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ASM 3/86 (Erstausgabe) (Doppelausgabe)


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User-Kommentare: (49)Seiten: [1] 2 3 4   »
22.07.2020, 12:07 Grumbler (747 
woah ahahaha im Editorial übertrifft sich der Quoten-Manni noch selber, besser als jede Parodie, srsly.

https://archive.org/details/ASM.N01.1986.03/

Anscheinend wurde der "Stil" immerhin "leicht" "besser" und "gemäßigter" mit der Zeit.
18.06.2020, 18:01 Doc Sockenschuss (1184 
Frau Duck, schlummert in Ihnen etwa der Geist des schon seit fast 3 Jahren vermissten Bren McGuire?

Dass sich die Kleinanzeigen in der ASM nicht besonders interessant lasen, ist nicht weiter verwunderlich, schließlich basiert meine Parodie auf dem C-F, und der war unerreicht was solches Gelaber anging.
18.06.2020, 15:11 Lisa Duck (952 
Auf so viel Großmut habe ich kaum zu hoffen gewagt. Sie sind vom edlen Geiste Herr Keichel!

Dank Ihrer schnellen und selbstlosen Hilfe ist meine Scham nun geringer. Habe mir in dieser Sekunde einen Knoten ins Papiertaschentüchlein geflochten, welcher mit Erinnerungshilfe für die Abendstunden geben sollte. Es wäre sinnvoll daran zu denken auch andere Textstellen gewissenhaft nach den Gesichtspunkten der deutschen Schreiblehre zu untersuchen.

Der Titel „Lieblingsmitglied des heutigen Tages“ geht aber auf jeden Fall an Sie!
Kommentar wurde am 18.06.2020, 15:12 von Lisa Duck editiert.
18.06.2020, 13:55 Christian Keichel (86 
Lisa Duck schrieb am 18.06.2020, 12:47:
Das könnte der Grund gewesen sein, Herr Keichel! Darauf bin ich in den letzten Nächten natürlich nicht gekommen. War wohl zu eingeschränkt im Denken.

Dank Ihres Kommentares mit dem Zitat wurde ich leider auf ein paar Tippselfehlerchen in meinem Text gestoßen. *verschämt guck* Diese habe ich dann gerade mal - natürlich heimlich! - etwas verbessert. Aber in Ihrem Kommentar werden diese Fehlerchen wohl leider ewiglich in der elektronischen Welt überleben.


Ein unhaltbarer Zustand Frau Duck, weshalb ich mich sofort daran gemacht habe meinen Beitrag mit den von Ihnen vorgenommenen Änderungen zu versehen, auf dass die Welt sieht, dass der Kampf gegen die Fehlerchen nur gemeinsam gewonnen werden kann.
18.06.2020, 12:47 Lisa Duck (952 
Das könnte der Grund gewesen sein, Herr Keichel! Darauf bin ich in den letzten Nächten natürlich nicht gekommen. War wohl zu eingeschränkt im Denken.

Dank Ihres Kommentares mit dem Zitat wurde ich leider auf ein paar Tippselfehlerchen in meinem Text gestoßen. *verschämt guck* Diese habe ich dann gerade mal - natürlich heimlich! - etwas verbessert. Aber in Ihrem Kommentar werden diese Fehlerchen wohl leider ewiglich in der elektronischen Welt überleben.
18.06.2020, 12:21 Christian Keichel (86 
Lisa Duck schrieb am 17.06.2020, 18:55:

Die Kleinanzeigen der Ausgaben waren keineswegs so interessant zu lesen, wie die in der jüngst erschienenen Ausgabe des von Doc Sockenschuss aktuell herausgegebenen Magazins "kultboy.com". Einzig erwähnenswert der für mich der ungewöhnlich zu lesende Aufruf von einem gewissen Herrn aus Grafenwoehr: „Wer kann mir ein 1-zeiliges Programm schreiben, das auf dem Apple II innerhalb von 5 Sekunden einen unausgefüllten Kreis, dessen Größe von mir bestimmt werden kann, produziert?“.

Mir ist auch nach mehreren Nächten, in dem ich schlaflos über den Sinn gebrütet habe, nicht klar wofür man das Programm mit dieser Definition einsetzen möchte. Und warum die Begrenzung auf eine einzige Zeilenlänge und auf ein Zwölftel einer Minute Laufzeit um den (unausgefüllten!) Kreis in Wunschgröße zu zeichnen? Vielleicht kann mich diesbezüglich ja ein Programmier-Fachmann hier aufklären. Es sind doch fast nur Fachleute hier!


Ich denke, dass hier die Grundlage für ein Keksprogramm geschaffen werden sollte. Das Programm dient dazu eine Vorlage für eine kreisrunde Keksform für verschiedene Keksteigmengen darzustellen. Einfach die Keksteigmenge schätzen, die Kreisgröße einstellen und dann den Keksteig auf dem Glas des Fernsehgerätes zu einem Kreis formen. Gelingt immer, funktioniert garantiert, auch mit den ungewöhnlichsten Keksteirezepten. Am Ende gibt es immer perfekte runde Kekse.
Kommentar wurde am 18.06.2020, 13:54 von Christian Keichel editiert.
18.06.2020, 11:43 Grumbler (747 
> Insgesamt ein auf dem ersten Blick immens hoher Notenschnitt. Das könnte zu einem Teil vielleicht auch der Euphorie der Redakteure

nee, um Anzeigekunden zu gewinnen bzw. nicht gleich zu vergraulen.
18.06.2020, 10:02 mark208 (480 
Toller Beitrag Lisa Duck, aber ich hab immer im Gefühl, dass ich mit 22 für die ASM schon zu alt war. Irgendwie kann ich die nicht erst nehmen. Man schauen nur die Bewertungen, pflcihtschulidig ist ein Spiel schlecht bewertet ansonsten alles super.
17.06.2020, 20:44 MikeFieger (316 
@ Lisa für diesen Beitrag!
Stories, Gedichte, Fakten, Statistiken, Links und Jet Set Willy!!!
Mein Gott - was könnte man sich noch erträumen
17.06.2020, 18:55 Lisa Duck (952 
Die Erstausgabe des „Aktuellen Software Markt“ -
eine euphorische, wehmütige und überhaupt nicht neutrale Retrospektive auf ein Heft, welches vor fast 35 Jahren erschienen ist!

Langsam und zielsicher werde ich alt. Ist es wirklich schon so unendlich lange her, dass ich die aktuelle Ausgabe vom „Aktuellen Software Markt“ stets direkt am Erscheinungstag voller Inbrunst und Freude nicht nur gelesen, nein… sogar mehr als verschlungen, ja fast auswendig gelernt, habe? Ein Blick auf die Zeitleiste meines Daseins verrät: ja es ist wirklich so verdammt lange her.

Also ist die Zeit wohl reif mal wieder den Startschuss dieses Magazins zu gedenken. Habe die Ausgabe wieder hervor gekramt um diese einer genauen Lesung zu unterziehen und einen analytischen Blick darauf zu werfen. Zum einen auf Zahlen und Fakten zum Heft, zum anderen auf die Emotionen, welche dabei mitspielten - beziehungsweise die aus meiner Sicht schönsten Stellen, Formulierungen oder Momente dieser Erstausgabe.

Beim ersten Blick auf das Heft und in die Zeilen beschleichen mich sofort Gefühle, wie sie auch einst Udo Lindenberg in seinem Song "Reeperbahn ´89" gut auf den Punkt gebracht wurden (allerdings war da die sündige Meile und nicht diese wundervolle Software-Fachzeitschrift gemeint). Leicht abgewandelt kann ich fröhlich umformulierend frohlocken:

„Es fehlt mir wieder eine Kleinigkeit
und irgendwie bin ich heut wieder so traurig.
Ich weiß nicht, warum ich nicht so richtig happy bin -
und nach 'ner Weile kommt's mir wieder in den Sinn.
Da gab es eine tolle Schreibe
und „Gänsefüßchen“ auch sehr viel.
Du Heftchen warst für mich ´ne Bleibe
als Manni wie für mich vom Himmel fiel.
Ich les´ mich ein und komme an
du geile Schreibe, auf die ich kann.

ASM - alles klar
du alte Gangsterbraut, jetzt bin ich wieder da!
ASM - ich komm an
du geile Schreibe, auf die ich kann!
ASM - alte Braut
so'n Comeback wie heut´ hätt' ich Dir gar nicht zugetraut!
ASM - egal was war
du alte Gangsterbraut, jetzt biste wieder da!

Aber bevor ich jetzt zu sehr abhebe ist es vielleicht sinnvoll sich erstmal auf die knallharten Fakten des Hefts zu beziehen: für jeden Statistik-Freund unter uns die Eckdaten des Erstling.

Preis: 6 DM bzw. 50 öS.

Seitenzahl: exakt 100.
Davon durch elendig, häufiges Blättern bereits abgenutzter als eine alte Playboy-Fibel: exakt 100.

Und das übrigens nicht nur von mir: ich habe das Heft vor einiger Zeit gebraucht gekauft. *angeekelt guck*

De Quantität der Anzahl Seiten, macht die folgende prozentuale Auswertung auch für nicht Mathematiker leicht. :-) Folgende Rubriken gab es mit entsprechender Gewichtung:

22,5% Werbung
16% Action Games
12% Kleinanzeigen
11% Anwender
10,75% Reportagen
5% Adventure Corner
4,75% Schach-Ecke
4% Education
3% Software-News
2% Denk(-)mal (Strategie-, Denk- und Simulationsspiele)
2% Inhaltsübersicht
je 1% Titelseite, Editorial, Volltreffer, Flop des Monats, Oldie des Monats, Software-Hitparade und Bücher-Seite

Für eine Erstlingswerk meiner Meinung nach überraschend viel Werbung. Wenn man die Kleinanzeigen-Seiten hinzurechnet macht der nicht redaktionelle Anteil über ein Drittel des Heftes aus!

Ebenso auffällig, der erstaunlich geringe Anteil im Heft für die weite Spannweite der Rubrik Denk(-)mal für die Strategie- und Denkspiele sowie Simulationen. Für diese eigentlich durchaus erklärungsbedürftigen Spiele wurden gerade zwei Seiten Platz eingeräumt. Könnte an der vielleicht knappen Vorbereitungszeit gelegen haben? Diese Art von Spiele wird ja wahrscheinlich im Regalfall mehr Einarbeitungszeit für einen Test benötigen: um die Spielmechanik und die Bedienung zu verstehen und das ganze lange genug anzuspielen um einen halbwegs glaubwürdigen Test zu schreiben. Das scheint bei einem reinen Actionspiel (wie sagte man früher so schön: „Ballerspiel“) mit weniger Zeit verbunden zu sein.

Erstaunlich ist das sich viele der Rubriken aus der ersten Ausgabe langfristig im Heft gehalten haben. Da scheint der Nerv der Leser sofort gut getroffen worden zu sein.

Wie war eigentlich der Bewertungsdurchschnitt in den einzelnen Rubriken? Habe das mal säuberlich in eine Reihenfolge gebracht. Hierzu ist noch wichtig zu beachten, dass in der Anfangsphase des Heftes die Höchstbewertung für Spielmotivation 10 Punkte (und nicht wie später 12) war.

ø 9.40: Denk(-)mal (5 Spiele getestet)
ø 8.60: Action Games (43 Spiele getestet)
ø 8.36: Adventure Corner (14 Spiele getestet)
ø 8.25: Education (8 Spiele getestet)
=======================================
ø 8.57: Gesamtschnitt (70 Spiele getestet)
=======================================
(Im Bereich „Anwender“ wurden keine Bewertungen gegeben, hier wurde lediglich positive wie negative Dinge am Ende der Schreibselei nochmals zusammengefasst.)

Insgesamt ein auf dem ersten Blick immens hoher Notenschnitt. Das könnte zu einem Teil vielleicht auch der Euphorie der Redakteure bei der Arbeit an der Anfangsausgabe geschuldet sein. Ein wichtigerer Gesichtspunkt ist aber meiner Meinung nach, dass es man sich für Erstlingswerk nicht nur aus den Neuerscheinungen der letzten Wochen bedienen konnte. Für diese Ausgabe gab es eine weit größere Auswahlmöglichkeit, da man aus allen bisher auf dem Markt erschienenen Software-Produkten wählen und sich somit die Highlights heraus suchen und im Heft vorstellen konnte. Sozusagen eine Art Marktübersicht der bisher erschienenen, empfehlenswerten Produkte auf dem Markt.

Kommen wir noch zu zwei weiteren statistischen Fragen. Wie sieht es an diesem Beispiel mit dem häufig geäußerten Vorwurf aus, dass man Testberichte ohne Bildschirmabbildung ins Heft gestellt hat? Auch hier haben wir nachgezählt. Ohne die Rubrik "Anwender" hatten 17 Testberichte keine Abbildung, was fast 25% entspricht.

Und wie viele und welche Systeme waren im Heft (ausgenommen "Anwender" und der "Oldie des Monats")? Hier kommt man auf satte 14 Heimcomputer. Stark vertreten sind: Schneider CPC, ZX Spectrum, Commodore 64 sowie Atari 800/XL/XE. Eher selten auftauchend: Dragon 32/64, MSX, Apple, Commodore Amiga, Atari ST, Sinclair QL, Enterprise, T99/4A, BBC und Electron. Insgesamt aber die geliebte Vielfalt der damaligen Zeit.

Aber jetzt genug der Zahlenspiele. Kommen wir zu was anderen: den Emotionen und Geschichten in dieser Ausgabe. Was gefiel durch Formulierung oder ist besonders erwähnungswert beziehungsweise erinnerungswürdig? Natürlich gehört der hier schon oftmals genannte Bericht über Computereinsatz im Friseurhandwerk auf jeden Fall zu den Skurrilitäten! Auf so eine Geschichte muss man auch erst mal kommen – das war ist (positiv formuliert) gnadenlos kreativ!

Das Impressum verrät die Redaktion des ersten Heftes (wie auch komplett und korrekt oben auf der Seite in dem Links-Menü zur Ausgabe zu lesen): Manfred Kleimann, Bernd Zimmermann, Frank Brall, Ottfried Schmidt und Siegfried Görk.

Was nicht wirklich wichtig ist, nur ein kleine Randnotiz. Auf dem Titel ist das Heft als Ausgabe 3/86 deklariert (passend zum Monatsaufdruck März/April). Aber in der Nummerierung der Seiten ganz unten steht jeweils als Angabe 1/86.

Auf Seite 17 gibt es den Test zu „Lands of Havoc“. Dieser ist von Aussagekraft fast nicht zu schlagen, denn dieser umfasst ganze 52 Worte! Und dabei werden alleine sechs Worte durch zweimalige Nennung des Titels verbraucht. Und Bildschirmfoto gibt es hier leider auch nicht. Aber Frage an die Runde: wisst Ihr nach dieser Beschreibung (nichtssagend wäre ja fast noch gelobt) nur Ansatzweise worum es in dem Spiel gegebenenfalls gehen könnte und wie die Spielmechanik ist? Das scheint mir doch eher von der Verpackung abgeschrieben, oder haben Sie Gegenargumente Herr Kleimann?

LANDS OF HEVOC ist „das Land der Verwüstung“. Begeben Sie sich per QL dorthin um ein wirklich gutes Arcade-Action-Adventure (< das wurde als ein Wort gewertet!) zu erleben. Finden Sie sich zurecht in der Verwüstung, lassen Sie sich nicht von „bösen Geistern“ erwischen. LANDS OF LORE ist ein Spiel, das alt und natürlich jung gleichsam gefallen könnte.

Sehr gut gefällt mir die Themenvielfalt: ob Spiele-Tests in den einzelnen Berichten, Software-Neuigkeiten, die Schach- oder Bücherecke, die mal mehr oder weniger interessanten Reportagen: es geht insgesamt recht bunt gemischt zu. Was leider in der ersten Ausgabe noch fehlt ist der „Secret Service“ und wie bei einer Erstveröffentlichung zu erwarten die Leserbriefe mit den Reaktionen und Anregungen zu den zu letzte erschienenen Ausgaben.

Die Kleinanzeigen der Ausgaben waren keineswegs so interessant zu lesen, wie die in der jüngst erschienenen Ausgabe des von Doc Sockenschuss aktuell herausgegebenen Magazins "kultboy.com". Einzig erwähnenswert der für mich der ungewöhnlich zu lesende Aufruf von einem gewissen Herrn aus Grafenwoehr: „Wer kann mir ein 1-zeiliges Programm schreiben, das auf dem Apple II innerhalb von 5 Sekunden einen unausgefüllten Kreis, dessen Größe von mir bestimmt werden kann, produziert?“.

Mir ist auch nach mehreren Nächten, in dem ich schlaflos über den Sinn gebrütet habe, nicht klar wofür man das Programm mit dieser Definition einsetzen möchte. Und warum die Begrenzung auf eine einzige Zeilenlänge und auf ein Zwölftel einer Minute Laufzeit um den (unausgefüllten!) Kreis in Wunschgröße zu zeichnen? Vielleicht kann mich diesbezüglich ja ein Programmier-Fachmann hier aufklären. Es sind doch fast nur Fachleute hier!

Die Reportagen sind schon recht direkt und auffällig auf eine sehr junge Leserschaft zugeschnitten. So wird die Möglichkeit der Softwarebestellung in England auf zwei Seiten so detailliert vorgekaut, dass sogar konkrete Kontakttexte in englischer Sprache als Übersetzung zum Ausschneiden und Ausfüllen mitgeliefert werden. Vertriebswege und Kosten werden einfach und detailliert erklärt. Man wird schon sehr genau an die Hand genommen. Insgesamt aber ein guter Service.

Im Bereich der Software-Nachrichten kommt Manfred Kleimann beim Spiel „Hypersports“ zu einem schwärmerischen Vergleich: „Nicht zu Unrecht steht dieses Programm schon seit langem ganz oben in den Hitlisten. Man fühlt sich wie Michael Groß, Willie Banks, Eberhard Gienger oder ein Rolf Milser.“ An dieser Stelle habe ich mal wieder besonders gemerkt, dass ich zu den nicht mehr ganz taufrisch-jungen Eisen gehöre. Wie gut kenne ich noch diese Athleten und habe mit ihnen gefiebert: zum Beispiel mit unserem Albatros und auch bei Rolf Milser während den Übertragungen von den Olympischen Spielen in Los Angeles am Farbsehgerät meiner Wahl bei ARD und ZDF. Und wenn man registriert wie lange die Helden von einst schon nicht mehr aktiv sind, dann weiß man was das Stündchen des Alters geschlagen hat.

In einer weiteren Nachricht im News-Teil lese ich etwas über Neuheiten für den Aquarius-Computer? Aquarius? Aquarius, was? Großes Achselzucken macht sich breit. Eine Recherche auf Wikipedia ergab, dass es sich dabei um ein von Mattel auf den Markt gebrachtes System handelt. Wieder was dazugelernt! Da er nicht mal hier auf kultboy.com bei den Kultsystemen zu finden ist – zeigt wohl seine Rarität.

Und dann haut es mich – immer noch im Nachrichten-Teil – fast aus den angestaubten Filzpantinen. Links oben auf der Seite gibt es einen Hinweis zu „Dynamite Dan“! *Schnappatmung bekomm* Neben Jet Set Willy, Robin of Sherwood (zum dem Spiel gibt es übrigens auch eine paar Sätze in den News) und Firelord für mich DAS Spiel der frühen Zeit des ZX Spectrums, welches schmerzlich von mir hier in der Datenbank vermisst wird.

Manfred Kleimann schreibt: „Dynamite Dan von Mirrorsoft entwickelt sich immer mehr zu einem echten Renner, sowohl auf der Insel als auch auf dem Kontinent.“ Recht hatte er – zumindest bei mir. Nach seinen Angaben ist das Spiel zum damaligen Zeitpunkt für Commodore 64, Schneider CPC und Spectrum erschienen.

Im Adventure-Teil fällt mir die große Lobhudelei von Manni Kleimann zu Seas of Blood sofort in die Pupillen. Er schreibt am Ende des Berichtes: „… und Sie werden sehen, dass auch dieses Abenteuer von Adventure International hervorragend konzipiert ist. Dieses Software-Haus ist meines Erachtens der Wegbereiter für eine neue Adventure-Generation, wo der Spaß am Überlegen und logischen Denken wieder im Vordergrund steht. Ohne Übertreibung muss ich sagen: einfach wunderbar.“ Als Benotung gibt es die Höchstwertung mit 4x die Bestnote 10 in allen Kategorien wie Grafik, Vokabular, Story und Atmosphäre.

Sehr überraschend fiel die Beurteilung von unserem Webmaster hier auf der Seite bei seinem Test weit weniger euphorisch aus. Das Spiel wurde dort in November 2007 etwas anders von Kultboy eingeschätzt: „Das Spiel kommt mit ein paar Grafiken aus, Sound gibt es anscheinend nicht. Der Parser ist mehr als eingeschränkt und versteht fast nichts. Das einzige was geht wären "GO, SAIL, TAKEN, LOOK". Als Bewertung folgten hier lediglich vier Punkte.

Bewertung

Nach einer ausführlichen erneuten Durchstöberung kann ich nur sagen: Schmackofatz, du alte Gangsterbraut! Bist immer noch was Besonderes. Hast mir sehr gut gefallen! Vieles zwar an der Oberfläche und eher angerissen als getestet – aber dafür ein (vor allen damals) fast unglaublicher Überblick über den Spielemarkt. Dazu die lockere Art in Gestaltung und Schreibstil. Ich war sofort wieder Feuer und Flamme wie zu vergangenen Zeiten. Noch ist nicht alles so perfekt wie ein paar Ausgaben später, aber die richtige und starke Richtung war bereits klar vorgegeben. Herr Kleimann – es war eine sehr starke Geburt für Ihr Baby. Mit Verstand würde ich sagen dass der Inhalt sieben bis achte Punkteverdient, mein Herz schlägt einfach höher. Man sollte vielleicht dann und wann mal öfter im Leben eher auf das pochende Etwas als auf seine Ratio hören: deswegen lege ich etwas historischen Bonus drauf und gebe neun Wertungspunkte.

Cover

Dass dieses bisher nur magere 2.24 Durchschnittspunkte (bei 17 Bewertungen) hier bekommen hat wird diesem nicht ganz gerecht. Es ist kein zugegebenermaßen kein Jahrhundertwerk – aber es zeigt gut und sinnbildlich was einen auf den weiteren 99 Seiten erwartet. Dazu Michael J. Fox in einer Abbildung auf dem Cover wie aus einem Ausdruck aus einem ZX Printer mit Silberpapier – was will man eigentlich mehr. Ich denke ich kann hier eine halbe Wertung von 5 Punkten noch gut vertreten. Aber ich will die Durchschnittswertung hier hochtreiben. Deswegen gefühlte fünf Punkte - aber gegebene zehn Punkte.
Kommentar wurde am 18.06.2020, 12:41 von Lisa Duck editiert.
07.04.2020, 18:52 Lisa Duck (952 
Die erste Ausgabe hatte bereits viel von dem Charme der folgenden Jahre. Erstaunlich für eine Erstausgabe. Bin leider erst drei oder vier Hefte später angefangen das Heft (pünktlich am Erscheinungstag) zu kaufen und zu studieren, so war vor einigen Jahren eine Investition von rund 100 Euro nötig um mit dem Erstexemplar endlich die Sammlung zu vervollständigen. Allerdings halte ich nur noch die "alten Hefte" in dem Layout bis zur 44. Ausgabe (Heft August/September 1990) in Ehren - und damit staubfrei sicher. Mit dem ersten wirklich großen Relaunch und den eigenartigen, großen Symbolen vor jedem Test (und der Auflösung der in der Reihenfolge gedruckten Rubriken) ging für mich viel vom Charme und Reiz verloren. Außerdem merkte man, dass die ehemalige Leichtigkeit und Euphorie weg war.
Kommentar wurde am 07.04.2020, 18:58 von Lisa Duck editiert.
07.04.2020, 17:24 schrottvogel (293 
Berghutzen schrieb am 28.03.2014, 13:37:
Wenn das die Erstausgabe ist - woher kamen dann die Kleinanzeigen?


Die hat sich der Manni bestimmt alle selber ausgedacht. Ich glaube, der hat 1986 maximal 3 Stunden geschlafen. Insgesamt. Zumindest sieht er so aus.

Es ist wirklich ein echtes Erlebnis, die erste ASM durchzublättern. Das ist wie eine Schülerzeitschrit auf Speed. Ach was, Speed -- auf Crack.

Aber ich glaube, am aller-, allerbesten ist immer noch der ganzseitige Artikel von Bernd Zimmermann:

"Ist Computereinsatz im Friseurhandwerk sinnvoll".

Hach, man muss sie einfach liebhaben!
06.05.2019, 17:57 Nr.1 (3513 
Marco schrieb am 06.05.2019, 17:25:
Die Ausgabe mit den meisten Klicks: 32375!


Die meisten Klicks gehen auf mein Konto! Draufklicken, erschrecken, zerzottelten Marty ansehen, der gerade im Kinderzimmer seiner Mama aufgewacht ist und gewundert, was das soll. Draufklicken, erschrecken, zerzottelten Marty ansehen, der gerade im Kinderzimmer seiner Mama aufgewacht ist.....
06.05.2019, 17:25 Marco [Mod Wunschzettel / Tests] (3561 
Die Ausgabe mit den meisten Klicks: 32375!
24.02.2016, 09:59 moldaa (25 
Meine Güte, das Heft wird ja 30 Jahre alt!!! Weiß jemand wann das Heft genau erschienen ist (Datum) Ich will das gebührend feiern Ich glaube, dass es genau heute vor 30 Jahren erschien. Der 24.02.1986 war zumindest ein Montag. Wie dem auch sei, Happy Bithday ASM
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