen. Ich ignoriere zum Beispiel ganz einfach, dass ich nach fast 30 Missionen immer noch nicht weiß, gegen wen ich da eigentlich kämpfe. Ich ignoriere Commander Christopher "Herz des Tigers" Blair, der mir in einem Briefing URPLÖTZLICH viel Glück bei meiner Mission wünscht. War der nicht entführt worden? Warum ist er auf einmal wieder da? Was war passiert? Ach ... was soll's. Dieses Wing Commander ist ein Albtraum, verglichen mit allen anderen. Aber ich spiele es trotzdem. Denn die Weltraum-Action stimmt, wie gesagt.

Piew piew piew - First Lieutenant Lane "Kreuz" Casey meldet sich hiermit ab. Und empfiehlt, die GameBoy Advance-Version von WC Prophecy einfach zu ignorieren, wenn es euch mal auf einer Retro-Börse oder einem Flohmarkt anlächeln sollte. Lächelt am besten nicht zurück.

Kommentar wurde am 09.06.2015, 13:05 von SarahKreuz editiert.
07.06.2015, 11:30 SarahKreuz (8981 
Spiele-Log ; Wing Commander Prophecy
6.6.2015 - Tag 2 - Gesamtspielzeit: ca. 3 Stunden


Mission 7:

In der Kantine treffe ich auf Zero. Die Null ist tatsächlich der Meinung, mein Alter Ego hätte es wesentlich leichter gehabt, durch die Akademie zu rauschen, weil der Vater (Iceman) ein Kriegsheld war. Ich kann seinen Gedanken nicht folgen und verfolge stattdessen das nächste Missions-Briefing.

Jetzt wird's interessant. Ein weiterer Zerstörer muss lahmgelegt werden. Meine Schwadron leistet dabei nur Deckungsarbeit für Maniac, der sich um dieses Mammut-Schiff kümmern soll. Ich Freigeist nutze die Gunst des Augenblicks, um Todd "Maniac" Marshall aus seinem Raumschiff direkt ins Jenseits zu ballern. Ohne Rückflug-Ticket. Aber, ach ... kaum explodiert sein Schiff, da ploppt auch schon ein Hinweis auf meinem GameBoy-Bildschirm auf: 'Verräter gewinnen nie!'.
Hihi, ich weiß gar nicht, was die von mir wollen. Schließlich habe ich schon in Wing Commander 1 an unzähligen Weltraum-Bestattungen von Kameraden teilgenommen, deren Tod ich zu verantworten hatte. History repeats - das ist alles! Das ermorden der eigenen Flügelmänner stand damals sogar in den Tipps&Tricks-Bereichen der ASM und PowerPlay, damit einen nicht die Abschüsse vor der Nase weggeschnappt wurden. Ein probates Mittel.

Beim zweiten Anlauf geht dann aber alles seinen geregelten Gang. Eineinhalb Minuten lang müssen die befreundeten Jäger beschützt werden. Sehr, sehr leicht. Trotz Timer im Nacken.
Zurück auf der Midway erfahre ich, dass es mein Flügelmann "Dallas" nicht geschafft hat. Hä? Ist mir gar nicht aufgefallen, dass sein Jäger zu Klump zerschossen wurde. Denn bei einem Abschuss von konföderierten Piloten erschallen normalerweise etsprechende Funksprüche. So was wie ein gekrächztes "Es hat mich erwischt!", inklusiver kurzer Bildübertragung. Fehlt hier vielleicht eine entsprechende (dramatische) Zwischensequenz auf meinem Handheld-Prophecy? Die kurze Beisetzung findet dann auch nur total unpektakulär im Textfenster statt. Wie unverschämt öde! Wie cineastisch eine Beerdigung dagegen doch schon im allerersten Wing Commander wirkte.

Mission 8:

Weiter geht's. Einmal mehr eskortieren wir ein paar Marines. Die quasi-Infanterie-Einheiten, die auf den Stationen (an Deck) mit irgendetwas aufräumen. Dafür müssen sie aber auch erstmal sicher durchs All gebracht werden, um irgendwo 'an Land' gehen zu können. Diesmal, um eine Relaisstation zu sichern. Eine wichtige Nachricht mit Top-Priorität muss an das Hauptkommando raus, was wohl nur an dieser Station möglich ist (am ehesten noch mit einer Art Super-Satellit vergleichbar, das Dingen). Bei der Einsatzbesprechung erfahre ich, dass mir "Das Herz des Tigers" als Flügelmann zugewiesen wird. Huch! Ich fliege also zusammen mit meinem "alten Ich" aus vergangenen Wing Commander-Spielen. Wehe, der Opi Mark Hamill klaut mir meine Abschüsse!

Die Kämpfe im luftleeren Raum ziehen sich ganz schön hin, da viele leichte Abfangjäger unseren Weg kreuzen. Diese von mir "Thunfisch" genannten Mini-Raumjäger sind nicht besonders gefährlich, aber durch ihre Wendigkeit ziemlich schwierig zu treffen. Ausweichmanöver haben die drauf, das muss man ihnen lassen. Ein paar nervige Weltraumgefechte später habe ich 4 zusätzliche Abschüsse zu verzeichnen. Kriegsheld Commodore Christopher Blair blieb dagegen erschreckend blass als Weltraum-Pilot. Vielleicht hätte er doch lieber an seinem Schreibtisch bleiben und selbstgebastelte Papierflieger durch die Luft schleudern sollen.

Auf der Midway finde ich leere Räume vor und darf direkt zur nächsten Einsatzbesprechung latschen. Spannend...

Mission 9:

Die Relaisstation ist immer noch nicht zu 100% in Gang gesetzt worden, weswegen ich diesmal zum allerersten Mal völlig alleine hinausgeschickt werde, um sie zu verteidigen. Ein ungewohntes Szenario! Denn die 3 Jäger der unbekannten Spezies haben somit NUR MICH als Ziel - während 2 zusätzliche schwere Bomber ebenfalls darauf warten, von mir atomisiert zu werden. Wobei ich diesmal meine Lehre aus dem letzten Debakel gezogen habe und zuallererst die beiden Torpedo-Bomber zu Weltraumstaub verarbeite, noch bevor sie auch nur in die Nähe unseres riesigen Satelliten-Ungetüms kommen können. Der Rest ist dann nur noch reine Fleißarbeit, denn besonders schlau stellt sich die gegnerische Schwadron nicht an. Drei gegen eins ist unfair ... Aber, Pech, sie hatten ihre Chance zu fliehen.

Zurück auf der Midway-Station erfahre ich dann, das Christopher "Herz des Tigers" Blair entführt wurde. Hä? Wie jetzt?? Während der vorletzten Mission, bei der ich mit ihm draußen war? Unmöglich! Denn ähnlich wie beim sterben von meinem Flügelmann "Dallas" habe ich davon rein gar nichts mitbekommen. Da war nichts! Bekommt man denn auf dem PC etwas von Dallas' Tod oder Blairs' Entführung mit? Ich komme mir langsam verarscht vor, hier in (abschließenden) Textfenstern vor vollendeten Tatsachen gestellt zu werden! Hätte ich da nicht ein wenig Feedback vom Spiel bekommen können, dass gerade eine Entführung stattfindet - oder dass mein Flügelmann sein Leben aushaucht? Mit so einem schlechten 'Storytelling' kann doch kein Stimmung aufkommen! Eher das komplette Gegenteil; Diese Logik-Löcher ärgern mich und festigen bei mir die Vermutung, dass hier herumgeschlampt wurde.

Da kann mich auch die vom Kommando vorgeschlagene Beförderung zum first Lieutant nicht versöhnlich stimmen. Einer meiner Flügelmänner wird getötet - der andere entführt. Und die Typen haben nichts besseres zu tun als mir auf die Schulter zu klopfen und "Weiter so!" zu loben? Macht Sinn, oder?
Ich hab genug für heute. Mal schauen, ob ich Sonntag Zeit zum spielen finde.

Kommentar wurde am 07.06.2015, 11:46 von SarahKreuz editiert.
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